Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, neue und innovative Ansätze für das Wissensmanagement vorzustellen und zu analysieren. Dazu sollen zunächst theoretische Grundlagen zum Thema Wissen bzw. Wissensmanagement erläutert werden. Hierzu gehört die Definition des Begriffs Wissen, sowie eine Abgrenzung zu den dazugehörigen Wissensarten. Darauf aufbauend sollen die Lernprozesse aufgezeigt werden, welche zur Erlangung der Wissensarten wichtig sind. Nach erfolgter Vorstellung der Bausteine des Wissensmanagement, folgt eine kurze Erklärung zur Wissensspirale und Wissenstransformation.
Nach erfolgter Kurzpräsentation des Themas in der Einleitung sowie der Zielsetzung im gleichnamigen Kapitel werden nun im folgenden Kapitel zentrale Grundlagen zum Thema Wissen dargestellt und die dazugehörigen Arten erläutert. Daraufhin werden im Kapitel 2.2 die Lernprozesse erläutert, die zur Erlangung der Wissensarten eine zentrale Rolle spielen. Die Wissensarten und Lernprozesse sind in den Bausteinen des Wissensmanagements verankert und werden kurz in Kapitel 2.3 vorgestellt. Die Schaffung von neuem Wissen ist entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Um die Entstehung von neuem Wissen in einer Organisation zu beschreiben, eignet sich das Modell der Wissensspirale. Diese wird mit den vier Wissenstransformationen in Kapitel 2.4 erläutert. Die fünf neuen Ansätze in Kapitel 3 stellen den Schwerpunkt dieser Arbeit dar, die unter Berücksichtigung der erläuterten Modelle in Kapitel 2 analysiert und erörtert werden. Abgeschlossen wird das Assignment in Kapitel 4 mit einem Fazit inkl. einer kritischen Reflexion.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Ziel der Arbeit
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2 Theoretische Grundlagen
- 2.1 Verschiedene Arten von Wissen
- 2.2 Lernprozesse
- 2.3 Bausteine des Wissensmanagement
- 2.4 Wissensspirale & Wissenstransformation
- 3 Fünf wegweisende Konzepte für neues Wissensmanagement
- 3.1 Microsoft: Die Campus-Company
- 3.2 Itemis: Vier Tage arbeiten, einen Tag tüfteln
- 3.3 Deutsche Post: Aufnahme in den Club der Denker
- 3.4 Procter: Erweckung per Mitarbeiteraustausch
- 3.5 Gore: Startup-Klima dank Zellteilung
- 4 Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit zielt darauf ab, neue und innovative Ansätze für das Wissensmanagement vorzustellen und zu analysieren. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, seine Arten und Lernprozesse beleuchtet, bevor fünf wegweisende Konzepte detailliert untersucht werden, um deren Effektivität und Übertragbarkeit zu bewerten.
- Definition und Abgrenzung von Wissen und Wissensarten.
- Analyse von Lernprozessen im Kontext des Wissensmanagements.
- Vorstellung der Bausteine des Wissensmanagements.
- Erläuterung der Wissensspirale und Wissenstransformation.
- Detaillierte Untersuchung von fünf innovativen Wissensmanagement-Konzepten anhand von Unternehmensbeispielen.
- Kritische Reflexion der Konzepte und deren Anwendbarkeit.
Auszug aus dem Buch
3.1 Microsoft: Die Campus-Company
Der Microsoft-Campus ist ein Konzept, das großen Wert auf die Kundenzufriedenheit legt. Diese Plattform macht den Austausch zwischen Kunden, Partnern und Mitarbeitern deutlich effektiver und intensiver. Nicht nur Microsoft selbst profitiert von diesem Konzept, sondern auch Partner-Unternehmen wie Trinedy und AddOn. Die Campus-Company ermöglicht also verschiedenen Unternehmen, unterschiedliche Kenntnisse an einem Ort bereitzustellen. Aus dem Artikel können wir schließen, dass das Konzept von Microsoft explizites Wissen darstellt. Grund hierfür ist, dass der Berater zuallererst versucht sein explizites Wissen in einem Meeting oder einer Verhandlung zu nutzen. Sobald sein Wissen ausgeschöpft ist, hat dieser die Möglichkeit seinen Partner (Microsoft) ganz leicht hinzuzuziehen, da dieser vor Ort ist und binnen weniger Minuten mit am Verhandlungstisch sitzt. Es entsteht eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Denn durch den internen Partner wird einerseits das individuelle Wissen vom Berater, durch „internes Wissen“ ergänzt und andererseits gewinnt der Partner einen zusätzlichen Auftrag, den er vorher vielleicht nicht auf dem Schirm hatte. Darüber hinaus steigt die Kundenzufriedenheit, da der Kunde von verschiedenen Experten, eine perfekt zugeschnittene Lösung erhält. Der Lernprozess von Microsoft wird als Single-Loop-Lernprozess klassifiziert, da die Nähe zu den verschiedenen Partnern und der offene Kontakt zu ihnen kaum einen Aufwand für das Wissensmanagement erfordert. Beachtenswerte Wissenstransformationen zwischen Partnern und Kunden sind nicht zu erkennen, denn Vertraulichkeit hat in dieser wissensintensiven Branche oberste Priorität. Dem Wissensmanagement werden folgende Bausteine zugeordnet: Wissenserwerb und Wissensverteilung. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort, ist der Erwerb von Wissen deutlich günstiger und zeitsparender. So können sich alle Unternehmen besser auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren. Um auf dem Markt bestehen zu können, sind Unternehmen gezwungen, sich dem technologischen Fortschritt anzupassen und dabei ständig neues Wissen zu erwerben. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen auf dem Microsoft-Campus, ermöglicht das neu erworbene Wissen mit anderen Partnern, z.B. in der Cafeteria, im Büro, in den Konferenzräumen oder abends in der Tiefgarage zu teilen. Meiner Meinung nach birgt solch ein intensiver Wissensaustausch zwischen Unternehmen auch die Gefahr von Neid, Abwerbung und Abschreckung von Arbeitnehmern (Mittelstand vs. Großunternehmen) mit sich. Microsoft könnte sich bspw. veranlasst fühlen durch Zahlung eines höheren Gehalts, einen Mitarbeiter aus einem Partner-Unternehmen abzuwerben, da diese eine besondere Leistung zeigt. Dies könnte dazu führen, dass kleinere und mittelständische Unternehmen nicht mit Microsoft zusammenarbeiten wollen. Nur eine klare Trennung der Geschäftsbereiche voneinander kann wirksam sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit vor, skizziert den Aufbau und beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Wissensmanagement in komplexen Märkten.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert verschiedene Arten von Wissen, die relevanten Lernprozesse, die Bausteine des Wissensmanagements sowie das Modell der Wissensspirale und Wissenstransformation.
3 Fünf wegweisende Konzepte für neues Wissensmanagement: Präsentiert und analysiert fünf innovative Wissensmanagement-Konzepte von Unternehmen wie Microsoft, Itemis, Deutsche Post, Procter & Gamble und Gore.
4 Fazit: Fasst die Hauptergebnisse der Analyse der vorgestellten Konzepte zusammen, reflektiert deren Stärken und Schwächen und diskutiert ihre Übertragbarkeit auf andere Organisationen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissensarten, Lernprozesse, Wissensspirale, Wissenstransformation, Wissenserwerb, Wissensverteilung, Innovation, Organisationslernen, Microsoft Campus, Itemis 4+1 Konzept, Deutsche Post Club der Denker, Procter Mitarbeiteraustausch, Gore Zellteilung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit neuen und innovativen Ansätzen im Wissensmanagement und analysiert deren theoretische Grundlagen sowie praktische Umsetzung in verschiedenen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Definition von Wissen und Wissensarten, Lernprozesse, Bausteine des Wissensmanagements, die Wissensspirale und spezifische Fallstudien zu wegweisenden Wissensmanagement-Konzepten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, neue und innovative Ansätze für das Wissensmanagement vorzustellen, zu analysieren und deren Effektivität sowie Übertragbarkeit zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine analytische und deskriptive Methode, indem sie theoretische Konzepte des Wissensmanagements darstellt und diese anhand von Unternehmensbeispielen analysiert und erörtert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements detailliert erläutert, gefolgt von der Vorstellung und Analyse von fünf wegweisenden Konzepten für neues Wissensmanagement anhand konkreter Unternehmensbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Wissensmanagement, Wissensarten, Lernprozesse, Wissensspirale, Wissenstransformation, Wissenserwerb, Wissensverteilung, Innovation, Organisationslernen und Fallstudien.
Welche Vorteile bietet das "Campus-Company"-Konzept von Microsoft?
Das Konzept fördert den effektiven Wissensaustausch zwischen Kunden, Partnern und Mitarbeitern, ermöglicht eine Win-Win-Situation durch die Hinzuziehung interner Partner und steigert die Kundenzufriedenheit durch passgenaue Lösungen.
Wie unterscheidet sich das "4+1"-Konzept von Itemis von traditionellen Weiterbildungen?
Itemis ermöglicht Mitarbeitern, einen Tag pro Woche für individuelle Weiterbildung und selbstorganisiertes Lernen zu nutzen, anstatt sich auf klassische, vom Unternehmen vorgegebene Weiterbildungsprogramme zu beschränken.
Welche Herausforderungen identifiziert die Arbeit bei der Umsetzung neuer Wissensmanagement-Konzepte?
Die Arbeit weist darauf hin, dass Konzepte möglicherweise nicht auf alle Organisationen übertragbar sind, der Wissenstransfer zwischen Standorten schwierig sein kann und intrinsische Motivation bei Mitarbeitern aufrechterhalten werden muss, um langfristigen Erfolg zu sichern.
Welche Risiken birgt der Mitarbeiteraustausch bei Procter & Gamble und was ist für die Sicherheit des Unternehmens wichtig?
Der Mitarbeiteraustausch birgt das Risiko einer steigenden Arbeitsbelastung und der ungewollten Weitergabe von Insiderwissen an Wettbewerber. Eine klare Definition von Rahmenbedingungen ist entscheidend, um die Sicherheit des Unternehmens zu gewährleisten.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, Neue Konzepte für Wissensmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1609262