Background checks bei der Personalauswahl

Eine kritische Bewertung


Seminararbeit, 2009
21 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

III. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsabgrenzung
2.1 Background check
2.2 Pre-Employment screening

3. Bedeutung von Background checks

4. Background check- Prozess
4.1 Phase I : Standardrecherche
4.2 Phase II : Persönliches Interview
4.3 Phase III : Individualrecherche
4.3.1 Amtliche Auskünfte
4.3.2 Sonstige Auskünfte
4.3.2.1 Netzwerke
4.3.2.1.1 XING
4.3.2.1.2 LinkedIn
4.3.2.1.3 Facebook
4.3.2.1.4 MySpace
4.3.2.1.5 studiVZ
4.3.2.2 Fazit : Online- Recherchen
4.3.2.3 Tiefenanalysen
4.4 Phase IV : Berichterstattung

5. Background checks aus Sicht der Bewerber

6. Resümee

I. Abbildungsverzeichnis

Abb.1:Die häufigsten Wirtschaftsdelikte (in Deutschland betroffene Banken und Versicherungen in %, Mehrfachantworten möglich)

Abb.2: Wie sich Firmen schützen (in Deutschland betroffene Banken und Versicherungen in %, Mehrfachantworten möglich)

Abb.3: Background check- Phasen

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„Jahrhunderte wurden Menschen nicht aufgrund von Befähigung, sondern aufgrund von Herkunft und Beziehungen befördert, so dass die westlichen Staatsgemeinschaften wimmelten von Königen, die nicht zu regieren verstanden, Lords, die ihre Ländereien herunterwirtschafteten, Heerführern ohne strategischen Sinn, Bauern, die klüger waren als ihre Herren, und Dienstmädchen, die mehr wussten als ihre Damen.“ Alain de Botton

Betrachtet man die heutige Unternehmenswelt sind gute Kontakte und Beziehungen zu Führungskräften und Personalentscheidern nach wie vor, generell als Vorteil zu betrachten, dennoch wandelt sich das Bild vom vertrauenden Unternehmen dahingehend, dass dieses immer stärker eine Stellung der Vorsicht, Skepsis und bewussten Distanz einnimmt und auch einnehmen muss. Diese Verhaltensweise begründet sich darin, dass tagtäglich neue Schlagzeilen zu korruptem Verhalten innerhalb eines Unternehmens zu lesen sind. Die zum Teil nicht nachvollziehbaren Aktivitäten beziehen sich auf gezielte Bestechungen, der Finanzierung von Luxusreisen, Schwarzkassen oder kriminellen Doppelleben. Dabei reicht das Spektrum der Beschuldigten von Wirtschaftsmagnaten, über Mitarbeiter in Einkaufsabteilungen bis hin zu vermeintlich loyalen Amtsträgern.

Die Identifizierung von korrupten Verhalten und dessen Ausmaß gestaltet sich oft als schwierig. Die Unternehmen als Opfer bleiben oftmals lange unwissend und der erlittene Schaden lange unerkannt. Präventionsmaßnahmen gegen korruptes Verhalten gibt es viele. Leider sind viel zu oft interne Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens involviert, die die ihnen anvertraute Macht missbrauchen. Um gefährdete Mitarbeiter schon im Bewerbungsprozess identifizieren zu können, bieten sich verschiedene Möglichkeiten, Informationen über Kandidaten einzuholen.

Im Rahmen dieser Seminararbeit soll diskutiert werden, wie der Prozess von Background checks gestaltet werden kann und welche kritischen Aspekte dabei zu beachten sind. Dabei wird auf Unternehmens- und Bewerberperspektive gleichermaßen eingegangen.

2. Begriffsabgrenzung

2.1 Background check

Der Background check bedeutet im deutschsprachigen Gebrauch: Hintergrundüberprüfung. Er umfasst ein relativ neues Verfahren bei der Personalauswahl. Innerhalb der Hintergrundüberprüfung werden öffentliche und wirtschaftliche Daten von den Unternehmen, beziehungsweise Institutionen über den Bewerber eingeholt. Die Überprüfung wird sehr oft bei zu vergebenden, sicherheitsbezogenen Stellen, wie zum Beispiel: Tätigkeiten am Flughafen, bei der Polizei oder bei einer Bank vorgenommen. Die Informationen beinhalten vorrangig die Vergangenheit und Bonität des Bewerbers.

Ein weiterer Aspekt von Background check umfasst die Überprüfung von Lieferanten, Kunden, Geschäftspartnern und externen Dienstleistern. Der Inhalt der Seminararbeit beschränkt sich jedoch auf die Begriffsabgrenzung der Hintergrundüberprüfungen von Mitarbeitern.

2.2 Pre- Employment Screening

Ein in der Literatur immer häufiger erscheinender Begriff ist das Pre- Employment Screening, welches ebenfalls die Hintergrundüberprüfung von Mitarbeitern darstellt. „Pre- Employment Screening“ ist eine präventive Maßnahme zur Vermeidung von Korruptionsrisiken durch Ablehnung potentiell „riskanter“ Bewerber.“[1] Ziel ist es, die Eignung von Kandidaten für bestimmte Positionen zu prüfen, um Fehlentscheidungen in der Personalauswahl zu vermeiden, die Leistungen des Unternehmens zu verbessern und die Fluktuationsquote zu senken. Das Pre- Employment- screening steht somit als Synonym für Background checks und wird im Rahmen der Seminararbeit auch dafür verwendet.

3. Bedeutung von Background checks

Background checks sind präventive Maßnahmen, die- arbeitsrechtlich gesehen- frühestmöglich eingesetzt: bei der Bekämpfung von Korruptionsrisiken „vor den Toren“ des Unternehmens durch Abweisung riskanter potentieller Mitarbeiter zum Einsatz kommen.

Studien der KPMG und von PriceWaterhouseCooper zeigen, dass die Bedeutung von Background checks in Deutschland wesentlich unter der in Westeuropa liegt.

Während die Checks in Westeuropa von mehr als der Hälfte der Unternehmen genutzt wird, ist es in Deutschland nur bei einem Drittel der Unternehmen der Fall. Insgesamt liegt das Pre- Employment- Screening an dritter Stelle von sechs typischen Präventivmaßnahmen, demzufolge auf einem soliden Mittelplatz.

Nachfolgende Grafiken stellen die häufigsten Wirtschaftsdelikte in Deutschland dar, wobei gleichzeitig eine Parallele geschlagen wird, mit welchen Maßnahmen sich Unternehmen und Institutionen schützen, Korruptionen als solche zu vermeiden.

Abbildung 1 : Die häufigsten Wirtschaftsdelikte (in Deutschland betroffene Banken und Versicherungen in %, Mehrfachantworten möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : in Anlehnung an Compliancemagazin (2006)

Die obere Abbildung lässt erkennen, dass zu den häufigsten Wirtschaftsdelikten Unterschlagung, Betrug und Industriespionage gehören. Verfolgt man weitere Studien der Wirtschaftsprüfungs- und beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers und der Martin- Luther- Universität wird ersichtlich, dass bereits 63% der deutschen Finanzdienstleister Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden sind. Der dadurch entstandene Schaden wird auf 250 Millionen Euro geschätzt, exklusive des immateriellen Schadens, der deutlich höher sein dürfte.

[...]


[1] Röhrich (2008), S. 35.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Background checks bei der Personalauswahl
Untertitel
Eine kritische Bewertung
Hochschule
Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V164927
ISBN (eBook)
9783640801886
ISBN (Buch)
9783640802456
Dateigröße
704 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Background, Personalauswahl, Eine, Bewertung
Arbeit zitieren
Sandra Borat (Autor), 2009, Background checks bei der Personalauswahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164927

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