Wonach entscheiden Venture Capital Geber – nach Team oder nach Idee?


Seminararbeit, 2006
17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1. Private Equity

2.2. Venture Capital

2.3. Arten, Aufgaben und Ziele der Venture Capital Geber

3. Nachfrage nach Venture Capital: Motive und Vorteile

3.1. Monetäre Motive

3.2. Nicht-monetäre Motive

4. Phasen einer Venture Capital-Beteiligung

4.1. Der Beteiligungsantrag

4.2. Die Beteiligungsprüfung von Venture Capital Gesellschaften

4.3. Der stufenweise Prozess der Beteiligungsprüfung

5. Kriterien zur Auswahl des optimalen Risikokapitalgebers

6. Wonach entscheiden VC Geber: Team oder Idee

6.1. Kernkriterien

6.2. Ergänzende Kriterien

6.3. Qualität des Führungsteams

6.4. Wichtige Eigenschaften eines guten Teams

6.5. Qualität und Innovationsgrad der Geschäftsidee

6.6. Kompetenz der Gründer

6.7. Klare Unternehmensstruktur

6.8. Qualifizierter Geschäftsplan

8. Resümee

1. Einleitung

Der Erfolg vieler jungen, wachsenden Unternehmen, die über entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Mitbewerbern verfügen, hat einen Namen: Risikokapital. Die Risikokapital-Finanzierung ist ein Teilbereich der Unternehmensfinanzierung. Oft werden auch die Begriffe Wagniskapital oder eben Venture Capital benutzt.

Dieses aus den USA stammende Finanzierungskonzept beruht nicht nur auf der Bereitstellung von Eigenkapital durch die Venture Capital Geber, sondern eben auch auf der Unterstützung des Managements, um gewinnbringende Strategien umsetzen zu können. Im deutschen Sprachraum wird Risikokapital oder Venture Capital auch oft in Verbindung mit jungen, innovativen Unternehmungen gebracht.

Thema meiner Arbeit ist, welche Kapitalvergabekriterien die Venture Capital Gesellschaften zur Prüfung der Beteiligungswürdigkeit heranziehen, vor allem was das Managementteam und die Geschäftsidee betrifft.

Mittlerweile bestehen einige Forschungsarbeiten über dieses Themengebiet, wobei die meisten davon der Fragestellung nachgehen, nach welchen Kriterien die Investoren entscheiden.

Nach einer zweckmäßigen Bestimmung der Begrifflichkeiten (2) werde ich kurz auf Motive und Vorteile (3) eingehen, warum Unternehmen überhaupt Venture Capital nachfragen. Nachdem ich einen Überblick über den stufenweisen Prozess einer Venture Capital Beteiligungsprüfung (4) gebe, komme ich zum Hauptpunkt meiner Arbeit – den Kapitalvergabekriterien (5) und die Beurteilung der Gründungsvorhaben (6) durch den Venture Capital Geber.

Ziel meiner Arbeit ist es, den Fokus der Kapitalvergabekriterien auf das Managementteam und die Geschäftsidee zu legen, um herauszufiltern, welches im Praxisgebrauch von mehr Wichtigkeit ist.

2. Begriffserklärungen

2.1. Der Begriff: Private Equity

Der Begriff des „Private Equity“ ist in der deutschsprachigen Finanzwelt erst mit Ende der 90er Jahre zur Verwendung gekommen. Bis dahin war primär der Begriff der privaten Beteiligungsfinanzierung gebräuchlich.

Nach der Definition der European Private Equity and Venture Capital Association, stellt das Private Equity Eigenkapital für nicht-börsenorientierte Unternehmen zur Verfügung. Diese Art von Finanzierung wird unter anderem für Produkt- oder Technologieneuentwicklungen, oder für Existenz- und Unternehmensgründungen genutzt.[1]

In der Gründungsphase von Unternehmen können die nötigen finanziellen Mittel häufig nicht durch das private Vermögen aufgebracht werden. So genannte „Business Angels“ sind dann in der Lage, solche Unternehmen mit dem benötigten Kapital, aber auch mit speziellem Branchen- oder Führungswissen zur Verfügung zu stellen. Sie tun dies in einer Phase, die für die Venture Capital Gesellschaften in der Regel zu früh für einen Einstieg erscheint.

Venture Capital oder Wagniskapitalfirmen stellen eine Alternative zu den Business Angels dar, wenn es um größere Investitionen geht, insbesondere zur Forschung und Entwicklung, der kostenintensiven Markteinführung oder dem Aufbau von Produktionskapazitäten.[2]

2.2. Der Begriff: Venture Capital

Venture Capital, auch Risiko- oder Wagniskapital genannt, ist ein Mittel zur Finanzierung von jungen, schnell wachsenden technologieorientierten Unternehmen im frühen Entwicklungsstadium, sowohl als auch für schon etablierte kleine und mittlere Unternehmen.

Beim Venture Capital geht es um die Bereitstellung von externen Eigenkapital für nicht-börsenorientierte Unternehmen, die sich noch in einer Phase geringer Erträge bei gleichzeitig erkennbar großem Entwicklungspotential befinden.[3]

Venture Capital organisiert sich außerhalb des geregelten Kapitalmarktes, das heißt es gibt keine Börsen für Risikokapital. Damit ist Venture Capital ein Teil des Private Equity-Bereichs.[4]

2.3. Arten, Aufgaben und Ziele der Venture Capital Geber

1) Gebundene Investoren

Bei gebundenen Investoren handelt es sich um Venture Capital Gesellschaften, die sich über institutionelle Anleger (wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen) refinanzieren. Die Investoren steigen in der Regel erst in der Expansionsphase ein und das Finanzierungsvolumen schwankt je nach Kapitalintensität der Branche sehr stark.

2) Institutionelle Investoren

Institutionelle Investoren sind Risikofinanzierer im eigentlichen Sinn. In der Regel sammeln sie ihr Kapital in Fonds, aus denen die Investments finanziert werden.

3) Private Investoren

Private Investoren werden als so genannte Business Angels bezeichnet, welche aus ihrem Privatvermögen direkt in ein Beteiligungsunternehmen investieren, ohne dabei die Mithilfe von zwischen geschalteten Beauftragten in Anspruch zu nehmen.[5]

4) Inkubatoren

Das relativ neue Phänomen in der Venture Capital-Szene, die so genannten Inkubatoren, stellen Unternehmen in der Seed-Phase Startkapital zur Verfügung, sie unterstützen auch in allen Fragen der Unternehmensgründung und –führung und sie stellen sogar auch die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung.

5) Öffentliche Investoren

Öffentliche Investoren finanzieren Unternehmensgründungen nur dann mit, wenn sich zuvor ein institutioneller Investor beteiligt hat. In den meisten Fällen leisten sie ihre Arbeit im politischen Auftrag (z.B. auf Landesebene zur Stärkung der regionalen Wirtschaft).

6) Industrielle Investoren

Industrielle Investoren, also Industriekonzerne beteiligen sich über eine Corporate Venture Capital Tochter an Investitionen in High Tech-Unternehmen. Über solches Corporate Venture Capital sichern sie sich den Zugang zu technologischen Investitionen und schaffen Synergieeffekte.

I

Der Venture Capital Geber hat die Aufgabe, neben der rein monetären Komponente auch sein Wissen und Können dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen und greift teilweise sogar aktiv in unternehmerische Tätigkeiten ein und fungiert sozusagen als eine Art Managementunterstützung, allerdings ohne Geschäftsführungsfunktionen. Diese Art von strategischer Partnerschaft, welche der Venture Capitalist mit dem Unternehmenseigner eingeht, soll zur aktiven Förderung des Unternehmenswachstums dienen, mit dem Ziel, Wertzuwächse zu realisieren.[6]

[...]


[1] vgl. Koch/ Zacharias [Gründungsmanagement 2001], S.178.

[2] vgl. URL:http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Equity

[3] vgl. Koch/ Zacharias [Gründungsmanagement 2001], S.179f.

[4] vgl. URL:http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Equity

[5] vgl. Koch/ Zacharias [Gründungsmanagement, 2001], S.186.

[6] vgl. URL:http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Equity

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Wonach entscheiden Venture Capital Geber – nach Team oder nach Idee?
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Autor
Jahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V160670
ISBN (eBook)
9783640741281
ISBN (Buch)
9783640741403
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wonach, Venture, Capital, Geber, Team, Idee, Risikokapital, Kapitalvergabekriterien, Wagniskapital, Venture Capital, Beteiligungswürdigkeit, Managementteam, Geschäftsidee, Beteiligungsprüfung, Kapitalvergabakriterien, Private Equity
Arbeit zitieren
Marion Meisel-Dokun (Autor), 2006, Wonach entscheiden Venture Capital Geber – nach Team oder nach Idee?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160670

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