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Das persönliche Budget in der psychiatrischen Versorgung - Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung

Title: Das persönliche Budget in der psychiatrischen Versorgung - Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 50 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Holger Steckermaier (Author)

Social Work
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Nach einer Modellphase zur Erprobung, besteht seit dem 01.01.2008 ein im SGB IX festgelegter Anspruch, zustehende Hilfeleistungen abweichend von der gesetzlichen Norm in Form eines persönlichen Budgets auszuführen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem persönlichen Budget für die Zielgruppe der seelisch erkrankten und behinderten Menschen. Wie aus dem Abschlussbericht des Modellprojektes hervorgeht, ist dies die größte Gruppe der bisherigen Budgetnehmer.
Trotzdem kann von einer adäquaten, quantitativen und qualitativen Umsetzung des persönlichen Budgets für diese Zielgruppe noch nicht gesprochen werden. Tatsächlich findet eine Implementierung, auch im Bereich der über die Eingliederungshilfe nach SGB XII finanzierten sozialpsychiatrischen Versorgung, nur in geringem Maße statt. In der vorliegenden Arbeit versuche ich die aktuellen Erfahrungen zum persönlichen Budget für seelisch Behinderte zusammenzufassen und grundsätzliche Ideen für eine mögliche Umsetzung für diese Zielgruppe zu entwickeln.
Nach einem Überblick zur Historie, zum Paradigma und der sozialrechtlichen Grundlagen des persönlichen Budgets, sowie einer kurzen Zusammenfassung zu dieser Form der Leistungserbringung im europäischen Ausland, erfolgt eine kritische Interpretation zu den Ergebnissen des Abschlussberichtes zu den Modellprojekten in der BRD.
In den nachfolgenden Punkten setzt sich diese Arbeit mit den relevanten Leistungsgesetzen, insbesondere dem SGB XII und deren Bedeutung für das persönliche Budget auseinander. Der Bereich der Pflegeversicherung wurde in dieser Arbeit nicht behandelt, da sie zum jetzigen Zeitpunkt noch keine besondere Relevanz für psychisch Erkrankte hat.
Ein Teil dieser Arbeit ist der praktischen Umsetzung des im SGB IX und in der Budgetverordnung festgelegten Verfahrens zur Feststellung des Hilfebedarfs und des weiteren Verfahrensablaufs, sowie der organisatorischen Voraussetzungen und Möglichkeiten der Umsetzung durch die Leistungserbringer gewidmet.
Da mittlerweile zwar umfassende Literatur zum persönlichen Budget vorhanden ist, jedoch für den Bereich der seelisch Behinderten mit wenigen Ausnahmen kaum entsprechendes zu finden ist, bezieht sich ein Teil der Ausführungen in der vorliegenden Arbeit auf meine langjährige Tätigkeit im Bereich der psychiatrischen Versorgung in verschiedenen Funktionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte, Idee und rechtliche Grundlagen des persönlichen Budgets

2.1 Zum Begriff des persönlichen Budgets

2.2 Das persönliche Budget als Ausdruck des Paradigmenwechsels in der Behindertenhilfe

2.3 Sozialrechtliche Grundlagen des persönlichen Budgets

3. Das persönliche Budget in Europa - Ein Überblick

4. Die Modellprojekte zum trägerübergreifenden persönlichen Budget und ihre Erkenntnisse für seelisch Behinderten

4.1 Zusammenfassung relevanter Ergebnisse des Modellprojektes für seelisch Behinderte

4.2 Kritische Anmerkungen und weiterführende Überlegungen

5. Die Bedeutung des persönlichen Budgets in den für die psychiatrischen Versorgung relevanten Leistungsgesetzen

5.1 Das persönliche Budget im Bereich der Eingliederungshilfe nach SGB XII

5.2 Das persönliche Budget und das SGB V

5.3 Leistungen der Agentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung

6. Die Zielgruppe der seelisch Behinderten und das Verwaltungsverfahren zum persönlichen Budget

6.1 Ermittlung des Hilfebedarfs und der Zielvereinbarung

6.2 Budgetbemessung

6.3 Budgetassistenz und Budgetberatung

7. Das persönliche Budget und der Personenkreis der seelisch Behinderten

7.1 Das persönliche Budget im psychiatrischen Versorgungssystem

7.2 Das persönliche Budget und die zu berücksichtigenden Aspekte bei seelischer Behinderung

8. Das persönliche Budget als Herausforderung für die Leistungserbringer im komplementär-psychiatrischen Versorgungssystem

8.1 Implementierung des persönlichen Budgets in der gegenwärtigen Angebots- und Organisationsstruktur der Leistungserbringer

8.2 Praktische Konsequenzen für die Leistungserbringer

8.3 Seelische Behinderung und freier Wettbewerb

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung des persönlichen Budgets speziell für Menschen mit seelischer Behinderung. Dabei wird analysiert, wie trotz der im SGB IX verankerten Wahlfreiheit eine adäquate Versorgung erreicht werden kann und welche strukturellen Hürden Leistungsträger sowie Leistungserbringer dabei überwinden müssen.

  • Rechtliche Grundlagen und historische Entwicklung des persönlichen Budgets
  • Analyse der Modellprojekte und Übertragbarkeit auf psychiatrische Hilfen
  • Bedarfsfeststellung und Budgetbemessung bei seelischer Erkrankung
  • Herausforderungen für psychiatrische Einrichtungen und Leistungserbringer
  • Die Rolle der Budgetassistenz und Selbsthilfe-Organisationen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung/ Überblick

Nach einer Modellphase zur Erprobung, besteht seit dem 01.01.2008 ein im SGB IX festgelegter Anspruch, zustehende Hilfeleistungen abweichend von der gesetzlichen Norm in Form eines persönlichen Budgets auszuführen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem persönlichen Budget für die Zielgruppe der seelisch erkrankten und behinderten Menschen. Wie aus dem Abschlussbericht des Modellprojektes hervorgeht, ist dies die größte Gruppe der bisherigen Budgetnehmer. Trotzdem kann von einer adäquaten, quantitativen und qualitativen Umsetzung des persönlichen Budgets für diese Zielgruppe noch nicht gesprochen werden. Tatsächlich findet eine Implementierung, auch im Bereich der über die Eingliederungshilfe nach SGB XII finanzierten sozialpsychiatrischen Versorgung, nur in geringem Maße statt. In der vorliegenden Arbeit versuche ich die aktuellen Erfahrungen zum persönlichen Budget für seelisch Behinderte zusammenzufassen und grundsätzliche Ideen für eine mögliche Umsetzung für diese Zielgruppe zu entwickeln.

Nach einem Überblick zur Historie, zum Paradigma und der sozialrechtlichen Grundlagen des persönlichen Budgets, sowie einer kurzen Zusammenfassung zu dieser Form der Leistungserbringung im europäischen Ausland, erfolgt eine kritische Interpretation zu den Ergebnissen des Abschlussberichtes zu den Modellprojekten in der BRD.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema und die Relevanz des persönlichen Budgets für Menschen mit seelischer Behinderung.

2. Geschichte, Idee und rechtliche Grundlagen des persönlichen Budgets: Darstellung der historischen Entwicklung und der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen des Budgets.

3. Das persönliche Budget in Europa - Ein Überblick: Kurzer Vergleich der Erfahrungen mit persönlichen Budgets in anderen europäischen Ländern.

4. Die Modellprojekte zum trägerübergreifenden persönlichen Budget und ihre Erkenntnisse für seelisch Behinderten: Kritische Analyse der Ergebnisse des Modellprojektes unter besonderer Berücksichtigung psychisch kranker Menschen.

5. Die Bedeutung des persönlichen Budgets in den für die psychiatrischen Versorgung relevanten Leistungsgesetzen: Untersuchung der verschiedenen SGB-Bereiche und deren Anwendung auf das persönliche Budget.

6. Die Zielgruppe der seelisch Behinderten und das Verwaltungsverfahren zum persönlichen Budget: Erörterung der Bedarfsfeststellung, Budgetkalkulation und der Rolle der Budgetassistenz.

7. Das persönliche Budget und der Personenkreis der seelisch Behinderten: Auseinandersetzung mit der spezifischen Versorgungssituation und den Herausforderungen bei seelischer Behinderung.

8. Das persönliche Budget als Herausforderung für die Leistungserbringer im komplementär-psychiatrischen Versorgungssystem: Analyse der Folgen für Einrichtungen und Anbieter psychiatrischer Hilfen.

Schlüsselwörter

Persönliches Budget, seelische Behinderung, SGB IX, Teilhabe, Eingliederungshilfe, Psychiatrie, Budgetassistenz, Zielvereinbarung, Sozialrecht, Empowerment, Recovery, Leistungserbringer, Selbstbestimmung, Bedarfsfeststellung, Modellprojekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung des persönlichen Budgets im deutschen Sozialrecht, mit einem spezifischen Fokus auf die Herausforderungen und Potenziale bei der Versorgung von Menschen mit seelischer Behinderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen umfassen die gesetzlichen Grundlagen (SGB IX, XII), die praktische Umsetzung in der Psychiatrie, die Budgetbemessung sowie die Rolle der Leistungserbringer in einem sich wandelnden Markt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aktuelle Erfahrungen der Budgetnutzung für psychisch Erkrankte zusammenzufassen und innovative Konzepte für eine bedarfsgerechte Umsetzung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der vorliegenden Fachliteratur, die Auswertung von Abschlussberichten der Modellprojekte sowie die langjährige praktische Erfahrung des Verfassers im Bereich der psychiatrischen Versorgung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der rechtlichen Verankerung, den Erfahrungen aus Modellprojekten, dem Verfahren zur Bedarfsermittlung, der Budgetbemessung und den Auswirkungen auf die Organisationsstrukturen der Leistungserbringer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Persönliches Budget, seelische Behinderung, Teilhabe, Empowerment, Budgetassistenz und die ICF-basierte Bedarfsermittlung.

Wie unterscheidet sich die Situation psychisch erkrankter Menschen bei der Budgetbeantragung?

Psychisch erkrankte Menschen unterliegen häufig Schwankungen im Krankheitsverlauf, was flexible Verfahren erfordert. Zudem sind sie oft auf umfangreiche administrative Unterstützung angewiesen, was die Budgetbeantragung ohne eine qualifizierte Budgetassistenz erschweren kann.

Warum wird die Rolle der Selbsthilfeorganisationen als so wichtig erachtet?

Der Autor sieht in Selbsthilfeorganisationen eine neutrale Beratungsinstanz, die durch Peer-Support wesentlich dazu beitragen kann, die Selbstbestimmung der Betroffenen zu fördern und das persönliche Budget emanzipatorisch zu nutzen.

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Details

Title
Das persönliche Budget in der psychiatrischen Versorgung - Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung
College
Munich University of Applied Sciences  (Angewandte Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Holger Steckermaier (Author)
Publication Year
2009
Pages
50
Catalog Number
V160546
ISBN (eBook)
9783640768646
ISBN (Book)
9783640769049
Language
German
Tags
Budget Versorgung Möglichkeiten Grenzen Umsetzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Steckermaier (Author), 2009, Das persönliche Budget in der psychiatrischen Versorgung - Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160546
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