Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der Erarbeitung von Lösungsansätzen für die Einführung einer Balanced Scorecard in der Gerriets GmbH am Beispiel der Finanz-perspektive.
Mit der Einführung einer Balanced Scorecard erwartet sich die Geschäftsführung der Gerriets GmbH strategisch vereinbarte Ziele durch operative Maßnahmen erreichen zu können. Es soll besonders auf die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und auf die Umsetzbarkeit der Kennzahlen in die anderen Perspektiven der Balanced Scorecard geachtet werden. Hierbei werden auch die Grenzen der Informationsbeschaffung von KMU´s berücksichtigt. Die Intention der Projektarbeit ist es, der Geschäftsleitung der Gerriets GmbH Wege aufzuzeigen, eine Balanced Scorecard einfach und möglichst effektiv in das operative Tagesgeschäft zu integrieren. Dies alles geschieht beispielhaft anhand der Ausarbeitung der Finanzperspektive. Die strategischen Ziele der Finanzperspektive sind:
- Steigerung der Ertragskraft
- Liquidität sichern
- Gesamtrendite steigern
- Kosten kennen und beherrschen
Für die genannten Ziele sollen Kennzahlen festgelegt werden, die für ein mittelständisches Familienunternehmen von Bedeutung sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Die Balanced Scorecard als Wettbewerbsvorteil
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung der Projektarbeit
1.4 Abgrenzung
1.5 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen und Voraussetzungen
2.1 Erläuterungen zur Gerriets GmbH
2.2 Definition von KMU´s
2.3 Der Begriff des Controllings
2.4 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.4.1 Kennzahlen
2.4.2 Kennzahlensysteme
2.5 Grundlagen der Balanced Scorecard
3. Aktueller Situationszustand der Gerriets GmbH
3.1 Entwicklungsstand der Kosten- und Leistungsrechnung
3.2 Entwicklungsstand der Balanced Scorecard
3.3 Aktuelle Finanzlage der Gerriets GmbH
3.3 Probleme, die sich aus dem Situationszustand der Gerriets GmbH ergeben
4. Die Balanced Scorecard als Problemlösung
4.1 Wirkungsweise der Balanced Scorecard
4.2 Wirkungsweise der Finanzperspektive
5. Umsetzung der Balanced Scorecard am Beispiel der Finanzperspektive
5.1 Festlegung der Projektstruktur
5.2 Schaffen eines organisatorischen Rahmens und Klärung der strategischen Grundlagen
5.3 Entwicklung einer BSC
5.3.1 Entwicklung einer Strategy Map
5.3.2 Einführung in die Vorgehensweise bei der Erstellung der Finanzkennzahlen
5.3.2.1 Ertragskennzahlen
5.3.2.2 Liquiditätskennzahlen
5.3.2.3 Rentabilitätskennzahlen
5.3.2.4 Weitere Kennzahlen die in die BSC aufgenommen werden sollen
5.3.2.5 Kosten kennen und beherrschen
5.3.3 Ermittlung von Zielwerten
5.3.4 Bestimmung strategischer Aktionen
5.4 Die strategieorientierte Ausrichtung der Organisation und die Sicherstellung des kontinuierlichen Einsatzes der BSC
6. Fazit und Ausblick
6.1 Kritische Betrachtung
6.2 Erreichte Ergebnisse
6.3 Ausblick auf bevorstehende Herausforderungen
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit verfolgt das Ziel, praktikable und kosteneffiziente Lösungsansätze für die Einführung der Finanzperspektive einer Balanced Scorecard (BSC) in der Gerriets GmbH aufzuzeigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie ein mittelständisches Unternehmen ohne aufwendige Kostenrechnung ein effektives Controlling-Instrument implementieren kann, das Strategien und Visionen erfolgreich in das operative Tagesgeschäft integriert.
- Entwicklung eines auf die Gerriets GmbH zugeschnittenen "Gerriets-vier-Perspektiven-Systems" (GP4S).
- Analyse und Auswahl relevanter Finanzkennzahlen zur Steuerung der Ertragskraft, Liquidität und Rentabilität.
- Konzeptionelle Erarbeitung einer Strategy Map zur Visualisierung von Ursache-Wirkungsbeziehungen.
- Methodische Vorgehensweise zur Standortbestimmung und Ermittlung von Zielwerten für KMU.
Auszug aus dem Buch
3.4 Probleme, die sich aus dem Situationszustand der Gerriets GmbH ergeben
Mit den geläufigen Kennzahlen wie Umsatz, Aufwendungen, Kosten und Gewinn werden seit jeher Unternehmen geleitet, so auch die Gerriets GmbH. Diese Zahlen liefern allgemeine und grundlegende Informationen über das Unternehmen, die jedoch über zukünftige Entwicklungen nur eine geringe Aussagekraft besitzen. Um jedoch wichtige Entscheidungen zu treffen, braucht man mehr und detailliertere Informationen, die momentan nur in der Buchhaltung vorhanden sind. Aus diesen Informationen muss erkennbar sein wann und warum Änderungen auftreten, um sich rechtzeitig an die Gegebenheiten anzupassen und so einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.
Dies könnte für die Gerriets GmbH als Marktführer im Bereich Bühnenbedarf eine weiter Möglichkeit sein, sich von der stetig zunehmenden Konkurrenz abzugrenzen. Durch das Fehlen eines automatisierten Berichtssystems, ist auch kein Frühwarnsystem vorhanden, das z.B. in Form einer Ampelanzeige erkenntlich macht, welche Kennzahl eine kritische Größe erreicht hat.
Ein Problem, das sich aus dem Fehlen einer Gemeinkostenrechnung und der Komplexität der nötigen Informationsbeschaffung ergibt, ist die mangelnde Transparenz im Unternehmen bezüglich der Marge für verkaufte Waren. Als Verkäufer kann man nur anhand des Verkaufspreises verglichen mit dem Einkaufspreis erahnen wie hoch die Marge ist. In Folge dessen wurde, um unnötige Verluste hohe Prozesskosten zu vermeiden, ein Mindestbestellwert von 50 € eingeführt. Jedoch ist es für einen Verkäufer immer noch nicht möglich, die Produkte mit der besten Marge zu verkaufen, da hierüber keine Informationen existieren. Die Beschaffung der notwendigen Informationen ist jedoch nur mit großem Aufwand zu ermöglichen. Besonderns im Mittelstand wird wenig aktives oder ausgebautes Controlling betrieben. Dies liegt unter anderem daran, dass KMU`s oft in Branchen mit spezifischem Know-How tätig sind, die oft nicht betriebswirtschaftlicher Natur sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Balanced Scorecard als Wettbewerbsvorteil ein, beleuchtet die aktuelle Problemstellung des Unternehmens und definiert die Zielsetzung sowie den Gang der Untersuchung.
2 Grundlagen und Voraussetzungen: Hier werden das Unternehmen Gerriets GmbH, der Begriff des KMU, die Rolle des Controllings sowie die theoretischen Fundamente von Kennzahlen und der Balanced Scorecard erläutert.
3. Aktueller Situationszustand der Gerriets GmbH: Das Kapitel analysiert den Stand der Kostenrechnung, die Finanzlage sowie die spezifischen Problemfelder, die sich aus der bestehenden Unternehmensstruktur ergeben.
4. Die Balanced Scorecard als Problemlösung: Es wird dargelegt, wie die Balanced Scorecard und speziell die Finanzperspektive als Steuerungsinstrument fungieren, um operative Ziele mit der Unternehmensstrategie zu verknüpfen.
5. Umsetzung der Balanced Scorecard am Beispiel der Finanzperspektive: Der Hauptteil beschreibt praxisnah die Projektstruktur, die Erstellung einer Strategy Map und die detaillierte Auswahl sowie Ermittlung von Finanzkennzahlen für die BSC.
6. Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel bietet eine kritische Reflexion der Ergebnisse, bewertet den Erfolg der erarbeiteten Ansätze und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen bei der Implementierung.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, BSC, Gerriets GmbH, Finanzperspektive, KMU, Controlling, Kennzahlensystem, Finanzkennzahlen, Strategie, Unternehmensführung, Rentabilität, Liquidität, Kostenkontrolle, Operatives Tagesgeschäft, Strategy Map.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Einführung von Lösungsansätzen für eine Balanced Scorecard, mit Fokus auf die Finanzperspektive, bei der Gerriets GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Etablierung eines Kennzahlensystems, die Steigerung der Finanztransparenz, die Ableitung von Zielwerten für KMU und die Verknüpfung von Strategien mit dem operativen Tagesgeschäft.
Was ist das primäre Ziel der Projektarbeit?
Das Ziel ist es, der Geschäftsleitung der Gerriets GmbH Wege aufzuzeigen, wie eine BSC ohne großen Kostenaufwand praktikabel und sinnvoll in die Unternehmenssteuerung integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu Controlling-Methoden und wendet diese, unterstützt durch eine Standortbestimmung mittels Umfragen und SWOT-Analyse, fallbezogen auf die Gerriets GmbH an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der praktischen Umsetzung der BSC: von der Projektstruktur über die Erstellung einer Strategy Map bis hin zur konkreten Auswahl von Ertrags-, Liquiditäts- und Rentabilitätskennzahlen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Balanced Scorecard, Finanzperspektive, KMU-Controlling, Kennzahlensysteme und strategische Unternehmensführung charakterisiert.
Warum wurde gerade die Finanzperspektive gewählt?
Die Finanzperspektive wurde gewählt, da sie als übergeordnetes Ziel für alle anderen Perspektiven der BSC fungiert und bei der Gerriets GmbH eine kritische Lücke in der Kostenkontrolle schließt.
Welche Rolle spielt das "GP4S"-System?
Das GP4S (Gerriets-vier-Perspektiven-System) ist das unternehmensspezifische Modell der Gerriets GmbH, das als strategisches Navigationsinstrument zur Zielerreichung dient.
Wie werden Zielwerte für das Unternehmen ermittelt?
Zielwerte werden durch interne Workshops, Jahresvergleiche, Benchmarks aus dem elektronischen Bundesanzeiger oder bei fehlenden Daten durch Schätzungen und Expertenbefragungen abgeleitet.
- Citar trabajo
- Philipp Kuny (Autor), 2010, Lösungsansätze für die Einführung einer Balanced Scorecard in der Gerriets GmbH am Beispiel der Finanzperspektive, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165147