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Versuch einer literaturepochalen Einordnung von Christian Felix Weißes Drama "Atreus und Thyest" anhand des Vergleichs der Hauptcharaktere mit Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge"

Titre: Versuch einer literaturepochalen Einordnung von Christian Felix Weißes Drama "Atreus und Thyest" anhand des Vergleichs der Hauptcharaktere mit Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge"

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 24 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Martin Kramer (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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In dieser Arbeit soll durch einen Vergleich der Brüderpaare, deren Konflikt die beiden hier zu untersuchenden Werke dominiert sowie weiterer Charaktere in Friedrich Maximilian Klingers „Die Zwillinge“ (1776) und Christian Felix Weißes „Atreus und Thyest“ (1766) der Versuch einer epochalen Einordnung von Weißes „Atreus und Thyest“ unternommen werden. Denn so sicher die literaturwissenschaftliche Forschung Klingers „Die Zwillinge“ dem Sturm und Drang zuordnet, so strittig bleibt bis heute eine zeitliche Periodisierung von Weißes „Atreus und Thyest“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Merkmale der Empfindsamkeit und des Sturm und Drangs

1.1.1 Die Empfindsamkeit

1.1.2 Das Drama der Empfindsamkeit

1.1.3 Sturm und Drang

1.1.4 Die Grenzen der Théodizée im Sturm und Drang

2. Hauptteil

2.1 Die Motive und die wesentlichen Charakterzüge der Protagonisten

2.1.1 Guelfo

2.1.2 Atreus

2.2 Die Antagonisten

2.2.1 Ferdinando

2.2.2 Thyest

2.3 Das Umfeld der Handlungen

2.3.1 Die Zwillinge

2.3.2 Atreus und Thyest

2.4 Die „Spiegelcharaktere“

2.4.1 Grimaldi

2.4.2 Aegisth

3. Auswertung

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die epochale Einordnung von Christian Felix Weißes Drama „Atreus und Thyest“ (1766) durch einen vergleichenden Charaktervergleich mit Friedrich Maximilian Klingers „Die Zwillinge“ (1776). Es wird untersucht, ob sich die Motive, Handlungen und Spiegelcharaktere der Protagonisten eher der Empfindsamkeit oder dem Sturm und Drang zuordnen lassen.

  • Vergleich von Brüderkonflikten in der Literatur des 18. Jahrhunderts
  • Analyse der Merkmale von Empfindsamkeit und Sturm und Drang
  • Charakterisierung und Funktion der Antagonisten und Spiegelcharaktere
  • Einfluss von Umfeld, Familiendynamik und Machtstrukturen
  • Überprüfung der literaturwissenschaftlichen Periodisierung von „Atreus und Thyest“

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Das Drama der Empfindsamkeit

Das Drama der Empfindsamkeit ist formal noch dem Drama der Aufklärung zugehörig, zeigt jedoch im Ansatz bereits erste Anzeichen einer Auflösung der starren, auf Rationalität, Ordnung und aristotelischem Drama beruhenden Dramenkonzeption. Diese schreibt vor, dass die Einheit von Zeit, Raum und Handlung - eine abgeschlossene Haupthandlung mit stringenter Entwicklung, wobei jedes Handlungselement notwendig für die Entwicklung sein muss - eingehalten werden soll. Als idealtypisch gilt die Konzeption von 5 Akten. Das Drama soll nach Gottsched Mitleid und Schaudern auslösen, wodurch eine Katharsis von eben diesen Affekten erzielt werden soll.

Im empfindsamen Drama spielen familiäre Werte eine übergeordnete Rolle, im Mittelpunkt stehen die zärtliche Liebe und Hingabe zueinander sowie ein strenger Tugend- und Moralkodex. Sichtbar wird dies etwa am Beispiel von Lessings „Miß Sara Sampson“ (1755), denn allen Widrigkeiten zum Trotz bleibt der Vater für Sara immer der „zärtliche“ Vater, umgekehrt ist ihre Verfehlung für ihn nichtig, solange ihre Liebe zu ihm anhält. Auch in „Emilia Galotti“ (1772) stellt Lessing die Vater-Tochter-Beziehung nicht weniger liebevoll dar, allerdings ohne die empfindsame Überschwänglichkeit der Saras.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, Weißes Drama „Atreus und Thyest“ im Kontext von Empfindsamkeit und Sturm und Drang zeitlich einzuordnen.

2. Hauptteil: Es erfolgt ein detaillierter Vergleich der Protagonisten Guelfo und Atreus, der Antagonisten sowie des Umfelds und der Spiegelcharaktere Grimaldi und Aegisth.

3. Auswertung: Die formale und inhaltliche Gegenüberstellung zeigt, dass sich Weißes Drama trotz inhaltlicher Nähe zum Familienkonflikt eher der Empfindsamkeit zuordnen lässt.

4. Fazit: Die abschließende Analyse bestätigt, dass das Drama „Atreus und Thyest“ aufgrund der spezifischen Charakterkonstellationen nicht dem Sturm und Drang, sondern der Epoche der Empfindsamkeit zuzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Empfindsamkeit, Sturm und Drang, Atreus und Thyest, Die Zwillinge, Literaturgeschichte, Drama, Charaktervergleich, Brüderkonflikt, Christian Felix Weiße, Friedrich Maximilian Klinger, Epocheneinordnung, Tantalidenfluch, Aufklärung, Motivik, Schuld und Sühne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht zwei Dramen des 18. Jahrhunderts, um eine epochale Einordnung von Weißes Stück „Atreus und Thyest“ vorzunehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Empfindsamkeit und Sturm und Drang, die Analyse von Familien- und Machtstrukturen sowie die Bedeutung von Protagonisten und deren Spiegelcharakteren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die strittige zeitliche Periodisierung von „Atreus und Thyest“ zu klären, indem man untersucht, ob die Charaktere typische Merkmale des Sturm und Drangs aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für den Vergleich verwendet?

Die Autorin wählt eine komparative Methode, bei der die Protagonisten, Antagonisten, die Spiegelcharaktere und das handelnde Umfeld in beiden Dramen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charakterzüge von Guelfo und Atreus, die Rolle von Ferdinando und Thyest sowie die Funktion von Grimaldi und Aegisth in ihren jeweiligen Kontexten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Neben den Werktiteln sind Begriffe wie „Empfindsamkeit“, „Sturm und Drang“, „Epocheneinordnung“ und „Brüderkonflikt“ für das Verständnis der Arbeit essentiell.

Wie unterscheiden sich die Hauptfiguren Guelfo und Atreus in ihrem Handeln?

Während Guelfo als getriebene, leidende Figur erscheint, die gegen Bevormundung aufbegehrt, agiert Atreus zielgerichtet aus Machtkalkül und Rachsucht innerhalb eines patriarchalischen Systems.

Welche Funktion nehmen Grimaldi und Aegisth als Spiegelcharaktere ein?

Beide spiegeln die Protagonisten wider: Grimaldi stachelt Guelfos Rache an und reflektiert dessen Melancholie, während Aegisth als pflichtbewusster Sohn erst durch moralische Konflikte aus seiner Passivität gelöst wird.

Was ist das zentrale Ergebnis der epochalen Einordnung?

Das Drama „Atreus und Thyest“ wird primär als empfindsames Drama eingestuft, da die Motive der Figuren und die Struktur nicht der radikalen Auflehnung des Sturm und Drangs entsprechen.

Welche Rolle spielt der „Tantalidenfluch“ im Werk von Weiße?

Er dient als Hintergrund, der die Spannung und das Handeln der Charaktere verstärkt und die Unausweichlichkeit der in der Mythologie verwurzelten familiären Tragödie betont.

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Résumé des informations

Titre
Versuch einer literaturepochalen Einordnung von Christian Felix Weißes Drama "Atreus und Thyest" anhand des Vergleichs der Hauptcharaktere mit Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge"
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien)
Cours
Drama der Extreme. Christian Felix Weiße und die Aufklärung
Note
2,0
Auteur
Martin Kramer (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
24
N° de catalogue
V164455
ISBN (ebook)
9783668750050
ISBN (Livre)
9783668750067
Langue
allemand
mots-clé
thyest eingeweide fleisch versuch einordnung christian felix weißes drama atreus vergleichs hauptcharaktere friedrich maximilian klingers zwillinge
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Kramer (Auteur), 2009, Versuch einer literaturepochalen Einordnung von Christian Felix Weißes Drama "Atreus und Thyest" anhand des Vergleichs der Hauptcharaktere mit Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164455
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