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Bildungsegalitarismus am Beispiel von Wikipedia

Wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia unser Bild von Bildung beeinflusst

Título: Bildungsegalitarismus am Beispiel von Wikipedia

Ensayo , 2008 , 7 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Margaretha Armbrüster (Autor)

Pedagogía - General
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Immer schon war die Frage der Bildung eine gesellschaftliche Frage, bestimmt durch die aktuell herrschenden Machtverhältnisse. Die älteste Verwendung des Begriffes begreift Bildung als einen Formungsprozess des heranwachsenden Menschen von außen; meist vermittelt nach Vorbild der Religion. Im pädagogisch-aufklärerischen Bildungsgedanken des 18. Jahrhunderts zeichnet sich dagegen die Auffassung ab, dass Bildung nicht länger als Hinarbeitung auf einen göttlichen Plan angesehen wird, sondern stattdessen gemessen wurde an gesellschaftlichen Anforderungen und gesellschaftlich benötigten
Grundlagen. Das göttliche Bildungsideal war nunmehr durch ein realistisches abgelöst worden. Wieder anders akzentuiert stellt sich das neuhumanistische Bildungsideal, mit Humboldt als dessen wichtigster Vertreter, dar: Humboldt sah von gesellschaftlichen
Zwängen und Anforderungen ab und stellt die allseitige Entwicklung des Einzelnen in den Mittelpunkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Auf dem Weg zum Bildungsegalitarismus? Wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia unser Bild von Bildung beeinflusst

Zielsetzung & Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen traditionellen Bildungskonzepten und der durch das Internet geprägten Wissenskultur, mit einem spezifischen Fokus auf die Online-Enzyklopädie Wikipedia als egalitäres Wissensmedium.

  • Historische Entwicklung des Bildungsbegriffs
  • Kritische Analyse des egalitären Prinzips bei Wikipedia
  • Wissenskonsum vs. kollaborative Wissensproduktion
  • Technologische Grundlagen der Wiki-Technologie
  • Diskurs um Qualität, Expertise und Reliabilität

Auszug aus dem Buch

Auf dem Weg zum Bildungsegalitarismus? Wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia unser Bild von Bildung beeinflusst

Immer schon war die Frage der Bildung eine gesellschaftliche Frage, bestimmt durch die aktuell herrschenden Machtverhältnisse. Die älteste Verwendung des Begriffes begreift Bildung als einen Formungsprozess des heranwachsenden Menschen von außen; meist vermittelt nach Vorbild der Religion. Im pädagogisch-aufklärerischen Bildungsgedanken des 18. Jahrhunderts zeichnet sich dagegen die Auffassung ab, dass Bildung nicht länger als Hinarbeitung auf einen göttlichen Plan angesehen wird, sondern stattdessen gemessen wurde an gesellschaftlichen Anforderungen und gesellschaftlich benötigten Grundlagen. Das göttliche Bildungsideal war nunmehr durch ein realistisches abgelöst worden. Wieder anders akzentuiert stellt sich das neuhumanistische Bildungsideal, mit Humboldt als dessen wichtigster Vertreter, dar: Humboldt sah von gesellschaftlichen Zwängen und Anforderungen ab und stellt die allseitige Entwicklung des Einzelnen in den Mittelpunkt (z.B. Bernhard, 2008).

Dieses Spannungsverhältnis zwischen allgemeiner Menschenbildung (‚Ausbildung zum Bürger’) und Spezialbildung (‚Ausbildung zum Individuum’) kennzeichnet das Grundproblem der Modernen Pädagogik und hat auch heute nicht an Relevanz verloren. Dies zeigt sich bei näherer Betrachtung der beiden wichtigsten Wissens- und Bildungsquellen: Schule und Internet. Seit dem PISA-Schock im Jahr 2000 erfährt die Institution Schule einen Umbruch: Das schulische Bildunswesen ist – wie es Jörg Schlömerkemper treffend formuliert – gekennzeichnet durch „Instandardsetzungen“ (Schlömerkemper, 2004): Bildungsstandards und Lernstandserhebungen gehören in bildungspolitischen Diskussionen zum gängigen Vokabular. Im Gegensatz dazu zeichnet sich im Internet eine andere Entwicklung ab: durch das steigende Angebot an partizipativen Anwendungen haben Internetnutzer mehr und mehr die Möglichkeit, nicht nur Wissenskonsument zu sein, sondern darüber hinaus ihr individuelles Wissen einzubringen und so gleichberechtigt an dem Prozess der Definition was eigentlich als Wissen – und somit auch als Bildung – zählt, teilzuhaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Auf dem Weg zum Bildungsegalitarismus? Wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia unser Bild von Bildung beeinflusst: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung des Bildungsbegriffs ein und stellt das moderne Spannungsfeld zwischen dem institutionellen Schulwesen und den neuen Möglichkeiten partizipativer Internetanwendungen wie Wikipedia gegenüber.

Schlüsselwörter

Bildung, Wikipedia, Egalitarismus, Wissen, Wissensgesellschaft, Wiki-Technologie, Expertenwissen, Laienwissen, Reliabilität, Kollaboration, Bildungsstandards, Pädagogik, Identität, Diskurs, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Verständnis von Bildung und Wissen durch das Internet, insbesondere durch das Modell der Wikipedia, verändert hat und welche gesellschaftlichen Folgen dies hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung des Bildungsgedankens, die kollaborativen Arbeitsweisen im Internet und die kritische Auseinandersetzung mit der Qualität von gemeinschaftlich erstelltem Wissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das egalitäre Wissens- und Bildungsverständnis von Wikipedia kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit dieses Modell unsere Auffassung von Bildung nachhaltig beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Aufarbeitung des Bildungsbegriffs mit einer medienwissenschaftlichen Analyse der Wikipedia-Struktur und reflektiert dies anhand aktueller Fachliteratur und Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Philosophie hinter Wikipedia, die technische Umsetzung, Qualitätsmessungen durch verschiedene Studien sowie die kritische Debatte um den Verlust individueller Expertise zugunsten von Gruppenentscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Bildung, Egalitarismus, Wikipedia, Wissen, Kollaboration und die Auseinandersetzung zwischen Experten- und Laienwissen.

Wie bewertet die Arbeit den Begriff der "SoftSecurity"?

Das Konzept der "SoftSecurity" beschreibt, dass die Qualitätskontrolle bei Wikipedia nicht durch restriktive Passwörter, sondern durch die selbst organisierende Gemeinschaft und kollaborative Weiterentwicklung der Texte erfolgt.

Was bedeutet der Widerspruch zwischen Egalitarismus und Elitarismus in der Arbeit?

Die Arbeit zeigt ein Dilemma auf: Während Wikipedia den Zugang zu Wissen egalitär gestaltet, führen die Forderungen nach Neutralität und Quellenangaben zu einer notwendigen Rückbesinnung auf fachliche Expertise, was im Widerspruch zur rein egalitären Ideologie steht.

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Detalles

Título
Bildungsegalitarismus am Beispiel von Wikipedia
Subtítulo
Wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia unser Bild von Bildung beeinflusst
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Bildungswissenschaften)
Curso
Erstes Staatsexmen
Calificación
2,0
Autor
Margaretha Armbrüster (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
7
No. de catálogo
V159371
ISBN (Ebook)
9783640761548
ISBN (Libro)
9783640761661
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildung Web 2.0 Wikipedia Bildungsegalitarismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Margaretha Armbrüster (Autor), 2008, Bildungsegalitarismus am Beispiel von Wikipedia, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159371
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