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Koordination im Mehrebenensystem der Raumplanung und Notwendigkeit positiver Koordination in Verhandlungssystemen am Beispiel des Entwurfs regionaler Siedlungskonzepte

Title: Koordination im Mehrebenensystem der Raumplanung und Notwendigkeit positiver Koordination in Verhandlungssystemen am Beispiel des Entwurfs regionaler Siedlungskonzepte

Seminar Paper , 2010 , 20 Pages

Autor:in: Thomas Danken (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Summary Excerpt Details

Prozesse sowie Strukturen vertikaler und horizontaler Koordination gehören zu
den klassischen Fragen der Verwaltungswissenschaft. Die folgende Arbeit soll die
Relevanz dieses Analyserahmens am Beispiel der Regionalplanung verdeutlichen.
Zu berücksichtigen ist dabei, dass Regionalplanung weitgehend im Rahmen
verhandlungsbasierter staatlicher Binnenkoordination vorgenommen wird.
Deshalb spielt für diese Arbeit Koordination in Verhandlungssystemen eine
herausragende Rolle. Es wird gezeigt werden, wie Restriktionen und Modi der
Koordination im Kontext räumlicher Planung ausgestaltet sind, welche Probleme
existieren und welches Lösungsansätze diskutiert werden. Es wird gezeigt, dass
verhandlungsbasierte Lösungen mit einer Annäherung an das Muster der positiven
Koordination möglich und sogar notwendig sind, obwohl Anreizstrukturen und
Regelungsgegenstände den Akteuren eher konfrontative Handlungslogiken
nahelegen. Situationen, die sowohl eine gemeinsame Problemlösung als auch die
Beilegung eines Verteilungskonfliktes notwendig machen, benötigen
Verhandlungen die mittels positiver Koordination geführt werden. Dies zeigt sich
auf der Ebene der Regionalplanung insbesondere am Beispiel des überörtlichen
Entwurfs von Siedlungskonzepten, mit denen zukünftige Siedlungsentwicklungen
gesteuert werden sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KOORDINATION IN VERHANDLUNGSSYSTEMEN

2.1. VERHANDLUNG ALS MODUS DER KOORDINATION

2.2. NEGATIVE UND POSITIVE KOORDINATION IN VERHANDLUNGSSYSTEMEN

3. REGIONALPLANUNG

3.1. REGIONALPLANUNG IM SYSTEM RÄUMLICHER PLANUNG

3.2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

4. KOORDINATION IN DER RAUMPLANUNG

4.1. EBENE DER LANDESPLANUNG

4.2. EBENE DER REGIONALPLANUNG

4.2.1. Koordination zwischen Regionalplanung und Fachressorts

4.2.2. Koordination zwischen Regionalplanung und Gemeinden

5. ZUSAMMENFASSUNG

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung positiver Koordination in komplexen Verhandlungssystemen, insbesondere innerhalb der Regionalplanung bei der Erstellung überörtlicher Siedlungskonzepte, um trotz bestehender Interessenkonflikte effektive Lösungen zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Koordination in Verhandlungssystemen
  • Strukturen und Rahmenbedingungen der Regionalplanung
  • Herausforderungen der Koordination zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen
  • Lösungsansätze zur Reduzierung von Transaktionskosten
  • Konfliktbewältigung bei der Erstellung von Siedlungskonzepten

Auszug aus dem Buch

2.2. Negative und positive Koordination in Verhandlungssystemen

Das Anspruchsniveau der negativen Koordination liegt nicht in einer möglichst effektiven Lösung, sondern in einer Störungsvermeidung, die das eigene Handeln in den Zuständigkeitsbereichen anderer Akteure hervorrufen könnte. Dabei stehen Handlungsoptionen anderer nicht zur Disposition, sondern der eigene Entwurf wird daraufhin geprüft, ob er von anderen Einheiten mitgetragen werden kann. Gemäß der dargestellten Tabelle sind hier sowohl tendenziell weder Verteilungsfragen noch gemeinsame effektive Problemlösungen vorherrschend. (Scharpf 1993: 69) Die Initiative zur Problemverarbeitung geht von einer spezialisierten Einheit aus und bleibt inhaltlich auf deren Aufmerksamkeitsbereich und Aktionsraum beschränkt. Andere Stellen werden hinzugezogen, sofern deren Aufgaben oder Zuständigkeitsbereiche durch das vorgeschlagene Entscheidungsprogramm betroffen sein könnten. Den Betroffenen geht es hierbei vornehmlich darum, ihre Zuständigkeitsbereiche gegen konkurrierende Unternehmungen zu verteidigen sowie negative Auswirkungen auf das eigene Tätigkeitsfeld abzuwehren. (Scharpf 1973a: 88) Dies spielt insbesondere eine Rolle bei Zwangsverhandlungen, wenn eine Entscheidung nur durch ausdrückliche Zustimmung formaler Veto-Spieler getroffen werden kann. Durch Antizipation möglicher Einwände kann die Verhandlung selbst zur Formsache werden, da keine kritischen Vorschläge initiiert werden. Mit Anzahl der Beteiligten steigen auch Veto-Positionen und das Ergebnis der Verhandlung wird keine innovativen oder wohlfahrtsoptimalen sondern vielmehr inkrementale Lösungen hervorbringen, wenngleich die Transaktionskosten der Entscheidung eher niedrig sind. (Scharpf 1993: 69)

Positive Koordination hat den Anspruch, Regierungshandlungen durch Nutzung der gemeinsamen Handlungsoptionen verschiedener Ressorts, Abteilungen oder bzw. anderer Akteure möglich effektiv zu gestalten bzw. wohlfahrtsoptimierend zu wirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der vertikalen und horizontalen Koordination in der Verwaltungswissenschaft ein und definiert den Analyserahmen am Beispiel der Regionalplanung.

2. KOORDINATION IN VERHANDLUNGSSYSTEMEN: Dieses Kapitel erläutert Verhandlung als Koordinationsmodus und differenziert zwischen negativer und positiver Koordination anhand einer theoretischen Matrix.

3. REGIONALPLANUNG: Das Kapitel verortet die Regionalplanung im System der räumlichen Planung und erörtert die rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Ausgestaltung.

4. KOORDINATION IN DER RAUMPLANUNG: Hier werden die Formen der Koordination auf Landes- und Regionalebene analysiert, mit besonderem Fokus auf die Beziehungen zu Fachressorts und Gemeinden bei Siedlungskonzepten.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit positiver Koordination in der Praxis der Regionalplanung.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Koordination, Verhandlungssysteme, Regionalplanung, Siedlungskonzepte, Politikverflechtung, Transaktionskosten, Raumordnung, Mehrebenensystem, Verwaltungsmanagement, negative Koordination, positive Koordination, Problem Solving, Verhandlungsdilemma, Gemeinwohl, Landesplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Koordination staatlichen Handelns im Mehrebenensystem der Raumplanung, insbesondere wie unterschiedliche Akteure zu gemeinsamen Siedlungskonzepten gelangen können.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung adressiert?

Die Schwerpunkte liegen auf den Koordinationsmodi in Verhandlungssystemen, den rechtlichen Strukturen der Regionalplanung sowie der Interaktion zwischen regionalen Planungsträgern und Gemeinden.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu zeigen, dass verhandlungsbasierte Lösungen durch positive Koordination notwendig sind, um bei der Erstellung von Siedlungskonzepten sowohl gemeinsame Probleme zu lösen als auch Verteilungskonflikte zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Rahmen, der Verhandlungssituationen mittels einer zweidimensionalen Matrix klassifiziert, um negative und positive Koordination sowie deren Anwendbarkeit in der Praxis zu bewerten.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Koordination, die Einbettung der Regionalplanung in die Raumordnung und die praktische Umsetzung der Koordination gegenüber Fachressorts und Gemeinden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Wichtige Schlüsselwörter sind positive Koordination, Verhandlungsdilemma, Transaktionskosten, Regionalplanung, Politikverflechtung und Standortkonkurrenz.

Wie unterscheidet sich die Landesplanung von der Regionalplanung in ihrer Koordinationsweise?

Die Landesplanung orientiert sich laut Autor meist an der negativen Koordination innerhalb der ministerialen Hierarchie, während die Regionalplanung aufgrund ihrer Konkretisierungsfunktion stärker auf multilaterale Abstimmungen angewiesen ist.

Warum entstehen bei Siedlungskonzepten häufig Verteilungskonflikte?

Da der Raum begrenzt ist und Gemeinden im Wettbewerb um Ansiedlungen stehen, werden Verhandlungen oft als Nullsummenspiele wahrgenommen, bei denen der Gewinn der einen Gemeinde mit dem Verlust einer anderen einhergeht.

Welche Möglichkeiten gibt es, Transaktionskosten in Verhandlungsprozessen zu senken?

Der Autor nennt als Strategien die Aufteilung des Regionalplans in kleinere Teilpläne für spezifische Teilregionen sowie die Nutzung bilateraler Gespräche zur Überwindung von Blockaden in Diskussionsgruppen.

Welche Rolle spielt die Politikverflechtung für die Regionalplanung?

Politikverflechtung bedeutet, dass Aufgaben weder rein zentral noch dezentral gelöst werden können, was eine kooperative Abstimmung zwischen den verschiedenen politischen Ebenen zwingend erforderlich macht.

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Details

Title
Koordination im Mehrebenensystem der Raumplanung und Notwendigkeit positiver Koordination in Verhandlungssystemen am Beispiel des Entwurfs regionaler Siedlungskonzepte
College
University of Potsdam  (Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation)
Course
Bürokratie und Politik: Die Rolle der Ministerialverwaltung
Author
Thomas Danken (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V166205
ISBN (eBook)
9783640823918
ISBN (Book)
9783640824212
Language
German
Tags
koordination mehrebenensystem raumplanung notwendigkeit koordination verhandlungssystemen beispiel entwurfs siedlungskonzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Danken (Author), 2010, Koordination im Mehrebenensystem der Raumplanung und Notwendigkeit positiver Koordination in Verhandlungssystemen am Beispiel des Entwurfs regionaler Siedlungskonzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166205
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