Der vorliegende Text liefert die theoretische und praktische Dokumentation eines Messinstruments für das Konstrukt der "Selbstverbesserung" innerhalb der Theorie Parasozialer Interaktionen und Beziehungen (PSI/PSB). In gebotener Kürze und sachlogischer Vorgehensweise wird die Operationalisierung des Konstruktes und deren Übertragung in ein Befragungsinstrument vollzogen. Dabei werden theoretische Grundbegriffe für die Erstellung eines Befragungsinstruments berücksichtigt und exponiert. Im Anhang befindet sich das Instrument.
Inhaltsverzeichnis
1. Dokumentation der Operationalisierung des Konstrukts
2. Dokumentation der Items
3. Dokumentation der Formalien des Instruments
4. Zusammenfassung & Ausblick
5. Literaturverzeichnis
Anhang I – Fragestellung und Skala
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Fundierung und praktische Entwicklung eines geeigneten Messinstruments zur Erfassung des psychologischen Konstrukts der Selbstverbesserung, um zu untersuchen, ob und in welcher Weise Menschen dazu tendieren, sich in spezifischen Lebensbereichen durch soziale Vergleichsprozesse weiterzuentwickeln.
- Operationalisierung des Konstrukts Selbstverbesserung
- Dimensionierung in kognitive, affektive, konative und optische Bereiche
- Entwicklung situativer Reaktions-Items nach dem Vorbild der SES-17
- Erstellung einer fünffach abgestuften Likert-Skala
- Methodische Reflexion zur Verhaltensmessung mittels Selbstauskunft
Auszug aus dem Buch
Dokumentation der Operationalisierung des Konstruktes
Das Konstrukt der Selbstverbesserung als Teil des Mediennutzungsmotivs „Sozialer Nutzen“ sowie als Teil „Sozialer Vergleichsprozesse“ wurde hier folgendermaßen operationalisiert. Zunächst wurde das Konstrukt in die Hauptdimensionen psychologische und physiologische Verbesserung zerlegt. Anschließend wurden Subdimensionen erdacht. Für die psychologische Dimension sind dies kognitive, affektive und konative Verbesserungen. Kognitiv meint in diesem Zusammenhang die Verbesserung im Sinne eines Wissenszuwachses oder dem späteren Nutzen einer Information. Affektive Verbesserung stellt einen Ausbau seines „Gefühlsmanagements“ dar. Mit konativ sind alle intrinsisch motivierten Intentionen gemeint, die darauf abzielen eine Handlungs- oder Verhaltensänderung herbeizuführen.
Die physiologische Dimension wurde ausschließlich in eine weitere Subdimension differenziert. Diese wird als optisch bezeichnet und zielt auf materielle und physiognomische Verbesserungen des Aussehens von Personen ab. Alle genannten Dimensionen spielen sich auf der sozialen Ebene ab, das heißt sie spielen, neben der selbstreferenziellen Bedeutung für die eigene Person eine übergeordnete Rolle im gesellschaftlichen – also sozialen – Leben.
Daraus ergaben sich kleine Forschungsfragen, zu deren Beantwortung der später folgende Itemkatalog erstellt wurde.
- kognitiv: Möchten Menschen ihren Wissensstand verbessern? - affektiv: Möchten Menschen lernen mit ihren Gefühlen umzugehen? - konativ: Möchten Menschen bestimmte Verhaltensänderungen herbeiführen? - optisch: Möchten Menschen ihr Aussehen verbessern?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Dokumentation der Operationalisierung des Konstrukts: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Zerlegung der Selbstverbesserung in psychologische und physiologische Hauptdimensionen sowie deren Unterteilung in kognitive, affektive, konative und optische Teilbereiche.
2. Dokumentation der Items: Hier wird die Zuordnung der entwickelten 20 situativen Items zu den jeweiligen Subdimensionen dargestellt und mittels einer Legende detailliert aufgeschlüsselt.
3. Dokumentation der Formalien des Instruments: Dieser Abschnitt behandelt die methodischen Grundlagen des Fragebogens, einschließlich der Entscheidung für situative Verhaltensfragen und die Anwendung einer fünffach abgestuften Likert-Skala.
4. Zusammenfassung & Ausblick: Das Kapitel fasst die Bedeutung der Selbstverbesserung als Motiv innerhalb sozialer Vergleichsprozesse zusammen und weist auf die Notwendigkeit von Pre-Tests zur Validierung des entwickelten Instruments hin.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen zur Konstruktion und methodischen Einordnung der Studie.
Anhang I – Fragestellung und Skala: Darstellung des finalen Itemkatalogs in der Form, in der er den Probanden zur Befragung vorgelegt wird.
Schlüsselwörter
Selbstverbesserung, Soziale Vergleichsprozesse, Parasoziale Interaktion, Operationalisierung, Messinstrument, Likert-Skala, Situative Items, Kognitive Dimension, Affektive Dimension, Konative Dimension, Optische Dimension, Mediennutzungsmotiv, Verhaltensfrage, Selbstbewertung, Sozialer Nutzen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Messinstruments, um das Motiv der Selbstverbesserung von Menschen im Kontext von sozialen Vergleichsprozessen zu operationalisieren und messbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretische Definition der Selbstverbesserung, die Ableitung von messbaren Subdimensionen (kognitiv, affektiv, konativ, optisch) sowie die Erstellung eines validen Itemkatalogs.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es, ein geeignetes Instrument zu schaffen, mit dem untersucht werden kann, ob und in welchem Ausmaß Menschen das Bedürfnis haben, sich in verschiedenen Lebensbereichen durch Vergleiche mit anderen zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung gewählt?
Es wurde eine Befragung mittels situativer Reaktions-Items entwickelt, die auf einer fünffach abgestuften unipolaren Likert-Skala basiert, um verhaltensnahe Aussagen zu ermöglichen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Dimensionen, die detaillierte Beschreibung der Item-Legende sowie die kritische methodische Begründung der gewählten Frage- und Skalenformate.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Selbstverbesserung, soziale Vergleichsprozesse, Messinstrument, Likert-Skala und situative Verhaltensmessung.
Warum wurde bei der Skalenwahl auf eine unipolare Skala zurückgegriffen?
Die Entscheidung für eine unipolare Skala fiel, um die Gefahr zu vermeiden, dass Befragte bipolare Gegensatzpaare nicht als konträr empfinden und sich somit nicht zwischen den Extrempolen positionieren können.
Inwiefern beeinflusst das Konstrukt der „Sozialen Erwünschtheit“ die Item-Entwicklung?
Die Items wurden in Anlehnung an die SES-17 (Soziale-Erwünschtheits-Skala) so konstruiert, dass sie konkrete Situationen beschreiben, um die Probanden in die Lage zu versetzen, ihr tatsächliches Handeln statt rein hypothetischer Annahmen einzuschätzen.
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- B.A. Gordon Oslislo (Autor), 2009, Dokumentation der Erstellung eines geeigneten Messinstruments zur Erfassung des Konstrukts „Selbstverbesserung“ im Kontext Parasozialer Interaktionen (PSI), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160245