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Schule und Recht

Titre: Schule und Recht

Essai , 2006 , 11 Pages

Autor:in: Klaus Bahners (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Der Ausgangspunkt dieses Aufsatzes ist die im Zusammenhang mit seiner Interpretation des "Fremden" von Albert Camus gemachte Bemerkung des Romanisten Franz-Rudolf Weller, dass "der Französischunterricht zu einem Grundkurs des Schulfachs Recht (...) werde. Der Verfasser diskutiert nicht sofort diese These, sondern startet bei seiner Frage nach dem Verhältnis von "Schule und Recht" mit einem Zitat aus dem Robinson-Roman von Michel Tournier und untersucht auf der Basis seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Gymnasiallehrer in einer leitenden Position, auf welchen Ebenen Rechtsfragen im Schulalltag eine Rolle spielen. Dabei steckt er zuerst den äußeren Rahmen ab ("Schule als Rechtsraum"),um sich dann intensiv verschiedenen Fragen nach der Rolle des Rechts im Literatur- und im Geschichtsunterricht zu widmen. Er kommt abschließend zu der Erkenntnis, dass "die schuliche Erarbeitung von Rechtsfragen in der exemplarisch vorgestellten Weise ein wertvolles pädagogisches und politisches Ziel" sein kann, ohne so weit wie Weller gehen zu wollen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Sonntagsruhe und Kleiderordnung

2. Die Schule als Rechtsraum

3. Recht und Rechtskunde als Unterrichtsfach und AG

4. Zur Affinität von Philologie und Jurisprudenz

5. Rechtsfragen im Literaturunterricht

6. Rechtsfragen im Geschichtsunterricht

7. Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Integration von Rechtsfragen im schulischen Kontext sowie deren fächerübergreifende Relevanz. Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen aufzuzeigen, wie Pädagogen – auch ohne juristisches Fachstudium – Rechtsmaterie im Unterricht didaktisch sinnvoll einsetzen können, um das Rechtsbewusstsein bei Schülern zu schärfen.

  • Das Verhältnis von Schule als Rechtsraum und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
  • Die Rolle von Recht als explizitem Unterrichtsgegenstand in der Schule.
  • Methodische Affinitäten zwischen Philologie, Literaturwissenschaft und Jurisprudenz.
  • Die didaktische Behandlung von Rechtsfragen im Literatur- und Geschichtsunterricht.
  • Die Bedeutung der Analyse historischer Rechtstexte zur Förderung des politischen und geschichtlichen Verständnisses.

Auszug aus dem Buch

6 Rechtsfragen im Geschichtsunterricht

Innerhalb des Oberstufenunterrichts sind mir Primär- und Sekundärtexte mit juristischem Hintergrund am meisten in den Fächern Sozialwissenschaften und Geschichte begegnet. Wenn man die Richtlinien und Lehrpläne SII des Landes NRW von 1999 – hier für das Fach Geschichte – durchgeht, dann ist man erstaunt, sehr häufig Hinweise empfehlenden Charakters oder gar solche, die bestimmte Begriffe, Sachverhalte oder Ereignisse der Obligatorik zuweisen, anzutreffen. Da geht es um das „europäische Rechts-, Staats- und Freiheitsdenken“ und um die „Menschen- und Bürgerrechte“ als „unverzichtbare historische Gegenstände“, um die „Ausbildung“ bzw. „Entstehung moderner Verfassungen“, um „Widersprüche zwischen Kodifikation und Verfassungswirklichkeit“, um „Strukturen totalitärer Herrschaftsformen“ (am Beispiel der NS-Herrschaft).

Als Themen für Facharbeiten werden u.a. empfohlen: „Die Umsetzung des Art. 3 II GG“ oder „Bürgerrechte und Bürgerpflichten im antiken Athen“. Folgende Begriffe bzw. Inhalte sind den Lernenden zu vermitteln: „polis“, „volonté générale“, „Rechts- und Verfassungsstaat“, „pacta sunt servanda“, „Grund- und Menschenrechte“, „bellum iustum der Römer (gegen Karthago)“, „Menschen- und Bürgerrechte 1776/1789“, „Atlantik-Charta von 1941“ usw. In der Regel wird selbst der juristisch unkundige Historiker diese Aufgabe sachgerecht und adäquat meistern, auch wenn er primär Geschichte unterrichten soll und nicht Jura. Und er wird dabei mit intellektueller Redlichkeit seine fachlichen Grenzen erkennen und ggfs. thematisieren.

Er wird weder als Fachlehrer noch als Schulleiter, weder subjektiv noch objektiv – auch nicht nach mehreren Jahrzehnten der praktischen Arbeit – zum Juristen; und das dürfte auch nicht sein. Aber es kann schon von ihm verlangt werden, dass er sich so weit in die Materie einliest und einarbeitet, dass er im Rahmen des Oberstufenunterrichts auf fundierte Aussagen Dritter zurückgreifen bzw. sie sich sogar zu eigen machen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sonntagsruhe und Kleiderordnung: Analysiert anhand eines fiktiven Robinson-Crusoe-Beispiels die Natur von Gesetzestexten und die Rolle von Rechtsnormen in einem isolierten System.

2. Die Schule als Rechtsraum: Erörtert die Schule als realen Rechtsraum, der durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen wie Schulmitwirkungsordnungen und Ausbildungsordnungen geprägt ist.

3. Recht und Rechtskunde als Unterrichtsfach und AG: Beleuchtet die Einführung von Rechtskunde in der Schule und die Herausforderungen für Lehrkräfte, die diese Materie vermitteln sollen.

4. Zur Affinität von Philologie und Jurisprudenz: Untersucht die methodischen Schnittstellen zwischen literaturwissenschaftlicher Hermeneutik und der Auslegung juristischer Texte.

5. Rechtsfragen im Literaturunterricht: Diskutiert die Integration juristischer Bezüge in der literarischen Textanalyse und wie diese ethische sowie existenzielle Fragen aufwerfen können.

6. Rechtsfragen im Geschichtsunterricht: Beschreibt, wie historische Dokumente und Rechtstexte im Geschichtsunterricht genutzt werden, um politische Entwicklungen und Verfassungsgeschichte zu verdeutlichen.

7. Ausblick: Plädiert für einen mutigen und gut vorbereiteten Umgang mit Rechtsfragen im Unterricht, um Schülern Orientierung im komplexen rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld zu bieten.

Schlüsselwörter

Schulrecht, Rechtskunde, Geschichtsunterricht, Literaturunterricht, Verfassungsgeschichte, Jurisprudenz, Philologie, Rechtserziehung, Didaktik, Rechtsraum, Normen, Sekundarstufe, Bildungsauftrag, Rechtsempfinden, Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Rechts innerhalb der Schule und den vielfältigen Verknüpfungen zwischen juristischen Fragestellungen und verschiedenen Unterrichtsfächern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Schule als Rechtsraum, die didaktische Aufbereitung von Rechtstexten, die historische Bedeutung von Verfassungen und der fächerübergreifende Zugang zur Rechtsmaterie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie Rechtsmaterie im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit bearbeiten können, ohne selbst eine juristische Ausbildung zu haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Textanalyse (Literaturbetrachtung), pädagogischer Reflexion der Schulpraxis und historisch-didaktischer Einordnung von Lehrplänen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Strukturen des Schulalltags, die Einbettung von Rechtsfragen in Literatur und Geschichte sowie die methodischen Verbindungen zwischen Rechts- und Geisteswissenschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulrecht, Rechtskunde, Geschichtsunterricht, Didaktik, Verfassungsgeschichte und die Verschränkung von Recht und pädagogischem Handeln.

Inwiefern ist der Robinson-Crusoe-Vergleich für die Arbeit relevant?

Das Beispiel dient dazu, die grundlegende Notwendigkeit von Gesetzgebung und das Spannungsfeld zwischen Recht und Individuum auf theoretischer Ebene zu veranschaulichen.

Warum ist laut Autor die historische Einordnung von Rechtstexten im Unterricht wichtig?

Die Einordnung ist essenziell, um Schülern ein Verständnis für Demokratie, Staatsentwicklung und die Bedeutung von Grundrechten im Kontrast zu totalitären Systemen zu vermitteln.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Lehrkräfte gegenüber dem "Fristenwesen"?

Er kritisiert eine Überregulierung und "sozialstaatliche Fristenironie", betont aber, dass Lehrkräfte durch fundierte Vorbereitung und Nutzung von Kommentaren handlungsfähig gegenüber Schülern und Eltern bleiben können.

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Résumé des informations

Titre
Schule und Recht
Cours
-
Auteur
Klaus Bahners (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
11
N° de catalogue
V166041
ISBN (ebook)
9783640818242
ISBN (Livre)
9783656206460
Langue
allemand
mots-clé
schule recht
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Citation du texte
Klaus Bahners (Auteur), 2006, Schule und Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166041
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