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Das Erinnern nicht vergessen

Vom Vergessen, Verdrängen und Erinnern des Holocausts in Deutschland

Titre: Das Erinnern nicht vergessen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Susanne Hahn (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung

Je weiter ein historisches Geschehnis von der Gegenwart entfernt liegt, umso stärker erlischt das Erinnern an die Einzelheiten der Ereignisse, ganz gleich welcher Art- ob heroisch, grausam, wohltätig, erschütternd- sie gewesen sind. Doch im Laufe der Jahrtausende unserer Menschheitsgeschichte gibt es kaum ein Erlebnis in der Vergangenheit, dass die Menschen wie einen Schatten länger verfolgt, als die Taten im Nationalsozialismus.Obwohl jene Geschehnisse weit über ein halbes Jahrhundert her sind, bleiben die
Ereignisse der damaligen Zeit weiterhin gegenwärtig und in den Köpfen der Menschen.

Doch das war nicht von Anfang an so. Nachdem der Zweite Weltkrieg und damit die Zeit des Holocaust beendet wurden, begann zunächst eine Zeit des Verdrängens und Vergessens in Deutschland. Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt die Aufarbeitung der Vergangenheit mit dem Prozess gegen Adolf Eichmann, dem SS- Obersturmbannführer und Hauptverantwortlicher der Deportation und Ermordung der Juden, die im deutschen Bereich lebten, in Jerusalem und seiner anschließenden Hinrichtung. Aufgrund dieses Prozesses und jenes Auschwitz-Prozesses aus dem Jahre 1963 in Frankfurt, zerbrach die Mauer des Vergessens und Verdrängens. Über 200 Überlebende der Konzentrationslager legten Zeugenschaft ab, sagten aus und in Folge
dessen begann die juristische und seelische Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Doch selbst in unserer Zeit werden die Taten nicht vergessen und ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen noch juristisch verfolgt.
Die nun folgende Hausarbeit wird sich damit befassen, welche Gründe die deutsche Bevölkerung hatte, zu vergessen und verdrängen, was passiert war und aufgrund welches Ereignisses und Prozesses die Menschen doch zum Erinnern bewegt wurden. Welche verschiedenen Arten und Perspektiven des Erinnerns gibt es und welche Bedeutung haben sie für die Menschen? Und was noch viel wichtiger ist: Wieso sollte die Zeit des Nationalsozialismus nie wieder vergessen, sondern stattdessen auch in Zukunft erinnert und reflektiert werden?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Erinnern nicht vergessen- Vom Vergessen, Verdrängen und Erinnern des Holocaust in Deutschland

2.1 Der Weg vom Vergessen und Verdrängen zum Erinnern

2.2 Die verschiedenen Arten des Erinnerns und Reflektierens des Holocaust

2.2.1 … zwischen Kriegsende und dem Ende des 20. Jahrhunderts

2.2.2 … in unserer Gegenwart

3. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und gesellschaftlichen Gründe für das anfängliche Verdrängen und Vergessen des Holocaust in Deutschland nach 1945 sowie die anschließenden Prozesse und Methoden, die zum kollektiven Erinnern führten. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche Bedeutung das Erinnern für die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen hat und warum eine kontinuierliche Reflexion auch für zukünftige Generationen unverzichtbar ist.

  • Ursachen für die Verdrängung der NS-Vergangenheit in der deutschen Nachkriegsgesellschaft
  • Entlastungsmechanismen wie das Schweigen und das Opfer-Syndrom
  • Wandlung der Erinnerungskultur durch Zeitzeugen, Literatur und Gedenkstätten
  • Rolle moderner Medien wie Film und Fernsehen bei der Vermittlung von Geschichte
  • Bedeutung von Gerechtigkeit und Trauma-Aufarbeitung für die Opfer

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Weg vom Vergessen und Verdrängen zum Erinnern

Nachdem der Zweite Weltkrieg 1945 beendet wurde, folgte in den Nürnberger Prozessen die Verurteilung des Gipfels der nationalsozialistischen Hierarchie. Aber erst nachdem, wie bereits erwähnt, Adolf Eichmann in den sechziger Jahren in Jerusalem gerichtet wurde, begann die wesentliche Verurteilung des Völkermords in Deutschland. Doch welche Gründe kann es gegeben haben, dass über Jahrzehnte von deutscher Seite nicht darauf eingegangen wurde, was innerhalb der Grenzen zu jener Zeit passiert ist?

Wieso die Menschen Verdrängen und Vergessen wollten, was passiert war, findet sich zunächst in der unmittelbaren Vorkriegsgeschichte. Nachdem Deutschland durch historische Ereignisse- so zum Beispiel der Erste Weltkrieg, die Geschehnisse der Weimarer Republik, in der die Arbeitslosenzahl in die Höhe schnellte, Straßenschlachten ausbrachen und der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise- eine negative Position in der Welt annahm, spitzte sich jenes Ansehen durch die Taten im Nationalsozialismus enorm zu. All jene schlimmen Geschehnisse der deutschen Geschichte ließen die Menschen sich von ihrer Nation und der damit verbundenen Vergangenheit distanzieren. Aber nicht nur die negative Präsens und Vergangenheit Deutschlands ließ ihre Menschen vergessen, was im Speziellen im Nationalsozialismus geschehen ist. Denn ein weiterer Aspekt des Verdrängen und Vergessens ist dieser, dass zu jener Zeit eine Vielzahl Deutscher an der Durchführung der systematischen Verfolgung und anschließender Vernichtung der Juden beteiligt waren. Viele der Deutschen stimmten den Taten der Zeit zu, einige von ihnen verrieten ihre jüdischen Nachbarn oder halfen ihnen nicht in der Not. Aber selbst jener Teil der Bevölkerung, der den Antisemitismus nicht unterstützte oder ihn ablehnte und stattdessen die Taten der Nationalsozialisten ignorierte und weg sah, trägt ein Stück Verantwortung und Schuld mit bei., denn ganz Deutschland unterlag aus der Sicht der Welt einer kollektiven Schuld an den Taten dieser Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das langsame Verblassen historischer Ereignisse und begründet die Notwendigkeit, sich trotz verstreichender Zeit intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

2. Das Erinnern nicht vergessen- Vom Vergessen, Verdrängen und Erinnern des Holocaust in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Phasen der deutschen Erinnerungskultur, angefangen bei der Phase des Verdrängens und Schweigens über die Mechanismen der Schuldabwehr bis hin zum aktiven gesellschaftlichen Erinnern.

2.1 Der Weg vom Vergessen und Verdrängen zum Erinnern: Hier werden die historischen Ursachen für das kollektive Verdrängen und die Bedeutung der juristischen Aufarbeitung durch Prozesse gegen NS-Täter für den gesellschaftlichen Wandel untersucht.

2.2 Die verschiedenen Arten des Erinnerns und Reflektierens des Holocaust: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Erinnerungspraktiken, wie etwa das Zeugnisablegen durch Überlebende und Täter, sowie die Bedeutung von Mahnmalen.

2.2.1 … zwischen Kriegsende und dem Ende des 20. Jahrhunderts: Es wird erörtert, wie Opfer und Täter durch Zeugenschaft sowie Medien wie Filme und Literatur begannen, die Vergangenheit zu bewältigen und Zeugnisse für nachfolgende Generationen zu hinterlassen.

2.2.2 … in unserer Gegenwart: Das Kapitel betrachtet die aktuelle Erinnerungskultur des Jahres 2010 und zeigt auf, wie neue Generationen und moderne Medien die Reflexion des Holocaust im 21. Jahrhundert fortführen.

3. Schlusswort: Die Arbeit resümiert, dass das Erinnern an den Holocaust ein notwendiger Prozess für Gerechtigkeit und als Prävention gegen zukünftige Menschheitsverbrechen essenziell ist.

Schlüsselwörter

Holocaust, Nationalsozialismus, Erinnerungskultur, Verdrängung, Aufarbeitung, Zeugenschaft, kollektive Schuld, Gedenkstätten, Geschichtsunterricht, Trauma, Gerechtigkeit, Verantwortung, Vergangenheitsbewältigung, Medien, Holocaust-Filme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den Umgang der deutschen Gesellschaft mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Holocaust, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart von 2010.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die psychologischen Barrieren der Erinnerung (Vergessen und Verdrängen), die verschiedenen Methoden der Aufarbeitung und die Bedeutung der Erinnerung für die Identität und moralische Verantwortung nachfolgender Generationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum Verdrängung stattfand, was den Wandel zum Erinnern einleitete und warum das Erinnern als moralische und historische Notwendigkeit für die Zukunft gilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Hausarbeit, die auf der Auswertung historischer Zusammenhänge, gesellschaftlicher Erinnerungsmechanismen und der Analyse von Literatur, Filmen und Gedenkorten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen von Verdrängung, die Entlastungsmechanismen der Nachkriegszeit, die Rolle von Zeugen und Tätern als Zeitzeugen sowie die Rolle der modernen Erinnerungskultur durch Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Holocaust, Verdrängung, Erinnerungskultur, kollektive Schuld, Aufarbeitung und Verantwortung.

Welche Entlastungsmechanismen halfen der Bevölkerung in der Nachkriegszeit bei der Schuldabwehr?

Die Arbeit nennt explizit drei Mechanismen: das Schweigen als Kommunikationsvermeidung, das Opfer-Syndrom als Abgrenzung von Regime und Volk sowie den Anti-Kommunismus als politische Frontbildung.

Warum spielt das Medium Film eine wichtige Rolle für Jugendliche?

Da das Interesse an klassischer Literatur oder Museumsbesuchen bei vielen Jugendlichen nachlässt, dienen Filme (wie Der Pianist) als spielerische und emotionale Zugänge, um Interesse für das komplexe Thema zu wecken.

Welchen Stellenwert nimmt das Fernsehen in der heutigen Erinnerungskultur ein?

Laut der Arbeit ist das Fernsehen für die Altersgruppe der 14- bis 50-Jährigen quantitativ die wichtigste Informationsquelle, gefolgt von den Lehrern.

Welche Rolle spielten die Prozesse gegen NS-Täter für das Ende des Verdrängens?

Prozesse wie jene gegen Adolf Eichmann (1960er) und die Auschwitz-Prozesse (1963) werden als entscheidende Brüche beschrieben, die die "Mauer des Vergessens" zerbrachen und die juristische wie seelische Aufarbeitung erzwangen.

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Résumé des informations

Titre
Das Erinnern nicht vergessen
Sous-titre
Vom Vergessen, Verdrängen und Erinnern des Holocausts in Deutschland
Université
University of Erfurt
Cours
Der Nationalsozialismus, das Erinnern und das Vergessen
Note
1,3
Auteur
Susanne Hahn (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
15
N° de catalogue
V161704
ISBN (ebook)
9783640751020
ISBN (Livre)
9783640751631
Langue
allemand
mots-clé
Nationalsozialismus Erinnern Vergessen Verdrängen Zweiter Weltkrieg Weltkrieg Konzentrationslager Holocaust Mahnmale Dokumentation Vernichtungslager Geschichte Zeugenschaft Zeuge
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susanne Hahn (Auteur), 2010, Das Erinnern nicht vergessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161704
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Extrait de  15  pages
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