Geeignete Beratungskonzepte in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen in der Regelschule. Analyse relevanter Kriterien
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung
1.1. Schwierige Kinder und Jugendliche heute
1.2. Fragestellung und Ziel
2. Zum Phänomen der Verhaltensauffälligkeit
2.1. Einstieg
2.2. Begriffsklärung
2.3. Auffälliges Verhalten – Erscheinungsformen in der Schule
2.4. Kriterien für eine Definition von auffälligem Verhalten - Definition
2.5. Die Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten aus der Sicht verschiedener theoretischer Ansätze
2.5.1. Einführung
2.5.2. Verhaltensauffälligkeit aus biophysischer Sicht
2.5.3. Verhaltensauffälligkeit aus psychoanalytischer Sicht
2.5.4. Verhaltensauffälligkeit aus lerntheoretischer Sicht
2.5.5. Verhaltensauffälligkeit aus soziologischer Sicht
2.5.6. Verhaltensauffälligkeit aus pädagogischer Sicht
2.6. Fazit im Hinblick auf die Praxis
3. Kriterien und ihre Bedeutung
3.1. Methodisches Vorgehen
3.2. Ton
3.3. Sprache
3.4. Beziehung
3.5. Sensorischer Empfang
3.6. Anwendbarkeit
3.7. Rahmen/Setting
3.8. Körperliche Ebene
3.9. Kriterien im Fokus der Beratungsziele
4. Analyseteil
4.1. Die Interventionskonzepte
4.1.1. Begriffsklärung
4.1.2. Klientenzentrierte Beratung
4.1.3. Psychoanalytische Beratung
4.1.4. Systemische Beratung
4.1.5. Lösungsorientierte Beratung
4.1.6. Kooperative Beratung
4.2. Kriteriengeleitete Analyse der Interventionsansätze
4.2.1. Klientenzentrierte Beratung
4.2.2. Psychoanalytische Beratung
4.2.3. Systemische Beratung
4.2.4. Lösungsorientierte Beratung
4.2.5. Kooperative Beratung
4.2.6. Problematische Interventionsstile
4.2.7. Konklusion
4.3. Beratung in der Schule – ‚Standardformen’ bei Verhaltensauffälligkeit und ihre Beziehung zu den Kriterien
4.3.1. Peer-Mediation
4.3.2. Schulstationen
4.3.3. Kollegiale Teams
5. Konklusion
5.1. Über die Notwendigkeit integrativer Lernorte
5.2. Ausblick auf geeignete Rahmenbedingungen
5.3. Ausblick
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Probleme im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern in der Regelschule bestehen und wie Schule sich verändern muss, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne die Schüler in Förderschulen auszusondern. Dabei wird analysiert, inwieweit definierte Kriterien für die Beratung über verschiedene Beratungsschulen hinweg relevant sind.
- Analyse relevanter Beratungskonzepte für die Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern
- Identifikation und Definition wichtiger Kriterien für gelingende Beratungsprozesse
- Untersuchung verschiedener schulischer Standardformen der Beratung
- Betrachtung von Bedingungen für eine erfolgreiche Integration
- Reflektion über die Rolle und Haltung der pädagogischen Fachkräfte
Auszug aus dem Buch
1.1. Schwierige Kinder und Jugendliche heute
Die Zahl von „schwierigen“, „problematischen“, „sich nicht altersgemäß zu entwickeln scheinenden“ Kindern und Jugendlichen scheint zuzunehmen. PREUSS-LAUSITZ stellt grundsätzlich eine Unterversorgung von betroffenen Kindern mit Fördermaßnahmen fest (vgl. PREUSS-LAUSITZ, 2004, 19). Regelmäßige Erhebungen des nationalen Leistungsstands machen zusätzlich zumindest Politiker und Pädagogen nervös und fördern einen unguten Aktionismus und Interventionismus. Es wird Zeit, in den Schulen wieder eine Atmosphäre der Offenheit und des Vertrauens entstehen zu lassen (vgl. MUTZECK, SCHLEE, 2008, 18). Denn gesellschaftliche Probleme und Spannungen übertragen sich auf unsere Kinder und Jugendliche und machen auch vor Schultüren nicht halt (vgl. MUTZECK, SCHLEE, 2008, 13)
Beratung hat in der Postmoderne mit ihrer hochgradig arbeitsteiligen, vernetzten und institutionalisierten Gesellschaft besondere Bedeutung gewonnen, in der gesellschaftliche wie individuelle Probleme einerseits überhaupt als beseitigbar gelten (man könnte sie ja auch etwa als schicksalhaft erleben), andererseits nach Wegen gesucht wird, solche Probleme kostengünstig und effizient zu lösen (vgl. MUTZECK, 2008, 12).
Ratsuchende suchen Berater auf, weil sie in schwierigen oder unüberschaubaren, besonders belastenden oder besonders entscheidenden Lebenslagen Unterstützung wollen. Sie geschieht von Beraterseite, in dem dieser im offenen, kooperativen, unterstützenden Gespräch mit dem Ratsuchenden dessen Wahrnehmung, dessen Perspektiven und damit dessen Handlungsoptionen erweitert, so dass der Ratsuchende mittelfristig seine Probleme wieder eigenständig zu lösen in der Lage ist (vgl. MUTZECK, 2008, 13ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel thematisiert die steigende Zahl auffälliger Kinder und erläutert das Ziel, geeignete Beratungskonzepte für die Regelschule zu analysieren.
2. Zum Phänomen der Verhaltensauffälligkeit: Es wird die Begriffsvielfalt der Verhaltensauffälligkeit beleuchtet sowie verschiedene theoretische Erklärungsansätze (biophysisch bis pädagogisch) gegenübergestellt.
3. Kriterien und ihre Bedeutung: Dieses Kapitel isoliert und definiert zentrale Beratungskriterien wie Sprache, Ton, Beziehung und Rahmenbedingungen, die für den Beratungserfolg entscheidend sind.
4. Analyseteil: Hier werden Interventionsansätze theoretisch erläutert und anhand der zuvor definierten Kriterien auf ihre Praxistauglichkeit in der Schule untersucht.
5. Konklusion: Das abschließende Kapitel fasst die Notwendigkeit integrativer Lernorte zusammen und gibt einen Ausblick auf die Gestaltung geeigneter schulischer Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Verhaltensauffälligkeit, Beratung, Regelschule, Pädagogik, Interventionskonzepte, Beziehung, klientenzentrierte Beratung, systemische Beratung, lösungsorientierte Beratung, Kooperative Beratung, Schulkultur, Förderung, Schüler, Lehrer, Inklusion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Beratungsangebote in Regelschulen gestaltet sein müssen, um verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche effektiv zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Verhaltensauffälligkeiten, die Analyse verschiedener Beratungskonzepte sowie die Bedeutung spezifischer Interventionskriterien im schulischen Alltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis definierter Kriterien zu klären, wie Lehrkräfte durch geeignete Beratungsansätze Verhaltensprobleme in der Regelschule reduzieren und präventiv begleiten können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener Beratungsschulen, um relevante Kriterien für einen gelingenden Beratungsprozess zu isolieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Konzepte wie die klientenzentrierte, psychoanalytische, systemische, lösungsorientierte und kooperative Beratung detailliert analysiert und kritisch bewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Verhaltensauffälligkeit, Beratung, Regelschule, Interventionskonzepte, pädagogische Beziehung und Inklusion.
Warum ist das Kriterium "Beziehung" für den Autor so wichtig?
Der Autor betont, dass eine wertschätzende und vertrauensvolle Beziehung die Grundlage für jede pädagogische Intervention bildet und die Basis für persönliche Weiterentwicklung darstellt.
Wie unterscheidet sich die lösungsorientierte Beratung von anderen Ansätzen?
Dieser Ansatz zeichnet sich durch seine Fokussierung auf vorhandene Stärken und Ressourcen des Kindes aus, anstatt defizitorientiert nach Ursachen für Störungen zu suchen.
- Citation du texte
- Dr. phil. Kathrin Kiss-Elder (Auteur), 2011, Geeignete Beratungskonzepte in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen in der Regelschule , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165933