Es gibt sie überall, Leute die nicht zahlen wollen und gezielt alle legalen Mittel ausnutzen, um nicht zu zahlen oder den Preis mit allen Tricks bis auf den letzten Cent zu drücken. Wenn man unvorbereitet auf solche Kunden trifft, kann das schnell zu einem Verlustgeschäft werden. Hier einige Tipps, wie man sich davor schützt.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Angebot
2. Die Arbeit, bzw. die Leistung
3. Arbeits-bzw. Leistungsabnahme durch den Auftraggeber
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Unternehmern praxisorientierte Strategien an die Hand zu geben, um sich präventiv gegen Kunden zu schützen, die durch Preisdrückerei oder Zahlungsverweigerung die eigene Rentabilität gefährden. Durch konsequente Dokumentation und klare vertragliche Vereinbarungen soll die Beweislast im Falle von Reklamationen oder Streitigkeiten zu Gunsten des Auftragnehmers gestärkt werden.
- Prävention durch detaillierte Angebotsgestaltung
- Umgang mit unvorhergesehenen Änderungswünschen während der Leistungserbringung
- Rechtliche Absicherung durch formelle Arbeits- und Leistungsabnahmen
- Effiziente Nutzung von standardisierten Textbausteinen zur Risikominimierung
Auszug aus dem Buch
1. Das Angebot
Da Leute mit diesen Absichten nicht im Voraus zu erkennen sind, beginnt die Vorsorge bereits mit dem Angebot. Je konkreter und detaillierter dieses geschrieben ist, desto einfacher ist es später, die eigenen Forderungen durchzusetzen. Zu Ihrer Sicherheit sollten zusätzlich unter jedem Angebot auch noch folgende zwei Sätze stehen:"Wir möchten Sie so bedienen, dass Sie mit uns voll und ganz zufrieden sind. Sollte im Angebot eine Leistung fehlen, lassen Sie uns das wissen, damit wir diese zu Ihrer Sicherheit noch mit aufnehmen." Widerspricht der Anfragende nicht, hat er Ihr Angebot in allen Punkten akzeptiert und kann keine fehlende Leistung reklamieren. Der 2. wichtige Satz ist: "Sollte in unserem Angebot für sie etwas missverständlich sein, oder sie etwas nicht verstehen, informieren sie uns, damit wir diese Fragen zu ihrer Zufriedenheit klären können." Damit haben Sie ebenfalls im Voraus sämtliche Argumentationen abgeblockt, die sich auf ein nicht eindeutiges Angebot beziehen.
Vermeiden Sie nach Möglichkeit konkrete Zeitzusagen bei Auftraggebern, die Sie nicht kennen. Ein "Masche" dieser Leute ist, darauf einzuwirken, dass der zugesagte Zeitplan nicht eingehalten werden kann. Wenn Sie dennoch Zeitzusagen geben, sollten Sie immer dabei schreiben, dass diese nur gilt, wenn die Arbeit ohne Veränderung, wie angeboten, durchgeführt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Angebot: Dieses Kapitel erläutert, wie durch präzise Formulierungen und proaktive Absicherung im Angebot spätere Reklamationen und Diskussionen über Leistungsumfänge bereits im Vorfeld unterbunden werden können.
2. Die Arbeit, bzw. die Leistung: Hier wird dargelegt, wie man bei nachträglichen Änderungswünschen während der Auftragsausführung reagiert, um Mehrkosten rechtssicher geltend zu machen und "Aussage gegen Aussage"-Situationen zu vermeiden.
3. Arbeits-bzw. Leistungsabnahme durch den Auftraggeber: Das Kapitel beschreibt die Bedeutung der formellen Abnahme nach Abschluss der Tätigkeit sowie die Nutzung von Rechnungstexten zur endgültigen Absicherung der Forderung.
4. Schlussbemerkung: Diese Zusammenfassung betont die Notwendigkeit von Vorsorgearbeiten und den effizienten Einsatz von Standardsätzen, um sich gezielt gegen unseriöse Auftraggeber zu schützen.
Schlüsselwörter
Preisdrücker, Zahlungsverweigerer, Angebotssicherheit, Reklamationsvermeidung, Auftragsabnahme, Mehrkosten, Dokumentation, Rechtssicherheit, Leistungsnachweis, Vertragsgestaltung, Risikominimierung, Textbausteine, Kundenschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Es geht um den Schutz von Selbstständigen und Unternehmen vor Kunden, die durch unlautere Methoden versuchen, den vereinbarten Preis zu drücken oder die Zahlung der erbrachten Leistung zu verweigern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die rechtliche und vertragliche Absicherung in der Angebotsphase, die Dokumentation von Leistungsänderungen sowie das Verfahren bei der formellen Abnahme von Arbeiten.
Was ist das primäre Ziel des Leitfadens?
Das Ziel ist es, durch einfache, standardisierte Prozesse die Angriffsfläche für Preisdrücker zu verringern und die Beweiskraft des Auftragnehmers bei Konflikten zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche oder methodische Herangehensweise wird verfolgt?
Die Methode ist rein praxisorientiert und basiert auf präventiven Kommunikations- und Dokumentationsstrategien, die durch standardisierte Formulierungen (Textbausteine) implementiert werden.
Welche Kerninhalte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Phasen Angebotsstellung, die Handhabung von Zusatzaufwand während der Projektlaufzeit sowie die formale Abnahme durch den Kunden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Preisdrücker, Dokumentation, Angebotsgestaltung, Leistungsabnahme, Risikominimierung und rechtssichere Kommunikation.
Warum sollte man bei neuen Kunden anders agieren als bei Stammkunden?
Stammkunden sind bekannt und vertrauenswürdig, während "Nomaden"-Kunden, die auf Preisdrückerei spezialisiert sind, gezielt Schwachstellen bei der Dokumentation nutzen, um Rechnungen zu kürzen.
Was tun, wenn ein Kunde die Abnahme der Arbeit verweigert?
Der Autor empfiehlt, in einem solchen Fall eine schriftliche Begründung zu verlangen, in der genau dargelegt wird, wo die erbrachte Leistung nicht mit dem ursprünglichen Angebot übereinstimmt.
- Quote paper
- Hans-Jürgen Borchardt (Author), 2010, So wehren Sie sich gegen Preisdrücker und Zahlungsverweigerer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162226