Keywords
- High Technology Companies
- Investment and Financial Controlling
- Human Resources Controlling
- Research and Development Controlling
As the subject of controlling in high technology companies has not been discussed in any German diploma thesis so far, this diploma thesis deals with the elements of controlling in high technology companies: investment and financial controlling, human resources controlling plus research and development controlling. High technology companies can be distinguished from companies operating in the conventional sector of industry by market-oriented determining factors and discovery-led as well as development-oriented characteristics. In the main part of this diploma thesis first of all the elements of controlling in high technology companies are determined and classified based on the discovery-led and development-oriented characteristics. After this a way of implementing those elements of controlling in high technology companies is suggested.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutung von Hochtechnologie-Unternehmen in Deutschland
2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erläuterung der Begriffe Controlling und Hochtechnologie-Unternehmen
2.1 Darstellung theoretischer Grundlagen in Bezug auf Controlling
2.1.1 Definition Controlling in betriebswirtschaftlichen Veröffentlichungen
2.1.2 Beispiele für Konzeptionen des Controllings
2.1.2.1 Informationsorientierte Konzeption
2.1.2.2 Koordinationsorientierte Ausrichtung
2.1.2.3 Verhaltensorientierter Ansatz
2.1.3 Ausprägungen des Controllings: Strategisch und operativ
2.1.3.1 Strategische Ausprägung des Controllings
2.1.3.2 Operatives Controlling
2.1.3.3 Abstimmung und Abgrenzung der Ausprägungen des Controllings
2.2 Dimensionen des Konstrukts Hochtechnologie-Unternehmen
2.2.1 Problematik in Hinsicht auf Definition Hochtechnologie-Unternehmen
2.2.2 Möglichkeiten zur Operationalisierung von Hochtechnologie-Unternehmen
2.2.2.1 Marktorientierte Bestimmungsfaktoren für Hochtechnologie-Unternehmen
2.2.2.1.1 Flexibilitätspotential
2.2.2.1.2 Lebensphasen eines Hochtechnologie-Unternehmens
2.2.2.1.3 Chancen und Risiken im Verlauf der Unternehmensentwicklung
2.2.2.1.4 Marktentwicklung
2.2.2.1.5 Lebenszyklus der Technologie
2.2.2.1.6 Unternehmensbranche
2.2.2.2 Forschungs- und entwicklungsorientierte Merkmale von Hochtechnologie-Unternehmen
2.2.2.2.1 Innovationsrhythmus
2.2.2.2.2 Patentergiebigkeit
2.2.2.2.3 Kapitalbedarf
2.2.2.2.4 Struktur der Mitarbeiter
2.2.2.2.5 Forschungsintensität
3 Vorschlag zur Gestaltung des Controllings in Hochtechnologie-Unternehmen
3.1 Ermittlung und Einstufung der Bereiche des Controllings auf Grundlage der Merkmale von Hochtechnologie-Unternehmen
3.2 Ableitung des Bereichs Investitions- und Finanzcontrolling aus dem Merkmal Kapitalbedarf
3.2.1 Eingrenzung des Investitions- und Finanzcontrollings
3.2.2 Investitionscontrolling
3.2.2.1 Möglichkeit der Manipulation bei Investitionsanträgen
3.2.2.2 Planung von Investitionen
3.2.2.3 Investitionsbeurteilung mittels finanzieller Kriterien
3.2.2.4 Beurteilung von Investitionen mit der Nutzwertanalyse
3.2.2.5 Investitionsnachbetrachtung
3.2.3 Finanzcontrolling
3.2.3.1 Zeitliche Abfolge eines Prozesses des Finanzcontrollings
3.2.3.2 Return-on-Investment: Kennzahlensystem oder Kennzahl?
3.2.3.3 Wertorientierte Kennzahlen: Cash-Flow-Return-on-Investment als Beispiel
3.3 Umsetzung des Bereichs Personalcontrolling aus der Mitarbeiterstruktur
3.3.1 Beschreibung eines Personalcontrollings
3.3.2 Intellectual-Capital-Controlling mit Schwerpunkt Humankapital
3.3.2.1 Ausgangspunkte eines Intellectual-Capital-Controllings
3.3.2.2 Controlling des Intellectual Capitals
3.3.2.3 Schwächen eines Intellectual-Capital-Controllings
3.3.3 WEA-Ansatz zur Vorhersage des Fluktuationsrisikos
3.3.3.1 Wesensart eines hochqualifizierten Mitarbeiters
3.3.3.2 Einordnung des Personals nach Wichtigkeit, Ersetzbarkeit und Austrittswahrscheinlichkeit
3.3.3.3 Festsetzung der WEA-Spitzenkennzahlen
3.3.4 Personalentwicklung im Kontext eines Personalcontrollings
3.3.4.1 Bemerkungen zur Personalentwicklung
3.3.4.2 Controlling der Entwicklung von Qualifikationen
3.3.4.3 Balanced Scorecard als ein Hilfsmittel beim Personalentwicklungscontrolling
3.4 Konsequenz der Merkmale Innovationsrhythmus, Patentergiebigkeit und Forschungsintensität: Forschungs- und Entwicklungscontrolling
3.4.1 Abgrenzung des Fachbegriffs Forschung vom Fachbegriff Entwicklung
3.4.2 Betrachtung eines Forschungs- und Entwicklungscontrollings mit einem Projektcontrolling als Mittelpunkt
3.4.2.1 Erläuterung eines Forschungs- und Entwicklungscontrollings
3.4.2.1.1 Aufgaben, Ziele und Probleme
3.4.2.1.2 Integration in die Unternehmensorganisation
3.4.2.1.3 Zwangsläufigkeit eines Projektcontrollings als Element eines Forschungs- und Entwicklungscontrollings
3.4.2.2 Projektcontrolling als Zentrum eines Forschungs- und Entwicklungscontrollings
3.4.2.2.1 Erklärung des Terminus Projekt
3.4.2.2.2 Darlegung eines Projektcontrollings
3.4.2.2.3 Verwendung eines verhaltensorientierten Controllings zur Verringerung von verspäteten Projektabbrüchen
3.4.2.3 Instrumente beim Projektcontrolling
3.4.2.3.1 Earned-Value-Analyse
3.4.2.3.2 Target-Costing
3.4.2.3.3 Realoptionen
4 Künftiger Stellenwert des Controllings in Hochtechnologie-Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein maßgeschneidertes Controlling-Konzept für Hochtechnologie-Unternehmen zu entwickeln. Da es keine einheitliche betriebswirtschaftliche Definition für solche Unternehmen gibt, leitet der Autor das Controlling-Modell aus spezifischen, forschungs- und entwicklungsorientierten Merkmalen dieser Branche ab.
- Grundlagen des Controllings und Charakterisierung von Hochtechnologie-Unternehmen
- Ermittlung von Controlling-Bereichen basierend auf Innovationskraft und Kapitalbedarf
- Gestaltung eines Investitions- und Finanzcontrollings
- Implementierung eines Personalcontrollings unter Berücksichtigung von Mitarbeiterstruktur und Humankapital
- Konzeption eines Forschungs- und Entwicklungscontrollings mit Fokus auf Projektcontrolling
Auszug aus dem Buch
3.2.2.1 Möglichkeit der Manipulation bei Investitionsanträgen
Für einen Investitionscontroller besteht eine zentrale Verpflichtung, über die Genehmigung von Investitionen zu entscheiden. Diese Aufgabe bewirkt, dass die Controller der Situation des Moral Hazards unterliegen. Die Investitionsanträge werden bewilligt, wenn die Investition nicht nur qualitative Kriterien erfüllt, sondern auch quantitative Kriterien. Bei Sachinvestitionen muss eine Stellungnahme des Antragstellers vorliegen, ob die Investition mit der Unternehmensstrategie oder -politik übereinstimmt. Notwendig ist ebenfalls, ein bestimmtes Niveau, z. B. bei Kapitalwert oder internem Zinsfuß, zu erreichen. Aufgrund beschränkter Ressourcen versuchen die Bereichsleiter tendenziell, ihre Investitionsanträge zu manipulieren.
Bei der Prüfung einer Investition ziehen die Investitionscontroller u. a. den Kapitalwert als ausschlaggebendes Kriterium heran. Da der Kapitalwert auf prognostizierten Abfolgen von Zahlungen beruht, ist die Möglichkeit seitens des Antragstellers gegeben, die Zahlungsreihen zu seinen Gunsten darzustellen. Dies wird dadurch erleichtert, dass die Unternehmensleitung lediglich den Kalkulationszinssatz festsetzt und die Anschaffungsauszahlung freigibt.
Wird ein Investitionscontroller organisatorisch im Zentralcontrolling eingesetzt, so ist ihm nahezu unmöglich, die Zahlungsreihen des Kapitalwerts nachzuvollziehen und zu untersuchen. Ein dezentral arbeitender Controller ist in der Lage, eine Überprüfung anzustellen. Jedoch ist dieser in den meisten Fällen dem Bereichsleiter fachlich und disziplinarisch verantwortlich, was einen Interessenskonflikt bedeutet. Dieser Konflikt kann aufgelöst werden, wenn ein Zentralcontroller diesem Bereichscontroller fachlich und disziplinarisch weisungsberechtigt ist. Dies kann dazu führen, dass der Bereichsleiter dem Bereichscontroller die relevanten Informationen vorenthält. Ebenfalls möglich ist, den Bereichscontroller fachlich dem Zentralcontrolling und disziplinarisch der Bereichsleitung zuzuordnen. Hierbei wirkt sich negativ aus, dass der Controller durch intrapersonale Interessenskonflikte in seiner Arbeitstätigkeit eingeschränkt wird.
Zu untersuchen bleibt, ob die Bereichsleiter mit monetären Anreizen zu korrekten Investitionsanträgen veranlasst werden könnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bedeutung von Hochtechnologie-Unternehmen in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Relevanz von Hochtechnologie-Unternehmen für den deutschen Wirtschaftsstandort und begründet die Notwendigkeit einer spezifischen Controlling-Ausgestaltung für diese Branche.
2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erläuterung der Begriffe Controlling und Hochtechnologie-Unternehmen: Hier werden theoretische Grundlagen des Controllings (Konzeptionen, Ausprägungen) erarbeitet und das Konstrukt „Hochtechnologie-Unternehmen“ anhand von marktorientierten sowie forschungs- und entwicklungsorientierten Merkmalen operationalisiert.
3 Vorschlag zur Gestaltung des Controllings in Hochtechnologie-Unternehmen: Das Kernkapitel leitet auf Basis der zuvor identifizierten Merkmale spezifische Controlling-Bereiche (Investitions-, Finanz-, Personal- sowie FuE-Controlling) ab und schlägt deren konkrete Gestaltung vor.
4 Künftiger Stellenwert des Controllings in Hochtechnologie-Unternehmen: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Stellenwert eines auf die spezifischen Unternehmensbedürfnisse ausgerichteten Controllings in Zukunft weiter zunehmen wird.
Schlüsselwörter
Controlling, Hochtechnologie-Unternehmen, Investitionscontrolling, Finanzcontrolling, Personalcontrolling, Forschungs- und Entwicklungscontrolling, Projektcontrolling, Innovationsmanagement, Humankapital, Realoptionen, Unternehmenssteuerung, Risikomanagement, Innovationsrhythmus, Patentergiebigkeit, Forschungsintensität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung eines effektiven Controllings, das speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von Unternehmen in der Hochtechnologiebranche zugeschnitten ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung des Controllings, die Definition und Merkmale von Hochtechnologie-Unternehmen sowie die Ableitung spezifischer Controlling-Bereiche wie Investitions-, Personal- und FuE-Controlling.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse darzulegen, wie ein Controlling in Hochtechnologie-Unternehmen gestaltet sein sollte, um den spezifischen Herausforderungen dieser Branche gerecht zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist als theoretische Analyse ausgelegt, die auf einer umfassenden Auswertung betriebswirtschaftlicher Fachliteratur basiert, um Controlling-Bereiche eindeutig abzugrenzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Controlling-Module für Investitionen, Personal (insbesondere Wissensmanagement) und Forschung & Entwicklung (Projektcontrolling) entwickelt und anhand branchenspezifischer Kriterien operationalisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Controlling, Hochtechnologie, FuE-Controlling, Investitionscontrolling, Personalcontrolling, Innovationsmanagement und Wertorientierung geprägt.
Was besagt der im Text erwähnte WEA-Ansatz?
Der WEA-Ansatz (Wichtigkeit-Ersetzbarkeit-Austrittswahrscheinlichkeit-Ansatz) ist ein Instrument des strategischen Personalcontrollings, das hilft, das Fluktuationsrisiko von hochqualifizierten Mitarbeitern vorherzusagen.
Wie gehen Hochtechnologie-Unternehmen mit dem Problem von verspäteten Projektabbrüchen um?
Die Arbeit schlägt verhaltensorientierte Controlling-Instrumente wie die „Devil’s Advocacy“ vor, um kognitive Verzerrungen (z.B. den Sunk-Cost-Effekt oder übermäßigen Optimismus) zu reduzieren und Projektabbrüche rechtzeitig einzuleiten.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Philipp Litzkow (Author), 2010, Controlling in Hochtechnologie-Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163008