Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Investition und Finanzierung

Änderungen der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Asset Backed Securities beim Übergang von Basel I auf Basel II

Titel: Änderungen der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Asset Backed Securities beim Übergang von Basel I auf Basel II

Seminararbeit , 2003 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Kai Conradi (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Asset Backed Securities (ABS) sind Wertpapiere, die Kreditforderungen verbriefen. Sie werden in den USA in großen Volumina aufgelegt. In Europa ist der Markt für ABS im Vergleich zu den USA relativ illiquide, wenngleich sich in jüngster Vergangenheit ein starker Wachstumstrend abgezeichnet hat. Dies zeigt sich darin, dass das Volumen neu emittierter Wertpapiere zwischen 1995 und 2000 von unter 10 Mrd. Euro auf über 100 Mrd. Euro angestiegen ist.

Im Jahre 1988 erarbeitete der Ausschuss für Bankenaufsicht bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel die Eigenkapital-vereinbarung Basel I. Dieser Akkord regelt bis heute die erforderliche Eigenkapitalunterlegung für Banken. Die Höhe des Eigenkapitals einer Bank determiniert ihren Spielraum zur Kreditvergabe. Eigenkapital dient als Sicherheitsreserve bei Kreditausfällen.

ABS sind in Basel I wegen ihrer damaligen Irrelevanz allerdings noch unberücksichtigt. Deshalb will der Ausschuss diese Lücke nun in Basel II schließen. Viele Details des neuen Akkords sind jedoch noch in der Diskussion. Die neue Verordnung soll ab 2006 umgesetzt werden.

Der Baseler Ausschuss stellt in Basel II einen auf externen Ratings basierenden Standardansatz und einen internen Ratingansatz zur Wahl. In Deutschland sind allerdings aufgrund der hohen Kosten bisher nur wenige Unternehmen extern geratet. So verfügen nur 53 Prozent der im DAX-30 gelisteten Unternehmen über ein Rating. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass sich der interne Ratingansatz gegenüber dem Standardansatz durchsetzen wird. Aus diesem Grund wird im folgenden nur der IRB-Ansatz behandelt.

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der Herausforderungen, mit denen die Bankenaufsicht bei der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Asset Backed Securities konfrontiert ist. Dazu werden zunächst verschiedene Ausprägungen dieses Anlagemediums erläutert. Im Anschluss diskutiert die Arbeit die aufsichtsrechtliche Berücksichtigung von ABS unter Basel I und Basel II. Schließlich wird noch ein Ausblick auf mögliche Auswirkungen der neuen Verordnung auf den Einsatz von ABS gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asset Backed Securities

2.1 Traditionelle ABS

2.2 Synthetische Verbriefungen

2.3 Sicherheitsmechanismen

3. Basel I

3.1 Eigenkapitalvorschriften nach Basel I

3.2 Defizite von Basel I

4. Bedeutung von Basel II für ABS

4.1 Ziele der neuen Eigenkapitalverordnung

4.2 Der interne Ratingansatz (IRB-Ansatz)

4.2.1 Konzept

4.2.2 Anforderungen an ein internes Ratingsystem

4.2.3 Aufsichtsrechtliche Bestimmungen für traditionelle ABS im IRB-Ansatz

4.2.4 Aufsichtsrechtliche Bestimmungen für synthetische ABS im IRB-Ansatz

4.3 Kritische Würdigung von Basel II

4.4 Wirkung von Basel II auf den zukünftigen Einsatz von ABS

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Herausforderungen, mit denen die Bankenaufsicht durch die aufsichtsrechtliche Behandlung von Asset Backed Securities (ABS) konfrontiert ist, wobei insbesondere der Übergang von den Eigenkapitalvorschriften nach Basel I zu den neuen Regelungen unter Basel II im Fokus steht.

  • Grundlagen von Asset Backed Securities (traditionelle vs. synthetische Verbriefungen)
  • Analyse der Eigenkapitalvorschriften unter Basel I und deren Defizite
  • Darstellung des internen Ratingansatzes (IRB-Ansatz) unter Basel II
  • Aufsichtsrechtliche Bestimmungen für ABS im IRB-Ansatz
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen von Basel II auf die Bankenbranche und den ABS-Markt

Auszug aus dem Buch

2.1 Traditionelle ABS

Traditionelle Asset Backed Securities sind Wertpapiere, die Zahlungsansprüche gegen eine ausschließlich dem Zweck der ABS-Transaktion dienende Zweckgesellschaft zum Gegenstand haben. Die Zahlungsansprüche werden durch einen Bestand unverbriefter Forderungen („assets") gedeckt („backed"), die auf die Zweckgesellschaft übertragen werden und im wesentlichen den Inhabern der Asset Backed Securities (Investoren) als Haftungsgrundlage zur Verfügung stehen.

Der Originator (i.d.R. ein Kreditinstitut) verkauft die Ansprüche aus seinen Krediten („true sale“) an eine speziell für diese Transaktion gegründete Gesellschaft, das Special Purpose Vehicle (SPV). Vorraussetzung dafür sind die rechtliche Trennung und wirtschaftliche Selbständigkeit des SPVs vom Originator. Die abgetretenen Kredite dürfen danach nicht mehr in der Bilanz des Originators stehen. Damit ist auch die Bonität der ABS unabhängig von der des Ursprungsinstitutes. Im Insolvenzfall des Originators ist demnach der verbriefte Assetpool vor dem Zugriff durch die Gläubiger geschützt. Dadurch ist die ABS selbst bei einem Konkurs des Originators nicht ausfallbedroht.

Die Bank hat durch den Forderungsverkauf neue Liquidität zur Verfügung und muss gleichzeitig weniger Eigenkapital halten, da Kreditrisiken aus der Bilanz entfernt wurden. Das SPV verbrieft die Forderungen anschließend in Asset Backed Securities und emittiert diese am Kapitalmarkt, um sich zu refinanzieren. Die Erträge der Kredite werden für die Zinszahlungen und die Tilgung des Wertpapiers verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Asset Backed Securities ein und erläutert die Relevanz der regulatorischen Änderungen durch Basel II für den europäischen Markt.

2. Asset Backed Securities: Dieses Kapitel definiert das Finanzinstrument ABS, differenziert zwischen traditionellen und synthetischen Verbriefungen und beschreibt die eingesetzten Sicherheitsmechanismen.

3. Basel I: Es erfolgt eine Erläuterung der bisherigen Eigenkapitalvorschriften nach Basel I sowie eine kritische Betrachtung der damit verbundenen Defizite.

4. Bedeutung von Basel II für ABS: Dieser Hauptteil analysiert die Ziele der neuen Eigenkapitalverordnung, den internen Ratingansatz, die spezifischen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für ABS sowie die Kritik an diesen neuen Regeln.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Auswirkungen von Basel II auf den Einsatz von ABS durch Kreditinstitute.

Schlüsselwörter

Asset Backed Securities, Basel I, Basel II, Eigenkapitalvorschriften, IRB-Ansatz, Risikogewichtung, Kreditderivate, Verbriefung, Zweckgesellschaft, Aufsichtsrecht, Kapitalarbitrage, Bankenaufsicht, Kreditrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aufsichtsrechtliche Behandlung von Asset Backed Securities (ABS) und wie sich die regulatorischen Rahmenbedingungen durch den Übergang von Basel I zu Basel II verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Funktionsweise von ABS-Transaktionen, die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen für Banken und die kritische Bewertung der neuen Basel II-Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung der Herausforderungen für die Bankenaufsicht bei der Behandlung von ABS unter den neuen Basel II-Richtlinien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender regulatorischer Rahmenwerke und aktueller Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Unterschiede zwischen traditionellen und synthetischen Verbriefungen, die Defizite von Basel I und detailliert den internen Ratingansatz (IRB-Ansatz) sowie dessen Auswirkungen auf ABS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind ABS, Basel II, IRB-Ansatz, Kapitalarbitrage, Risikogewichtung und Eigenkapitalunterlegung.

Warum ist der IRB-Ansatz für deutsche Banken besonders relevant?

Da in Deutschland nur wenige Unternehmen ein externes Rating besitzen, ist der interne Ratingansatz (IRB-Ansatz) für deutsche Kreditinstitute der wahrscheinlichste Weg zur Bestimmung der Risikogewichte.

Welches fundamentale Problem sieht der Autor bei Basel II in Bezug auf die Konjunktur?

Der Autor weist auf eine prozyklische Wirkung hin, bei der in Rezessionsphasen durch schlechtere Bonitätsratings höhere Eigenkapitalanforderungen entstehen, was die Kreditversorgung der Wirtschaft in einer Krise zusätzlich einschränken könnte.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Änderungen der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Asset Backed Securities beim Übergang von Basel I auf Basel II
Hochschule
Universität Münster  (Insitut für Finanzwirtschaft)
Veranstaltung
Finanzierung-Seminar
Note
2,7
Autor
Kai Conradi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V16043
ISBN (eBook)
9783638209984
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behandlung Asset Backed Securities Basel Finanzierung-Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai Conradi (Autor:in), 2003, Änderungen der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Asset Backed Securities beim Übergang von Basel I auf Basel II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16043
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum