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Die Schlachten zwischen Heiden und Christen in Konrads 'Rolandslied' und Wolframs 'Willehalm'

râche, zwîfel, vrümekeit

Título: Die Schlachten zwischen Heiden und Christen in Konrads 'Rolandslied' und Wolframs 'Willehalm'

Tesis de Maestría , 2010 , 94 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Björn Menrath (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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In der Arbeit werden die unterschiedlichen Darstellungen des Schlachtgeschehens im Rolandslied (RL) des Pfaffen Konrad und im Willehalm (Wh) Wolframs v. Eschenbach analysiert. Ausgehend von der Annahme, dass beide Autoren divergierende Wirkungsabsichten verfolgen, werden mittels Einzeluntersuchungen die gewählten Darstellungsmodi der Schlachten miteinander verglichen u. hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Textaussage befragt. Dabei zeigt sich, dass die schlichtere Komposition des RL, in der die Schlachten in eine Reihe von Einzelkämpfen zerlegt werden, die dualistische Grundposition des Textes konsequent unterstreicht, während Wolfram für die Gestaltung von Differenzen und die Problematisierung der Gewalt einen komplexeren Aufbau benötigt.
Die Arbeit besteht aus 4 Kapiteln, welche die Schlachtdarstellungen jeweils mit Hilfe verschiedener Untersuchungsparadigma miteinander vergleichen. Begonnen wird im 1. Kapitel mit den Gründen, Begründungen u. Rechtfertigungen, welche in den Texten o. von einzelnen Figuren genannt werden, um zu erläutern, warum gekämpft wird. Dann rücken die Kämpfer selbst in den Mittelpunkt, um die Rolle des Einzelnen im Verhältnis zum Kollektiven der Schlacht zu klären. Dabei spielen die Relationen zwischen Zweikämpfen u. Massenschlachten genauso eine Rolle, wie die zuvor herausgearbeiteten Motive einzelner Akteure u. ihre Verknüpfung mit den allgemeinen Zielen der kämpfenden Kollektive. Ein Exkurs erörtert dann die Rolle des Genelun aus dem RL.
Das 3. Kap. widmet sich den Inszenierungen von Gewalt. Um zu klären, wie Gewalt im Text dargestellt wird, werden einige Arten von Gewaltdarstellungen, die dort zu finden sind, untersucht, indem ihr jeweils quantitativ u. qualitativ unterschiedlicher Einsatz analysiert wird. Akustische Phänomene u. verbale Gewaltakte spielen dabei eine Rolle, aber auch drastische Tötungen, Blutströme u. monströse Kämpfer. Als besonderer Akteur wird Rennewart aus dem Wh untersucht. Im 4. Kap. wird die These von Bumke – „Während sonst der Krieg die Folie bildet für die Darstellung des Handelns Einzelner, wird im Wh der Krieg selbst zum Thema.“ – überprüft. Dazu wird geklärt, wie u. von wem der Krieg selbst im Wh thematisiert wird, u. was dieses Nachdenken über den Krieg für die Dichtung bedeutet. Ein Vergleich mit dem RL zeigt dann, warum der Krieg dort nur eine Folie zur Darstellung des Handelns einzelner Figuren bildet. Im Schlusswort werden die erarbeiteten Unterschiede zusammengefasst u. abschließend bewertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Fränkische Krieger in deutscher Bearbeitung.

2. Hauptteil

(Glaubens-)Kämpfer und ihre Schlachten in der deutschsprachigen Kreuzzugsepik des Rolandsliedes und des Willehalm

2.1. Warum kämpfen sie überhaupt?

Gründe, Begründungen und Rechtfertigungen für die Schlachten.

Exkurs: Theologische Kriegslegitimation im Christentum

2.2. Die Rolle des Einzelnen im Verhältnis zum Kollektiven der Schlacht.

Exkurs: Genelun – der Feind in den eigenen Reihen.

2.3. Die Ausdrucksformen (Inszenierungen) der Gewalt.

Der Kampfes(un)wille der Krieger.

Akustische Phänomene

Schlachtreden und Rededuelle

Das Motiv des Beasts of Battle.

Besonders drastische Tötungsdarstellungen

Das Motiv der ‚Blutströme’.

Fremdartige Akteure (monströse Heidenvölker).

Fremdartige Akteure (Rennewart)

Schlussgedanken zu den Gewaltinszenierungen.

2.4. Der Krieg als Folie oder als eigenes Thema: zur These von Joachim Bumke.

3. Schlussteil

Kreuzzugsbegeisterung und Gewaltproblematisierung

5. Literaturverzeichnis

5.1. Primärliteratur

5.2. Sekundärliteratur

a. Monographien und Sammelbände

b. Sammelbandaufsätze

c. Zeitschriftenaufsätze

d. Wörterbücher, Lexika und außerliterarische Quellen

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die unterschiedlichen Darstellungen des Schlachtgeschehens im Rolandslied des Pfaffen Konrad und im Willehalm Wolframs v. Eschenbach zu analysieren und miteinander zu vergleichen, um daraus divergierende Wirkungsabsichten und Konzeptionen der Gewalt darzustellen.

  • Vergleich der Legitimationsstrategien für den Krieg in beiden Epen.
  • Analyse des Verhältnisses von Einzelkämpfern und Massenschlachten.
  • Untersuchung der akustischen Inszenierung von Gewalt und Kampf.
  • Betrachtung der Rolle fremdartiger Akteure (monströse Völker, Rennewart).
  • Überprüfung der These von Joachim Bumke zum Krieg als Folie bzw. Thema.

Auszug aus dem Buch

Die Ausdrucksformen (Inszenierungen) der Gewalt.

Die vorangehenden Kapitel haben gezeigt, dass im Rolandslied und ebenso im Willehalm diverse Gründe zu Kämpfen führen, in denen dann einzelne Personen – teils alleine und teils im Kollektiv – Gewalt gegen andere ausführen. Doch wie genau wird diese Gewalt literarisch inszeniert – wie wird sie ausgedrückt? Folgt sie bestimmten (etwa höfischen) Regeln, oder ist sie eher wild und unbeherrscht? Gewalt kann auf höchst unterschiedliche Art und Weise inszeniert werden. So entwickeln sich die geschilderten Kämpfe in beiden Texten schnell zu einem immensen Blutbad:

die tôten lâgen in allenthalben sîn | sam die hôhen berge. | daz bluot von manne verhe | fulte velt unde graben. (RL, 4146–4149)

ez wære wisen oder sat, | der wart da vil nach im getret, | sin ors durh mannen bluot gewet: | der lac da vil uf siner sla. (Wh, 56,12–15)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schlachtdarstellung im Rolandslied und Willehalm sowie Begründung des komparativen Ansatzes.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der Kriegsgründe, der Rolle des Einzelnen, der Gewaltinszenierung und der These vom Krieg als eigenständigem Thema.

3. Schlussteil: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede in der Darstellung und der jeweiligen Wirkungsabsichten von Konrad und Wolfram.

Schlüsselwörter

Rolandslied, Willehalm, Schlachtdarstellung, Kreuzzugsepik, Gewaltinszenierung, Pfaffe Konrad, Wolfram von Eschenbach, Literaturvergleich, Mittelalter, Kriegsethik, Heidenbild, Rennewart, Märtyrertod, Zweikampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Magisterarbeit untersucht die Unterschiede in der Darstellung von Schlachten in zwei bedeutenden mittelhochdeutschen Epen: dem Rolandslied und dem Willehalm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Legitimation des Krieges, die Inszenierung von Gewalt durch akustische und optische Mittel, sowie die Rolle des Individuums in der Massenschlacht.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche unterschiedlichen Wirkungsabsichten die beiden Autoren (Konrad und Wolfram) verfolgen und wie diese durch die literarische Gestaltung des Schlachtgeschehens manifestiert werden.

Welche Methode wird verwendet?

Der Autor führt textnahe Einzeluntersuchungen durch, um Gestaltungsmittel wie Schlachtreden, akustische Phänomene und Gewaltdarstellungen in beiden Werken quantitativ und qualitativ zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Kriegsgründe, die Rolle des Einzelnen, verschiedene Formen der Gewaltinszenierung und prüft die These von Joachim Bumke zum Krieg als literarisches Thema.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören Kreuzzugsepik, Heidenbilder, Gewaltproblematisierung, Märtyrertod und höfische vs. dualistische Kriegsdarstellung.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Rennewart von anderen Figuren?

Rennewart nimmt eine Sonderrolle ein, da er nicht aus religiösen Motiven kämpft, sondern seine persönliche Entwicklung zwischen Außenseiterstatus und ritterlicher Bewährung im Zentrum steht.

Warum spielt das Motiv der 'Blutströme' eine zentrale Rolle?

Das Motiv dient im Rolandslied als erzähltechnischer 'Trick' zur Bestätigung der Sieger-Mentalität, während es bei Wolfram zur Darstellung und Reflexion des Leids beider Seiten genutzt wird.

Inwiefern ist der Verräter Genelun für die Analyse relevant?

Genelun fungiert als Gegenentwurf zum idealen Vasallen und zeigt durch sein Handeln die fatalen Folgen der Nicht-Integration in das mittelalterliche Kollektiv auf.

Final del extracto de 94 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Schlachten zwischen Heiden und Christen in Konrads 'Rolandslied' und Wolframs 'Willehalm'
Subtítulo
râche, zwîfel, vrümekeit
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Literatur)
Calificación
1,3
Autor
Björn Menrath (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
94
No. de catálogo
V164376
ISBN (Ebook)
9783640792818
ISBN (Libro)
9783640793020
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wolfram von Eschenbach Pfaffe Konrad Willehalm Rolandslied Krieg Mittelalter Chanson de geste Wirkungsabsicht Schlacht Rennewart Karl der Große Gewalt Orient Okzident Glaubenskampf Kreuzzugsthematik Kreuzzugsepen Rache Sarazenen Miles Dei
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Björn Menrath (Autor), 2010, Die Schlachten zwischen Heiden und Christen in Konrads 'Rolandslied' und Wolframs 'Willehalm', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164376
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