Die Ambiguität des Intellekts als interkultureller Problemlöser und sein Management


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2010
9 Seiten

Leseprobe

DIE AMBIGUITÄT DES INTELLEKTSALS INTERKULTURELLER PROBLEMLÖSER UND SEIN MANAGEMENT

In diesem Essay möchte ich den Leser und Interkulturalisten ermuntern, mit mir zusammen die Möglichkeiten und Grenzen des Intellekts im Hinblick auf interkulturelle Problemlösungen zu explorieren. Dieses Ansinnen und die damit verbundene Arbeit ist für das klassische interkulturelle Management Neulanderkundung und Pionierarbeit. Aus diesem Neuland kann eventuell eine neue Ressource und idealerweise ein Eldorado für die Zukunft des interkulturellen Managements hervorgehen, sowie die Pioniere einst durch ihr kühnes Erforschen des Westen tatsächlich in vielfältiger Hinsicht ein Eldorado erschlossen haben, das schließlich zum Entstehen einer neuen Zivilisation führte, die die bekannte einerseits beinhaltet und andererseits transzendiert und dabei ist, eine beginnende Weltraumzivilisation einzuläuten.

Um weiterzugehen, muss man das gesamte bekannte Wissen bündeln, kritisch evaluieren um darüberhinauszugehen und somit in erkenntnisreichere und leistungsfähigere Gefilde vorzustoßen. Diese Hinterfragung erfordert nach der kritischen Evaluation der Produkte des menschlichen Geistes vor allem auch, last but not least, eine Hinterfragung des Geistes selbst, der die Produkte, inklusive der Kultur und den damit einhergehenden modernen Kulturmanagement-Anschauungen, geschaffen hat.

Der menschliche Geist im Sinne des angelsächsischen "mind" (die Gesamtheit der psychophysischen Funktionen) steht ganz und gar im Zeichen der Dualität. Gleich einem Ball, den man an eine Wand schmettert, der dann mit der entsprechenden Wucht zurückprallt, oder einem Pendel, das man anstößt und das dann entsprechend dem generierten Schwung zurückschwingt, verhält es sich auch mit dem menschlichen Geist im oben definierten Sinne des Mentalen, das eine Gesamtheit von psychophysischen Funktionen abdeckt und das man deshalb in Kategorien der energetischen Physik beschreiben und verstehen kann.

Die Neurophysiologie scheint ein wesentliches Substrat dieses energetischen physikalischen Aktions- und Reaktions-, Wirkungs- und Rückwirkungsprozesses zu sein. Sie scheint gekennzeichnet durch einen energetischen Antagonismus, der jedes Input durch eine entgegengesetzte Reaktion in eine die strukturell-funktionelle Einheit wahrende Ganzheit des menschlichen Systems integriert. Diese strukturell-funktionelle Einheit ist das, was die Kontinuität und Integrität des Wesens gewährleistet.

Dieses Prinzip scheint im individuellen und im sozialen Körper gleichermaßen aktiv zu sein. Jeder These folgt die Antithese, denn der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen. Exzentrische Positionierungen müssen eine andere exzentrische Positionierung hervorrufen, um das Gesamtsystem im Lot zu erhalten, seine Homöostase oder Gleichgewicht und seine strukturelle Einheit immer wieder bewirken, um seine normale Funktion zu gewährleisten.

Die Beschreibung des menschlichen Geistes in Kategorien der Physik wird auch durch die Betrachtung des menschlichen Geistes als materielles und daher physikalisches Prinzip anderer kultureller Psychologien, wie beispielsweise der indischen, nahegelegt. Diese kulturelle Betrachtung des menschlichen Geistes als etwas Materiell-Physisches würde auch eine damit einhergehende materiell-physische Beschreibung und Erklärung erfordern.

Die Physik des Geistes ist ganzheitlich und von einem konstitutiven energetischen Dualismus geprägt. Das ist eine fundamentale Conditio Humana, die es zu erkennen und zu beschreiben gilt. Aufgrund der Beobachtung intrapsychischer, interpersoneller und Intergruppen-Mechanismen können wir sie zumindest als einen Denkansatz oder eine Arbeitshypothese bewerten und betrachten. Natürlich würde es durchaus denkbarer und realistisch erscheinender Laborexperimente im Bereich der ganzheitlichen Physik des menschlichen Geistes erfordern, um diese Annahmen kritisch zu durleuchten. Ansätze für diese fundamentale Erforschung des ganzheitlichen psychophysischen Menschen gibt es bereits in der Gestalt von Forschern wie beispielsweise Dr. Thérèse Brosse und Stefan Lupasco. Das Verständnis der polaren Logik aufgrund eines die Einheit wahrenden Prinzips ist erforderlich. Die transdisziplinäre Systematisierung dieser fundamentalen Prinzipien ist erforderlich, um den ganzheitlichen Menschen zu beschreiben. Aus dieser Neulanderkundung ergibt sich eine erweiterte Optik und Potentiale für das Man-Management auf individueller und kollektiver Ebene.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die Ambiguität des Intellekts als interkultureller Problemlöser und sein Management
Veranstaltung
Interkulturelles Management
Autor
Jahr
2010
Seiten
9
Katalognummer
V159765
ISBN (eBook)
9783640787043
ISBN (Buch)
9783640786916
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelles Management, transkulturelles Management, internationales Diversitätsmanagement, intercultural management, transcultural management, international diversity management, cross-cultural management, global diversity management, multicultural management
Arbeit zitieren
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor), 2010, Die Ambiguität des Intellekts als interkultureller Problemlöser und sein Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159765

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Ambiguität des Intellekts als interkultureller Problemlöser und sein Management


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden