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Gottebenbildlichkeit in Gen 1-3

Eine feministisch-theologische Perspektive am Beispiel der Interpretation von Helen Schüngel-Straumann

Titre: Gottebenbildlichkeit in Gen 1-3

Dossier / Travail , 2023 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Laura Stöppler (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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In dieser Hausarbeit wird die biblische Vorstellung der Gottebenbildlichkeit in den Kapiteln 1 bis 3 des Buches Genesis aus einer feministisch-theologischen Perspektive untersucht. Die Arbeit geht auf die historische Entwicklung der feministischen Theologie und deren Einfluss auf die Auslegung biblischer Texte ein. Besonders beleuchtet wird die frauendiskriminierende Exegese der Schöpfungserzählung und des „Sündenfalls“ sowie die feministisch-theologische Interpretation von Helen Schüngel-Straumann, die die Gleichwertigkeit von Mann und Frau als Ebenbild Gottes hervorhebt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Relevanz dieser Diskussionen für die katholische und evangelische Kirche der Gegenwart, insbesondere im Hinblick auf die Debatten um die Frauenordination. Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung der Gottebenbildlichkeit für die feministische Theologie und die Rolle von Frauen in der Kirche.

Extrait


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Grundlagen zur Gottebenbildlichkeit in der Feministischen Theologie

2.1. Historische Einordnung der Feministischen Theologie in die Frauenbewegung

2.2. Wichtige feministisch-theologische Begriffsbestimmungen

3. Die frauendiskriminierende Exegesetradition von Gen 1-3

4. Die feministisch-theologische Auslegung von Gen 1-3 nach dem Verständnis von Helen Schüngel-Straumann

5. Relevanz der Überlegungen zur Gottebenbildlichkeit für die katholische und evangelische Kirche der Gegenwart

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Gottebenbildlichkeit in den ersten drei Kapiteln der Genesis unter Berücksichtigung feministisch-theologischer Perspektiven, speziell basierend auf den Interpretationen von Helen Schüngel-Straumann. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie biblische Texte historisch zur Begründung patriarchaler Strukturen genutzt wurden und welche alternativen, gleichwertigen Auslegungen der Schöpfungsgeschichte für eine gerechtere kirchliche und gesellschaftliche Praxis im Kontext gegenwärtiger Gender-Debatten relevant sind.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Feministischen Theologie
  • Analyse der frauendiskriminierenden Auslegungstradition biblischer Schöpfungstexte
  • Feministisch-theologische Exegese nach Helen Schüngel-Straumann
  • Bedeutung der Gottebenbildlichkeit für die Gleichberechtigung von Frau und Mann
  • Aktuelle Relevanz in Diskursen zur Frauenordination und zum Gender-Begriff in den Kirchen

Auszug aus der Publikation

Die feministisch-theologische Auslegung von Gen 1-3 nach dem Verständnis von Helen Schüngel-Straumann

Für die Betrachtung der Interpretationen von Helen Schüngel-Straumann in Bezug auf die Gottebenbildlichkeit ist der historische Hintergrund zu berücksichtigen: Die Gottebenbildlichkeit des Mannes wurde zu keinem Zeitpunkt der Geschichte infrage gestellt, während die der Frau erst im Lauf der Jahrhunderte sukzessive anerkannt wurde. In diesem Kapitel wird in Orientierung an den bereits geschilderten Entstehungszeiträumen von Gen 1-3 von der Anordnung im biblischen Kanon abgewichen. Stattdessen werden die Ausführungen zeitlich chronologisch sortiert, sodass zunächst Gen 2,4b-3,24 und im Anschluss Gen 1-2,4a untersucht wird. Dabei werden ausgewählte Verse feministisch-theologisch beleuchtet, welche zur in Kapitel 3 geschilderten frauenbenachteiligenden Exegese beitrugen.

Bei Gen 2,4b-3 handelt es sich um zwei Erzählstränge, die simultan stattfinden und zueinander im Kontrast stehende Facetten der menschlichen Existenz beleuchten. Gen 2,4b-25 thematisiert, wie die Welt nach Gottes Vorstellung geordnet sein soll und auf welche Weise Gott den Menschen und die Beziehung der Geschlechter zueinander erschuf, während Gen 3 die tatsächlich vorherrschende Ordnung nachempfindet. Der Jahwist als Verfasser von Gen 2,4b-3,24 ergänzt die zuvor erfassten, altorientalischen Schöpfungsmythen, welche durchgängig nur die Erschaffung eines Menschen, des Mannes, beinhalten, um die Erschaffung der Frau. Damit ist die ursächliche Frage angesprochen, aus welchem Grund die Menschen als Mann und Frau existieren. Folglich führt seine Schöpfungserzählung zu einigen Widersprüchen, die als Begründung dazu herangezogen werden können, dass der Autor ein besonderes Interesse an der Erschaffung der Frau hegt. Ebenfalls wird dies an der Aktivität der Frau in Gen 3 deutlich. Für Gen 2,4b-3,24 ist festzuhalten, dass mit dem bei der Erschaffung des Menschen verwendeten Begriff adam, der übersetzt „Erdling“ bedeutet, die gesamte Menschheit und nicht nur Männer gemeint sind. Folglich wird in Gen 2,7 nicht zuerst der Mann erschaffen, sondern der Mensch. Somit gilt alles, was in Gen 2,4b-3,24 dem Erdling widerfährt für Männer und Frauen gleichermaßen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die feministische Bibelauslegung ein, skizziert die Fragestellung zur Gottebenbildlichkeit und verortet das methodische Vorgehen sowie die Relevanz des Themas.

2. Grundlagen zur Gottebenbildlichkeit in der Feministischen Theologie: Dieses Kapitel bettet die Feministische Theologie historisch in die Frauenbewegung ein und definiert zentrale Begriffe wie Patriarchat und Kyriarchat für den theo-anthropologischen Kontext.

3. Die frauendiskriminierende Exegesetradition von Gen 1-3: Es wird analysiert, wie die traditionelle Exegese der Schöpfungserzählungen über Jahrhunderte hinweg zur Rechtfertigung der Unterordnung der Frau instrumentalisiert wurde.

4. Die feministisch-theologische Auslegung von Gen 1-3 nach dem Verständnis von Helen Schüngel-Straumann: Helen Schüngel-Straumanns differenzierte Auseinandersetzung mit den Genesis-Kapiteln wird hier dargelegt, wobei sie die textliche Grundlage für die Gleichwertigkeit der Geschlechter herausarbeitet.

5. Relevanz der Überlegungen zur Gottebenbildlichkeit für die katholische und evangelische Kirche der Gegenwart: Die Arbeit beleuchtet, wie die gewonnenen theologischen Erkenntnisse die aktuellen Debatten um Frauenordination und Gender-Diskurs innerhalb der großen Konfessionen beeinflussen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Argumente zusammen und betont die Notwendigkeit einer zeitgemäßen, gerechteren Bibelauslegung für die kirchliche Praxis.

Schlüsselwörter

Gottebenbildlichkeit, Feministische Theologie, Gen 1-3, Helen Schüngel-Straumann, Patriarchat, Kyriarchat, Frauenordination, Gender-Diskurs, Anthropologie, Schöpfung, Bibelauslegung, Gleichberechtigung, Frauendiskriminierung, kirchliche Praxis, Exegese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die biblische Gottebenbildlichkeit von Frauen und Männern und kritisiert deren traditionelle, androzentrische Auslegung, um auf veränderte, geschlechtergerechte Interpretationsansätze hinzuweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die feministische Exegese von Genesis 1-3, die historische Verbindung von Frauenbewegung und Theologie sowie die Auswirkungen dieser Theologie auf aktuelle kirchliche Fragen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Hauptziel ist die Untersuchung der Bedeutung der Gottebenbildlichkeit in den ersten drei Genesis-Kapiteln für die Feministische Theologie und deren Anwendung auf aktuelle geschlechtertheoretische Debatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-kritische sowie feministisch-theologische Perspektive, um die Exegese von Helen Schüngel-Straumann kritisch aufzuarbeiten und in aktuellen kirchlichen Kontexten zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen, frauendiskriminierenden Exegesetraditionen und stellt diesen die feministische Interpretation von Schüngel-Straumann gegenüber, besonders bei der Analyse der Schöpfungstexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gottebenbildlichkeit, Feministische Theologie, Gen 1-3, Patriarchat, Geschlechtergerechtigkeit, Frauenordination und Gender-Diskurs.

Wie unterscheidet sich die Auslegung von Gen 1-3 durch Schüngel-Straumann von traditionellen Sichtweisen?

Während traditionelle Auslegungen oft eine hierarchische Schöpfungsordnung oder die Frau als untergeordnetes „Hilfswesen“ sahen, betont Schüngel-Straumann die Ebenbürtigkeit der Geschlechter und eine gemeinsame Berufung als Abbild Gottes.

Welche Rolle spielen die aktuellen kirchlichen Debatten um Gender in der Arbeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Verständnis der Gottebenbildlichkeit ein zentraler Angelpunkt für die Bewertung von Gender-Fragen und der Frage der Frauenordination in evangelischer und katholischer Kirche ist.

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Titre
Gottebenbildlichkeit in Gen 1-3
Sous-titre
Eine feministisch-theologische Perspektive am Beispiel der Interpretation von Helen Schüngel-Straumann
Université
University of Kassel  (Institut für Evangelische Theologie)
Cours
Frauenbewegung und Feministische Theologie im 20. Jahrhundert (Vertiefung der Systematischen Theologie, Kirchen- und Dogmengeschichte)
Note
1,7
Auteur
Laura Stöppler (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
21
N° de catalogue
V1584099
ISBN (PDF)
9783389126721
ISBN (Livre)
9783389126738
Langue
allemand
mots-clé
Feministische Theologie Gottebenbildlichkeit Genesis 1-3 Schöpfungserzählung Sündenfall Helen Schüngel-Straumann Schüngel-Straumann Frau und Mann Frauenordination Patriarchat Kyriarchat Feministisch-theologische Exegese Bibelauslegung Gender-Diskurs Gleichstellung der Geschlechter Katholische Kirche Evangelische Kirche
Sécurité des produits
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Citation du texte
Laura Stöppler (Auteur), 2023, Gottebenbildlichkeit in Gen 1-3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1584099
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