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Feldpostbriefe - Briefe einer „Heldenmutter“

Titel: Feldpostbriefe - Briefe einer „Heldenmutter“

Hausarbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Wörther (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Feldpostbriefe stellen eine wichtige, bisher noch stiefmütterlich behandelte historische Quelle zur Erforschung und Aufarbeitung des Lebens während des Zweiten Weltkrieges dar. Die Bedeutung der Briefe wird schon aus der gewaltigen, von Buchbender/Sterz geschätzten Zahl von mehr als 40 Milliarden Sendungen, die zwischen der Heimat und der Front zirkulierten, deutlich.
Nicht Politiker und große Staatenlenker mit ihren rhetorisch und ideologisch mehr oder weniger geschickt ausformulierten Programmen kommen hier zu Wort, sondern der einfache Bürger, das im großen Zahnradgetriebe funktionierende Einzelwesen. Die Briefe zwischen den Frontsoldaten und den Daheimgebliebenen sind somit wichtige Dokumente für eine Rekonstruktion der Geschichte aus der Sicht „von unten“, um so mehr, als sie durch ihren persönlichen Charakter einen unverstellten Einblick in das Alltagsleben der Menschen zu erlauben und damit einen hohen Wahrheitsgehalt zu versprechen scheinen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Die „Heldenmutter“ und ihre Zeit
  • Annemarie Schilling
  • Inhalt der Briefe
  • Wiederfinden von NS-Ideologie
    • Familiarismus
    • Faszination durch den Totenkult
    • Gleichschaltung innerhalb der Gruppe
    • Projektiver Haß auf Fremdes
    • Anstand, Ordnung, Sauberkeit
    • Hingabe an Autorität
    • Verachtung von Schwäche, Erfolglosigkeit und Triebhaftigkeit
  • Konstruktion von Wirklichkeit
    • Verdrängung der Realität
    • Herstellen der heilen Welt
  • Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht acht Briefe der „Heldenmutter“ Annemarie Schilling an ihren Sohn Horst, um zu analysieren, inwieweit die nationalsozialistische Ideologie in das Alltagsdenken einer „christlich-traditionellen bürgerlichen Frauentypus“ Eingang gefunden hat. Darüber hinaus wird der Entwurf einer Familienidylle inmitten der Kriegsrealität beleuchtet.

  • Die Rolle der „Heldenmutter“ im Nationalsozialismus
  • Die Übernahme der NS-Ideologie in das Alltagsdenken
  • Die Konstruktion von Wirklichkeit durch die Briefe
  • Die Familienidylle als Gegenentwurf zur Kriegsrealität
  • Die Bedeutung von Feldpostbriefen als historische Quelle

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel führt in die Thematik der Feldpostbriefe als historischer Quelle ein und erläutert die Bedeutung der Briefe für die Rekonstruktion der Geschichte aus der Sicht „von unten“. Kapitel 2 beleuchtet den Begriff der „Heldenmutter“ im Nationalsozialismus, der sich auf die Rolle der Frauen als Erzieherinnen von Kriegshelden und als Trägerinnen von stoischer Trauer über den Tod ihrer Söhne bezog. Kapitel 3 stellt Annemarie Schilling, die „Heldenmutter“ der vorliegenden Arbeit, vor. Kapitel 4 gibt einen Überblick über den Inhalt der Briefe, während Kapitel 5 untersucht, wie die NS-Ideologie in den Briefen zum Ausdruck kommt. Die Kapitel 6 und 7 befassen sich mit der Konstruktion von Wirklichkeit in den Briefen, wobei insbesondere die Verdrängung der Realität und die Herstellung einer heilen Welt thematisiert werden.

Schlüsselwörter

Die Arbeit widmet sich der Analyse von Feldpostbriefen als Quelle zur Erforschung der NS-Ideologie und des Alltagslebens im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen die Themen „Heldenmutter“, Familienidylle, NS-Ideologie, Konstruktion von Wirklichkeit und Verdrängung der Realität.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind Feldpostbriefe eine wichtige historische Quelle?

Sie ermöglichen eine Rekonstruktion der Geschichte „von unten“ und bieten einen persönlichen, unverstellten Einblick in das Alltagsleben und Denken einfacher Bürger während des Krieges.

Was verstand man unter einer „Heldenmutter“ im Nationalsozialismus?

Es war ein Frauentypus, der Söhne für den Krieg erzog und deren Tod mit stoischer, ideologisch gefestigter Trauer im Dienste des Vaterlandes hinnahm.

Wie zeigt sich die NS-Ideologie in den untersuchten Briefen?

Die Arbeit analysiert Motive wie Familiarismus, Totenkult, projektiven Hass auf Fremdes sowie die Hingabe an Autorität in der Korrespondenz von Annemarie Schilling.

Wie wurde die Wirklichkeit in den Briefen konstruiert?

Oft fand eine Verdrängung der grausamen Kriegsrealität statt, indem in den Briefen eine „heile Welt“ und Familienidylle als Gegenentwurf aufrechterhalten wurde.

Wer war Annemarie Schilling?

Sie ist die zentrale Figur der Arbeit, eine Mutter, deren Briefe an ihren Sohn Horst als Beispiel für den Einfluss der NS-Ideologie auf das bürgerliche Alltagsdenken dienen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feldpostbriefe - Briefe einer „Heldenmutter“
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Medienberatung)
Veranstaltung
Große Technische Kommunikationssysteme
Note
1,0
Autor
Thomas Wörther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V166022
ISBN (eBook)
9783640817986
ISBN (Buch)
9783640821303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feldpost Heldenmutter Briefe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Wörther (Autor:in), 2006, Feldpostbriefe - Briefe einer „Heldenmutter“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166022
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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