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Die konzeptionellen Elemente von Empowerment im Kontext von Sozialpädagogik / Soziale Arbeit

Titre: Die konzeptionellen Elemente von Empowerment im Kontext von Sozialpädagogik / Soziale Arbeit

Dossier / Travail , 2010 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martin Telschow (Auteur)

Travail Social
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Diese wissenschaftliche Hausarbeit analysiert die verschiedenen Aspekte von Empowerment im Zusammenhang mit sozialen und gesundheitsbezogenen Berufsfeldern. Dabei wurde Empowerment bei seiner anfänglichen Verbreitung vor allem als Grundhaltung bzw. Leitidee einer menschlichen Stärkeperspektive und als Prozess der „Selbstbemächtigung“ verstanden. Es entwickelten sich jedoch auch eine umfangreichere Zielsetzungen, sowie praxisbezogene methodische Aspekte. Dem Leser wird ein umfassendes Verständnis darüber vermittelt, was bedeutende Autoren unter Empowerment verstehen. Die Hausarbeit zeigt auf, in welchem konzeptionellen Rahmen Empowerment betrachtet werden kann. Belege für diese konzeptionelle Einordnung werden unter anderem auch in aktuellen praktischen Umsetzungsmöglichkeiten gesucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärungen für den Kontext dieser Arbeit

2.1 Der Methodenbegriff im engeren Sinne

2.2 Definition eines Konzeptes nach Geißler; Hege

3 Die Inhalte von Empowerment

3.1 Der Vorwurf: Die Defizitperspektive

3.2 Die Antwort: Die Philosophie der Menschenstärke

3.2.1 Empowerment als Grundhaltung bzw. Leitidee

3.2.2 Empowerment als Prozess

4 Die Ziele von Empowerment

5 Die Umsetzung von Empowerment

5.1 Der methodische Charakter der Realisierungsstrategien

5.2 Methoden bei Herriger

5.3 Empowerment-Training: Praxisbeispiel einer Methode

6 Zusammenfassung & Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die methodischen Aspekte des Empowerment-Konzepts im Kontext der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit, um der These zu begegnen, dass Empowerment kein bloßes Handlungsprinzip, sondern ein vollständiges Konzept mit methodischer Fundierung ist.

  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Empowerment-Begriff im professionellen Kontext
  • Differenzierung zwischen Defizitorientierung und stärkenorientierter Philosophie
  • Analyse von Empowerment als Grundhaltung und als prozessualer Entwicklung
  • Überprüfung der methodischen Anwendbarkeit anhand von Modellen und Praxisbeispielen

Auszug aus dem Buch

Die Antwort: Die Philosophie der Menschenstärke

Einen Ausweg aus diesem Dilemma sehen die Autoren des Empowerments vor allem durch einen Perspektivwechsel. Nicht mehr die Defizite und Abhängigkeiten eines Subjektes bestimmen seine Betrachtung, sondern seine Fähigkeiten und verborgenen Stärken, die es ihm erlauben, Phasen der Hilflosigkeit durch die Entwicklung von Selbstbestimmung und Autonomie zu überwinden. Herriger bezeichnet dieses „Vertrauen in die Stärken der Menschen, in produktiver Weise die Belastungen und Zumutungen der alltäglichen Lebenswirklichkeit zu verarbeiten“, als den „Kern und Kristallisationspunkt aller Empowerment-Gedanken.“ (Herriger 2006, S. 72) Stark fordert bei einer Anwendung von Empowerment als Grundhaltung die „Reformulierung der klassischen Ziele und Konzepte psychosozialer Versorgung“, weg von „den Defiziten von Personen oder Umständen“, dazu hingehend „die Stärken der Menschen zu entdecken und zu entwickeln“ (Stark 1996, S. 116).

Herriger geht detaillierter auf die ethischen Grundlagen einer „Haltung Empowerment“ ein und formuliert sechs Bausteine, die dabei zu beachten sind: 1. Das Vertrauen in die Fähigkeit eines jeden Einzelnen zu Selbstgestaltung und gelingendem Lebensmanagement. 2. Die Akzeptanz von Eingen-Sinn und der Respekt auch vor unkonventionellen Lebensentwürfen der Klienten psychosozialer Arbeit. 3. Das Respektieren der „eigenen Wege“ und der „eigenen Zeit“ des Klienten und der Verzicht auf strukturierte Hilfepläne und eng gefasste Zeithorizonte. 4. Der Verzicht auf entmündigende Expertenurteile über die Definition von Lebensproblemen, Problemlösungen und wünschenswerten Lebenszukünften. 5. Die Orientierung an der Lebenszukunft des Klienten. 6. Die Orientierung an einer „Rechte-Perspektive“ und ein parteiliches Eintreten für Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit (vgl. Herriger S. 74-80).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den vermeintlichen Widerspruch zwischen Empowerment als „Nicht-Methode“ und der praktischen Anwendung, um das Ziel der methodischen Konzeptualisierung zu begründen.

2 Begriffsklärungen für den Kontext dieser Arbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff Methode im engeren Sinne und integriert ihn in ein breiteres Konzeptverständnis nach Geißler und Hege.

3 Die Inhalte von Empowerment: Hier wird der Perspektivwechsel von der Defizitorientierung zur Philosophie der Menschenstärke als Grundhaltung und Prozess erläutert.

4 Die Ziele von Empowerment: Das Kapitel thematisiert die Zielzustände psychologischen und politischen Empowerments sowie die Bedeutung von Teilhabe und Kontrolle über Ressourcen.

5 Die Umsetzung von Empowerment: Es werden methodische Realisierungsstrategien, spezifische Methoden nach Herriger sowie ein Praxisbeispiel eines Empowerment-Trainings analysiert.

6 Zusammenfassung & Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt den methodischen Charakter von Empowerment innerhalb eines vollständigen Konzeptrahmens.

Schlüsselwörter

Empowerment, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Methoden, Defizitperspektive, Menschenstärke, Grundhaltung, Prozessorientierung, Ressourcenaneignung, Selbstbestimmung, Autonomie, Partizipation, Psychosoziale Praxis, Interventionsstrategien, Klientenorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und methodischen Einordnung von Empowerment innerhalb der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit.

Welches zentrale Themenfeld steht im Fokus?

Das Hauptthema ist die Überwindung des Vorwurfs, Empowerment sei keine Methode, durch den Nachweis, dass es als Konzept über klare methodische Realisierungsstrategien verfügt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Empowerment ein vollständiges Konzept ist, welches methodische Aspekte zur Gestaltung sozialpädagogischer Praxis bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Empowerment-Begriff theoretisch zu erschließen und mit Konzeptdefinitionen von Autoren wie Geißler, Hege, Herriger und Stark abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die inhaltliche Definition von Empowerment als Grundhaltung und Prozess, die Analyse seiner Ziele sowie die Darstellung konkreter Umsetzungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Empowerment, Ressourcenaneignung, Methodik, Partizipation und Selbstbestimmung.

Warum wird die Defizitperspektive in der Arbeit so kritisch betrachtet?

Die Defizitperspektive wird als hinderlich für den Empowerment-Prozess eingestuft, da sie den Klienten als passiv und hilfsbedürftig markiert und somit die erlernte Hilflosigkeit fördert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „psychologischem“ und „politischem“ Empowerment?

Psychologisches Empowerment fokussiert auf die individuelle seelische Widerstandsfähigkeit, während politisches Empowerment die Vernetzung und die tatsächliche Teilhabe in gesellschaftlichen Räumen betont.

Welche Rolle spielt das „Stimmungsbarometer“ im Praxisbeispiel?

Es dient als konkrete Methode zur Kontaktaufnahme, Gefühlserkennung und Authentizitätsförderung zu Beginn einer Empowerment-Sitzung.

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Résumé des informations

Titre
Die konzeptionellen Elemente von Empowerment im Kontext von Sozialpädagogik / Soziale Arbeit
Université
Dresden Technical University  (Institut für berufliche Fachrichtung)
Cours
Einführung in die Sozialpädagogik und Berufsfeldanalyse
Note
1,0
Auteur
Martin Telschow (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
18
N° de catalogue
V161884
ISBN (ebook)
9783640755264
ISBN (Livre)
9783640755318
Langue
allemand
mots-clé
Empowerment Stärkeperspektive Defizitperspektive Selbstbemächtigung Sozialpädagogik Soziale Arbeit Methoden Aspekte Elemente Konzept Selbstbestimmung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Telschow (Auteur), 2010, Die konzeptionellen Elemente von Empowerment im Kontext von Sozialpädagogik / Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161884
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Extrait de  18  pages
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