Die Einsendeaufgabe behandelt aus institutioneller Perspektive der Prävention die Wechselwirkung zwischen Unternehmenskultur und individuellem Handeln sowie Merkmale einer gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur.
Aus individueller Perspektive wird ein Blick auf das Gesundheits- und Patientencoaching geworfen und anhand eines selbstkonstruierten Praxisbeispiels die typischen Phasen und entsprechenden Methoden eines Gesundheitscoachings dargestellt.
Im dritten Teil der Arbeit wird aus universeller Perspektive auf das Selbstwirksamkeitskonzept von Bandura eingegangen und diskutiert, inwiefern sich dieses zur Stärkung personaler Ressourcen von Mitarbeitenden nutzen lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Aufgabe A1 – Institutionelle Perspektive der Prävention
- 1 Definition von Unternehmenskultur
- 1.1 Wechselwirkung zwischen Unternehmenskultur und individuellem Handeln
- 1.2 Merkmale einer gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur
- 1.2.1 Führungsstil
- 1.2.2 Arbeitsgestaltung
- 1 Definition von Unternehmenskultur
- Aufgabe A2 - Individuelle Perspektive der Prävention
- 2 Gesundheits- und Patientencoaching
- 2.1 Definition - Patienten- und Gesundheitscoaching
- 2.2 Phasen des Coachingprozesses
- 2.2.1 Vorphase
- 2.2.2 Hauptphase
- 2.2.3 Abschlussphase
- 2 Gesundheits- und Patientencoaching
- Aufgabe A3 - Universelle Perspektive der Prävention
- 3 Stärkung personaler Ressourcen durch Selbstwirksamkeit
- 3.1 Selbstwirksamkeitskonzept nach Bandura
- 3.2 Anwendung zur Stärkung personaler Ressourcen am Arbeitsplatz
- 3 Stärkung personaler Ressourcen durch Selbstwirksamkeit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Thematische Schwerpunkte
Diese Einsendeaufgabe im Modul „Handlungsfelder der Prävention“ befasst sich mit zentralen Konzepten und Anwendungsbereichen der Gesundheitspsychologie. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die verschiedenen Perspektiven der Prävention – institutionell, individuell und universell – detailliert darzulegen und deren Relevanz für die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden aufzuzeigen. Es werden Mechanismen und Strategien beleuchtet, die zur Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Arbeitsumgebung und zur Stärkung individueller Ressourcen beitragen.
- Die Definition und der Einfluss von Unternehmenskultur auf gesundheitsförderliches Handeln.
- Merkmale und Bedeutung eines gesundheitsorientierten Führungsstils und der Arbeitsgestaltung.
- Konzept und Phasen des Gesundheits- und Patientencoachings zur individuellen Unterstützung.
- Das Selbstwirksamkeitskonzept nach Bandura als universeller Ansatz zur Stärkung personaler Ressourcen.
- Praktische Anwendungen zur Förderung der Selbstwirksamkeit im Arbeitskontext.
Auszug aus dem Buch: Merkmale einer gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur
1.2 Merkmale einer gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur
Eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur integriert gesundheitliche Aspekte systematisch in alle organisationalen Prozesse. Sie geht über isolierte Maßnahmen hinaus und schafft ein Umfeld, das die physische, psychische und soziale Gesundheit aktiv fördert. Eine Gesundheitskultur innerhalb eines Unternehmens äußert sich anhand diverser Merkmale. Abbildung 2 gibt einen Überblick über diese Indikatoren (Rudow, 2004, S. 25–26).
Im Rahmen dieser Arbeit werden die Merkmale Führungsstil sowie Arbeitsgestaltung näher erläutert.
1.2.1 Führungsstil
Rudow (2014) definiert Führungsstil folgendermaßen: „Unter Führungsstil (style of leadership) versteht man die habitualisierte (verfestigte) Handlungsmaxime des Vorgesetzten. Im Vergleich mit dem in der konkreten Situation stark modifizierbaren Führungsverhalten bleibt der Führungsstil über einen längeren Zeitraum konstant.“ (Rudow, 2014, S. 322).
Im Hinblick auf den Einfluss, welchen eine Führungskraft innehat, ist der Führungsstil eine wichtige Komponente. Gerade in Konfliktsituationen oder durch das Gefühl keinen Rückhalt durch die Führungskraft zu haben, kann es zu seelischem Stress und dadurch zu negativen Gesundheitsauswirkungen bei den Beschäftigten kommen (Artmann, 2024, S. 25). Wird eine partnerschaftliche, unterstützungs- sowie entwicklungsorientierte Führung gelebt, werden soziale Stressoren herabgesetzt und es herrscht eine gesundheitsorientierte Kultur, durch welche den Mitarbeitenden Vertrauen und ein Gefühl der Mitbestimmung entgegengebracht wird (Rudow, 2014, S. 322-323). Prägende Faktoren sind u.a. (Matyssek, 2009, S. 35; Rudow, 2014, S. 323):
- Eine offene und wertschätzende Kommunikation,
- Lob, Anerkennung, Aufmerksamkeit,
- transparentes Vorgehen bei Entscheidungsprozessen,
- Konfliktmanagement,
- Stressmanagement,
- Partizipation,
- Autonomie und Handlungsspielräume bei gleichzeitiger Orientierungshilfe.
Neben der Analyse der Interaktionen im Rahmen des Arbeitsalltags ist es unabdingbar, auch die Gesundheit sowie das Gesundheitsverhalten der Mitarbeitenden systematisch zu beobachten. Dies ermöglicht die frühzeitige Durchführung von Interventionen, beispielsweise durch gezielte Feedbackgespräche, um gesundheitsschädigendes Verhalten zu minimieren und adäquate Unterstützungsangebote zu implementieren (Fürstenberg, 2018, S. 623).
Ein gesunder Führungsstil erfordert, dass die Führungskraft selbst ein gesundes Verhalten vorlebt. Sie trägt nicht nur Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden, sondern ist auch in der Pflicht, sich selbst gesund zu verhalten, wodurch sie maßgeblich die Gesundheitskultur des Unternehmens prägt. Dies kann sich beispielsweise in der Nutzung von Mittagspausen, der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit oder der Teilnahme an angebotenen betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen ausdrücken. Jede Thematik, sei es die Überzeugung für ein Produkt oder die Förderung eines bewussten Gesundheitsverhaltens, kann nur glaubwürdig vermittelt werden, wenn ein aktives und authentisches Verhalten gelebt wird (Uhle & Treier, 2019, S. 245).
Zusammenfassung der Hauptkapitel
Aufgabe A1 – Institutionelle Perspektive der Prävention: Dieses Kapitel definiert Unternehmenskultur und beleuchtet deren Wechselwirkung mit individuellem Handeln, wobei es spezifische Merkmale einer gesundheitsförderlichen Kultur, darunter Führungsstil und Arbeitsgestaltung, detailliert erläutert.
Aufgabe A2 - Individuelle Perspektive der Prävention: Hier wird das Konzept des Gesundheits- und Patientencoachings vorgestellt, dessen Definition dargelegt und die verschiedenen Phasen des Coachingprozesses anhand eines konkreten, stressbezogenen Fallbeispiels detailliert beschrieben.
Aufgabe A3 - Universelle Perspektive der Prävention: Das Kapitel konzentriert sich auf die Stärkung personaler Ressourcen durch Selbstwirksamkeit, indem es das Selbstwirksamkeitskonzept nach Bandura vorstellt und dessen praktische Anwendung zur Förderung von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz diskutiert.
Schlüsselwörter
Prävention, Gesundheitspsychologie, Unternehmenskultur, Gesundheitsmanagement, Führungsstil, Arbeitsgestaltung, Coaching, Patientencoaching, Gesundheitscoaching, Selbstwirksamkeit, Bandura, Ressourcenstärkung, Stressbewältigung, Arbeitsplatzgesundheit, Wohlbefinden
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit verschiedenen Handlungsfeldern der Prävention im Kontext der Gesundheitspsychologie, indem sie institutionelle, individuelle und universelle Perspektiven beleuchtet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Unternehmenskultur und ihre Merkmale, Führungsstile und Arbeitsgestaltung, Gesundheits- und Patientencoaching-Prozesse sowie das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Bandura und dessen Anwendung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die vielfältigen Ansätze der Prävention und deren praktische Umsetzung in der Gesundheitspsychologie darzustellen und zu zeigen, wie diese zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Darstellung bestehender Konzepte und Theorien aus der Gesundheitspsychologie und dem Managementbereich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Definition von Unternehmenskultur und deren gesundheitsförderliche Aspekte, die Phasen des Coachingprozesses im Gesundheitswesen und die Stärkung personaler Ressourcen durch das Selbstwirksamkeitskonzept detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter wie Prävention, Unternehmenskultur, Gesundheitsmanagement, Coaching, Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung und Arbeitsplatzgesundheit charakterisieren die Inhalte der Arbeit.
Wie beeinflusst Unternehmenskultur die individuelle und organisationale Handlungskompetenz?
Die Unternehmenskultur beeinflusst die individuelle und organisationale Handlungskompetenz durch ihre Werte, Normen, gelebten Verhaltensmuster und insbesondere durch den Führungsstil und die Gestaltung der Arbeitsumgebung, die das Bewusstsein für gesundheitliche Themen prägen.
Welche Phasen durchläuft ein Gesundheitscoaching?
Ein Gesundheitscoaching durchläuft typischerweise drei Phasen: die Vorphase (Bedarfserkennung, Kontaktaufnahme, Vertragsschluss), die Hauptphase (Klärung der Ausgangssituation, Zieldefinition, Umsetzung) und die Abschlussphase (Evaluation, Abschluss, Transferkontrolle).
Was sind die vier zentralen Quellen der Selbstwirksamkeit nach Bandura?
Die vier zentralen Quellen der Selbstwirksamkeit nach Bandura sind: direkte Erfahrung (master experiences), indirekte Erfahrung (vicarious experiences), symbolische Erfahrung (symbolic experience) und Erregungsfeedback (emotional arousal).
Wie kann die Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz gestärkt werden?
Die Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz kann durch das Setzen klarer, realistischer Nahziele, regelmäßiges und konstruktives Feedback, die Bereitstellung von Vorbildern sowie die Schulung im Umgang mit körperlichen und emotionalen Reaktionen gestärkt werden.
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- Marietta Menzel-Breuer (Autor), 2025, Handlungsfelder der Prävention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1586941