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Die Darstellung Gottes in der christlichen Kunst

Analyse visueller Kommunikation

Title: Die Darstellung Gottes in der christlichen Kunst

Research Paper (postgraduate) , 2010 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Sven Mally (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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In dieser Arbeit wird der Umgang der Christenheit mit dem vierten Gebot anhand einiger Gottesdarstellungen besprochen, um aufzuzeigen, dass die Deutung eines scheinbar eindeutigen Satzes - Du sollst dir von mir kein Bildnis machen - immer abhängig von der ihn interpretierenden Gesellschaft ist. Die Deutung der Darstellungen wird, nach einer kurzen Erläuterung der theoretischen Grundlagen und des christlichen Bildnisverständnisses, mit Hilfe von Erwin Panofskys Ikonografie erfolgen. Zudem wird Goffmans Rahmentheorie erläutert und herangezogen, da diese Bildnisse als Folge eines kommunikativen Aspektes zu verstehen sind.
Es werde also nicht die subjektiven Intentionen der Künstler analysiert, da der Form der Darstellung durch den handwerkenden Künstler ein gesellschaftlicher Diskurs vorangeht, der die Art der Darstellung wesentlich definiert.
In einem Fazit wird geklärt, ob die verschiedenen Deutungen der jeweiligen Epochen in einem Widerspruch zueinander und zum vierten Gebot stehen, oder ob ein übergeordneter „Rahmen“ in der christlichen Kunst existiert, welcher in allen Epochen der gleiche ist und scheinbar widersprüchliche Darstellungen auf ein geeintes Fundament stellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Basis

2.1. Theologisches Problem der Darstellung

2.2. Rahmenanalyse nach Goffman

2.2.1. Keying

2.2.2. Klammern

2.3. Die Bildinterpretation nach Erwin Panofsky

2.3.1. Die Vor-Ikonographische Beschreibung

2.3.2. Die ,,Ikonographische Analyse"

2.3.2. Die ,,Ikonologische Interpretation"

3. Gottesdarstellung am Beispiel von Christus Imperator

3.1. Bildbeschreibung von Christus Imperator

3.2. Analyse von Christus Imperator

4. Gottesdarstellung am Beispiel Massacio „Die Dreifaltigkeit“

4.1. Bildbeschreibung der „Dreifaltigkeit“

4.2. Analyse der „Dreifaltigkeit“

5. Gottesdarstellung am Beispiel Michelangelos Erschaffung von Adam

5.1. Bildbeschreibung der "Erschaffung Adams"

5.2. Analyse der "Erschaffung Adams"

6. Ergebnisse der Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Umgang der Christenheit mit dem vierten Gebot des Bildnisverbots anhand ausgewählter Gottesdarstellungen, um aufzuzeigen, dass die Deutung dieser religiösen Vorgabe stark von den interpretierenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt.

  • Analyse des christlichen Umgangs mit dem Bilderverbot
  • Anwendung der Rahmenanalyse nach Erving Goffman
  • Interpretation von Kunstwerken durch das Modell von Erwin Panofsky
  • Untersuchung der Bedeutung von Macht und Gesellschaft in der Darstellung Gottes
  • Vergleich von Gottesdarstellungen in Byzanz und der Renaissance

Auszug aus dem Buch

3.1. Bildbeschreibung von Christus Imperator

In der Cappela Arcivescovile befindet sich im Eingangsatrium diese Ikonographie Christi; der Künstler ist nicht bekannt. Er ist in einer Frontdarstellung in der kaiserlichen Rüstung des oströmischen Reiches dargestellt. In seiner rechten Hand trägt er das Kreuz, in der linken ein Buch mit lateinischer Inschrift und hinter seinem Haupt befindet sich eine kreuzverzierte Aureole.

Er zerdrückt vor einer Felsenlandschaft positioniert mit dem linken Fuß eine Schlange und mit dem Rechten einen Löwen.

Die farbliche Gestaltung ist sehr einseitig gehalten und es dominieren Gold- und Grüntönen. Auffällig ist die großzügige Verwendung von goldfarbenen Mosaiksteinen, die auf Grund ihrer Exklusivität eine Signalwirkung auf den Betrachter haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Spannungsfeld zwischen dem biblischen Bilderverbot und der tatsächlichen Praxis der Gottesdarstellung in der christlichen Kunst.

2. Theoretische Basis: Darstellung der methodischen Grundlagen durch die Rahmenanalyse nach Goffman sowie die ikonologische Bildinterpretation nach Panofsky.

3. Gottesdarstellung am Beispiel von Christus Imperator: Untersuchung der byzantinischen Mosaikkunst und der dortigen Verknüpfung von religiöser Darstellung und kaiserlichem Machtanspruch.

4. Gottesdarstellung am Beispiel Massacio „Die Dreifaltigkeit“: Analyse der perspektivischen Konstruktion und der humanistischen Züge in der frühen Renaissance.

5. Gottesdarstellung am Beispiel Michelangelos Erschaffung von Adam: Untersuchung der künstlerischen Gestaltung und der sich wandelnden Mensch-Gott-Beziehung im Werk Michelangelos.

6. Ergebnisse der Untersuchung: Fazit über die gesellschaftlich konstruierte Natur von Gottesbildern und deren stetige Reinterpretation.

Schlüsselwörter

Gottesdarstellung, Bilderverbot, Ikonographie, Ikonologie, Erving Goffman, Erwin Panofsky, Christus Imperator, Dreifaltigkeit, Erschaffung Adams, Renaissance, Byzanz, Rahmenanalyse, Religion, Kunstgeschichte, christliche Kunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das christliche Bilderverbot in der Kunstgeschichte interpretiert und durch die jeweilige Gesellschaft geformt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen theologische Verbote, soziologische Rahmentheorien und die kunsthistorische Ikonographie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob die verschiedenen Gottesdarstellungen in einem Widerspruch zum Bilderverbot stehen oder ob ein übergeordneter Rahmen existiert, der diese Deutungen legitimiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt die Rahmenanalyse von Erving Goffman sowie die dreistufige Bildinterpretation nach Erwin Panofsky.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei konkrete Beispiele: Christus Imperator, Massacios „Dreifaltigkeit“ und Michelangelos „Erschaffung Adams“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Gottesdarstellung, Ikonographie, Rahmenanalyse, Renaissance, Byzanz und die Bedeutung des gesellschaftlichen Kontextes für die Kunst.

Warum wird Goffmans Rahmentheorie auf Gottesbilder angewendet?

Goffmans Theorie hilft zu verstehen, dass Kunst als Teil eines kommunikativen sozialen Rahmens existiert, der bestimmt, wie wir das Dargestellte als „Gott“ wahrnehmen.

Was unterscheidet die Gottesbilder der Renaissance von denen des Mittelalters?

In der Renaissance werden Gottesbilder menschlicher, liebevoller und rücken die Ähnlichkeit zwischen Gott und Mensch stärker in das Zentrum der Darstellung.

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Details

Title
Die Darstellung Gottes in der christlichen Kunst
Subtitle
Analyse visueller Kommunikation
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Soziologie)
Grade
1,3
Author
B.A. Sven Mally (Author)
Publication Year
2010
Pages
27
Catalog Number
V162630
ISBN (eBook)
9783640764013
ISBN (Book)
9783640764341
Language
German
Tags
Darstellung Gottes Kunst Analyse Kommunikation Soziologie Religionssoziologie Religionsuntericht Kunstunterricht Kreuzestod
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Sven Mally (Author), 2010, Die Darstellung Gottes in der christlichen Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162630
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