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Zur Theorie und Praxis tiergestützter Interventionen mit Hunden

Título: Zur Theorie und Praxis tiergestützter Interventionen mit Hunden

Tesis , 2008 , 103 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Diplom Pädagogin Sarah Capitain (Autor)

Trabajo social
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Ziel dieser Arbeit war es den Forschungsstand in Form einer Literaturauswertung vorzustellen und zu überprüfen, ob dieser über Erfahrungsberichte und Annahmen hinaus auch ein wissenschaftliches Fundament besitzt. Hierfür wurden hauptsächlich Quellen aus den Bereichen der Psychologie, der Pädagogik, der Sozialpädagogik, der Sonderpädagogik, der Soziobiologie sowie der Zoologie und Kynologie herangezogen und diskutiert. Des Weiteren soll diese Arbeit einen Überblick über die Theorie und Praxis der tiergestützten Interventionen mit Hunden geben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte und Gegenwart der tiergestützten Interventionen

3 Theoretische Annäherung

3.1 Erklärungsansätze und Modelle der Mensch-Tier-Beziehung

3.1.1 Die Biophilie-Hypothese

3.1.2 Das Konzept der Du-Evidenz

3.1.2 Hinweise aus der Bindungstheorie

3.2 Die Mensch-Hund-Beziehung

3.2.1 Die Entstehung der Mensch-Hund-Beziehung

3.2.2 Die Kommunikation zwischen Mensch und Hund

3.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterscheide zwischen Menschen und Hunden im Kontext der tiergestützten Interventionen

3.2.4 Besondere Charakteristika im Vergleich zu anderen Tierarten

3.3 Zusammenfassung und Diskussion

4 Forschungsergebnisse: Auswirkungen von Hunden auf den Menschen

4.1 Untersuchungen über das Zusammenleben von Mensch und Hund

4.2 Untersuchungen mit psychisch kranken Menschen

4.3 Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit von Herzinfarktpatienten

4.4 Auswirkungen auf Puls und Blutdruck bei Kindern und Jugendlichen

4.5 Auswirkungen auf verhaltensauffällige Schüler

4.6 Zusammenfassung und Diskussion

5 Ziele, Methoden und Einsatzbereiche der tiergestützten Interventionen

5.1 Formen tiergestützter Interventionen

5.2 Methodische Grundlagen

5.2.1 Interaktionsformen in der tiergestützten Intervention

5.2.2 Funktionsformen in der Interaktion

5.2.3 Die Grundmethoden der tiergestützten Interventionen

5.2.3.1 Die Methode der freien Begegnung

5.2.3.2 Die Hort-Methode

5.2.3.3 Die Brücken-Methode

5.2.3.4 Die Präsenz-Methode

5.2.3.5 Die Methode der Integration

5.3 Der Einsatz von Hunden in unterschiedlichen Praxisfeldern

5.4 Konzepte und Praxisbeispiele von tiergestützten Interventionen mit Hunden

5.4.1 Das Konzept der Canepädagogik

5.4.2 Das Konzept der hundgestützten offene Jugendarbeit

5.4.3 Das Konzept der tiergestützten Heilpädagogik mit Hunden

5.4.4 Das Konzept der hundgestützten Sozialpädagogik mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen

5.4.5 Der Einsatz von Hunden im tiergestützten Besuchsdienst

5.4.6 Der Einsatz von Hunden in Justizvollzugsanstalten

5.5 Zusammenfassung und Diskussion

6 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zu tiergestützten Interventionen mit Hunden, um deren wissenschaftliches Fundament zu überprüfen und einen Überblick über Theorie und Praxis zu geben.

  • Theoretische Grundlagen und Modelle der Mensch-Tier-Beziehung
  • Spezifische Charakteristika der Mensch-Hund-Beziehung
  • Empirische Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Hunden auf den Menschen
  • Methodische Ansätze und Konzepte für den Einsatz von Hunden in verschiedenen Praxisfeldern
  • Kritische Diskussion von Forschungsdefiziten und Bedarf an zukünftigen Untersuchungen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Biophilie-Hypothese

Der Soziobiologe WILSON (1984, 76ff.) geht davon aus, dass eine vererbte emotionale Affinität des Menschen zu anderen lebenden Organismen besteht, die er als Biophilie bezeichnet. Die Biophilie könne spezifisch sehr individuell sein, da sie nicht einen einzelnen Instinkt, sondern ein komplexes Regelsystem darstelle. Diese Hypothese wird von KELLERT & WILSON (1993, 5 ff.) aufgrund von Erfahrungen, Beobachtungen sowie einiger Feldexperimente bestätigt.

Auch OLBRICH (2003, 184) ist der Ansicht, dass die Biophilie existiert. Diese lasse sich bei Babys beobachten. So interessierten sich diese für ihre Umwelt, ohne sie Neugier oder Interesse gelehrt werden müssten. Dieses Fasziniertsein von der Natur und die daraus erwachsende Beschäftigung, beschreibt für ihn die Biophilie. Er charakterisiert sie zudem als Liebe zum Lebenden. Ein weiterer Aspekt, der die Biophilie verdeutliche, sei, dass für sehr viele Menschen Tiere zum Leben dazugehörten. So mache für viele Menschen erst ein Tier die Familie vollständig.

OLBRICH (2007, 5 f.) führt die Biophilie darauf zurück, dass unsere Vorfahren während mehr als 99 Prozent der Menschheitsgeschichte in Jäger-Sammler Horden mit Tieren und Pflanzen eng verbunden in der Natur gelebt haben. In dieser Zeit seien sie aus den verschiedensten Gründen auf Interaktionen mit ihren Mitlebewesen angewiesen gewesen, wie beispielsweise zum eigenem Schutz, zur Jagd und Nahrungsbeschaffung, zu den vielen Formen der Nutzung der Fähigkeiten von Tieren sowie der Gestaltung des Zusammenlebens mit ihnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Beweggründe für die Themenwahl und definiert das Ziel der Arbeit, den Forschungsstand zur Theorie und Praxis tiergestützter Interventionen mit Hunden systematisch auszuwerten.

2 Geschichte und Gegenwart der tiergestützten Interventionen: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Abriss über den Einsatz von Tieren zu therapeutischen Zwecken und beleuchtet die wissenschaftliche Entwicklung seit den Anfängen durch Levinson.

3 Theoretische Annäherung: Hier werden theoretische Paradigmen, Erklärungsansätze wie die Biophilie-Hypothese, das Konzept der Du-Evidenz sowie die Bindungstheorie auf die Mensch-Tier-Beziehung übertragen und diskutiert.

4 Forschungsergebnisse: Auswirkungen von Hunden auf den Menschen: Dieses Kapitel wertet empirische Studien über die Einflüsse von Hunden auf verschiedene Zielgruppen wie Hundebesitzer, psychisch Kranke, demenzkranke Menschen und Schüler aus.

5 Ziele, Methoden und Einsatzbereiche der tiergestützten Interventionen: Der Hauptteil beschreibt verschiedene Interventionsformen, grundlegende Methoden sowie spezifische Konzepte und Praxisfelder für den Einsatz von Hunden.

6 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert kritisch die Studienlage und formuliert Anforderungen für die zukünftige Forschung und Praxis.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Interventionen, Mensch-Hund-Beziehung, Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, Bindungstheorie, Canepädagogik, Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Therapiebegleithunde, Resozialisierung, Forschungsstand, Evaluation, Interaktionsformen, Wirkung, Praxisbeispiele.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Literaturübersicht zum theoretischen Hintergrund und der praktischen Anwendung von tiergestützten Interventionen mit Hunden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Basis der Mensch-Tier-Beziehung, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie verschiedene Einsatzbereiche und Konzepte, wie die Canepädagogik oder der Einsatz in Justizvollzugsanstalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand zur tiergestützten Arbeit mit Hunden aufzuarbeiten und zu prüfen, ob die positiven Annahmen über diese Arbeit durch wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturübersicht und -auswertung, die verschiedene Quellen aus Psychologie, Pädagogik und Soziobiologie heranzieht und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Annäherung, die Darstellung empirischer Forschungsergebnisse zu Auswirkungen auf den Menschen sowie die detaillierte Beschreibung methodischer Grundlagen und konkreter Praxiskonzepte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den verschiedenen Interventionsformen (z.B. TG A, TG P, TG T) die theoretischen Modelle Biophilie, Du-Evidenz und Bindungstheorie sowie die kritische Reflexion über den Forschungsstand.

Wie unterscheidet sich die Canepädagogik von anderen Ansätzen?

Die Canepädagogik ist ein sehr spezifisches Konzept, das den Hund als zentrales Medium und "idealen Erzieher" nutzt, um bei schwer verhaltensauffälligen Kindern ein positives Selbstkonzept durch eine direkte pädagogische Begleitung aufzubauen.

Warum spielt die Arbeit mit Tierheimhunden eine besondere Rolle im Konzept von JEZ?

Die Arbeit mit Tierheimhunden soll Kindern ermöglichen, selbst aktiv an der Erziehung eines Tieres teilzunehmen, was deren Eigenwirksamkeit stärkt und gleichzeitig die Vermittlungschancen der Hunde durch positive Sozialisierung verbessert.

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Detalles

Título
Zur Theorie und Praxis tiergestützter Interventionen mit Hunden
Universidad
University of Cologne
Calificación
2,0
Autor
Diplom Pädagogin Sarah Capitain (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
103
No. de catálogo
V165158
ISBN (Ebook)
9783640810734
ISBN (Libro)
9783640811212
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tiergestützte Förderung Tiergestützte Therapie Tiergestützte Pädagogik Tiergestützt Hund Therapiehunde Auswirkungen von Tieren auf den Menschen Mensch-Tier-Beziehung Mensch-Hund-Beziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom Pädagogin Sarah Capitain (Autor), 2008, Zur Theorie und Praxis tiergestützter Interventionen mit Hunden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165158
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