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Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Kognitive Verhaltenstherapie versus Psychopharmakotherapie?

Titel: Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Hausarbeit , 2010 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: MSc. Päd. Psych. Stefanie Pauly (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie verkörpern jeweils eigenständige Interventionsansätze bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter. In der vorliegenden Hausarbeit werden zwangsstörungsspezifische Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und Pharmakologie vorgestellt und ihre empirische Evidenz diskutiert. Unter Berücksichtigung verschiedener Evaluationsstudien wird der Frage nach einem Wirksamkeitsvergleich der beiden Therapieformen nachgegangen.

Schlüsselwörter:
Zwangsstörungen, kognitive Verhaltenstherapie, Psychopharmakotherapie

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

2.1 Definition des Krankheitsbildes

2.2 Ätiologie und Pathogenese

2.3 Epidemiologie und Verlauf

2.4 Therapeutische Leitlinien

3 Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

3.1 Exposition mit Reaktionsverhinderung

3.2 Kognitive Interventionen

3.3 Wirksamkeitsstudien

4 Psychopharmakotherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

4.1 Clomipramin und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

4.2 Wirksamkeitsstudien

5 Studien zum Wirksamkeitsvergleich zwischen Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

6 Diskussion

7 Fazit und Ausblick

8 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von kognitiver Verhaltenstherapie im Vergleich zur Psychopharmakotherapie bei der Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter, um zu klären, welche Interventionsform überlegen ist oder ob Kombinationstherapien zu besseren Ergebnissen führen.

  • Klinische Definition und Ätiologie von Zwangsstörungen bei Kindern.
  • Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie (Exposition mit Reaktionsverhinderung).
  • Pharmakologische Ansätze (Clomipramin und SSRI) und deren Wirkung.
  • Empirische Evidenz und vergleichende Wirksamkeitsstudien.
  • Multimodale Behandlungsstrategien und zukünftige Perspektiven.

Auszug aus dem Buch

3.1 Exposition mit Reaktionsverhinderung

Die Exposition mit Reaktionsverhinderung beinhaltet die Konfrontation mit Zwang auslösenden Stimuli und eine gleichzeitige Verhinderung der Durchführung kognitiver Rituale bzw. Zwangshandlungen. Der Patient wird mit den gefürchteten Stimuli konfrontiert und lernt, sich den Angst auslösenden Gedanken und Situationen auszusetzen, ohne dabei Zwangshandlungen auszuführen (Döpfner & Goletz, 2008).

Die Exposition basiert auf dem Prinzip der Habituation und knüpft an die Zwei-Faktoren-Theorie von Mowrer (1947) zur Erklärung von Zwangsstörungen an (vgl. Kap. 2.2). Eine hinreichend lange Konfrontation mit Zwang auslösenden Reizen führt zu einer Verminderung der unangenehmen Emotionen (insbesondere Angst, Scham und Ekel) und zur allmählichen Extinktion des konditionierten Verhaltens. Durch die Vermeidung von Zwangshandlungen erfährt der Patient, dass seine Angst von selbst nachlässt, subjektiv bedrohliche Situationen zu bewältigen sind und gefürchtete Ereignisse nicht wie erwartet eintreten. Die Exposition wirkt dabei der passiven, die Reaktionsverhinderung der aktiven Vermeidung entgegen (Simons & Herpertz-Dahlmann, 2003).

Eine Expositionsbehandlung kann graduiert oder massiert erfolgen. Während der Patient bei der graduierten Exposition schrittweise mit zunehmend intensiveren Zwang auslösenden Reizbedingungen konfrontiert wird, erfolgt bei der massierten Exposition eine Reizüberflutung: Die Betroffenen werden sofort den intensivsten Reizen ausgesetzt. Obwohl die massierte Exposition zum schnelleren Erfolg führt, bietet sich bei Kindern und jüngeren Jugendlichen eher die graduierte Konfrontation an, da diese mit einer geringeren psychischen Belastung einhergeht (Döpfner & Rothenberger, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Prävalenz von Zwangsstörungen bei Kindern dar und begründet die Relevanz eines Wirksamkeitsvergleichs zwischen verhaltenstherapeutischen und pharmakologischen Ansätzen.

2 Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter: Das Kapitel definiert Zwangsstörungen, beleuchtet deren Ursachen sowie Epidemiologie und führt in die allgemeinen therapeutischen Leitlinien ein.

3 Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter: Hier werden die Methoden der Exposition mit Reaktionsverhinderung sowie kognitive Interventionen erläutert und durch vorliegende Wirksamkeitsstudien untermauert.

4 Psychopharmakotherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter: Dieser Abschnitt behandelt den Einsatz von Clomipramin und SSRI, beschreibt deren Wirkungsweise und analysiert klinische Studien zur Wirksamkeit der Medikation.

5 Studien zum Wirksamkeitsvergleich zwischen Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie bei Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel vergleicht die Effektivität beider Verfahren direkt anhand randomisierter Studien und diskutiert die Vorteile von Kombinationsbehandlungen.

6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, und es erfolgt eine Abwägung von Vor- und Nachteilen beider Therapieformen unter Berücksichtigung multimodaler Strategien.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass eine Kombinationstherapie bei schweren Verläufen oft sinnvoll ist, und fordert zu weiteren Studien auf.

8 Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die behandelten Therapieansätze und die zentrale Fragestellung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Zwangsstörungen, Kindesalter, Jugendalter, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychopharmakotherapie, Exposition mit Reaktionsverhinderung, Clomipramin, SSRI, Wirksamkeitsvergleich, Multimodale Behandlung, Intrusionen, Zwangshandlungen, Familiäre Faktoren, Evaluation, Symptomreduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter und vergleicht dabei die Effektivität von kognitiver Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Ätiologie der Zwangsstörungen, die methodische Durchführung der Verhaltenstherapie, die pharmakologische Behandlung mit Antidepressiva sowie der direkte Wirksamkeitsvergleich beider Verfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, unter Einbeziehung von Evaluationsstudien zu klären, ob eine der beiden Therapien der anderen überlegen ist oder ob Kombinationstherapien die besten Ergebnisse liefern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die verschiedene klinische Evaluationsstudien und Behandlungsleitlinien auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung verhaltenstherapeutischer Methoden, eine detaillierte Erläuterung der medikamentösen Therapie sowie eine vergleichende Analyse der Studienergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Zwangsstörungen, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychopharmakotherapie und Wirksamkeitsvergleich bei Kindern und Jugendlichen.

Welche Rolle spielen familienzentrierte Interventionen bei der Behandlung?

Sie dienen als wichtiger Baustein der multimodalen Strategie, um das familiäre Umfeld aufzuklären, Vermeidungsverhalten zu mindern und die therapeutischen Erfolge zu stabilisieren.

Warum wird die Kombination von Verhaltenstherapie und Medikation oft als besonders wirksam hervorgehoben?

Die Analysen zeigen, dass bei schweren Fällen die Kombination beide Therapieansätze ergänzt, was zu einer signifikant stärkeren Symptomreduktion führt als eine isolierte Behandlung.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter
Untertitel
Kognitive Verhaltenstherapie versus Psychopharmakotherapie?
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Institut für Psychologie)
Note
1,0
Autor
MSc. Päd. Psych. Stefanie Pauly (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
35
Katalognummer
V160681
ISBN (eBook)
9783640740055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Behandlung Zwangsstörungen Kindes- Jugendalter Kognitive Verhaltenstherapie Psychopharmakotherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MSc. Päd. Psych. Stefanie Pauly (Autor:in), 2010, Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160681
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Leseprobe aus  35  Seiten
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