Demographischer Wandel - Herausforderungen für die Unternehmen


Hausarbeit, 2010
17 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Demographischer Wandel
2.2 Ältere Arbeitnehmer

3. Demographischer Wandel in Deutschland

4. Demographischer Wandel in den Unternehmen
4.1 Veränderte Personalstrukturen
4.2 Derzeitige Situation älterer Arbeitnehmer in den Unternehmen
4.3 Kompetenzen älterer im Vergleich zu jüngeren Arbeitnehmern
4.4 Integration Älterer in die Unternehmen
4.5 Praktische Umsetzung einer demografiefesten Personalpolitik
4.5.1 Demographiefeste Personalpolitik in der chemischen
Industrie (deci)
4.5.2 INQA – Projekt Demographie- Wissen kompakt: Qualifizierung zum Demographie-Lotsen

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Immer wieder werden wir in den Medien mit dem so genannten demographischen Wandel konfrontiert, wobei der Fokus nicht mehr nur auf gesellschaftliche, sondern ebenso auf betriebliche Veränderungen gerichtet ist. Was aber bedeutet dieser Wandel für die Unternehmen und Betriebe, wenn die Bevölkerung und somit die Erwerbskräfte immer älter werden und wie reagieren Unternehmen auf diesen Wandel? Diese und noch viele andere Fragen sind Teil einer Diskussion um die zukünftige Gestaltung des Arbeitsmarktes. Ziel dieser Arbeit ist es zum einen kurz die betrieblichen Veränderungen und Herausforderungen hinsichtlich des demographischen Wandels darzustellen und zum anderen, darauf aufbauend, der Frage nachzugehen, ob ältere Mitarbeiter für ihre Unternehmen lediglich eine Last oder ob sie nicht vielleicht sogar profitabler sind, als ihre jüngeren Kollegen.

Einleitend werden die in diesem Kontext häufig verwendeten Begriffe des „älteren Arbeitnehmers“ und des „demographischen Wandels“ definiert. Anschließend wird auf die demographische Situation in Deutschland eingegangen, beschrieben inwiefern sich die Bevölkerungsstruktur Deutschlands in den nächsten Jahren verändern wird und wie sich diese Veränderungen in den einzelnen Kohorten bemerkbar macht. Hieran schließt sich eine Beschreibung der Arbeitsmarktsituation an, welche darstellt, wie genau sich eben dieser Strukturwandel in den Unternehmen bemerkbar macht, da es in den nächsten Jahren zu einer Verschiebung der Altersstruktur in den Betrieben kommen wird. Anschließend wird die derzeitige Situation älterer Arbeitnehmer in den Betrieben beschrieben. Hierzu wird unter anderem auf die Problematik der Frühverrentung und auf das Defizitmodell eingegangen. Nach diesem kurzen Problemaufriss werden Kompetenzen älterer Arbeitnehmer mit Kompetenzen jüngerer Arbeitnehmer verglichen, was in einer handlungsorientierten Darstellung der Integrationsmöglichkeiten von Älteren in den Betrieben endet. Untermauert wird dies durch die Darstellung zweier Projekte zur demografiefesten Personalpolitik, die betriebliche Vorgehensweisen im Zuge des demografischen Wandels aufzeigen sollen. Der Abschluss dieser Arbeit bildet das Fazit, welches aufgrund der vorhergegangenen Darstellungen noch einmal die Frage aufnimmt, ob ältere Arbeitnehmer nun eine Last oder eine Bereicherung für die Unternehmen sind.

2. Definitionen

2.2 Demographischer Wandel

Der demographische Wandel beschreibt die veränderte Zusammensetzung der Altersstruktur einer Gesellschaft. Dies ist zunächst weder positiv noch negativ zu betrachten, da sich mit diesem Begriff zum einen eine Bevölkerungszunahme, und zum anderen eine Bevölkerungsabnahme beschreiben lassen. Die demographische Entwicklung wird beeinflusst von der Geburtenrate, der Lebenserwartung und dem Wanderungssaldo. Somit ergibt sich die Entwicklung der Bevölkerung aus der Summe des Wanderungssaldos und des Überschusses an Geburten oder Sterbefällen. (vgl. O.A., 2010)

2.2 Älterer Arbeitnehmer

Für den Begriff des „älteren Arbeitnehmers“ gibt es keine einheitliche Definition, da diese in unterschiedlichen Branchen variieren würden. In der Informatikbranche, in welcher das Wissen sehr schnell veraltet, gelten Menschen ab 35 Jahren als alt, da davon ausgegangen wird, dass der Wissensstand dieser Personen nicht mehr aktuell ist. Ebenso werden im Baugewerbe Menschen ab 40 Jahren aufgrund des Abbaus körperlicher Leistungsfähigkeit als alt bezeichnet. Die Bundesagentur für Arbeit hingegen zählt Arbeitnehmer ab dem 50. Lebensjahr zu den älteren Arbeitnehmern, da es ab diesem Alter schwierig wird, auf dem Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. (vgl. Adenauer 2002, S. 4)

3. Demographischer Wandel in Deutschland

Um beschreiben zu können, wie sich die zukünftige Arbeitswelt verändern wird und was ein Anstieg der älteren Arbeitskräfte für die künftige Personalpolitik der Unternehmen bedeutet, ist es elementar zunächst einmal einen Blick auf die sich verändernde Sozialstruktur Deutschlands zu werfen, denn ohne diese Veränderungen in der Sozialstruktur würde es keine Veränderungen in den Betrieben geben. In diesem Kapitel wird beschrieben, wie sich der demographische Wandel in Deutschland bemerkbar macht, bzw. woran er erkennbar ist. Hauptsächlich wird auf die Alters – und Geburtenentwicklung eingegangen, weniger auf den Wanderungssaldo.

„Altern der Bevölkerung bedeutet, dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung immer mehr in Richtung älterer Menschen verschiebt“ (vgl. Bundesministerium des Inneren 2009, o. S.), wobei dies auf zwei unterschiedliche Prozesse zurückzuführen ist: Zum einen ist ein deutlicher Geburtenrückgang zu erkennen und zum anderen steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen. (vgl. Künemund 2007, S.11)

Aktuelle Hochrechnungen zur Bevölkerungsentwicklung zeigen, dass die Anzahl der über 65-jährigen von momentan ca. 20 Prozent auf 33,2 Prozent im Jahre 2050 steigen wird und die Zahl der Menschen ab 80 und älter von momentan 5 Prozent auf ca. 14 Prozent. (vgl. Bundesministerium des Inneren 2009, o. S.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Bevölkerungsstruktur von 1970 in Deutschland nach Alter (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2009)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Die vorausberechnete Bevölkerungsstruktur von 2050 in Deutschland nach Alter

(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2009)

Diese beiden Abbildungen zeigen zum einen die Bevölkerungsstruktur aus dem Jahr 1970 (Abb. 1) sowie die vorausberechnete Struktur der Bevölkerung für das Jahr 2050 (Abb. 2). Zu erkennen ist eine deutliche Wandlung der klassischen Pyramidenform zu einer zwiebelähnlichen Form. Die Struktur damals ist
gekennzeichnet von einer relativ breiten Basis, d.h. vielen Geburten bzw. jungen Menschen, und wenig alten Menschen in der Spitze. Dies hat sich im Laufe der Zeit stark geändert und wird es auch in den nächsten Jahren noch tun. In Abbildung 2 ist zu sehen, dass diese breite Basis aufgrund der rückläufigen Geburten sehr schmal werden wird, wohingegen sich die Spitze der einstigen Pyramide durch den Anstieg an älteren Menschen in der Bevölkerung stark verbreitern wird.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Demographischer Wandel - Herausforderungen für die Unternehmen
Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V161420
ISBN (eBook)
9783640746026
ISBN (Buch)
9783640746613
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demographischer, Wandel, Demografischer, Herausforderungen, Unternehmen, Ältere, Arbeitnehmer, Personalpolitik, Integration, Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Berufsbildung, Beruf, Pädagogik, Alt, Betrieb, betriebliche, Personl
Arbeit zitieren
Julia Timmer (Autor), 2010, Demographischer Wandel - Herausforderungen für die Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161420

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