Diese Hausarbeit bietet einen kompakten, klar strukturierten Überblick über die beiden zentralen Forschungslogiken der Sozialwissenschaften: quantitative und qualitative Methoden. Ausgangspunkt ist eine präzise Einführung in Gütekriterien empirischer Forschung (Objektivität/Intersubjektivität, Reliabilität, Validität, Repräsentativität) und deren unterschiedliche Passung zu beiden Ansätzen. Darauf aufbauend werden Kernmerkmale, Forschungslogiken (deduktiv versus induktiv), typische Designs (zum Beispiel standardisierte Fragebögen, leitfadengestützte Interviews) sowie handfeste Vor- und Nachteile systematisch gegenübergestellt. Ein praxisnahes Mixed-Methods-Beispiel Jugendstudie 2018 – zeigt, wie sich Stärken beider Verfahren gezielt kombinieren lassen, um Reichweite (Breite) und Tiefenschärfe (Tiefe) der Erkenntnis zu erhöhen. Das abschließende Fazit argumentiert differenziert für eine fragestellungs- und gegenstandsangemessene Methodenwahl statt methodischer Lagerbildung.
Warum lesens- und kaufenswert?
Prüfungs- und praxisrelevante Essentials auf engem Raum – ideal zur schnellen, fundierten Vorbereitung.
Verständlich, wissenschaftlich und argumentativ ausgewogen – mit klaren Entscheidungshilfen für die eigene Forschungsplanung.
Direkt übertragbar: Kriterienlisten, Abwägungen und ein reales Studienbeispiel unterstützen die Anwendung in Seminar-, Bachelor- oder Projektarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- I. Inhaltsverzeichnis
- II. Abkürzungsverzeichnis
- 1. Einleitung – Einführung in das Thema
- 2. Gütekriterien der empirischen Forschung
- 2.1 Die Objektivität oder Intersubjektivität
- 2.2 Die Zuverlässigkeit oder Reliabilität
- 2.3 Die Gültigkeit oder Validität
- 2.4 Die Verallgemeinerbarkeit oder Repräsentativität
- 3. Quantitative und qualitative Methoden
- 3.1 Kennzeichen der quantitativen Forschungsmethode
- 3.1.1 Vor- und Nachteile der quantitativen Forschungsmethode
- 3.2 Kennzeichen der qualitativen Forschungsmethode
- 3.2.1 Vor- und Nachteile der qualitativen Forschungsmethode
- 3.1 Kennzeichen der quantitativen Forschungsmethode
- 4. Anwendung und Gegenüberstellung der quantitativen und qualitativen Forschungsmethode am Beispiel der empirica Jugendstudie 2018
- 4.1 Vorstellung der Forschungsstudie
- 4.2 Aspekte zum methodischen Vorgehen der Forschungsstudie
- 5. Fazit
- III. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen kompakten Überblick über die Merkmale der quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden zu geben. Sie erläutert deren grundlegende Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
- Definition und Bedeutung wissenschaftlicher Forschungsmethoden
- Erörterung der Gütekriterien empirischer Forschung (Objektivität, Reliabilität, Validität, Repräsentativität)
- Detaillierte Analyse der Kennzeichen, Vorteile und Nachteile quantitativer Forschungsmethoden
- Detaillierte Analyse der Kennzeichen, Vorteile und Nachteile qualitativer Forschungsmethoden
- Praktische Anwendung und Gegenüberstellung der Methoden am Beispiel der empirica Jugendstudie 2018
Auszug aus dem Buch
Vor- und Nachteile der quantitativen Forschungsmethode
Nachdem einige Kennzeichen der quantitativen Methode aufgeführt worden sind, soll jetzt auf die Vor- und Nachteile dieser Methode eingegangen werden. Wie schon oben erwähnt, ist das Ziel der quantitativen Methode soziale Phänomene und ihre Eigenschaften zu zählen und zu messen (Strübing 2013, S.4), Hypothesen zu überprüfen und mit der deduktiven Logik vom Allgemeinen auf das Einzelne zu schließen (Bortz / Döring 2006, S.300). Die Vorteile der quantitativen Methode sind leicht zu erkennen. Bortz und Döring (2006) führen an, dass die quantitative Methode weniger Zeit benötigt und man mehr Personen befragen kann. Durch die Zeitersparnis sind die Kosten geringer und der standardisierte Ablauf der Datenerhebung führt zu einer hohen Vergleichbarkeit und Objektivität (Bortz / Döring 2006, S.297). Desweiteren schafft die quantitative Methode mehr Distanz zum Forscher und eignet sich daher bei heiklen Fragestellungen. Gerade für Menschen, die nicht so redefreudig sind, bietet ein standardisierter Fragebogen eine gute Möglichkeit (Bortz / Döring 2006, S.298). Der quantitative Forschungsansatz bietet auch die Möglichkeit, durch Stichproben Ergebnisse für die Grundgesamtheit zu erhalten. Somit kann der quantitative Ansatz auch Aussagen über Personen treffen, die nicht befragt wurden, aber der definierten Grundgesamtheit angehören (Seipel / Rieker 2003, S.104). Ein weiterer Vorteil sind die beschriebenen Gütekriterien. Durch sie kann man überprüfen, ob der Forschungsprozess den wissenschaftlichen Standards entspricht oder nicht.
Diese Vorteile sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch einige Nachteile des quantitativen Forschungsansatzes gibt. So ist z.B. durch die starke Standardisierung eine Flexibilität während dem Forschungsprozess ausgeschlossen. Hat sich der Forscher für eine der quantitativen Methoden zur Datenerhebung entschieden, ist wegen der Standardisierung eine Veränderung kaum mehr möglich (Lamnek 2010, S.234). In eine ähnliche Richtung weist auch der nächste Kritikpunkt. Lamnek (2010) bezeichnet ihn als „das Primat der Methode". Hat sich der Forscher einmal für ein methodisches Instrument bzw. eine methodische Vorgehensweise entschieden, muss sich dem alles unterordnen. Die ausgewählte Methode nimmt keine Rücksicht auf die zu erforschende Wirklichkeit oder auf die Forschungsgegenstände (Lamnek 2010, S.11). Aufgrund dessen wird der quantitativen Methode häufig die Fähigkeit abgesprochen, soziale Wirklichkeiten angemessen untersuchen zu können. Es wird nur das untersucht, was mit den verfügbaren Methoden exakt erfasst werden kann und auf die Individualität des Forschungsgegenstandes wird keine Rücksicht genommen (Lamnek 2010, S.11). Daher kann dieser Ansatz nur erklären, aber nicht verstehen, denn soziale Wirklichkeiten können ohne die Erfassung der Motivation hinter dem Handeln nicht verstanden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Einführung in das Thema: Stellt das Thema wissenschaftlicher Forschungsmethoden vor, erläutert die Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Ansätzen und definiert das Ziel der Arbeit, deren Merkmale zu vergleichen.
2. Gütekriterien der empirischen Forschung: Beleuchtet die Qualitätsstandards, die empirische Forschung erfüllen muss, und diskutiert, wie unterschiedlich diese Kriterien für quantitative und qualitative Methoden angewendet werden.
3. Quantitative und qualitative Methoden: Beschreibt detailliert die Merkmale, Vor- und Nachteile sowohl der quantitativen als auch der qualitativen Forschungsmethoden.
4. Anwendung und Gegenüberstellung der quantitativen und qualitativen Forschungsmethode am Beispiel der empirica Jugendstudie 2018: Veranschaulicht die praktische Anwendung und Kombination beider Methoden anhand der empirica Jugendstudie 2018.
5. Fazit: Fasst die Haupterkenntnisse über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden zusammen und betont die Bedeutung einer bewussten Methodenwahl.
Schlüsselwörter
Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Forschungsmethoden, Sozialforschung, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Repräsentativität, Deduktive Logik, Induktive Logik, empirica Jugendstudie 2018, Datenerhebung, Hypothesenprüfung, Theoriegenerierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der wissenschaftlichen Forschungsmethoden, insbesondere mit dem Vergleich und der Gegenüberstellung von quantitativer und qualitativer Forschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Forschungsmethoden, die Gütekriterien empirischer Forschung sowie die spezifischen Kennzeichen, Vor- und Nachteile der quantitativen und qualitativen Ansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, einen kompakten Überblick über die Merkmale der quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden zu geben und deren Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit beschreibt und vergleicht zwei Hauptmethoden: die quantitative und die qualitative Forschungsmethode, ohne selbst eine neue Methode anzuwenden, sondern bestehende Ansätze zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Gütekriterien der empirischen Forschung, detaillierte Kennzeichen sowie Vor- und Nachteile der quantitativen und qualitativen Methoden und illustriert deren Anwendung anhand der empirica Jugendstudie 2018.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Forschungsmethoden, Sozialforschung, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Repräsentativität, Deduktive Logik, Induktive Logik, empirica Jugendstudie 2018, Datenerhebung, Hypothesenprüfung, Theoriegenerierung.
Was versteht man unter den Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität in der empirischen Forschung?
Objektivität bedeutet, dass verschiedene Forscher bei gleicher Methode zu vergleichbaren Ergebnissen kommen. Reliabilität bezieht sich auf die Stabilität und Genauigkeit einer Messung, während Validität aussagt, ob gemessen wird, was gemessen werden soll.
Inwiefern unterscheidet sich die Erkenntnislogik von quantitativer und qualitativer Forschung?
Die quantitative Forschung nutzt deduktive Logik, schließt also vom Allgemeinen auf das Einzelne, um Hypothesen zu testen. Die qualitative Forschung hingegen verwendet induktive Logik, bei der Theorien aus empirischen Einzeluntersuchungen entwickelt werden.
Welche Rolle spielt die empirica Jugendstudie 2018 in dieser Arbeit?
Die empirica Jugendstudie 2018 dient als praktisches Beispiel, um zu zeigen, wie quantitative und qualitative Forschungsmethoden in der Praxis kombiniert werden können, um ein umfassenderes Bild eines Forschungsgegenstandes zu erhalten.
Warum wird im Fazit die "Reise" als Metapher für wissenschaftliche Forschung verwendet?
Die Metapher der "Reise" beschreibt den Prozess von einer Frage- oder Problemstellung zur Erkenntnisfindung und unterstreicht die Notwendigkeit, sich vorab über die geeigneten Methoden zur Erreichung des Forschungsziels klar zu werden.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Quantitative versus qualitative Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1662071