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SubPrime Crisis

Die Finanzinstrumente als Grundlage für die größte globale Finanz- und Realwirtschaftskrise seit dem Schwarzen Freitag

Titre: SubPrime Crisis

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Martin Thienel (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Laufe des Jahres 2006 haben sich die Anzeichen einer drohenden
Finanzkrise in den Vereinigten Staaten verdichtet. Seit Mitte
2007 hat sich diese zuvor national beschränkte sogenannte Subprime
Krise ausgeweitet und ist spätestens mit den Meldungen um
die englische Northern Rock sowie die deutsche Sächsische Landesbank
(SachsenLB) und die Deutsche Industriebank (IKB) zu einer
Krise globalen Ausmaßes avanciert. Grundlage stellt der seit den
1960er Jahren boomende US-amerikanische Immobilienmarkt dar,
wobei zum einen die Hypothekennehmer schlechter Bonität und zum
anderen ein fragwürdiges Bonussystem und eine im Fortgang der
Entwicklungen nicht minder kritisch zu betrachtende Ratingpraxis als
Katalysatoren zu verstehen sind.

Nicht zuletzt durch die Implikationen für nicht-amerikanische Kreditinstitute
hat sich gezeigt, welch hohes Niveau der globalen Interdependenzen
vor allem im Bereich der internationalen Finanzmärkte
durch die fortschreitende Globalisierung bereits etabliert ist. Neben
den augenscheinlichen Gründen der Subprime Krise stellt sich auch
die Rolle des noch jungen Segments der derivativen Finanzinstrumente
als näher zu betrachtendes Moment dar. Dessen Kern besteht
in der Verbriefung von Bilanzaktiva wie in diesem Kontext konkret
Hypotheken zum Zwecke der Kapitalisierung von Bilanzwerten und
der Weitergabe von Risiken zur Optimierung der unternehmerischen
Risikostruktur. Die noch kaum abschätzbaren Implikationen dieser
Innovationen originärer Finanzinstrumente stellen eine besondere
Herausforderung im Umgang mit dieser Krise vor allem im Hinblick
auf die zukünftige Finanzmarktstabilität dar.

Im Rahmen der Seminararbeit soll im Folgenden vor allem auf die
zur Verbriefung und Handel geschaffenen und instrumentalisierten
Zweckgesellschaften sowie die durch Verbriefung geschaffenen
innovativen Finanzinstrumente eingegangen werden. Weiterhin wird
die Rolle der Ratingagenturen thematisiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Securitization - Verbriefung

2.1 Historie und Paradigmenwechsel

2.2 Umsetzung durch 'Special Purpose Vehicles'

2.3 Auswahl einzelner Produkte

2.4 Allgemeine Bewertung der Verbriefung

3. Rating - Qualitätszertifizierung

3.1 Kriterien des Rating nach der IOSCO

3.2 IOSCO Code of Conduct

3.3 Implikationen durch Basel II

3.4 Problempotenziale - CRAs in der Diskussion

3.5 Schlussfolgerungen zur Bewertungspraxis

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Entstehung und Ausbreitung der Subprime-Krise, wobei der Fokus auf den Mechanismen der Verbriefung von Finanzaktiva und der kritischen Rolle von Ratingagenturen liegt. Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen Finanzinnovationen, regulatorischen Rahmenbedingungen und dem Vertrauensverlust an den internationalen Finanzmärkten zu beleuchten.

  • Verbriefungsprozesse (Securitization) und der Einsatz von Zweckgesellschaften (SPVs).
  • Kategorisierung und Funktionsweise strukturierter Kreditderivate wie CDOs und CDS.
  • Die regulatorische Bedeutung und Einflussnahme von Basel II auf die Risikostruktur.
  • Die methodische Bewertungspraxis von Ratingagenturen (CRAs) und deren potenzielle Interessenkonflikte.
  • Die kumulative Wirkung von Marktentscheidungen und Herdenverhalten im Kontext der Immobilienblase.

Auszug aus dem Buch

2.2 Umsetzung durch 'Special Purpose Vehicles'

Die Zweckgesellschaften können nach Gorton und Souleles (2005) die verschiedensten Formen annehmen und auch in unbestimmtem Verhältnis zur Einheit der ursprünglichen Wertmasse stehen. Diese wird allgemein als Sponsor verstanden. Die Verbriefung wird durch Vescovacci (2006, S. 1) als Prozess (i) zur Realisierung der Kapitalwerte illiquider Aktiva, (ii) zum Transfer von Risiken aus dem Unternehmen in die Zweckgesellschaften und (iii) zur Schaffung und dem Verkauf von Sicherheiten beschrieben. Abbildung 1 veranschaulicht den Prozess schematisch und zeigt die beteiligten Parteien und Einheiten sowie die einzelnen Transfers auf. Rechtlich fundiert bedarf jede Verbriefung nach Butler und Klee (2002, S. 26) fünf Schritte: Zunächst bedarf es eines Originators, der zugleich als Kapitalgeber fungiert und den Pool an Aktiva zur Verbriefung stellt. Folgend kommt es zur Schaffung zweier SPEs, eine zum Halten der Anteile und eine weitere, welche die Sicherheiten selbst verwaltet und den vordefiniertem Handlungsfeld entsprechend agiert. Deren Zweck ist vor allem sicherzustellen, dass die Sicherheiten nicht dem Originator bilanziell zugerechnet werden können und damit die Haftungsbestimmungen im Falle einer Insolvenz vordefiniert sind. Viertens sind die Aktiva zu transferieren. Zuletzt erst kommt es zur Emission der ABS und dem Verkauf der Sicherheiten, mit dessen Erlös der Transfer abgeschlossen und der Originator bezahlt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Subprime-Krise ein, beleuchtet die globale Dimension der Finanzmarktkrise und benennt die Verbriefung sowie die Rolle der Ratingagenturen als zentrale Untersuchungsobjekte.

2. Securitization - Verbriefung: Es werden die Grundlagen der Verbriefung, der Einsatz von Zweckgesellschaften zur Risikoverlagerung sowie die verschiedenen strukturierten Finanzprodukte und deren Bewertung erläutert.

3. Rating - Qualitätszertifizierung: Dieses Kapitel analysiert die Funktion von Ratingagenturen, deren regulatorische Einbindung durch IOSCO und Basel II sowie die kritischen Schwachstellen in deren Bewertungspraxis.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Faktoren, die zur Krise führten, und betont die Bedeutung unzureichender Kontrollmechanismen sowie des Marktherdenverhaltens.

Schlüsselwörter

Subprime-Krise, Verbriefung, Securitization, Special Purpose Vehicles, SPV, Ratingagenturen, Kreditderivate, CDOs, Basel II, Finanzmarktstabilität, Risikomanagement, Immobilienblase, Kapitalmarkt, Finanzinnovationen, Liquiditätskrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe der Subprime-Krise, insbesondere unter dem Aspekt, wie Finanzinnovationen und die Bewertungspraxis von Ratingagenturen zu einer globalen Finanzmarktinstabilität beigetragen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Verbriefung von Forderungen (Securitization), die Strukturierung und Emission von Derivaten durch Zweckgesellschaften sowie die Rolle und methodischen Grenzen von Ratingagenturen bei der Risikoeinschätzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Instrumente der Verbriefung sowie die Versäumnisse der Regulierungsinstanzen und Ratingagenturen aufzuzeigen, die in ihrer Gesamtheit zur massiven Marktkorrektur führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse etablierter Standards, Arbeitsberichte und wissenschaftlicher Publikationen zum Thema Finanzmarktregulierung und Verbriefungspraktiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Prozess der Verbriefung, der Einsatz von Special Purpose Vehicles (SPVs), die Spezifikationen verschiedener Kreditderivate (z.B. CDOs) und die Kriterien sowie Problempotenziale der Rating-Praxis detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Subprime-Krise, Verbriefung (Securitization), SPV, Ratingagenturen, CDOs, Basel II und Finanzmarktstabilität.

Warum spielt die Trennung zwischen Sponsor und Zweckgesellschaft eine so wichtige Rolle?

Diese Trennung ist zentral, um die Aktiva rechtlich aus der Insolvenzmasse des Sponsors auszugliedern und eine sogenannte 'off-balance sheet'-Bilanzierung zu ermöglichen, was die Grundlage für das Risikotransfer-Modell der Verbriefung bildet.

Welche Kritik wird an der Rolle der Ratingagenturen geübt?

Die Kritik fokussiert sich auf Interessenkonflikte, eine oligopolistische Marktstruktur sowie die mangelnde Qualität und zeitliche Verzögerung der Rating-Revisionen, die dazu führten, dass Marktsignale bezüglich der Immobilienblase ignoriert wurden.

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Résumé des informations

Titre
SubPrime Crisis
Sous-titre
Die Finanzinstrumente als Grundlage für die größte globale Finanz- und Realwirtschaftskrise seit dem Schwarzen Freitag
Université
Martin Luther University  (Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Cours
Eine Wirtschaftskrise en detail
Note
1,3
Auteur
Martin Thienel (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V161716
ISBN (ebook)
9783640753116
ISBN (Livre)
9783640753307
Langue
allemand
mots-clé
SubPrime Crisis Finanzinstrumente Grundlage Finanz- Realwirtschaftskrise Schwarzen Freitag
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Thienel (Auteur), 2008, SubPrime Crisis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161716
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Extrait de  25  pages
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