Getrieben vom technologischen Fortschritt befindet sich die Medienbranche seit einigen Jahren in einem Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien. So ist es heutzutage möglich über mobile Endgeräte wie Handys traditionelle Medien wie Radiosender und TV zu empfangen. Diese Umstände führen zum einen zu einer nachhaltigen Beeinflussung des Konsumverhaltens, zum anderen lösen die technischen Möglichkeiten die Annäherung der zuvor klar getrennten Bereiche Medien, Telekommunikation und Informationstechnologie aus.
Welche Bedeutung dies für die agierenden Medienunternehmen hat soll in der folgenden Arbeit veranschaulicht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Hintergründe zur Konvergenz und Medienbranche
2.1 Konvergenz – Begrifflichkeit und Triebkräfte
2.2 Auswirkungen der Konvergenz auf die Medienprodukte
2.3 Was sind die Charakteristika von Medienunternehmen
2.4 Abgrenzungen der bestehenden Medienmärkte
3. Handlungsfelder für das Medienmanagement
3.1 Generieren neuer Erlösstrukturen am Beispiel von TV-Unternehmen
3.2 Mehrfachverwertung der Produkte durch Digital Rights
3.3 Erweiterung des Produktportfolios – Cross-Media anstatt Divergenz
3.4 Implementierung von Kontroll- und Steuerungsmechanismen
3.5 Strategische Positionierung in der Zukunft
4. Die Zukunft der Medien
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht, wie technologische Fortschritte und die fortschreitende Konvergenz der Bereiche Medien, Telekommunikation und Informationstechnologie das Medienmanagement vor neue Herausforderungen stellen. Ziel ist es, die strategischen Implikationen dieser Entwicklungen für Medienunternehmen aufzuzeigen und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Marktpositionierung in einem dynamischen Umfeld zu entwickeln.
- Auswirkungen der Medienkonvergenz auf Produkte und Märkte
- Entwicklung neuer Erlösstrukturen und Wertschöpfungsprozesse
- Strategien zur Mehrfachverwertung von Inhalten (Cross-Media)
- Anpassung von Kontroll- und Steuerungsinstrumenten im Medienmanagement
- Zukunftsperspektiven und Strategien zur strategischen Positionierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Konvergenz – Begrifflichkeit und Triebkräfte
Bei der Begrifflichkeit der Konvergenz scheiden sich in der einschlägigen Fachliteratur die Geister. Georg Ramme ist bspw. der Auffassung das überhaupt noch kein einheitliches Begriffsverständnis existiert und die Gefahr besteht, „dass der Begriff Konvergenz zu einer inhaltslosen Worthülse verkommt“. Um in der Makro-Perspektive für unsere Zwecke den kleinsten gemeinsamen Nenner festzuhalten, soll die Konvergenz in den Medien als das Zusammenwachsen bzw. Verschmelzen der ursprünglich weitgehend klar getrennten Sektoren Informationstechnologie, Telekommunikation und Medien verstanden werden.
Zentrale Triebfeder für dieses Zusammenwachsen war hierbei die Digitalisierung der Inhalte. Sie „ermöglicht die Speicherung, Verarbeitung und Übertragung unterschiedlicher medialer Formen auf einer einheitlichen Basis“. Diese Grundlage ermöglicht es, verschiedene Inhalte ohne größere technische Barrieren zu verändern und ohne feste Bindung an eine Übertragungstechnik zu verwerten.
Neben der Annäherung auf Technologie- und Produktenebene wird die Liberalisierung der Märkte als zweite Triebkraft in diesem Veränderungsprozess gesehen. Im Zuge von Deregulierungen wurden gezielt staatliche Vorgaben abgebaut und dadurch der Wettbewerb im Mediensektor belebt. „Diese Veränderung der Marktgegebenheiten ermöglicht es den verschiedenen Marktteilnehmern in neue Märkte zu diffundieren und dort das angestammte Geschäft der bisherigen Marktteilnehmer streitig zu machen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel führt in das Spannungsfeld ein, in dem sich die Medienbranche aufgrund technologischer Fortschritte und veränderten Konsumverhaltens befindet.
2. Hintergründe zur Konvergenz und Medienbranche: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Konvergenz, ihre Triebkräfte sowie die spezifischen Charakteristika und Marktabgrenzungen von Medienunternehmen erläutert.
3. Handlungsfelder für das Medienmanagement: Dieses Kapitel analysiert konkrete Managementstrategien, von der Erlösgenerierung und Mehrfachverwertung bis hin zur Prozesssteuerung und strategischen Positionierung.
4. Die Zukunft der Medien: Das abschließende Kapitel wirft einen Blick auf zukünftige Entwicklungen im Medienmarkt und die notwendigen Attribute für das erfolgreiche Medienmanagement von morgen.
Schlüsselwörter
Medienkonvergenz, Digitalisierung, Medienmanagement, Wertschöpfungskette, Cross-Media, Erlösstrukturen, Digital Rights Management, Medienbranche, Strategische Positionierung, Rezipientenmarkt, Content, Innovationsdruck, Kostenmanagement, Telekommunikation, Informationstechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die der technologische Wandel und die Medienkonvergenz für das Management von Medienunternehmen mit sich bringen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Konvergenz, die Charakteristika von Medienunternehmen sowie verschiedene Handlungsfelder wie Erlösmodelle, Prozesssteuerung und strategische Ausrichtung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Auswirkungen der zunehmenden Verschmelzung von Medien, Telekommunikation und IT zu analysieren und Wege für Medienunternehmen aufzuzeigen, wie sie in diesem sich wandelnden Umfeld erfolgreich bestehen können.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung der Wertschöpfungsprozesse in der Medienbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Handlungsfelder für das Medienmanagement, insbesondere auf die Generierung neuer Erlösquellen, die Mehrfachverwertung von Inhalten und die Notwendigkeit von Kontrollinstrumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen zählen Medienkonvergenz, Cross-Media-Strategien, Wertschöpfungskette, Digitalisierung und strategisches Medienmanagement.
Was unterscheidet das digitale Fernsehen in Bezug auf die Erlösmöglichkeiten vom analogen System?
Während beim analogen System die Erlösmöglichkeiten durch ein unbegrenztes Publikum limitiert waren, erlaubt die Digitalisierung eine gezielte Adressierung von Konsumentengruppen (z.B. Pay-TV) und damit vielschichtigere Erlösströme.
Warum stellt die Diversifikation der Inhalte hohe Anforderungen an das Medienmanagement?
Da Medienprodukte eine "kreativlastige" Komponente haben und die Produktion sowie der Vertrieb oft komplex sind, erfordert eine Cross-Media-Strategie eine präzise Steuerung der internen Prozesse und ein effizientes Kostenmanagement.
Welche Rolle spielt DRM für die Zukunft der Medien?
Digital Rights Management (DRM) ist essenziell, um die Rechte an digitalen Inhalten zu schützen und somit die rechtlichen Voraussetzungen für eine profitable Mehrfachdistribution über verschiedene Plattformen zu schaffen.
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- Andreas Bösherz (Author), 2010, Die Folgen der Konvergenz für das Medienmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158743