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Schein, Anschein, Erscheinung. Überlegungen von Platon bis Ernst Bloch

Título: Schein, Anschein, Erscheinung. Überlegungen von Platon bis Ernst Bloch

Ensayo , 2025 , 14 Páginas

Autor:in: Manfred Klein (Autor)

Filosofía
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Der Essay beschäftigt sich in erster Linie mit dem Schein und dem Seienden. Die Grundfrage ist hierbei: Inwiefern hängen Leben und Kunst zusammen? Der Schein kann verdecken, aber er kann auch zum Entdecken von (Lebens-)Kontexten beitragen, wobei es sich um Wahrheit oder Lüge handeln kann. Wann eines von diesen beiden im Spiel ist, wird sich eindrucksvoll zeigen, auch im Sinne von Illusionen und Täuschungen. Eine wichtige Grundlage bildet die Bedeutung der Kunst für das Leben. Eine Grundansicht Friedrich Nietzsches, die hier weiter geführt werden soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der tiefgreifenden Untersuchung des philosophischen Begriffs "Schein" und dessen komplexem Verhältnis zu "Sein", Wahrheit, Wirklichkeit und Erkenntnis. Das primäre Ziel ist es, die historische Entwicklung und die vielfältigen Interpretationen des Scheins von der Antike bis zur modernen Philosophie zu beleuchten, insbesondere seine Rolle als Illusion, Täuschung und gleichzeitig als potenziell lebensbejahendes Prinzip zu ergründen.

  • Die philosophische Geschichte und Evolution der Begriffe Sein und Schein.
  • Die Unterscheidung und Verbindung von Schein, Anschein und Erscheinung.
  • Die Rolle von Kunst und Ästhetik im Kontext des Scheins.
  • Die Rezeption des Scheins bei zentralen Philosophen wie Platon, Kant, Hegel, Nietzsche, Heidegger und Bloch.
  • Die anthropologische und existenzielle Bedeutung des Scheins für das menschliche Leben.

Auszug aus dem Buch

Schein, Anschein, Erscheinung - Überlegungen von Platon bis Ernst Bloch

In seiner frühen Schrift Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik versucht Nietzsche eine ästhetische Rechtfertigung des Daseins und der Welt“20. In dieser frühen Phase seines Denkens betrachtet Nietzsche das Leben aus dem Blickwinkel der Kunst. Diese „Artisten-Metaphysik" meint, dass unser Leben durch die Kunst erst erträglich wird. Das menschliche Leben ist für Nietzsche nicht nur mühselig und voller Sorgen, sondern voll von Schrecken und Entsetzlichkeiten, es ist ein „furchtbares Vernichtungstreiben“21: „grausam“, „sinnlos“, „absurd" „ekelhaft“. Selbst tiefere Einsicht und Erkenntnis können dies nicht ändern und das ist das Schrecklichste. Um es in dieser misslichen Lage auszuhalten und dem Wunsch bald zu sterben, „nicht zu sein, nichts zu sein“, zu entkommen, brauchen wir die Kunst. Erst, wenn man in der Lage ist, sich den aussichtslosen Leiden zu entziehen, kann das Leben „möglich und lebenswerth" erscheinen. Es ist aber nicht gemeint, dass wir sozusagen mal schlecht drauf sind und uns ablenken, sondern, es geht vielmehr um die Erhaltung des Lebens überhaupt. Wer den Zugang zur Kunst nicht findet, der geht zugrunde, denn die Verzweiflung am Leben ist eine tödliche Krankheit. Sie tritt nicht punktuell auf, sondern ist notwendig zur individuellen Existenz gehörig und bekommt somit anthropologische Relevanz. Dies ist der tragische

Charakter des Lebens. Deshalb auch die Rede von Rettung, die wörtlich zu nehmen ist: Ohne Kunst ist das Dasein verloren, denn erst ihre verzaubernde, verklärende Kraft macht das Leben „möglich". Sie ist aber nicht nur Retter in der Not, sondern kann uns weiter tragen hin zur Lust und Lebensfreude, ja bis zur überschwänglichen Daseinsbejahung führen. Sie führt zur Sinnstiftung im Leben und bringt einen übergeordneten Zweck in das Handeln. Dieses ästhetische Erleben dient also summa summarum auch der Selbsterhaltung und diese Funktion der Kunst wirkt auch in die Entwicklung von Kultur und Gesellschaften. Der Mensch ist ein Wesen, das nach Sinn strebt, nach zweckvollen Zusammenhängen, denen es sich selbst zurechnen kann. Ohne die Illusion bzw. den Schein eines Sinns kann der Mensch weder handeln, noch leben. Der schöne Schein der Kunst ist also unerlässlich und das gerade auch, wenn man keine rechtfertigende Kraft außerhalb der Welt mehr zulässt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die fundamentalen philosophischen Begriffe "Sein" und "Schein" ein und stellt die Kernfragen nach deren Verhältnis zu Wahrheit, Wirklichkeit und der philosophischen Bedeutung des Scheins.

Antike (Parmenides, Platon): Dieser Abschnitt behandelt die frühe Etablierung des "Seins" bei Parmenides und Platons Konzeption des Scheins als trügerische "Schattenwelt" im Gegensatz zur wahren Ideenwelt.

Mittelalter (Meister Eckhart): Hier wird die Anwendung des Begriffs "Schein" in der Lichtmetaphorik Meister Eckharts erläutert, wo er das Verhältnis von Gott und Mensch sowie erkenntnistheoretische Aspekte betrifft.

Kant und der dialektische Schein: Das Kapitel differenziert Kants Unterscheidung zwischen "Erscheinung" und "Schein", wobei der transzendentale Schein als unvermeidliche, aber regulative Illusion der Vernunft dargestellt wird.

Hegels Dialektik: Es wird Hegels Verständnis dargelegt, dass das Wesen selbst im Schein besteht und eine Dialektik von Schein und Erscheinung einen Vermittlungsprozess ermöglicht.

Nietzsches Aufwertung des Scheins: Dieser Teil beleuchtet Nietzsches radikale Neudefinition des Scheins als eigentliche Realität und die zentrale Rolle der Kunst für eine ästhetische Rechtfertigung des menschlichen Daseins.

Heidegger und die Unverborgenheit: Das Kapitel erläutert Heideggers Konzept des Scheins als eine Weise, wie sich Dinge zeigen, und betont, dass Schein und Unverborgenheit gleichermaßen mächtig sind.

Ernst Blochs "Vor-Schein": Es wird Blochs Begriff des "Vor-Scheins" analysiert, der über die Illusion hinausgeht und als grundlegende Kategorie utopischen Denkens eine zukunftsgerichtete Dimension erhält.

Schlüsselwörter

Schein, Sein, Wahrheit, Erscheinung, Metaphysik, Ontologie, Ästhetik, Illusion, Täuschung, Kunst, Nietzsche, Kant, Platon, Bloch, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit untersucht die philosophischen Begriffe "Sein", "Schein" und "Erscheinung" von ihren Ursprüngen in der Antike bis zu modernen Denkern wie Ernst Bloch, wobei die wechselnden Bedeutungen und das Verhältnis zur Wahrheit beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Metaphysik und Ontologie des Seins und Scheins, die Rolle des Scheins in der Erkenntnistheorie und Ästhetik, sowie die anthropologische und existenzielle Relevanz des Scheins.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das Verhältnis von Schein zum Sein, zu Wahrheit und Wirklichkeit zu klären und zu zeigen, wie der Schein im Laufe der Philosophiegeschichte neu bewertet wurde, insbesondere als konstitutives Element für das menschliche Dasein.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine philosophisch-konzeptuelle Analyse, die historische Entwicklungen und Interpretationen der genannten Begriffe durch das Studium relevanter philosophischer Texte beleuchtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Auffassungen von Schein und Sein bei verschiedenen Philosophen wie Platon, Kant, Hegel, Nietzsche, Heidegger und Bloch detailliert analysiert und miteinander verglichen, um die Evolution dieser Konzepte darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Schein, Sein, Wahrheit, Erscheinung, Metaphysik, Ontologie, Ästhetik, Illusion, Täuschung, Kunst, Nietzsche, Kant, Platon, Bloch und Existenz charakterisiert.

Wie unterscheiden sich Kants "Erscheinung" und "Schein"?

Kant unterscheidet die "Erscheinung" als den sinnlichen Teil unserer Erfahrung, der die uns gegebene Realität bildet und beurteilbar ist, vom "Schein" als einer dialektischen, unvermeidlichen Illusion der Vernunft, die uns über die Erfahrung hinaustreibt, aber eine regulative Funktion für die Erkenntnis besitzt.

Welche Rolle spielt die Kunst in Nietzsches Philosophie des Scheins?

In Nietzsches Philosophie dient die Kunst als "ästhetische Rechtfertigung des Daseins" und ist unerlässlich, um das menschliche Leben trotz seines tragischen Charakters erträglich und lebenswert zu machen, indem sie einen "schönen Schein" erzeugt.

Was versteht Ernst Bloch unter "Vor-Schein"?

Ernst Bloch versteht unter "Vor-Schein" einen vom Illusionären gereinigten Schein, der auf die Motivation zur Realisierung gerichtet ist und als Grundkategorie utopischen Denkens eine zukunftsgerichtete, gestaltende Intentionalität des Bewusstseins darstellt.

Inwiefern wird der Begriff "Schein" im Laufe der Philosophiegeschichte neu bewertet?

Anfänglich oft negativ als Täuschung (Platon) oder bloße Erscheinung (Kant) verstanden, erfährt der Schein eine Aufwertung bei Hegel, der ihn als im Wesen selbst liegend sieht, und radikal bei Nietzsche, der ihn als die eigentliche Realität und die Kunst als lebensnotwendigen "schönen Schein" feiert.

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Detalles

Título
Schein, Anschein, Erscheinung. Überlegungen von Platon bis Ernst Bloch
Autor
Manfred Klein (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
14
No. de catálogo
V1612413
ISBN (PDF)
9783389153406
ISBN (Libro)
9783389153413
Idioma
Alemán
Etiqueta
Philosophie Platon Nietzsche Ernst Bloch Schein Wahrheit Lüge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manfred Klein (Autor), 2025, Schein, Anschein, Erscheinung. Überlegungen von Platon bis Ernst Bloch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1612413
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