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Deglobalisierung durch komplementäre regionale Geldsysteme

Título: Deglobalisierung durch komplementäre regionale Geldsysteme

Trabajo de Seminario , 2010 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Lars Strozinsky (Autor)

Economía de las empresas - Negocios - General
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Seit der Einführung des Euro 2002, kann man in weiten Teilen Deutschlands seine Einkäufe auch mit so genannter Regionalwährung bezahlen. Vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Welt, haben diese Bargeldsubstitute den wesentli-chen Zweck, bestimmte Regionen wirtschaftlich zu stärken. Durch den Druck globa-ler Konkurrenz um Produktionsstandorte und Absatzmärkte, geraten struktur-schwache Regionen immer mehr in einen internationalen Verdrängungswettbewerb der mit sozialen und ökonomischen Problemen einhergeht. Die sprichwörtliche Schere zwischen „armen“ und „reichen“ Regionen geht immer weiter auseinander. Auch die zunehmende weltweite Urbanisierung verstärkt diesen Effekt. Dieses Phä-nomen kann nicht nur in Schwellen- oder Drittweltländern betrachtet werden, denn auch in Deutschland gibt es neben den großen Metropolregionen wie München, Frankfurt und Stuttgart auch viele Strukturschwache Gegenden, wie zum Beispiel weite Teile Mecklenburg Vorpommerns.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Das Konzept regionaler Komplementärwährungen

2. Komplementär- und Regionalwährungen: Begriffsdefinition, Ziele und Abgrenzung

3. Globalisierung

3.3 Die Globalisierung des Geldes

4. Komplementärwährungen Weltweit

5. Komplementärwährungsprojekte in Deutschland

5.1 Historische Vorbilder – Das Freigeld Experiment von Wörgl

5.2 Aktuelle Projekte

5.2.1 Der Chiemgauer

5.2.2. Die Tauschringe

6. Kritische Würdigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung und untersucht, inwieweit regionale Komplementärwährungen als Instrumente dienen können, um lokalen Wirtschaftskreisläufen entgegen den negativen Tendenzen globaler Märkte zu stärken.

  • Analyse der ökonomischen Globalisierung und ihrer Auswirkungen auf regionale Strukturen.
  • Definition und theoretische Einordnung von Komplementär- und Regionalwährungen.
  • Untersuchung historischer Ansätze wie des Freigeld-Experiments von Wörgl.
  • Evaluation moderner Projekte wie des Chiemgauers und des Systems der Tauschringe.
  • Kritische Reflexion über Wirksamkeit und Akzeptanz alternativer Geldsysteme.

Auszug aus dem Buch

5.1 Historische Vorbilder – Das Freigeld Experiment von Wörgl

Als Vorbild und Vorläufer moderner Komplementärwährungen gilt das Freigeld Experiment von Wörgl. Diese Tiroler Gemeinde litt Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre unter hoher Arbeitslosigkeit. Diese war auf die damalige internationale Wirtschaftskriese zurückzuführen, welche die ganze westliche Industriewelt erfasst hatte. Die lokalen Unternehmen hatten enorme Absatzprobleme, sodass sie viele Angestellte entlassen mussten. Besonders deutlich wird dies an einer Zellulosefabrik, dem damals größten Unternehmen in der Gemeinde. 1931 musste die Fabrik geschlossen werden und es kam zu einer Entlassung aller 350 Mitarbeiter. Hinzu kam eine außerordentlich hohe Verschuldung der Gemeinde. Die, aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation der Region, geringen Steuereinnahmen reichten nicht einmal dafür aus, um die Zinsen für laufende Kredite zu bezahlen, wodurch weitere Kredite aufgenommen werden mussten um die offenen zu bedienen. Dies trug ebenfalls zur Verschlimmerung der wirtschaftlichen Situation bei. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, entwickelte der damalige Bürgermeister Michael Unterguggenberger ein Nothilfe-Programm. Es sollte ein Geldmittel in Wörgl eingeführt werden, dass parallel zur staatlichen Währung der Tauschmittelfunktion des Geldes besser nachkommen sollte, als der damals gültige Schilling und zusätzlich nicht die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel besitzen sollte. Dadurch sollte die Wirtschaft gestärkt und belebt werden. Dies beinhaltete auch, dass öffentlich Aufträge, ab diesem Moment mit dem neuen Geldmittel bezahlt werden sollten. Der Bürgermeister überzeugte die Verwaltung und Kauflaute aus der Region, sich auf das Experiment einzulassen. Das Programm wurde im Juli 1932 verabschiedet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Konzept regionaler Komplementärwährungen: Einführung in die Problematik globaler Wettbewerbsnachteile für strukturschwache Regionen und Vorstellung von Komplementärwährungen als Lösungsansatz.

2. Komplementär- und Regionalwährungen: Begriffsdefinition, Ziele und Abgrenzung: Theoretische Fundierung des Begriffs der Komplementärwährung sowie Erläuterung der Zielsetzungen wie der Stärkung der heimischen Wirtschaft.

3. Globalisierung: Darstellung der historischen Entwicklung und der ökonomischen Mechanismen der Globalisierung, ergänzt um die spezifische Perspektive der Globalisierung des Geldes.

4. Komplementärwährungen Weltweit: Überblick über internationale Ansätze von Komplementärwährungen, insbesondere die Bedeutung von Regionalgeld zur Bewältigung von Strukturkrisen.

5. Komplementärwährungsprojekte in Deutschland: Detaillierte Analyse lokaler Initiativen in Deutschland, unterteilt in historische Vorbilder wie das Wörgler Freigeld und aktuelle Modelle wie den Chiemgauer.

6. Kritische Würdigung: Synthese der Arbeit mit einer kritischen Prüfung der Wirksamkeit von Regionalwährungen und den notwendigen Voraussetzungen für deren erfolgreiche Etablierung.

Schlüsselwörter

Komplementärwährungen, Regionalwährungen, Globalisierung, Wirtschaftsstruktur, Freigeld, Wörgl, Chiemgauer, Tauschringe, Kapitalfluktuation, Finanzsystem, Regionalwirtschaft, Nachhaltigkeit, Geldtheorie, Wirtschaftskreislauf, soziale Asymmetrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept regionaler Komplementärwährungen als mögliche Antwort auf die ökonomischen Herausforderungen durch die Globalisierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben den Grundlagen der Globalisierung und der Globalisierung des Geldes stehen die theoretische Einordnung und die praktische Anwendung von Komplementärwährungen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Komplementärwährungen effektiv dazu beitragen können, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stabilisieren und Autonomie vom globalen Markt zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, um den aktuellen Kenntnisstand zu Komplementärwährungen aufzuarbeiten und durch Fallbeispiele zu illustrieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die historische Analyse des Freigeld-Experiments von Wörgl sowie die Vorstellung aktueller Projekte wie des Chiemgauers und verschiedener Tauschringe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Regionalwährungen, Globalisierung, Wirtschaftskreislauf, Komplementärwährungen und soziale Verantwortung charakterisiert.

Warum musste das Wörgler Freigeld-Experiment eingestellt werden?

Das Experiment endete aufgrund eines Rechtsstreits, bei dem das oberste Verwaltungsgericht entschied, dass das Notenprivileg der Österreichischen Nationalbank verletzt wurde.

Welche Rolle spielen Zeitbanken im Vergleich zu Tauschringen?

Im Gegensatz zu klassischen Tauschringen bieten Zeitbanken explizit die Möglichkeit, ein Ansparguthaben für die Altersvorsorge aufzubauen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Deglobalisierung durch komplementäre regionale Geldsysteme
Universidad
University of the Federal Armed Forces München
Calificación
1,3
Autor
Lars Strozinsky (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
15
No. de catálogo
V162741
ISBN (Ebook)
9783640765751
ISBN (Libro)
9783640766147
Idioma
Alemán
Etiqueta
komplementäre regionale Geldsysteme komplementäre Geldsysteme Deglobalisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Strozinsky (Autor), 2010, Deglobalisierung durch komplementäre regionale Geldsysteme, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162741
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