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Interne Personalfreisetzung

Handlungsansätze und Gestaltungsmöglichkeiten in wirtschaftlichen Krisenzeiten

Title: Interne Personalfreisetzung

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Valeria Heins (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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September 2009. Rund ein Jahr nachdem Bankenzusammenbrüche im Zuge der Immobilienkrise in den USA die Weltwirtschaftskrise auslösten, leiden mehr und mehr Unternehmen unter der allgemeinen Rezession.
In der deutschen Industrie kann zwar ein Anstieg der Auftragseingänge verzeichnet werden, jedoch fielen die Umsätze im Juli 2009 erneut. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, konnte im Verarbeitenden Gewerbe noch im Juni 2009 1,1 Prozent mehr Umsatz verbuchet werden als im Folgemonat Juli.
Arbeitstäglich und preisbereinigt ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,7 Prozent zurück nachdem der Volumenindex des Umsatzes im Monat Juni ein Minus von 19,8 Prozent anzeigte. Der Umsatz im Inland ist um 14,6 Prozent gesunken, während der Auslandsumsatz um 19 Prozent einbrach.1
Für viele Unternehmen bedeutet der Konjunktureinbruch zunehmend das finanzielle Aus, im ersten Halbjahr dieses Jahres meldeten rund 16.000 Unternehmen Insolvenz an, dies sind etwa 15 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Als Ursache für die zunehmende Zahl der zahlungsunfähigen Firmen [...]nennen [.] Experten Engpässe bei der Finanzierung und der Liquidität sowie die sehr schlechte Auftragslage.“2
Mit den zunehmenden Bankrotterklärungen, steigt gleichzeitig die Zahl der Arbeitslosen, was im August 2009 zu einem Anstieg von fast 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat geführt hat.3
Aber auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert trübe Aussichten für den Arbeitsmarkt. Im Laufe des Jahres 2009 soll die Arbeitslosenzahl weiterhin spürbar ansteigen.4
Vor diesem Hintergrund wird es ersichtlich, dass die Krise und ihre Folgen noch lange nicht überwunden sind, woraus sich auch der eigentliche Anreiz für die vorliegende Arbeit ergibt.
Ziel der Hausarbeit soll es sein, die Zahl der Arbeitslosen mit den Mitteln der internen Personalfreisetzung nicht weiter zu erhöhen. Sie setzt sich mit dem Problem des Personalabbaus bzw. mit der Vermeidung von Personalverlust auseinander und soll, im Rahmen der internen Personalfreisetzung, Möglichkeiten aufzeigen die geeignet sind konjunkturelle Absatzschwierigkeiten abzufangen ohne dabei die personellen
Kapazitäten reduzieren zu müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition und Abgrenzung

3. Ursachen für Personalfreisetzung

4. Maßnahmen interner Personalfreisetzung

4.1 Vorbeugende Maßnahmen

4.1.1 Produktionsplanung

4.1.1.1 Flexibilisierung des Produktionsprogramms

4.1.2 Arbeitsgestaltung

4.1.2.1 Flexibilisierung des Arbeitseinsatzes

4.1.3 Personalpolitik

4.1.3.1 Mitarbeitergruppen als potentielle Abbaureserve

4.1.3.2 Unterdrückung von Entlassungen durch personelle Unterdeckung

4.2 Quantitative Maßnahmen

4.2.1 Maßnahmen der Produktions- und Absatzplanung

4.2.1.1 Erweiterte Lagerhaltung

4.2.1.2 Rücknahme von Fremdaufträgen

4.2.1.3 Vorziehen von Reparatur- und Erneuerungsaufgaben

4.2.1.4 Produktionsdiversifikation

4.2.1.5 Intensivierung der Marketingaktivitäten

4.2.2 Arbeitszeitverkürzende Maßnahmen

4.2.2.1 Abbau von Mehrarbeit/ Überstunden

4.2.2.2 Einführung von Kurzarbeit

4.2.2.3 Kürzung der regulären Arbeitszeit

4.2.2.4 Urlaubsgestaltung

4.2.2.5 Umwandlung von Voll- in Teilzeitkräfte

4.3 Qualitative Maßnahmen

4.3.1 Maßnahmen der Personalentwicklung

4.3.1.1 Anpassungs- und Aufstiegsfortbildung

5. Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht in einer wirtschaftlichen Krisensituation Ansätze und Gestaltungsmöglichkeiten der internen Personalfreisetzung mit dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden und Personalkapazitäten ohne Entlassungen anzupassen.

  • Analyse der Ursachen für notwendige Personalanpassungen in Krisenzeiten.
  • Systematisierung interner Freisetzungsmaßnahmen in vorbeugende, quantitative und qualitative Instrumente.
  • Untersuchung der Flexibilisierung von Produktions- und Arbeitsprozessen.
  • Evaluation von Maßnahmen wie Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung und Personalentwicklung.

Auszug aus dem Buch

4.2.2.2 Einführung von Kurzarbeit

Dieses Mittel ist eine Anwendungsmöglichkeit, wenn der Überschuss an Personal voraussichtlich nur von temporärer Natur ist. Die vorübergehende Herabsetzung der regelmäßigen Arbeitszeit durch die Verminderung der Arbeitsstunden oder der Arbeitstage, kann sich sowohl auf das gesamte Unternehmen als auch auf einzelne Teilbereiche beziehen. Die rechtliche Grundlage der Kurzarbeit findet sich im Arbeitsförderungsgesetz welches im dritten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB) geregelt wird.

Die Einführung von Kurzarbeit bei gleichzeitiger Kürzung des Arbeitsentgelts der betroffenen Mitarbeiter muss von der Bundesagentur für Arbeit geprüft werden, nachdem das Unternehmen die Zahlung von Kurzarbeitergeld beantragt hat (§§ 169ff SGB III). Die Agentur für Arbeit setzt sich bei der Prüfung mit alternativen Möglichkeiten wie z.B die oben erläuterte Maßnahme zum Abbau von Überstunden auseinander und ermittelt ob es zu erwarten ist, dass im Falle der Einführung von Kurzarbeit möglich ist, die betroffenen Arbeitsplätze zu erhalten. Der Antrag bedarf der Zustimmung des Betriebsrats (§ 87 BetVG) und führt nach einer Einwilligung seitens der Agentur für Arbeit zur Zahlung von Kurzarbeitergeld, welches aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung stammt.

Die Höhe der Auszahlung beträgt im Allgemeinen 60% des Nettoarbeitsentgelts und ist in § 178 SGB III geregelt. Es wird i.d.R. Für 6 Monate gewährt (§ 177 SGB III) kann aber in Einzelfällen vom Bundesminister für Arbeit und Soziales auf 1 Jahr verlängert werden.

Vorteile ergeben sich für den Unternehmer daraus, dass es durch die kurzfristige Anpassung der Arbeitszeit möglich wird die Lohn- und Gehaltskosten zu senken. Ausgebildetes Personal geht dem Unternehmen durch diese Maßnahme nicht verloren, was einerseits die massiven Kosten von Kündigungen und andererseits die Aufwendungen für Mitarbeiterwerbung und -entwicklung nach einem wirtschaftlichem Tief einspart.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der wirtschaftlichen Krisensituation von 2009 und Zielsetzung der Arbeit, Wege zur Vermeidung von Entlassungen aufzuzeigen.

2. Begriffsdefinition und Abgrenzung: Erläuterung der internen Personalfreisetzung als Maßnahme zur Reduzierung nicht benötigter Kapazitäten ohne Kündigungen.

3. Ursachen für Personalfreisetzung: Differenzierung zwischen unternehmensexternen Einflüssen wie Konjunkturschwankungen und unternehmensinternen Faktoren wie Umstrukturierungen.

4. Maßnahmen interner Personalfreisetzung: Detaillierte Darstellung von Strategien zur Kapazitätsanpassung durch vorbeugende, quantitative und qualitative Instrumente.

5. Perspektiven: Fazit zur Relevanz flexibler Arbeitszeitmodelle und der Bedeutung des Managements für die Bewältigung von Krisenzeiten.

Schlüsselwörter

Personalfreisetzung, Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Personalwirtschaft, Krisenmanagement, Personalanpassung, Beschäftigungssicherung, Arbeitsgestaltung, Produktionsplanung, Personalentwicklung, Kündigungsvermeidung, Flexibilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Strategien der internen Personalfreisetzung, um in wirtschaftlichen Krisenzeiten Arbeitsplätze durch flexible Anpassungen zu erhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Ursachen für Personalüberschüsse und die systematische Einteilung von Gegenmaßnahmen in vorbeugende, quantitative und qualitative Kategorien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lösungswege für Unternehmen darzustellen, wie sie konjunkturelle Umsatzrückgänge auffangen können, ohne notwendigerweise Personal entlassen zu müssen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Strukturierung betriebswirtschaftlicher Personalfreisetzungsmaßnahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert konkret vorbeugende Maßnahmen (z.B. Produktionsplanung), quantitative Instrumente (z.B. Kurzarbeit, Zeitkonten) und qualitative Ansätze (z.B. Fortbildung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Personalfreisetzung, Krisenmanagement, Beschäftigungssicherung und flexible Arbeitszeitgestaltung geprägt.

Warum ist Kurzarbeit als Instrument besonders hervorgehoben?

Kurzarbeit wird als effektives Mittel gewertet, um bei temporären Krisen qualifiziertes Personal im Betrieb zu halten und Entlassungskosten zu vermeiden.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei diesen Maßnahmen?

Bei vielen Maßnahmen, wie etwa der Einführung von Kurzarbeit, ist die Zustimmung des Betriebsrats gemäß Betriebsverfassungsgesetz eine rechtliche Voraussetzung für die Umsetzung.

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Details

Title
Interne Personalfreisetzung
Subtitle
Handlungsansätze und Gestaltungsmöglichkeiten in wirtschaftlichen Krisenzeiten
College
University of Cooperative Education Bremen
Grade
1,4
Author
Valeria Heins (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V165167
ISBN (eBook)
9783640807291
ISBN (Book)
9783640807079
Language
German
Tags
interne personalfreisetzung handlungsansätze gestaltungsmöglichkeiten krisenzeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Valeria Heins (Author), 2009, Interne Personalfreisetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165167
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