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Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernverhalten und die schulischen Lernleistungen bei Schüler*innen

Title: Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernverhalten und die schulischen Lernleistungen bei Schüler*innen

Master's Thesis , 2025 , 101 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Madlene Henke (Author)

Pedagogy / Educational Science
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Beeinflussen Gewalterfahrungen das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen und damit auch ihre schulischen Leistungen und wenn ja, in welcher Form? Um diese Frage zu beantworten, wird der Fokus auf die möglichen Auswirkungen von Gewalt auf die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung gelegt, da diese mutmaßlich eng mit dem schulischen Erfolg und dem Lernverhalten verbunden sind. Die Arbeit befasst sich dabei hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen im Alter bis 18 Jahren.
Die Arbeit setzt sich zunächst mit den grundlegenden Begriffen und Formen von Gewalt auseinander, insbesondere mit häuslicher Gewalt und deren Erscheinungsformen. Darüber hinaus wird ein Überblick über die Häufigkeit von häuslicher Gewalt gegeben und die physischen und psychischen Folgen von Gewalterfahrungen werden untersucht. In einem zweiten Schritt wird der Begriff „Lernen“ und die Bedeutung des (schulischen) Lernumfeldes thematisiert. Besonders im Fokus stehen dabei drei theoretische Ansätze, die für das Verständnis des Lernverhaltens relevant sind: Die Bindungstheorie von Bowlby und Ainsworth (1950), die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (1985) sowie die Sozialkognitive Lerntheorie von Bandura (1977). Zum Abschluss folgt eine Diskussion, in der die Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen analysiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gewalt

2.1 Häusliche Gewalt

2.1.1 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt

2.1.2 Häufigkeit häuslicher Gewalt

2.2 Folgen von Gewalterfahrungen

2.2.1 Stress und Stressreaktionen

2.2.2 Trauma und Traumafolgestörungen

3 Lernen

3.1 Lernumfeld Schule

3.2 Bindungstheorie (Bowlby & Ainsworth)

3.3 Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan)

3.3.1 Autonomiebedürfnis

3.3.2 Kompetenzbedürfnis

3.3.3 Soziale Eingebundenheit

3.4 Sozialkognitive Lerntheorie (Bandura)

3.4.1 Das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung

4 Diskussion – Gewaltbedingte Einflussfaktoren auf das Lernverhalten

4.1 Bedeutung von Stress und Trauma für das Lernen

4.2 Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernen unter Berücksichtigung der Lern- und Lebensbedingungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive, ob und wie häusliche Gewalterfahrungen das Lernverhalten sowie die schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung unter Berücksichtigung psychologischer und pädagogischer Theorien.

  • Definition und Erscheinungsformen häuslicher Gewalt.
  • Physische und psychische Auswirkungen von Gewalterfahrungen (Stress und Trauma).
  • Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth im Kontext schulischen Lernens.
  • Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan zur Motivationsförderung.
  • Sozialkognitive Lerntheorie nach Bandura und die Rolle der Selbstwirksamkeitserwartung.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt ist ein vielschichtiges Phänomen, das sich oft durch das gleichzeitige oder wechselseitige Zusammenspiel verschiedener Gewaltformen auszeichnet und dabei i. d. R. dem Zweck dient, Macht und Kontrolle über andere Familienmitglieder auszuüben (McGee, 2000, 29; Witt et al., 2019, 100). Betroffene erleben demnach selten nur eine einzelne Form von Gewalt. Vielmehr sind Gewaltformen häufig funktional oder logisch miteinander verknüpft, um bestimmte Handlungen zu ermöglichen, zu verschleiern oder deren gesundheitsschädlichen Wirkungen zu verstärken (Koch-Gromus & Pawils, 2016, 1; Krieger, 2012, 14).

Ein Beispiel hierfür ist sexuelle Gewalt, die oftmals durch physische Gewalt erzwungen wird. Ebenso werden Betroffene im Zusammenhang mit einer möglichen Offenlegung sexueller Übergriffe häufig mit physischer Gewalt bedroht oder durch psychische Gewalt unter Druck gesetzt (Krieger, 2012, 14). Im Folgenden werden die wichtigsten Formen häuslicher Gewalt beschrieben.

Physische Gewalt

Physische Gewalt ist die offensichtlichste Form häuslicher Gewalt und i. d. R. die am leichtesten nachweisbare Gewaltform (Kapella & Cizek, 2001, 82). Sie umfasst alle vorsätzlichen Handlungen oder Unterlassungen, die sich gegen den Körper der betroffenen Person richten und häufig mit Schmerzen, gesundheitlichen Schäden, Ekelgefühlen oder Freiheitsentzug einhergehen. Charakteristisch für physische Gewalt ist somit die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit einer Person – sei es durch bewusste Schädigung mit und ohne Einsatz von Gegenständen oder im Zuge unkontrollierter Affekthandlungen, welche sich in „leichte“ und „schwere“ Formen unterscheiden lassen (Dlugosch, 2010, 30; Kapella & Cizek, 2001, 82).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik häuslicher Gewalt ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen.

2 Gewalt: Dieses Kapitel definiert häusliche Gewalt, beschreibt deren Erscheinungsformen und analysiert die physischen sowie psychischen Folgen wie Stress und Trauma.

3 Lernen: Hier werden theoretische Grundlagen des Lernens diskutiert, insbesondere die Bindungstheorie, die Selbstbestimmungstheorie und die sozialkognitive Lerntheorie.

4 Diskussion – Gewaltbedingte Einflussfaktoren auf das Lernverhalten: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Konzepte mit den Folgen von Gewalt, um die negativen Auswirkungen auf das schulische Lernverhalten zu erklären.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und hebt die Bedeutung eines unterstützenden Lernumfelds für betroffene Schüler*innen hervor.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Kindeswohl, Bindungstheorie, Selbstbestimmungstheorie, Sozialkognitive Lerntheorie, Trauma, Stressreaktionen, Lernverhalten, Schulleistung, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Pädagogik, Psychologie, Prävention, Kinderschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und wie sich dies auf ihr schulisches Lernverhalten auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen und Folgen von häuslicher Gewalt sowie theoretische Ansätze zur Erklärung von Lernprozessen und Motivation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und in welcher Form Gewalterfahrungen das Lernverhalten sowie die schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung entwicklungspsychologischer Theorien (Bindungs-, Selbstbestimmungs- und sozialkognitive Lerntheorie).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, Auswirkungen von Trauma und Stress erläutert sowie theoretische Rahmenbedingungen zur Erklärung des Lernens im schulischen Kontext dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem häusliche Gewalt, Bindungstheorie, Trauma, Stressreaktionen, Lernverhalten und Selbstwirksamkeitserwartung.

Welche Bedeutung hat das „Allgemeine Adaptionssyndrom“ für diese Arbeit?

Es dient der grafischen Veranschaulichung chronisch anhaltender Stressreaktionen und erklärt, wie die Widerstandskraft des Körpers bei fehlender Stressbewältigung langfristig sinkt.

Warum spielt die Bindungstheorie eine zentrale Rolle?

Sie erklärt, wie frühe Beziehungserfahrungen die Basis für Vertrauen, Emotionsregulation und das Explorationsverhalten des Kindes bilden, welche für das Lernen entscheidend sind.

Was bedeutet „(Täter*innen-)Introjektion“?

Dies ist ein Schutzmechanismus, bei dem das Kind die Perspektive des gewalttätigen Elternteils übernimmt, um diesen berechenbarer zu machen und ein gewisses Gefühl von Kontrolle in einer unkontrollierbaren Situation zu erhalten.

Welche Rolle spielt die Schule für betroffene Kinder?

Die Schule kann neben dem Elternhaus ein wichtiger Lebensraum sein, der durch ein sicheres und unterstützendes Umfeld die Entwicklung von Kindern fördert und dabei hilft, Defizite auszugleichen.

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Details

Title
Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernverhalten und die schulischen Lernleistungen bei Schüler*innen
College
Bielefeld University
Grade
1.0
Author
Madlene Henke (Author)
Publication Year
2025
Pages
101
Catalog Number
V1593841
ISBN (PDF)
9783389136386
ISBN (Book)
9783389136393
Language
German
Tags
auswirkungen gewalterfahrungen lernverhalten lernleistungen schüler*innen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Madlene Henke (Author), 2025, Auswirkungen häuslicher Gewalterfahrungen auf das Lernverhalten und die schulischen Lernleistungen bei Schüler*innen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1593841
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