In dieser Hausarbeit sollen die Ziele der Informatik (bzw. des Informatikunterrichtes) näher beleuchtet und intensiver betrachtet werden, als dies im Referat erfolgt ist. Da die Referatszeit sehr knapp gehalten war, wurden dort nur die wichtigsten Details besprochen und erörtert. Dieses hatte sowohl pädagogische als auch motivierende Gründe. Diese Hausarbeit soll jetzt eine Vertiefung sowie einen Gesamtüberblick über die Informatik und der Informatiksysteme im Wandel der Zeit geben.
Daher bedarf es einer begrifflichen Differenzierung zwischen der Information als solche und der Informatik im heutigen Sinne. Anschließend soll der geschichtliche Verlauf kurz skizziert und die Ansätze der Informatik im Schulverband erläutert werden.
Zum Schluss werden die gesetzlichen Aufgaben der Schulen, der Bildungswert und die Lernziele besprochen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was versteht man unter dem Begriff der Informatik?
3. Informatik im Wandel der Zeit
3.1 Geschichts- und gesellschaftlicher Wandel
3.2 Schulischer Verlauf
4. Gesetzliche Aufgaben der Schule
4.1 Bildungswert der Informatik nach Hubwieser
4.2 Lernziele des Informatikunterrichts nach Baumann
5. Abschließende Betrachtung der Ziele der Informatik
6. Literaturverzeichnis
7. Weiterführende Links
8. Anhang
8.1 Präsentation
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die didaktischen Ziele der Informatik sowie deren historische und gesellschaftliche Einbettung im schulischen Kontext intensiv zu beleuchten und eine Vertiefung gegenüber dem ursprünglichen Referat zu bieten.
- Historische Entwicklung der Informatik und ihr gesellschaftlicher Wandel.
- Entwicklung und Wandel der Ansätze des Informatikunterrichts im Schulwesen.
- Analyse der gesetzlichen Aufgaben der Schule im Kontext der Informatikbildung.
- Gegenüberstellung der Bildungswerte und Lernzielkonzepte nach Hubwieser und Baumann.
- Reflektion über die Anforderungen an einen modernen, zukunftsorientierten Informatikunterricht.
Auszug aus dem Buch
3. Informatik im Wandel der Zeit
Um die Entwicklung in der Gesellschaft und des Informatikunterrichts besser zu verstehen, bedarf es einen Einblick in den geschichtlichen Hintergrund. Seit den letzten zwanzig Jahren floriert die Computer-Industrie und bringt fortlaufend neue Technologien auf den Markt. Die Computer werden immer schneller und besser und das zeichnet sich auch auf die Gesellschaft aus.
Während früher eine Berufsausbildung genügte und Tugenden wie z.B. die Loyalität zum Arbeitgeber als „stilles Gesetz“ galten, ist dieses heute nicht mehr erwünscht. Arbeitnehmer sollen flexibler werden, ständige Umzüge in Kauf nehmen und wechselnde Arbeitgeber als Aufstiegschancen betrachten. Fakt ist, dass seit der industriellen Revolution ein Misstrauen gegenüber Arbeitnehmern besteht. Maschinen erfüllen den selben Zweck und sind dabei effizienter und auf Dauer kostengünstiger. Trotzdem ist es in vielen Bereichen noch nicht möglich den Menschen ganz zu ersetzen, auch wenn dies häufig versucht wird. Ein Beispiel ist Weizenbaums ELIZA. Der erste Versuch einen Psychologen durch ein Computerprogramm zu ersetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Hausarbeit bietet eine vertiefte Betrachtung der Ziele des Informatikunterrichts und gibt einen Gesamtüberblick über die Informatik im Wandel der Zeit.
2. Was versteht man unter dem Begriff der Informatik?: Das Kapitel definiert Informatik als Wissenschaft der automatischen Informationsverarbeitung und untergliedert sie in theoretische, technische, praktische und angewandte Teilgebiete.
3. Informatik im Wandel der Zeit: Es wird die historische technologische Entwicklung beleuchtet und der daraus resultierende gesellschaftliche Wandel analysiert, der neue Anforderungen an die Bildung stellt.
4. Gesetzliche Aufgaben der Schule: Hier wird der bildungspolitische Auftrag der Schule erörtert und die unterschiedlichen Konzepte der Informatikausbildung von Experten wie Hubwieser und Baumann dargestellt.
5. Abschließende Betrachtung der Ziele der Informatik: Das Fazit fordert eine gesunde Mischung aus traditionellen Inhalten und modernen Anforderungen an den Informatikunterricht durch die Lehrkräfte.
Schlüsselwörter
Informatik, Informatikunterricht, Didaktik, Informationsverarbeitung, gesellschaftlicher Wandel, Bildungsziele, Lernziele, Informatiksysteme, Algorithmik, Schulinformatik, Medienkompetenz, Lehrplan, Bildungswert, Informationstechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die didaktischen Ziele der Informatik im schulischen Umfeld und analysiert, wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Informatik, die technologische Entwicklung, gesellschaftliche Einflüsse und die didaktische Einordnung in den Schulunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, einen vertieften Gesamtüberblick über die Informatikbildung zu geben und die verschiedenen Ansätze zur Zielsetzung im Informatikunterricht kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener fachdidaktischer Konzepte (u.a. Hubwieser, Baumann) sowie der Auswertung historischer Entwicklungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der begrifflichen Klärung der Informatik, dem geschichtlichen Rückblick, den gesetzlichen Bildungsaufgaben und der Gegenüberstellung von Lehrkonzepten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Informatik, Didaktik, Bildungsziele, Lernziele, Informatiksysteme, gesellschaftlicher Wandel und Informatikunterricht.
Warum ist eine Unterscheidung zwischen Informatik und allgemeiner Computernutzung wichtig?
Die Autorin warnt davor, dass der Begriff der Informatik im schulischen Umfeld oft missbräuchlich für jede Art der Computernutzung verwendet wird, was einer fachlich fundierten Informatikausbildung entgegensteht.
Welche Rolle spielt die Ethik im Informatikunterricht?
Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der zunehmenden Technisierung hält die Autorin es für essenziell, auch ethische Aspekte und die Auswirkungen der Informatik zu thematisieren.
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- Cinzia Onnis (Autor), 2003, Ziele der Informatik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16190