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Leistungsbewertung im schulischen Kontext

Inwiefern sind Ziffernoten für die Leistungsbewertung geeignet? Gibt es alternative Bewertungsmethoden, welche die messtheoretischen Gütekriterien besser erfüllen?

Titel: Leistungsbewertung im schulischen Kontext

Hausarbeit , 2024 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Felix Konermann (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit analysiert die Funktion, Kritik und Alternativen zur herkömmlichen Leistungsbewertung mittels Ziffernnoten im deutschen Schulsystem. Ausgehend von einer theoretischen Einordnung der Leistungsbewertung wird das gängige Notensystem hinsichtlich seiner Objektivität, Transparenz und Individualisierbarkeit hinterfragt. Im Anschluss werden alternative Verfahren wie Portfolios, Kompetenzraster und Lerntagebücher vorgestellt und anhand derselben Kriterien bewertet. Ziel ist es, Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahren herauszuarbeiten und Implikationen für eine gerechtere und lernförderlichere Bewertungspraxis aufzuzeigen. Besonders geeignet für Lehramtsstudierende und pädagogisch Interessierte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abbildungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Ziffernoten
    • 2.1 Der Leistungsbegriff
    • 2.2 Die Leistungsbewertung
    • 2.3 Funktionen
    • 2.4 Kritik an der Ziffernote
  • 3 Alternative Bewertungsmethoden
    • 3.1 Verbale Beurteilung
    • 3.2 Das Portfolio
    • 3.3 Lernentwicklungsgespräche
  • 4 Gegenüberstellung von Ziffernoten und alternativen Bewertungsmethoden anhand der Kriterien Objektivität, Transparenz und Individualität
    • 4.1 Objektivität
    • 4.2 Transparenz
    • 4.3 Individualität
    • 4.4 Fazit der Kriterien
    • 4.5 Schlussfolgerung
  • 5 Fazit
  • Literatur
  • Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Frage, inwiefern Ziffernoten für die Leistungsbewertung im schulischen Kontext geeignet sind und ob alternative Bewertungsmethoden die messtheoretischen Gütekriterien besser erfüllen können. Das primäre Ziel ist es, durch eine Gegenüberstellung dieser Ansätze aufzuzeigen, wie eine gerechtere und umfassendere Beurteilung von Schülerleistungen erreicht werden kann und ob alternative Methoden als Ergänzung oder Ersatz für das traditionelle Ziffernotensystem dienen könnten.

  • Kritische Analyse der Eignung von Ziffernoten in der schulischen Leistungsbewertung.
  • Tiefgehende Betrachtung messtheoretischer Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität.
  • Vorstellung und Analyse alternativer Bewertungsmethoden (verbale Beurteilung, Portfolio, Lernentwicklungsgespräche).
  • Vergleichende Untersuchung von Ziffernoten und alternativen Methoden hinsichtlich ihrer Objektivität, Transparenz und Individualität.
  • Beleuchtung der Funktionen und der historischen sowie aktuellen Kritik an Ziffernoten.
  • Diskussion potenzieller Kombinationen traditioneller und alternativer Bewertungsmethoden.

Auszug aus dem Buch

Kritik an der Ziffernote

Eine Kritikrichtung stammt aus einer empirisch ausgerichteten Erziehungswissenschaft. Diese kritisieren die Nichterfüllung der Gütemaßstäbe von Noten. Die grundlegendenden Kriterien für eine Messung sind Objektivität, Reliabilität und Validität (Ingenkamp 1985: 41f.).

Die Objektivität misst die Unabhängigkeit. Im schulischen Kontext bedeutet das, dass eine Note abhängig von denjenigen ist, welcher die Leistung bewertet sowie von der Situation, in der die Leistung ermittelt wurde. „Die Objektivität ist gegeben, wenn ein Messergebnis unabhängig von jeglichen Einflüssen außerhalb der untersuchten Person ist. “ (Lintorf 2011: 38).

Im Zusammenhang mit der Notengebung ist jedoch belegt, dass die Objektivität nicht gewährleistet ist (Lintorf 2011: 38). Denn die Notenvergabe steht im Widerspruch zu der Forderung der Schule, die Bildungschancen gerecht zu gestalten, denn die Noten sind stark davon abhängig, ob die Lehrkraft einen strengen oder milden Maßstab anlegt und, ob die Klasse besonders leistungsstark oder leistungsschwach ist (Ingenkamp 1985: 36f.).

Die Reliabilität beruht auf der Annahme, dass sich jede Messung aus einem wahren Messwert und einem Messfehler zusammensetzt (Lintorf 2011: 44). Die Zuverlässigkeit hängt davon ab, wie stabil das gemessene Merkmal ist und hängt weiterhin von der Qualität der Messoperationen ab. Bezogen auf den schulischen Kontext heißt dies, dass höhere Aufgabenzahlen zum Beispiel im Allgemeinen eine bessere Reliabilität gewährleisten (Ingenkamp 1985: 39). Ziffernoten sind wiederum ist höchstens eine mäßige Reliabilität zuzuschreiben (Lintorf 2011: 44).

Validität bezieht sich auf die inhaltliche Aussagekraft von Messergebnissen. Nach Messick versteht man unter Validität: „Ein integratives wertendes Urteil über das Ausmaß, in dem empirische Belege und theoretische Begründungen die Angemessenheit von Schlussfolgerungen und Handlungen stützen, welche auf Testwerten oder anderen Untersuchungsdaten beruhen.“ (Lintorf 2011: 45).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Leistungsbewertung durch Ziffernoten ein, beleuchtet historische Kritikpunkte und stellt die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit vor.

Ziffernoten: Hier werden Ziffernoten als zentraler Bestandteil des Bewertungssystems untersucht, wobei der Leistungsbegriff, die Funktionen von Noten und umfassende Kritikpunkte bezüglich ihrer Gütekriterien thematisiert werden.

Alternative Bewertungsmethoden: Dieses Kapitel stellt verschiedene alternative Ansätze zur Leistungsbeurteilung vor, darunter verbale Beurteilungen, Portfolios und Lernentwicklungsgespräche, und erläutert deren pädagogische Ansätze.

Gegenüberstellung von Ziffernoten und alternativen Bewertungsmethoden anhand der Kriterien Objektivität, Transparenz und Individualität: In diesem Hauptteil werden Ziffernoten und die alternativen Methoden systematisch anhand der messtheoretischen Gütekriterien verglichen, um deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Fazit: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, betont die Defizite von Ziffernoten und schlägt eine Kombination aus traditionellen und alternativen Bewertungsmethoden als zukunftsfähigen Weg vor.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Ziffernoten, Schulnoten, Alternative Bewertungsmethoden, Objektivität, Transparenz, Individualität, Reliabilität, Validität, Verbale Beurteilung, Portfolio, Lernentwicklungsgespräche, Messtheoretische Gütekriterien, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Eignung von Ziffernoten zur Leistungsbewertung im schulischen Kontext und untersucht alternative Bewertungsmethoden, die messtheoretischen Gütekriterien besser gerecht werden könnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Analyse von Ziffernoten, alternative Bewertungsmethoden (verbale Beurteilung, Portfolio, Lernentwicklungsgespräche) und deren Gegenüberstellung anhand der Gütekriterien Objektivität, Transparenz und Individualität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, alternative Ansätze zur Leistungsbewertung aufzuzeigen, die eine gerechtere und umfassendere Beurteilung ermöglichen, und zu prüfen, ob diese das traditionelle Ziffernotensystem ergänzen oder ersetzen können. Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern sind Ziffernoten für die Leistungsbewertung geeignet? Gibt es alternative Bewertungsmethoden, welche die messtheoretischen Gütekriterien besser erfüllen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Analyse von Ziffernoten und alternativen Bewertungsmethoden, basierend auf einer kritischen Auseinandersetzung mit messtheoretischen Gütekriterien und pädagogischen Zielsetzungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Ziffernoten (Leistungsbegriff, Bewertung, Funktionen, Kritik) und alternative Bewertungsmethoden (verbale Beurteilung, Portfolio, Lernentwicklungsgespräche) detailliert beschrieben, gefolgt von einer umfassenden Gegenüberstellung beider Ansätze hinsichtlich Objektivität, Transparenz und Individualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Leistungsbewertung, Ziffernoten, Schulnoten, alternative Bewertungsmethoden, Objektivität, Transparenz, Individualität, Reliabilität, Validität, Verbale Beurteilung, Portfolio, Lernentwicklungsgespräche, messtheoretische Gütekriterien und Pädagogik charakterisiert.

Welche spezifischen Schwächen der Ziffernoten werden in Bezug auf messtheoretische Gütekriterien hervorgehoben?

Die Arbeit hebt hervor, dass Ziffernoten die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität nicht vollumfänglich erfüllen, da ihre Vergabe stark von subjektiven Faktoren, der Tagesform von Schülern und den Erwartungen der Lehrkraft beeinflusst wird, was ihre Aussagekraft begrenzt.

Wie trägt die Arbeit mit Portfolios zur Selbstbestimmung der Lernenden bei?

Portfolios fördern die Selbstbestimmung, indem sie Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, ihren eigenen Lernweg zu reflektieren, ausgewählte Arbeiten zur Bewertung vorzulegen und ihre vorhandenen Kompetenzen darzustellen, anstatt sich auf Fehler zu konzentrieren.

Welche Rolle spielen Lernentwicklungsgespräche bei der Förderung individueller Lernfortschritte?

Lernentwicklungsgespräche stellen die individuelle Lernentwicklung des Kindes in den Mittelpunkt, unterstützen die Schüler dabei, eine realistische Selbsteinschätzung zu entwickeln, fördern Eigenverantwortung und motivieren zum selbstständigen Lernen durch gemeinsam vereinbarte Ziele und Maßnahmen.

Welche Kombination von Bewertungsmethoden wird im Fazit als optimaler Weg vorgeschlagen?

Im Fazit wird vorgeschlagen, Ziffernoten mit alternativen Bewertungsmethoden wie Portfolios und Lernentwicklungsgesprächen zu kombinieren. Dies soll die Vorteile beider Ansätze vereinen, indem Ziffernoten für eine standardisierte Bewertung genutzt werden, während die Alternativen tiefere Einblicke in den Lernprozess und individuelle Förderung bieten.

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Details

Titel
Leistungsbewertung im schulischen Kontext
Untertitel
Inwiefern sind Ziffernoten für die Leistungsbewertung geeignet? Gibt es alternative Bewertungsmethoden, welche die messtheoretischen Gütekriterien besser erfüllen?
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Planung, Reflexion und Legitimation von Unterricht
Note
2,3
Autor
Felix Konermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
22
Katalognummer
V1599932
ISBN (PDF)
9783389148365
ISBN (Buch)
9783389148372
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leistungsbewertung Ziffernoten Notensystem Schule Alternative Leistungsbewertung Bewertungskriterien Schule Objektivität Noten Transparenz Notengebung Individualisierung Bewertung Portfolio Schule Kritik an Ziffernoten Leistungsbeurteilung Schule Leistungsrückmeldung Schülerbewertung Bewertung im Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Konermann (Autor:in), 2024, Leistungsbewertung im schulischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1599932
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Leseprobe aus  22  Seiten
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