In dieser Arbeit soll durch einen Vergleich der Brüderpaare, deren Konflikt die beiden hier zu untersuchenden Werke dominiert sowie weiterer Charaktere in Friedrich Maximilian Klingers „Die Zwillinge“ (1776) und Christian Felix Weißes „Atreus und Thyest“ (1766) der Versuch einer epochalen Einordnung von Weißes „Atreus und Thyest“ unternommen werden. Denn so sicher die literaturwissenschaftliche Forschung Klingers „Die Zwillinge“ dem Sturm und Drang zuordnet, so strittig bleibt bis heute eine zeitliche Periodisierung von Weißes „Atreus und Thyest“.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Merkmale der Empfindsamkeit und des Sturm und Drangs
- Die Empfindsamkeit
- Das Drama der Empfindsamkeit
- Sturm und Drang
- Die Grenzen der Théodizée im Sturm und Drang
- Hauptteil
- Die Motive und die wesentlichen Charakterzüge der Protagonisten
- Guelfo
- Atreus
- Die Antagonisten
- Ferdinando
- Thyest
- Das Umfeld der Handlungen
- Die Zwillinge
- Atreus und Thyest
- Die ,,Spiegelcharaktere"
- Grimaldi
- Aegisth
- Auswertung
- Vergleich der Brüderpaare in „Die Zwillinge“ und „Atreus und Thyest“
- Epochale Einordnung von Weißes „Atreus und Thyest“
- Analyse der Charaktere und ihrer Motive
- Untersuchung der Merkmale der Empfindsamkeit und des Sturm und Drangs
- Die Rolle von Rache und Leidenschaft in den Dramen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit einem Vergleich der Brüderpaare, deren Konflikt die beiden Werke „Die Zwillinge“ von Friedrich Maximilian Klinger (1776) und „Atreus und Thyest“ von Christian Felix Weiße (1766) dominiert. Im Fokus steht insbesondere die epochale Einordnung von Weißes „Atreus und Thyest“, das im Gegensatz zu Klingers Werk bis heute in der Literaturwissenschaft umstritten ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung der Empfindsamkeit und des Sturm und Drangs. Sie beleuchtet die Merkmale dieser Epochen sowie deren Einfluss auf die Dramatik.
Der Hauptteil widmet sich dem Vergleich der Charaktere in Klingers „Die Zwillinge“ und Weißes „Atreus und Thyest“. Dabei werden die Motive und wesentlichen Charakterzüge der Protagonisten und Antagonisten untersucht. Des Weiteren werden die Beziehungen zwischen den Figuren und das Umfeld ihrer Handlungen beleuchtet. Im Fokus stehen auch die „Spiegelcharaktere“, die durch ihren Kontrast zu den Hauptfiguren Aufschluss über die zentralen Konflikte der Dramen geben.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Empfindsamkeit, Sturm und Drang, Drama, Rache, Leidenschaft, Brüderpaare, Charakteranalyse, epochale Einordnung, Vergleich, Motive.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit vergleicht die Dramen "Die Zwillinge" von Klinger und "Atreus und Thyest" von Weiße, um eine literaturepochale Einordnung des Werks von Weiße vorzunehmen.
Welche literarischen Epochen werden untersucht?
Es geht primär um die Merkmale und Grenzen der Empfindsamkeit sowie des Sturm und Drangs.
Warum ist die Einordnung von Weißes "Atreus und Thyest" schwierig?
Während Klingers Werk eindeutig dem Sturm und Drang zugeordnet wird, ist die zeitliche Periodisierung von Weißes Drama in der Forschung bis heute umstritten.
Welche Charaktere werden exemplarisch verglichen?
Verglichen werden die Protagonisten Guelfo und Atreus sowie ihre Antagonisten Ferdinando und Thyest.
Was sind "Spiegelcharaktere" in diesem Kontext?
Figuren wie Grimaldi und Aegisth dienen als Kontrast zu den Hauptfiguren und geben Aufschluss über die zentralen Konflikte wie Rache und Leidenschaft.
- Citar trabajo
- Martin Kramer (Autor), 2009, Versuch einer literaturepochalen Einordnung von Christian Felix Weißes Drama "Atreus und Thyest" anhand des Vergleichs der Hauptcharaktere mit Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164455