Seit der Einführung des Euro 2002, kann man in weiten Teilen Deutschlands seine Einkäufe auch mit so genannter Regionalwährung bezahlen. Vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Welt, haben diese Bargeldsubstitute den wesentli-chen Zweck, bestimmte Regionen wirtschaftlich zu stärken. Durch den Druck globa-ler Konkurrenz um Produktionsstandorte und Absatzmärkte, geraten struktur-schwache Regionen immer mehr in einen internationalen Verdrängungswettbewerb der mit sozialen und ökonomischen Problemen einhergeht. Die sprichwörtliche Schere zwischen „armen“ und „reichen“ Regionen geht immer weiter auseinander. Auch die zunehmende weltweite Urbanisierung verstärkt diesen Effekt. Dieses Phä-nomen kann nicht nur in Schwellen- oder Drittweltländern betrachtet werden, denn auch in Deutschland gibt es neben den großen Metropolregionen wie München, Frankfurt und Stuttgart auch viele Strukturschwache Gegenden, wie zum Beispiel weite Teile Mecklenburg Vorpommerns.
Inhaltsverzeichnis
- Das Konzept regionaler Komplementärwährungen
- Komplementär- und Regionalwährungen: Begriffsdefinition, Ziele und Abgrenzung
- Globalisierung
- Geschichte der Globalisierung
- Die Globalisierung des Geldes
- Komplementärwährungen Weltweit
- Komplementärwährungsprojekte in Deutschland
- Historische Vorbilder - Das Freigeld Experiment von Wörgl
- Aktuelle Projekte
- Der Chiemgauer
- Die Tauschringe
- Kritische Würdigung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die zunehmende Globalisierung und die Rolle regionaler Währungen als Gegenwirken. Sie beleuchtet die Verbreitung und Beschaffenheit dieser Währungen, präsentiert konkrete Beispiele und bewertet Vor- und Nachteile in einem kurzen Fazit. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf regionale Wirtschaftskreisläufe und Geldsysteme, insbesondere im Kontext von regionalen Komplementärwährungen.
- Begriffsdefinition und Ziele regionaler Komplementärwährungen
- Die Rolle von Regionalwährungen in der Bekämpfung von Globalisierungseffekten
- Die Geschichte und Entwicklung der Globalisierung
- Die Auswirkungen der Globalisierung auf regionale Wirtschaften
- Analyse von erfolgreichen und gescheiterten Komplementärwährungsprojekten
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Das Konzept regionaler Komplementärwährungen: Dieses Kapitel führt in das Thema der regionalen Komplementärwährungen ein und erklärt deren Bedeutung im Kontext der Globalisierung. Es beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus einer zunehmenden Globalisierung für regionale Wirtschaftsstrukturen ergeben, und zeigt die Möglichkeiten von regionalen Währungen auf, um diese Herausforderungen zu begegnen.
- Kapitel 2: Komplementär- und Regionalwährungen: Begriffsdefinition, Ziele und Abgrenzung: Dieses Kapitel liefert eine präzise Definition von Komplementär- und Regionalwährungen und erläutert ihre spezifischen Ziele. Es grenzt diese Währungen von anderen Formen der Währungen ab und verdeutlicht ihren Stellenwert in der heutigen Wirtschaftslandschaft.
- Kapitel 3: Globalisierung: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Phänomen der Globalisierung und ihrer historischen Entwicklung. Es beleuchtet die ökonomischen Aspekte der Globalisierung und deren Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen der Globalisierung auf regionale Wirtschaften und Geldsysteme.
- Kapitel 4: Komplementärwährungen Weltweit: Dieses Kapitel präsentiert eine Auswahl von Komplementärwährungsprojekten aus verschiedenen Teilen der Welt. Es zeigt die Vielfalt und die unterschiedlichen Ansätze, die bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Währungen verfolgt werden.
- Kapitel 5: Komplementärwährungsprojekte in Deutschland: Dieses Kapitel widmet sich den regionalen Währungsprojekten in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf das Freigeld Experiment von Wörgl und aktuelle Projekte wie den Chiemgauer und Tauschringe. Es analysiert die Erfolge und Herausforderungen dieser Projekte.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen der Globalisierung, Regionalisierung, Komplementärwährungen, Regionalwährungen, nachhaltiges Finanzsystem, Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung, Freigeld, Chiemgauer, Tauschringe, Globalisierungskritik, Wirtschaftskrisen und lokale Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind regionale Komplementärwährungen?
Es handelt sich um Bargeldsubstitute, die parallel zur offiziellen Währung (Euro) existieren und dazu dienen, die Wirtschaftskraft einer bestimmten Region zu stärken.
Welchen Zweck erfüllt Regionalgeld im Kontext der Globalisierung?
Es soll den Abfluss von Kaufkraft verhindern und strukturschwache Regionen vor dem internationalen Verdrängungswettbewerb schützen.
Was ist der „Chiemgauer“?
Der Chiemgauer ist eines der bekanntesten und erfolgreichsten Regionalwährungsprojekte in Deutschland.
Was war das Freigeld-Experiment von Wörgl?
Es ist ein historisches Vorbild für Komplementärwährungen, das während der Weltwirtschaftskrise erfolgreich zur lokalen Wirtschaftsförderung eingesetzt wurde.
Welche Rolle spielen Tauschringe?
Tauschringe sind eine Form von Komplementärsystemen, bei denen Leistungen ohne den Einsatz von offiziellem Geld innerhalb einer Gemeinschaft verrechnet werden.
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- Lars Strozinsky (Author), 2010, Deglobalisierung durch komplementäre regionale Geldsysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162741