In der Zeit von 1865 bis in die Mitte der zwanziger Jahre des
zwanzigsten Jahrhunderts machten die USA eine Zeit des Wandels
durch, sowohl außen- als auch innenpolitisch. Das Zeitalter des
neuen Imperialismus brachte die USA seit dem Revolutionskrieg
zum ersten Mal wieder in Konkurrenz mit Europa und mit dem
Eintritt in den ersten Weltkrieg gaben die USA offiziell ihre
Neutralität auf und präsentierten sich selber zum ersten Mal als
mächtiges Land auf dem Wege zu einer Weltmacht.
Trotz all jener bedeutungsvollen Veränderungen in der Geschichte
der USA änderte sich während all dieser Jahre für einige
Bevölkerungsgruppen kaum etwas. Eine dieser Gruppen sind die
Afro-Amerikaner, die den neuen Kontinent Amerika einst als
Sklaven betraten und es bis zum Ende des Bürgerkrieges auch
bleiben sollten. Doch selbst wenn ihr Leben als Besitz der weißen
Bevölkerung mit der Emancipation Proclamation offiziell beendet
war, so war es ihr Leben und ihr Status als Sklaven inoffiziell noch
lange nicht. Ohne jegliches Wissen und ohne jemals eine Schule
besucht zu haben, waren einige nun mehr als je zuvor abhängig
von ihren ehemaligen weißen Besitzern, die es immer wieder zu
verhindern wußten, daß der schwarzen Bevölkerung Bürgerrechte
wie beispielsweise das Wahlrecht zugesprochen wurden.
So änderte sich politisch gesehen in all den fünfzig Jahren kaum
etwas. Kulturell betrachtet machte die schwarze Bevölkerung
jedoch einen Wandel durch. Das Bild der schwarzen begann sich
zu verändern, und gerade zu Beginn des zwanzigsten
Jahrhunderts begannen sie neue Bereiche des Lebens wie vor
allem die Musik zu erobern.
Inhaltsverzeichnis
1. Darstellung von Schwarzen in der amerikanischen Malerei und kulturgeschichtlicher Hintergrund durch den Vergleich der Bilder “The Chore” von Thomas Anshutz und “Ruby Green Singing” von James Chapin.
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Wandel in der Darstellung von afro-amerikanischen Personen in der amerikanischen Malerei zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und den 1920er Jahren anhand einer vergleichenden Analyse von zwei Gemälden aufzuzeigen und in den zeitgenössischen kulturgeschichtlichen Kontext einzuordnen.
- Vergleichende Analyse der Gemälde "The Chore" (1888) und "Ruby Green Singing" (1928)
- Symbolik und Bildsprache von afro-amerikanischen Frauen in der Kunst
- Kulturgeschichtlicher Kontext der USA nach dem Bürgerkrieg bis zur Harlem Renaissance
- Untersuchung von Identität, Unterdrückung und künstlerischer Selbstentfaltung
- Die Rolle der afro-amerikanischen Bevölkerung im Prozess der gesellschaftlichen Befreiung
Auszug aus dem Buch
Darstellung von Schwarzen in der amerikanischen Malerei und kulturgeschichtlicher Hintergrund durch den Vergleich der Bilder “The Chore” von Thomas Anshutz und “Ruby Green Singing” von James Chapin.
In der Zeit von 1865 bis in die Mitte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts machten die USA eine Zeit des Wandels durch, sowohl außen- als auch innenpolitisch. Das Zeitalter des neuen Imperialismus brachte die USA seit dem Revolutionskrieg zum ersten Mal wieder in Konkurrenz mit Europa und mit dem Eintritt in den ersten Weltkrieg gaben die USA offiziell ihre Neutralität auf und präsentierten sich selber zum ersten Mal als mächtiges Land auf dem Wege zu einer Weltmacht.
Trotz all jener bedeutungsvollen Veränderungen in der Geschichte der USA änderte sich während all dieser Jahre für einige Bevölkerungsgruppen kaum etwas. Eine dieser Gruppen sind die Afro-Amerikaner, die den neuen Kontinent Amerika einst als Sklaven betraten und es bis zum Ende des Bürgerkrieges auch bleiben sollten. Doch selbst wenn ihr Leben als Besitz der weißen Bevölkerung mit der Emancipation Proclamation offiziell beendet war, so war es ihr Leben und ihr Status als Sklaven inoffiziell noch lange nicht. Ohne jegliches Wissen und ohne jemals eine Schule besucht zu haben, waren einige nun mehr als je zuvor abhängig von ihren ehemaligen weißen Besitzern, die es immer wieder zu verhindern wußten, daß der schwarzen Bevölkerung Bürgerrechte wie beispielsweise das Wahlrecht zugesprochen wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Darstellung von Schwarzen in der amerikanischen Malerei und kulturgeschichtlicher Hintergrund durch den Vergleich der Bilder “The Chore” von Thomas Anshutz und “Ruby Green Singing” von James Chapin.: Dieses Kapitel analysiert die künstlerische Darstellung afro-amerikanischer Frauen in zwei zeitlich versetzten Gemälden und bettet diese in den Kontext des sozio-politischen Wandels in den USA ein, von der Ära der systematischen Unterdrückung bis zur kulturellen Blüte der Harlem Renaissance.
Schlüsselwörter
Afro-Amerikaner, Malerei, The Chore, Ruby Green Singing, Thomas Anshutz, James Chapin, Kulturgeschichte, Bürgerkrieg, Emanzipation, Rassentrennung, Harlem Renaissance, Identität, Symbolik, Kunstgeschichte, USA
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel der Darstellung von afro-amerikanischen Personen in der US-amerikanischen Malerei anhand eines Vergleichs von zwei spezifischen Gemälden aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die bildliche Repräsentation von Minderheiten, der historische Wandel der Lebensbedingungen afro-amerikanischer Menschen nach dem Bürgerkrieg sowie der Einfluss von gesellschaftlichen Befreiungsprozessen auf die Kunst.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Analyse der visuellen Sprache und der Symbolik in den Werken von Anshutz und Chapin aufzuzeigen, wie sich die Identitätswahrnehmung und gesellschaftliche Position von Afro-Amerikanern über vier Jahrzehnte hinweg visuell verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine kunsthistorische Bildanalyse, ergänzt durch kulturgeschichtliche Kontextualisierung, um die Motive, Haltungen und formalen Aspekte der Gemälde zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung und Interpretation von "The Chore" und "Ruby Green Singing", einen Vergleich der Bildsprache (Farbgebung, Licht, Körperhaltung) sowie eine Analyse der zugrunde liegenden historischen Umstände.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Afro-Amerikaner, Kunstgeschichte, gesellschaftliche Befreiung, Symbolik und Identität geprägt.
Welche Rolle spielt der Titel "The Chore" für die Interpretation?
Der Titel unterstreicht die symbolische Ausweglosigkeit der dargestellten Person, da "Chore" (Routine- oder Hausarbeit) auf eine Last hinweist, die der Frau auferlegt ist und sie in ihrer sozialen Rolle einschränkt.
Warum wird "Ruby Green Singing" als Symbol für eine neue Zeit gesehen?
Im Gegensatz zur anonymen Dienstbotin in "The Chore" wird Ruby Green als Individuum dargestellt, dessen offene Körperhaltung und hoffnungsvoller Ausdruck einen kulturellen Aufbruch und ein neues Selbstverständnis widerspiegeln.
- Citation du texte
- Katharina Reese (Auteur), 2006, Afro-Amerikaner in der amerikanischen Malerei: Spiegelung eines Befreiungsprozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163259