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Das Arbeitszeugnis: Zeugnisformulierungen eine Geheimsprache?

Título: Das Arbeitszeugnis: Zeugnisformulierungen eine Geheimsprache?

Trabajo de Seminario , 2010 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jennifer K. (Autor)

Derecho - Civil / Derecho laboral
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Oftmals wird die verwendete Sprache in Arbeitszeugnissen als "Geheimsprache" bezeichnet. Die Seminararbeit klärt die oft ungelösten Rätsel der Zeugnissprache.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Problematik

2 Die Geschichte des Arbeitszeugnisses

3 Gesetzliche und tarifliche Zeugnisansprüche

4 Grundsätze der Zeugniserstellung

4.1 Wahrheitspflicht

4.2 Wohlwollenspflicht

5 Der Inhalt der Arbeitszeugnisses

5.1 Positions- und Aufgabenbeschreibung

5.2 Beurteilung der Leistung und des Erfolges

5.2.1 Die Arbeitsbereitschaft

5.2.2 Die Arbeitsbefähigung

5.2.3 Die Arbeitsweise

5.2.4 Der Arbeitserfolg

6 Techniken der Zeugnissprache

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Arbeitszeugnissen im Berufsleben und analysiert, inwieweit die darin verwendeten Formulierungen eine spezifische "Geheimsprache" darstellen, die für Laien oft schwer zu entschlüsseln ist. Ziel ist es, dem Leser das Verständnis für die verborgenen Botschaften und die rechtlichen sowie methodischen Hintergründe der Zeugniserstellung zu vermitteln.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Grundlagen von Arbeitszeugnissen
  • Die Grundsätze der Wahrheitspflicht und der Wohlwollenspflicht
  • Struktur eines qualifizierten Arbeitszeugnisses und dessen Bestandteile
  • Analyse gängiger Techniken der Zeugnissprache und deren Deutung

Auszug aus dem Buch

6 Techniken der Zeugnissprache

Der Grundsatz, dass ein Arbeitszeugnis wohlwollend formuliert sein soll, äußert sich so, dass Urteile über den Arbeitnehmer in abgestufte, positiv klingende Formulierungen gebettet werden. Diese Formulierungen klingen wohlwollend und positiv und deuten auf den ersten Blick nicht darauf hin, dass auch kritische Aspekte im Zeugnis enthalten sind.

Daher ist in kaum einem Arbeitszeugnis ein auf den ersten Blick negativ klingender Satz zu finden. Das bekannteste Beispiel für eine so genannte „Positiv-Skala-Technik“ ist die Zufriedenheitsformel, denn selbst bei einer mangelhaften Leistung wird noch Zufriedenheit in Form eines solchen Satzes ausgedrückt: „Wir waren mit den Leistungen von Frau X im Großen und Ganzen zufrieden“.

Leider bemerken viele Arbeitnehmer solche vernichtenden Urteile erst dann, wenn sie zum Beispiel im Vorstellungsgespräch auf negative Aussagen im Zeugnis aufmerksam gemacht werden. Eine auch sehr gern verwendete Technik ist die Leerstellen-Technik. Hierbei werden negativ wirkende Tatsachen durch eine Auslassung übergangen – dies kann sich vom Auslassen einzelner Wörter in wichtigen Aussagen über das komplette Fehlen von einzelnen Passagen, bis hin zum Verzicht auf ganze Zeugnisbestandteile erstrecken.

Zum Beispiel wenn ein Ausbildungszeugnis keine Aussage über das Bestehen der Abschlussprüfung enthält kann man vermuten, dass der Auszubildende diese nicht bestanden hat. Erwähnt ein Arbeitgeber in einem Zeugnis zum Bespiel nur, dass das Verhalten des Mitarbeiters gegenüber Kollegen stets einwandfrei war, kann man darauf schließen, dass das Verhalten zum Vorgesetzten negativ war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Problematik: Dieses Kapitel erläutert die hohe Bedeutung von Arbeitszeugnissen für die berufliche Zukunft und führt in die Problematik der "Geheimsprache" ein, die kritische Inhalte hinter wohlwollenden Formulierungen verbirgt.

2 Die Geschichte des Arbeitszeugnisses: Hier wird der historische Wandel vom Gesindezwangsdienst bis zur gesetzlichen Verankerung im BGB skizziert.

3 Gesetzliche und tarifliche Zeugnisansprüche: Es werden die rechtlichen Grundlagen für den Anspruch auf ein Arbeitszeugnis gemäß Gewerbeordnung und BGB dargelegt.

4 Grundsätze der Zeugniserstellung: Dieses Kapitel behandelt die zwei zentralen Pflichten des Arbeitgebers: die Wahrheitspflicht, welche Klarheit fordert, und die Wohlwollenspflicht, die negative Bewertungen in akzeptable Formulierungen einbettet.

5 Der Inhalt der Arbeitszeugnisses: Das Kapitel erläutert die Gliederung eines Zeugnisses von der Positionsbeschreibung bis hin zur detaillierten Beurteilung der Arbeitsleistung und des Erfolgs.

6 Techniken der Zeugnissprache: Es werden spezifische Methoden wie die Positiv-Skala-Technik, die Leerstellen-Technik und die Reihenfolge-Technik vorgestellt, die Arbeitgeber nutzen, um verdeckte Botschaften zu senden.

7 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass die Interpretation von Zeugnissen einer Chiffrierarbeit gleicht und dass die Kenntnis über diese "Sprache" essenziell für die Einschätzung des eigenen Zeugnisses ist.

Schlüsselwörter

Arbeitszeugnis, Geheimsprache, Zeugnisformulierung, Wohlwollenspflicht, Wahrheitspflicht, Arbeitsrecht, Personalentscheidung, Beurteilung, Zeugnissprache, Arbeitsleistung, Leistungsfähigkeit, Zeugnistechnik, Arbeitszeugnis-Interpretation, Personalwirtschaft, Arbeitsverhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Interpretation von Arbeitszeugnissen und der darin verwendeten speziellen Sprache, die oft als „Geheimsprache“ bezeichnet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen, die historischen Wurzeln, die Anforderungen an eine korrekte Zeugniserstellung sowie die Entschlüsselung rhetorischer Techniken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Arbeitnehmern zu verdeutlichen, dass Arbeitszeugnisse oft mehr als nur eine wohlwollende Bewertung enthalten und wie man diese chiffrierten Inhalte korrekt interpretiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und juristische Auslegung von Formulierungen, ergänzt durch Beispiele aus der zeugnisrechtlichen Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Struktur des Zeugnisses (Position, Leistung, Erfolg) und die Erläuterung der verschiedenen Techniken, mit denen Arbeitgeber Bewertungen codieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben „Arbeitszeugnis“ sind „Geheimsprache“, „Wohlwollenspflicht“, „Wahrheitspflicht“ und „Interpretationsbereiche“ die prägenden Begriffe.

Ist die „Geheimsprache“ rechtlich bindend?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Arbeitgeber zur Wahrheit und zum Wohlwollen verpflichtet ist, wobei die „Geheimsprache“ ein Mittel darstellt, um innerhalb dieses Spannungsfeldes Kritik auszuüben, was durch die Rechtsprechung teils kritisch gesehen wird.

Warum wird in älteren Zeugnissen oft anders geschrieben?

Die Arbeit erläutert, dass der "Geheimcode" historisch gewachsen ist und ältere Dokumente oft auf einem ehrlichen, aber weniger technisierten Verständnis basieren, das heute missverständlich sein kann.

Was ist die „Positiv-Skala-Technik“?

Es ist eine Methode, bei der selbst mangelhafte Leistungen durch Formulierungen, die ein „Zufriedensein“ implizieren, positiv verschleiert werden.

Warum spielt die Reihenfolge von Tätigkeiten im Zeugnis eine Rolle?

Die sogenannte Reihenfolge-Technik zeigt, dass das Voranstellen unwichtiger Aufgaben gegenüber wichtigen Tätigkeiten eine indirekte Methode zur Abwertung des Arbeitnehmers ist.

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Detalles

Título
Das Arbeitszeugnis: Zeugnisformulierungen eine Geheimsprache?
Universidad
University of applied sciences, Munich
Curso
Inplacement & Personnel Layoff
Calificación
1,0
Autor
Jennifer K. (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
13
No. de catálogo
V158050
ISBN (Ebook)
9783640720965
ISBN (Libro)
9783640720941
Idioma
Alemán
Etiqueta
Arbeitszeugnis Zeugnisformulierungen Geheimsprache
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jennifer K. (Autor), 2010, Das Arbeitszeugnis: Zeugnisformulierungen eine Geheimsprache?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158050
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