Das Ziel dieser schriftlichen Ausarbeitung ist, die positiven und negativen Aspekte des Themas Schwarzarbeit darzulegen und zu begründen, warum Schwarzarbeit von der Allgemeinheit nicht toleriert werden sollte. Zunächst wird der Begriff „Schwarzarbeit“ definiert und es folgt eine Beschreibung der Sektoren der Schwarzarbeit sowie der strafrechtlichen Folgen und der damit verbundenen Ausnahmen. Anschließend werden im Grundlagenkapitel die wesentlichen Theorieteile sowie Fakten zum Thema aufgezeigt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden dann auf ein Fallbeispiel angewendet und ethisch bewertet. Schließlich wird ein Fazit zu dieser Ausarbeitung abgegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition und die Sektoren der Schwarzarbeit
2.2 Strafrechtliche Folgen und Ausnahmen
2.3 Wirtschaftsethische Problematik
3 Ethische Bedeutung für den Einzelnen und die Allgemeinheit
3.1 Vorteile für den Einzelnen
3.2 Nachteile für den Einzelnen
3.3 Bedeutung für die Allgemeinheit und das Wettbewerbssystem
3.4 Fallbeispiel Siemens
3.4.1 Situationsbeschreibung
3.4.2 Ethische Bewertung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Schwarzarbeit auseinander, beleuchtet deren Auswirkungen auf den Einzelnen sowie die Gesellschaft und hinterfragt die ethische Vertretbarkeit dieses Handelns anhand theoretischer Grundlagen und eines Fallbeispiels.
- Definition und rechtliche Rahmenbedingungen der Schwarzarbeit
- Wirtschaftsethische Analyse der Schattenwirtschaft
- Abwägung individueller Vorteile gegenüber langfristigen Nachteilen
- Ethische Bewertung unter Anwendung der Tugendlehre Platons
- Fallstudie zum Schwarzarbeitsskandal des Konzerns Siemens
Auszug aus dem Buch
3.1 Vorteile für den Einzelnen
Moralisch muss die Schwarzarbeit verurteilt werden. Es muss sich also die Frage gestellt werden, wieso die Schwarzarbeit trotz der moralischen Verwerflichkeit und Verantwortungslosigkeit dennoch derartige Dimensionen annehmen konnte und immer noch kann. Ein klarer Vorteil für den Einzelnen liegt darin, dass der Schwarzarbeitende keine Abgaben zu leisten hat und somit mehr Geld verdienen kann. Zudem sorgt das schwache wirtschaftliche Wachstum für kürzere Arbeitszeiten, was wiederum Freiräume für unangemeldete Gelegenheitsjobs nach der regulären Arbeitszeit schafft.
Gleiches gilt für den Arbeitgeber, der dadurch hohe Lohnkosten einsparen kann. Ein weiterer Vorteil für den Arbeitgeber ist die Umgehung der bürokratischen Strukturen sowie des hohen Verwaltungsaufwandes. Neben dem Schwarzarbeiter und dem Arbeitgeber kann auch der Kunde davon profitieren, da dieser durch die Schwarzarbeit Kosten einsparen kann. So verdient ein deutscher Maler pro Stunde etwa 42 Euro, sein Schwar-markt-Preis liegt zwischen zehn und 17 Euro. Diese enormen Preisunterschiede führen zwangsläufig zur Schwarzarbeit. Kurzfristig gesehen sind die Vorteile für den Einzelnen als durchaus positiv zu bewerten. Jedoch wiegen die Nachteile, die im folgenden Abschnitt behandelt werden, schwerer.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Schwarzarbeit ein, definiert das Ziel der Arbeit und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den Grundlagen bis zur ethischen Bewertung.
2 Grundlagen: Hier werden der Begriff der Schwarzarbeit, ihre Sektoren sowie die rechtlichen Konsequenzen erläutert und die Problematik aus wirtschaftsethischer Sicht beleuchtet.
3 Ethische Bedeutung für den Einzelnen und die Allgemeinheit: Dieses Kapitel analysiert die individuellen Vor- und Nachteile der Schwarzarbeit, deren volkswirtschaftliche Auswirkungen und bewertet den Fall Siemens ethisch anhand der platonischen Tugendlehre.
4 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass ein mangelndes Unrechtsbewusstsein und die hohe Steuerlast die Schwarzarbeit fördern und appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger zum Wohl der Gemeinschaft.
Schlüsselwörter
Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft, Wirtschaftsethik, Sozialabgaben, Gerechtigkeit, Tugendlehre, Siemens, Fallbeispiel, Steuern, Wettbewerbsverzerrung, Unrechtsbewusstsein, Sozialversicherung, Arbeitnehmer, Beschäftigung, Unternehmensverantwortung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Schwarzarbeit, beleuchtet deren rechtliche sowie wirtschaftsethische Aspekte und bewertet sie kritisch hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Individuen und die Allgemeinheit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Definition von Schwarzarbeit, die strafrechtlichen Folgen, die ökonomische Bedeutung für die Schattenwirtschaft sowie eine ethische Reflexion anhand der Tugendlehre.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die positiven und negativen Aspekte der Schwarzarbeit darzulegen und zu begründen, warum sie volkswirtschaftlich schädlich ist und ethisch abgelehnt werden sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Anwendung ethischer Prinzipien, insbesondere der Tugendlehre nach Platon, auf ein konkretes Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Motive für Schwarzarbeit, ihre Auswirkungen auf die soziale Sicherung und den Wettbewerb sowie das konkrete Fehlverhalten des Großkonzerns Siemens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Schwarzarbeit, Wirtschaftsethik, Sozialabgaben, Gerechtigkeit, Schattenwirtschaft und Unternehmensverantwortung.
Warum wird im Kontext der Schwarzarbeit auf Platon Bezug genommen?
Platons Tugendlehre (insbesondere Klugheit, Gerechtigkeit und Mäßigung) dient als philosophischer Maßstab, um das moralische Handeln sowohl von Individuen als auch von Unternehmen zu bewerten.
Welche Besonderheit weist das Fallbeispiel Siemens auf?
Siemens wird als Beispiel für einen Widerspruch zwischen dem offiziellen „Corporate Responsibility Framework“ des Konzerns und der tatsächlichen Praxis der Beschäftigung von Schwarzarbeitern über eine Briefkastenfirma angeführt.
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- B.A. Sebastian Trautmann (Author), 2008, Aspekte der Schwarzarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164469