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Phänomenologie der Wahrnehmung. Eine Philosophische Analyse des Autismus

Titre: Phänomenologie der Wahrnehmung. Eine Philosophische Analyse des Autismus

Thèse de Master , 2010 , 71 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dimitrios Kalaitzidis (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Die vorliegende Arbeit geht folgenden Fragen nach: Ist die neuropsychologische Diagnostizierbarkeit des infantilen Autismus als Wahrnehmungsstörung philosophisch begründbar? Kann eine Sozialisation unter normalen und humanen Bedingungen eine positive Veränderung der geistigen Entwicklung der Kinder hin zu einer autonomen (selbst bestimmten) Lebensführung bewirken? Welche Rolle kann dabei eine philosophisch-praktische Betreuung spielen? Zur Untersuchung dieser Fragen werden phänomenologische Reflexionsmethoden sowie persönliche Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit betroffenen Kindern herangezogen. Diese Abhandlung verfolgt das Ziel, ein neues Verständnis des Autismus über alle Stereotype und Vorurteile hinweg zu erreichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Zum Autismus

2.1 Grundlagen des Autismus

2.1.1 Historischer Überblick

2.2 Der Autismus als Gegenstand der Psychologie

2.3 Persönliche Erfahrungen

3 Phänomenologie der Wahrnehmung

3.1 Zur Phänomenologie der Wahrnehmung

3.1.1 Phänomenologie der Wahrnehmung und Autismus

3.1.2 Formen von Wahrnehmungen

3.2 Emotionalität und Bewusstsein

3.3 Intentionale Aspekte

4 Ethische Grundhaltung in der Betreuungsarbeit

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die neuropsychologische Diagnostizierbarkeit des infantilen Autismus als Wahrnehmungsstörung philosophisch begründet werden kann. Ziel ist es, ein neues Verständnis für Autismus zu entwickeln, das über gängige Stereotype hinausgeht, und die Rolle einer philosophisch-praktischen Betreuung für die geistige Entwicklung autistischer Kinder zu beleuchten.

  • Phänomenologische Analyse der Wahrnehmung bei Autismus
  • Die Rolle der Intentionalität für die Bewusstseinsbildung
  • Kritik an rein naturwissenschaftlich-psychologischen Erklärungsmustern
  • Fallstudien zur pädagogischen Betreuung im Autismus-Spektrum
  • Ethische Reflexion über Bindung, Miteinanderfühlen und soziale Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Phänomenologie der Wahrnehmung

Der Begriff ‚Wahrnehmung’ hat sich mittlerweile in der Psychologie eingebürgert. Damit werden fast nur die Umweltreize verbunden, die durch unsere Sinnessysteme die Wahrnehmungsvorgänge organisieren und verarbeiten. Diese Erklärung koppelt die Wahrnehmung vom subjektiven Urteil über das Empfinden des Menschen vollkommen ab. Gerade hier grenzt sich die Psychologie von der Phänomenologie als eine philosophische Strömung ab, die das Urteilsvermögen des Menschen von seiner Wahrnehmung sowie der damit verbundenen Empfindung abhängig macht.

Bereits die alten Griechen setzten Wahrnehmung (aisthêsis), die sie als Einwirken der Dinge auf die Seele auffassten, und Empfindung gleich. Doch sie hielten es für eine Illusion oder sogar einen Irrtum, die Wahrnehmung nicht zuletzt aufgrund ihrer Unmittelbarkeit, Instabilität und Eigenartigkeit als Erkenntnisquelle zu betrachten. Denn Wissen setzt vielmehr Beständigkeit, Unveränderbarkeit und Universalität voraus. Immerhin waren sich die griechischen Philosophen, insbesondere Platon und Aristoteles, darüber einig, dass die Wahrnehmung von besonderer Bedeutung für die menschliche Existenz und Selbsterhaltung sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Problematik der medizinisch-psychologischen Sicht auf Autismus dar und führt in die phänomenologische Perspektive als alternativen Untersuchungsansatz ein.

2 Zum Autismus: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Definition des Autismus und diskutiert aktuelle psychologische Modelle sowie persönliche Erfahrungen in der Betreuung.

3 Phänomenologie der Wahrnehmung: Hier werden philosophische Grundlagen der Wahrnehmung, der Emotionalität und der Intentionalität erarbeitet und auf autistische Wahrnehmungsmuster angewendet.

4 Ethische Grundhaltung in der Betreuungsarbeit: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Miteinanderfühlens und einer ethisch begründeten Begleitung für die Entwicklung autistischer Kinder.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Plädoyer für eine phänomenologisch-reflexive Praxis in der Betreuungsarbeit.

Schlüsselwörter

Phänomenologie, Wahrnehmung, Autismus, Infantile Autismus-Spektrum-Störung, Intentionalität, Leiblichkeit, Bewusstsein, Miteinanderfühlen, Identitätsbildung, Pädagogische Betreuung, Sozialisation, Subjektivität, Sinnliche Erfahrung, Entwicklungsstörung, Philosophische Anthropologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Autismus aus einer philosophisch-phänomenologischen Perspektive, anstatt sich primär auf rein medizinisch-biologische oder psychologische Diagnosemodelle zu beschränken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von Wahrnehmung, die Rolle der Leiblichkeit und Intentionalität für das menschliche Bewusstsein sowie die ethische Gestaltung der Betreuungsarbeit von Kindern im Autismus-Spektrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die neuropsychologische Diagnostik von Autismus als Wahrnehmungsstörung philosophisch begründbar ist und wie eine positive geistige Entwicklung hin zu einer autonomen Lebensführung durch eine philosophisch-praktische Betreuung gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt phänomenologische Reflexionsmethoden, um eine Brücke zwischen theoretischer Philosophie und der praktischen, persönlichen Erfahrung in der Betreuung betroffener Kinder zu schlagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Autismus-Begriffs, eine theoretische Auseinandersetzung mit der Phänomenologie der Wahrnehmung (unter Bezugnahme auf Aristoteles, Descartes und Husserl) sowie eine ethische Reflexion über das „Miteinanderfühlen“ in der pädagogischen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Phänomenologie, Intentionalität, Wahrnehmung, Autismus-Spektrum, Leiblichkeit, Identitätsbildung und Miteinanderfühlen.

Welche Rolle spielt die „leibliche Identität“ bei der Analyse von Autismus?

Die Arbeit argumentiert, dass autistisches Verhalten oft eine Reaktion auf die Bedrohung der Identität durch Veränderungen in der Umwelt ist. Eine schwach ausgebildete primäre Identität wird durch das Festhalten an Objekten oder stereotypen Handlungen kompensiert.

Wie wird das Konzept des „Miteinanderfühlens“ nach Max Scheler in der Arbeit genutzt?

Das „Miteinanderfühlen“ dient als ethisches Fundament für die Betreuungsarbeit. Es ermöglicht eine wertvolle intersubjektive Beziehung zwischen Betreuer und Kind, bei der das Erleben des Kindes nicht verdinglicht wird, sondern eine gemeinsame soziale Teilhabe ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Phänomenologie der Wahrnehmung. Eine Philosophische Analyse des Autismus
Université
Technical University of Berlin  (Philosophie)
Note
1,0
Auteur
Dimitrios Kalaitzidis (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
71
N° de catalogue
V159132
ISBN (ebook)
9783640719488
ISBN (Livre)
9783640719846
Langue
allemand
mots-clé
Phänomenologie Wahrnehmung Eine Philosophische Analyse Autismus Thema Phänomenologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dimitrios Kalaitzidis (Auteur), 2010, Phänomenologie der Wahrnehmung. Eine Philosophische Analyse des Autismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159132
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