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Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland - Voraussetzung für Bildung und Integration

Title: Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland - Voraussetzung für Bildung und Integration

Bachelor Thesis , 2010 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adnan Ouled (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Aufgrund der Aktualität des Themas Integration in Deutschland und der heterogenen Ansichten zu dem Integrationsverständnis habe ich mir zur Aufgabe dieser Bachelor-Thesis gemacht, was für einen Einfluss der Integrationsbegriff, aus der Sicht des Alltags der Muslime in Deutschland, auf die Identitätsfindung in Bezug auf Bildung und Integration hat. Dieses habe ich anhand der Thesen von Hans Thiersch zur „Lebensweltorientierung“ und anhand der von Tarek Badawia, die sich unter dem Stichwort „bikulturelle Identität“ zusammenfassen lassen, erforscht. Ein Ziel dieser Abhandlung bestand darin, die zahlreichen Missverständnisse in Bezug auf die in Deutschland lebenden muslimischen Jugendlichen zu korrigieren und ein realistisches Bild des Alltags wiederzugeben, so dass der Leser erkennt, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt und wo die Unterschiede sind. Der momentane Forschungsstand über die Muslime ist, besonders nach dem Anschlag vom 11.09.2001, sehr groß und breitgefächert. Seitdem haben sich sämtliche Studien und Forschungen, die sich zuvor überwiegend mit den weiblichen Muslimas beschäftigt haben, den männlichen Muslimen gewidmet. Daran erkennt man das Interesse, die Brisanz und Aktualität in die-sem Bereich. Da ich selber in einer Migrantenfamilie meine Wurzeln habe, und mit dem Thema groß geworden bin, denke ich, dass ich von der Perspektive meines eigenen Alltags ausgehend, ein anderes Verständnis für die muslimischen Jugendlichen habe. Oft fällt es diesen Jugendlichen schwer, ihre Anliegen, Wünsche, Ziele und Träume nach außen hin zu artikulieren, da ihnen das Sprachrohr fehlt. Daher habe ich versucht, diese Gelegenheit stellvertretend in dieser Bachelorarbeit zu nutzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ZIELGRUPPENDEFINITION

2.1 MUSLIME IN DEUTSCHLAND

2.2 MUSLIMISCHE JUNGEN IN DEUTSCHLAND AM BEISPIEL DER MJD UND DER SALAF

3 DIE SITUATION MUSLIMISCHER JUNGEN IN DEUTSCHLAND

3.1 DAS STEREOTYPISCHE MÄNNLICHKEITSBILD MUSLIMISCHER JUNGEN TÜRKISCHER HERKUNFT

3.2 MUSLIMISCHE JUNGEN ALS RISIKOGRUPPE UND DIE DARAUS RESULTIERENDE ETIKETTIERUNG UND DESINTEGRATION

4 DIE IDENTITÄTSFINDUNG MUSLIMISCHER JUNGEN

4.1 IDENTITÄT: BEGRIFFSKLÄRUNG UND DEFINITION

4.2 DIE BIKULTURELLE IDENTITÄT ALS RESSOURCE FÜR BILDUNG UND INTEGRATION

4.3 ANSÄTZE ZUR HERAUSBILDUNG EINER GELUNGENEN- UND GRÜNDE EINER NICHT GELUNGENEN IDENTITÄT

5 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT MIT MUSLIMISCHEN JUNGEN

5.1 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT

5.2 KOMPETENZEN SOZIALER FACHKRÄFTE UND DIE ÖFFNUNG SOZIALER EINRICHTUNGEN FÜR EINE LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss des Integrationsbegriffs auf die Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Bildung und eine bikulturelle Identitätsstrategie als Ressourcen für eine erfolgreiche Integration dienen können, anstatt in einseitige Assimilationsmodelle zu verfallen.

  • Analyse der Lebenswelten und Jugendkulturen muslimischer Jungen in Deutschland.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern und gesellschaftlicher Stigmatisierung.
  • Erforschung der Theorie der bikulturellen Identität nach Hans Thiersch und Tarek Badawia.
  • Darstellung von Kompetenzanforderungen an die soziale Arbeit zur Förderung von Integration.
  • Rolle des Islams als Medium für Selbstreflexion und gesellschaftliche Partizipation.

Auszug aus dem Buch

Die bikulturelle Identität als Ressource für Bildung und Integration

Unter bikulturelle Identität versteht man, dass die Identität der Migranten durch zwei unterschiedliche Kulturen geprägt ist, zum einen durch die Kultur aus ihrem Herkunftsland und zum anderen durch die Kultur des Landes, in dem sie leben.

Die Mehrheitsgesellschaft formuliert, vertreten durch die Politik, Integrationsanforderungen an die Migranten, in welchen es unter anderem um die Unterordnung kultureller Ansprüche oder der sozialen Unauffälligkeit geht. Es wird den Migranten eine kulturelle Inkompatibilität an soziale Systeme vorgeworfen und es findet dadurch eine Marginalisierung statt, mit der Etikette „Parallelgesellschaft“.

Eine Lebensbewältigung in Deutschland muss die zukunftsorientierte Jugend meistern, sowohl die Einheimischen müssen dies als auch die Migranten. Dieses erfordert eine Offenheit und einen kreativen Umgang mit dem modernen Alltag in Deutschland. Es muss sich auf ein Deutschland als Wissensgesellschaft, Risikogesellschaft, Arbeitsgesellschaft, demokratische Gesellschaft, Zivilgesellschaft und Einwanderungsgesellschaft eingestellt werden. Durch den Strukturwandel wird die Lebensbewältigung eine Aufgabe aller werden und nicht nur eine der Migranten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Identitätsfindung muslimischer Jungen, die Relevanz der Fragestellung im Kontext von Bildung und Integration sowie der Aufbau der Bachelorarbeit.

2 ZIELGRUPPENDEFINITION: Überblick über die Heterogenität muslimischer Gemeinschaften in Deutschland und Vorstellung islamisch motivierter Jugendgruppen wie der MJD und der Salaf.

3 DIE SITUATION MUSLIMISCHER JUNGEN IN DEUTSCHLAND: Analyse problembehafteter Aspekte, insbesondere traditioneller Männlichkeitsbilder und der negativen Etikettierung durch die Mehrheitsgesellschaft und Medien.

4 DIE IDENTITÄTSFINDUNG MUSLIMISCHER JUNGEN: Definition des Identitätsbegriffs sowie theoretische Herleitung der bikulturellen Identität als Chance zur Integration und als Ressource für den Bildungserwerb.

5 LEBENSWELTORIENTIERTE SOZIALE ARBEIT MIT MUSLIMISCHEN JUNGEN: Erläuterung der Theorie nach Hans Thiersch und Ableitung der notwendigen interkulturellen Kompetenzen sowie Anforderungen an die Öffnung sozialer Einrichtungen.

6 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, welche Religion, Bildung und Identität als zentral für gelungene Integration hervorhebt.

Schlüsselwörter

Identitätsfindung, Muslimische Jungen, Deutschland, Integration, Bildung, Bikulturelle Identität, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Männlichkeitsbild, Stigmatisierung, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Religiosität, Empowerment, Jugendliche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland und untersucht, inwiefern Bildung und eine gelungene Identitätsentwicklung Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Analyse der Lebenswelten muslimischer Jugendlicher, der Umgang mit traditionellen Männlichkeitsbildern, die Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung sowie die Anwendung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Theorie der bikulturellen Identität aufzuzeigen, wie muslimische Jugendliche ihre Religion und Kultur als Ressource nutzen können, um sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ohne ihre eigene Identität aufzugeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale soziologische und pädagogische Diskurse (z.B. von Hans Thiersch und Tarek Badawia) sowie aktuelle Studien zum Thema Integration und Religiosität zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Zielgruppe, die Analyse der Lebenssituation unter Berücksichtigung von Fremd- und Selbstbildern, die theoretische Fundierung der bikulturellen Identität sowie die Konzeption lebensweltorientierter Ansätze für die Soziale Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Identitätsfindung, bikulturelle Identität, Integration, muslimische Jugend, Soziale Arbeit und Lebensweltorientierung charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Religion auf den Bildungsweg?

Der Autor argumentiert, dass Religion entgegen mancher Vorurteile kein Hindernis für Bildung darstellt, sondern für viele Jugendliche ein Medium der Selbstreflexion ist, das den Erwerb von Wissen und damit eine erfolgreiche Integration sogar fördern kann.

Welche Rolle spielt die soziale Fachkraft in diesem Kontext?

Die Fachkraft soll als „Brückenbauer“ fungieren, der interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen mitbringt, um den Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen und sie bei der Entfaltung ihrer Identität zu unterstützen.

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Details

Title
Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland - Voraussetzung für Bildung und Integration
College
University of Applied Sciences Münster
Grade
1,3
Author
Adnan Ouled (Author)
Publication Year
2010
Pages
47
Catalog Number
V162896
ISBN (eBook)
9783640777969
ISBN (Book)
9783640777785
Language
German
Tags
Identitätsfindung Jungen Deutschland Voraussetzung Bildung Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adnan Ouled (Author), 2010, Identitätsfindung muslimischer Jungen in Deutschland - Voraussetzung für Bildung und Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162896
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