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Forschendes Lernen in Schülerlaboren

Ein Vergleich des Politiklabors der Leibniz Universität Hannover mit dem EU-Projekt "Sauce"

Titre: Forschendes Lernen in Schülerlaboren

Dossier / Travail , 2010 , 18 Pages , Note: Unbenotet

Autor:in: B.A. Julia Krüger (Auteur)

Didactique - Politique, Education politique
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"Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln." Mit dieser Feststellung beschrieb der englische Soziologe und Philosoph Herbert Spencer (1820-1903) bereits im 19. Jahrhundert einen immer noch sehr modernen Lernbegriff. Demnach ist Lernen nur dann sinnvoll, wenn es den Lerner zum Handeln aktiviert und kognitiv herausfordert. Dahingegen ist die bloße Aneignung von Wissen wenig nachhaltig und befähigt selten zum eigenständigen Handeln. Ziel eines jeden Lernprozesses sollte es aber sein, sowohl den individuellen Wissens- als auch Kompetenzbereich jedes Lerners zu erweitern. Dabei ist es vor allem im Politikunterricht wichtig, den/die SchülerIn zu einem handlungs- und problemlösungsfähigen Subjekt zu erziehen, das den politischen Alltag als mündiger Bürger aktiv mitgestaltet.
Um das Lernen in der Politischen Bildung als eine Verbindung aus Wissensaneignung und Handlungsbefähigung zu gestalten, wurden in den letzten Jahren immer häufiger Projekte entwickelt, die an außerschulischen Orten eine schüleraktivierende Lernumgebung umsetzen. Vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich existieren schon viele so genannte Schülerlabore, doch auch in den geisteswissenschaftlichen Fächern gewinnt das Lernen in Schülerlaboren immer mehr an Relevanz. Zentrale Begriffe sind dabei das Entdeckende Lernen und das Forschende Lernen. Beide verstehen den Lerner als Subjekt, das seinen Lernweg selbst gestaltet und sich Wissen mittels eigens gewählter Lernstrategien aneignet. Subjektiv Neues wird erlernt, sodass der Lernprozess und die Lernziele – anders als im gängigen Schulunterricht – sehr unterschiedlich ablaufen. Ungleich ist diesen beiden Lernformen die konkrete Umsetzung des Lernprozesses. Während das Entdeckende Lernen eine eher unsystematischen „Lernstreifzug“ beschreibt, liegt dem Forschenden Lernen ein wissenschaftlicher Forschungsanspruch zugrunde.
In dieser Hausarbeit geht es darum, den im Schulalltag immer noch selten auftauchenden Begriff des Forschenden Lernens näher zu beschreiben. Um die rein deskriptive Ebene zu verlassen, dienen zwei sozialwissenschaftliche Schülerlabore als Bezugspunkt der Forschendes Lernen realiter umsetzt: das Politiklabor der Leibniz Universität Hannover und das EU-Projekt Sauce. Es wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern diese beiden Lernprojekte das Forschende Lernen unterstützen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschendes Lernen

2.1. Begriffsdefinition

2.2. Forschendes Lernen und Schulalltag

3. Schülerlabore

3.1. Das Politiklabor der Universität Hannover

3.2. Das EU-Projekt Sauce

4. Forschendes Lernen in Schülerlaboren

4.1. Lerntheoretischer Rahmen

4.2. Lernprozess

4.3. Fähigkeiten und Kompetenzen

4.4. Zusammenfassung

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Forschenden Lernens theoretisch zu fundieren und dessen praktische Umsetzung durch den Vergleich zweier sozialwissenschaftlicher Schülerlabore – das Politiklabor der Leibniz Universität Hannover und das EU-Projekt Sauce – zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Lernorte die Prinzipien des Forschenden Lernens unterstützen und welche Potenziale sowie Herausforderungen sich für die Politische Bildung daraus ergeben.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmung des Forschenden Lernens.
  • Strukturelle Analyse der beiden Lernprojekte Politiklabor und Sauce.
  • Vergleichende Untersuchung der Lerntheorien, Lernprozesse und Kompetenzorientierung.
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit des Forschenden Lernens im Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln. Mit dieser Feststellung beschrieb der englische Soziologe und Philosoph Herbert Spencer (1820-1903) bereits im 19. Jahrhundert einen immer noch sehr modernen Lernbegriff. Demnach ist Lernen nur dann sinnvoll, wenn es den Lerner zum Handeln aktiviert und kognitiv herausfordert. Dahingegen ist die bloße Aneignung von Wissen wenig nachhaltig und befähigt selten zum eigenständigen Handeln. Ziel eines jeden Lernprozesses sollte es aber sein, sowohl den individuellen Wissens- als auch Kompetenzbereich jedes Lerners zu erweitern.

Um das Lernen in der Politischen Bildung als eine Verbindung aus Wissensaneignung und Handlungsbefähigung zu gestalten, wurden in den letzten Jahren immer häufiger Projekte entwickelt, die an außerschulischen Orten eine schüleraktivierende Lernumgebung umsetzen. Vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich existieren schon viele so genannte Schülerlabore, doch auch in den geisteswissenschaftlichen Fächern gewinnt das Lernen in Schülerlaboren immer mehr an Relevanz. Zentrale Begriffe sind dabei das Entdeckende Lernen und das Forschende Lernen.

In dieser Hausarbeit geht es darum, den im Schulalltag immer noch selten auftauchenden Begriff des Forschenden Lernens näher zu beschreiben. Um die rein deskriptive Ebene zu verlassen, dienen zwei sozialwissenschaftliche Schülerlabore als Bezugspunkt der Forschendes Lernen realiter umsetzt: das Politiklabor der Leibniz Universität Hannover und das EU-Projekt Sauce. Es wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern diese beiden Lernprojekte das Forschende Lernen unterstützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Bezug zum Handlungsbegriff des Lernens her und führt in die Relevanz des Forschenden Lernens innerhalb der Politischen Bildung sowie die zwei untersuchten Schülerlabore ein.

2. Forschendes Lernen: Dieses Kapitel definiert Forschendes Lernen als eigenständigen, aktiven Lernprozess und diskutiert dessen Rolle sowie die veränderte Funktion der Lehrkraft im Schulalltag.

3. Schülerlabore: Es werden das Politiklabor der Universität Hannover und das EU-Projekt Sauce vorgestellt und deren Zielsetzungen sowie Organisationsformen skizziert.

4. Forschendes Lernen in Schülerlaboren: Dieses Hauptkapitel führt einen detaillierten Vergleich der beiden Labore anhand der Kategorien Lerntheoretischer Rahmen, Lernprozess sowie Fähigkeiten und Kompetenzen durch.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer klaren Definition des Forschenden Lernens und reflektiert die Eignung der Lernform für verschiedene Altersgruppen.

Schlüsselwörter

Forschendes Lernen, Schülerlabor, Politikunterricht, Politische Bildung, Wissenschaftspropädeutik, Entdeckendes Lernen, Politiklabor, EU-Projekt Sauce, Lernprozess, Handlungsorientierung, Problemorientierung, Schüleraktivierung, Kompetenzaufbau, Transferleistung, Wissenschaftliches Arbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Forschenden Lernens und prüft, inwiefern dieses in speziellen außerschulischen Lernorten, sogenannten Schülerlaboren, erfolgreich umgesetzt werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die theoretische Bestimmung des Forschenden Lernens, die Didaktik der Politischen Bildung sowie der praktische Vergleich von zwei unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Schülerlabor-Projekten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte klären, ob und inwiefern das Politiklabor der Leibniz Universität Hannover und das EU-Projekt Sauce als Modelle für Forschendes Lernen fungieren und worin ihre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für diese Analyse verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, bei der die beiden Schülerlabore anhand von zuvor festgelegten Kriterien wie dem lerntheoretischen Rahmen, der Prozessgestaltung und der Kompetenzorientierung gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte definiert und die beiden Labore detailliert vorgestellt, gefolgt von einer strukturierten Gegenüberstellung ihrer Arbeitsweisen und didaktischen Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Forschendes Lernen, Schülerlabor, Politische Bildung, Wissenschaftspropädeutik und Handlungsorientierung.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen dem Politiklabor und dem EU-Projekt Sauce?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Projekte auf unterschiedliche Zielgruppen (Oberstufe vs. 5./6. Klasse) ausgerichtet sind und somit verschiedene Grade an Wissenschaftlichkeit und Selbstständigkeit ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Lehrperson bei der Umsetzung von Forschendem Lernen in den Laboren?

In beiden Fällen nimmt die Lehrperson eine unterstützende, beratende Funktion ein, tritt jedoch im Vergleich zum klassischen Frontalunterricht stark in den Hintergrund, um den SchülerInnen eigenständiges Forschen zu ermöglichen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Anwendbarkeit des Forschenden Lernens bei jüngeren Schülern?

Sie kommt zu dem Schluss, dass mit jüngeren Schülern eher ein spielerisches Entdecken möglich ist, da Forschendes Lernen im strengen wissenschaftlichen Sinne hohe Voraussetzungen an die methodische Kompetenz stellt, die meist erst ältere Schüler erfüllen.

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Résumé des informations

Titre
Forschendes Lernen in Schülerlaboren
Sous-titre
Ein Vergleich des Politiklabors der Leibniz Universität Hannover mit dem EU-Projekt "Sauce"
Université
University of Hannover  (Institut für Politische Wissenschaften)
Cours
Forschendes Lernen in der Politischen Bildung
Note
Unbenotet
Auteur
B.A. Julia Krüger (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V161598
ISBN (ebook)
9783640750047
ISBN (Livre)
9783640750092
Langue
allemand
mots-clé
Forschendes Lernen Schülerlaboren Vergleich Politiklabors Leibniz Universität Hannover EU-Projekt Sauce Unbenotet
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Julia Krüger (Auteur), 2010, Forschendes Lernen in Schülerlaboren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161598
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Extrait de  18  pages
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