Die Kommunikation ist eine Hauptaufgabe der Führungskraft, die bis zu achtzig Prozent des Arbeitsalltages einer Führungskraft in Anspruch nimmt.
Führung zielt auf die bewusste und zielbezogene Verhaltensbeeinflussung von Mitarbeitern ab. Dabei dient die Kommunikation im Unternehmen der Übermittlung von aufgabenbezogenen Informationen, wobei die zwischenmenschliche Kommunikation im Mittelpunkt der Betrachtung steht.
Die Kommunikation als Werkzeug einer effizienten Führung, wird mit Hilfe der drei allgemein anerkanntesten Kommunikationsmodelle dargestellt. Hierzu wird auf Modelle von Berne, Schulz von Thun und Neuberger eingegangen.
Durch Analyse der Anwendbarkeit der Modelle auf den praktischen Führungsalltag stellt sich heraus, dass diese Modelle bei dem Versuch ihrer praktischen Anwendung durchaus Schwächen zeigen. Grund dafür sind, in der Realität vorkommende Störfaktoren, die in den Modellen keine Berücksichtigung finden.
In dieser Arbeit wird deutlich, dass Kommunikation ein effizientes Werkzeug für den Unternehmenserfolg darstellt. Dabei ist es von grundlegender Bedeutung, dass Führungskräfte sich der Notwendigkeit von Kommunikation bewusst werden, und diese verstärkt in ihren Führungsalltag integrieren, um somit den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Kommunikation als zentraler Beitrag zum Unternehmenserfolg
1.1 Kommunikation als Werkzeug effizienter Führung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2. Grundlagen von Führung und Kommunikation
2.1 Bedeutung des Begriffs der Führung
2.2 Bedeutung des Begriffs der Kommunikation
3. Kommunikationsmodelle als Brücke zwischen Führungskräften und Geführten
3.1 Eric Berne – die Transaktionsanalyse
3.1.1 Strukturanalyse
3.1.2 Analyse von Transaktionen mit anschließender Darstellung eines praktischen Beispiels
3.2 Schulz von Thun – vier Seiten einer Nachricht
3.2.1 Die Sichtweise des Empfängers – das Vier-Ohren-Modell
3.2.2 Darstellung des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun anhand eines praktischen Beispiels
3.3 Oswald Neuberger – die Weiterentwicklung zum TALK-Modell
3.4 Kritische Analyse der Kommunikationsmodelle mit Einbezug des Eisbergmodells
4. Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf den Führungsalltag
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle der zwischenmenschlichen Kommunikation als zentrales Führungsinstrument und analysiert, wie etablierte theoretische Kommunikationsmodelle die Interaktion zwischen Führungskräften und Mitarbeitern unterstützen können, um den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen.
- Bedeutung der Kommunikation als Kernaufgabe von Führungskräften
- Anwendung der Transaktionsanalyse nach Eric Berne
- Analyse des Vier-Seiten-Modells nach Schulz von Thun
- Einführung des TALK-Modells von Oswald Neuberger
- Kritische Reflexion der Modelle unter Einbezug des Eisbergmodells
Auszug aus dem Buch
3.1 Eric Berne – die Transaktionsanalyse
Die von Eric Berne begründete Transaktionsanalyse stellt eine Verbindung von Kommunikations- und Persönlichkeitstheorie dar. Allgemein lassen sich drei Bereiche der Transaktionsanalyse unterscheiden: die Strukturanalyse, die Analyse von Transaktionen, sowie die Spielanalyse. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich auf die zwei erstgenannten Analysen.
3.1.1 Strukturanalyse
Laut Berne gibt es drei Persönlichkeitszustände, die das Denken, Fühlen oder Handeln eines Menschen beeinflussen. Diese werden auch als Bewusstseins- oder Ich-Zustände bezeichnet, sind in ihrer Bedeutung gleich gewichtet und können aber individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Ein Kommunikator kann in einen anderen Ich-Zustand wechseln, wobei jeder einzelne dieser Zustände über eigene, für sich festgelegte Parameter verfügt.
Das Eltern-Ich (EL) beinhaltet alles was der Mensch im Laufe seiner Entwicklung von Autoritätspersonen (Eltern, Verwandte, etc.) gelernt und kritiklos übernommen hat und spiegelt somit das gelernte Lebenskonzept wieder. Im Eltern-Ich sind unter anderem Normen, Wert und Moralvorstellungen, Ge- und Verbote verankert. Dabei wird zwischen dem kritischen Eltern-Ich (k-EL) und dem fürsorglichen Eltern-Ich (f-EL) unterschieden.
Das Erwachsenen-Ich (ER) ist sachlich, neutral und emotionslos. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es Informationen sammelt und diese kritisch verarbeitet, indem es Wahrscheinlichkeiten abschätzt und bewusste Entscheidungen trifft. Das Erwachsenen-Ich verkörpert somit das gedachte Lebenskonzept.
Das Kindheits-Ich (K) repräsentiert den Ich-Zustand, in dem Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse enthalten sind und bildet somit das gefühlte Lebenskonzept. Das Kindheits-Ich besteht aus dem natürlichen Kindheits-Ich (n-K) und dem angepassten Kindheits-Ich (a-K).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kommunikation als zentraler Beitrag zum Unternehmenserfolg: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass Kommunikation ein fundamentales Werkzeug der Führungskraft ist und maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt.
2. Grundlagen von Führung und Kommunikation: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten von Führung und Kommunikation definiert und deren wechselseitige Bedeutung im betriebswirtschaftlichen Kontext erläutert.
3. Kommunikationsmodelle als Brücke zwischen Führungskräften und Geführten: Das Kernkapitel analysiert die Modelle von Berne, Schulz von Thun sowie Neuberger und setzt diese in eine kritische Beziehung zum Eisbergmodell.
4. Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf den Führungsalltag: Dieses Fazit fasst die Relevanz der Modelle für die Praxis zusammen und appelliert an Führungskräfte, Kommunikation als eine ihrer Hauptaufgaben zu begreifen.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Führung, Führungskraft, Transaktionsanalyse, Vier-Seiten-Modell, TALK-Modell, Eisbergmodell, Unternehmenserfolg, Führungsinstrument, Beziehungsebene, Inhaltsebene, Ich-Zustände, Interaktion, Metakommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Kommunikation als eine der wichtigsten Kernaufgaben einer Führungskraft und deren direkte Auswirkung auf den Erfolg eines Unternehmens.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung von Führung, der Analyse verschiedener Kommunikationsmodelle und der Übertragung dieser theoretischen Erkenntnisse auf den täglichen Führungsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die zwischenmenschliche Kommunikation als essenzielles Führungsinstrument hervorzuheben und Führungskräften durch theoretische Modelle eine Hilfestellung für ihre Kommunikation zu bieten.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Transaktionsanalyse von Eric Berne, das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun, das TALK-Modell von Oswald Neuberger sowie das Eisbergmodell nach Sigmund Freud.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Kommunikationsmodelle und deren kritischen Analyse unter Berücksichtigung von Störfaktoren in der modernen Arbeitswelt.
Welche Kernaussage charakterisiert die Arbeit?
Kommunikation ist kein zeitraubendes "Laster", sondern eine unverzichtbare Hauptaufgabe, die von Führungskräften aktiv gemanagt werden muss, um den Unternehmenserfolg zu sichern.
Wie unterscheidet sich das TALK-Modell von dem Vier-Seiten-Modell?
Das TALK-Modell von Neuberger ist eine gezielte Weiterentwicklung für Führungskräfte und erweitert die vier Aspekte um eine fünfte Dimension, die sogenannte Metakommunikation.
Warum spielt das Eisbergmodell eine so wichtige Rolle in der Analyse?
Es verdeutlicht, dass der Großteil einer Kommunikation auf der unsichtbaren Beziehungsebene stattfindet, was für Führungskräfte bei der Interpretation von Mitarbeiterfeedback kritisch ist.
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- Alexander Herbst (Autor), 2009, Kommunikation als Führungsaufgabe. Ein effizientes Werkzeug für den Unternehmenserfolg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161313