Controlling. Ein Überblick


Skript, 2011

39 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Die Grundlagen des Controlling
1.1 Der Begriff und die Bedeutung des Controlling
1.2 Die Einordnung des Controlling im Unternehmen
1.2.1 Das Controlling als untergeordnete Linienstelle
1.2.2 Das Controlling als nebengeordnete Linienstelle
1.2.3 Das Controlling als Stabsstelle
1.3 Die Arten des Controlling
1.3.1 Das operative Controlling
1.3.2 Das strategische Controlling

2 Das Bewerten der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens
2.1 Die Kennziffern zum Bewerten der wirtschaftlichen Leistung
2.2 Die Produktivität
2.3 Die Wirtschaftlichkeit
2.4 Die Rentabilität
2.5 Die Liquidität
2.6 Die Kapazität
2.7 Der Beschäftigungsgrad
2.8 Die Eigen- und die Fremdkapitalquote

3 Die Lagerkennzahlen
3.1 Der Mindestbestand
3.2 Der Meldebestand
3.3 Der durchschnittliche Lagerbestand
3.4 Die durchschnittliche Lagerdauer
3.5 Die Umschlagshäufigkeit

4 Die ABC-Analyse

5 Der Break-Even-Point

1 Die Grundlagen des Controlling

1.1 Der Begriff und die Bedeutung des Controlling

a) Der Begriff „Controlling“

Controlling (engl. „to control“ = dt. „kontrollieren“, i. S. von steuern, führen) unter­stützt Führungskräfte beim Planen, Steuern und Kontrollieren des Betriebes.

Typische Controllingfragen während der Planungsphase:

- Sind die Ziele klar definiert?
- Werden die Ziele von den Beteiligten akzeptiert?
- Sind die angenommenen Voraussetzungen (Szenarien) realistisch?
- Sind die vorgesehenen Maßnahmen (Produkte, Projekte) geeignet?
- Sind die Maßnahmen im erforderlichen Umfang und detailliert genug durch­geplant?
- Werden alle wichtigen Störfaktoren berücksichtigt?
- Ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis akzeptabel?

Typische Controllingfragen während der Umsetzungsphase:

- Hat die Führung den Umsetzungsprozess „im Griff“?
- Werden die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt?
- Funktioniert das Frühwarnsystem (Berichtswesen) so, dass notfalls rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können?
- Wo liegen Schwerpunkte, wo gibt es Engpässe?

Typische Controllingfragen während der Kontrollphase:

- Wird ausreichend kontrolliert?
- Sind alle Kontrollen der Abläufe und alle Kontrolleinrichtungen wirtschaft­lich?
- Werden Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, deren Erkenntnisse an die richtigen Stellen weitergeleitet und dort richtig verarbeitet?

b) Die Bedeutung des Controlling

Jedes Unternehmen möchte auch in Zukunft bestehen und erfolgreich sein. Dazu ist neben der fachlichen Kompetenz vor allem die Qualität der betriebs­wirtschaftlichen Entscheidungen bedeutsam.

Alle wichtigen Entscheidungen im Unternehmen müssen vorbereitet, geplant, gesteuert und hinsichtlich ihres Erfolges kontrolliert und bewertet werden (Soll-Ist-Vergleich).

Bei Notwendigkeit sollte nach dem Soll-Ist-Vergleich die Planung revidiert werden.

1.2 Die Einordnung des Controlling im Unternehmen

1.2.1 Das Controlling als untergeordnete Linienstelle

Das Controlling ist meist dem Rechnungs- und Finanzwesen untergeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorteil: Controlling und Rechnungswesen arbeiten eng zusammen.

Nachteil: Controlling ist dem Rechnungswesen unterstellt und wird damit behindert.

1.2.2 Das Controlling als nebengeordnete Linienstelle

Das Controlling ist meist dem Rechnungs- und Finanzwesen nebengeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorteil: keine Probleme durch Unterordnung unter das Rechnungswesen

Nachteil: Controlling muss Entscheidungen selbst durchsetzen

1.2.3 Das Controlling als Stabsstelle

Das Controlling ist der Geschäftsführung zugeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorteile: - Controlling ist unabhängig vom Rechnungswesen

- Entscheidungen setzt Geschäftsführung durch

1.3 Die Arten des Controlling

1.3.1 Das operative Controlling

- bezieht sich auf kurz- bis mittelfristigen Zeitraum
- durch Sicherung von Liquidität, Rentabilität und Wirtschaftlichkeit soll Lebens­fähigkeit des Unternehmens gesichert werden
- Daten der Vergangenheit werden zum Teil auch für Planvorhaben in naher Zukunft genutzt

1.3.2 Das strategische Controlling

- ist auf langfristige Existenzsicherung ausgerichtet
- Chancen und Risiken werden abgeschätzt
- ist mehr nach außen gerichtet, verfolgt z. B. frühzeitig Ernährungstrends, um diese in das Sortiment aufnehmen zu können

2 Das Bewerten der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens

2.1 Die Kennzahlen zum Bewerten der wirtschaftlichen Leistung

Es gibt zahlreiche Kennzahlen, mit deren Hilfe sich die Unternehmen bewerten lassen, u. a.

Abschreibungsintensität, Abschreibungsquote, Abwesenheitsstruktur, Angebots­erfolg, Anlagenabnutzungsgrad, Anlagendeckung, Anlagenintensität, Arbeits­intensität, Auftragsreichweite, Ausschussquote, Beanstandungsquote, Beschäfti­gungsgrad, Beschäftigungsstruktur, Bezugskostenquote, Break Even Point, Cash-Flow, Debitorenlaufzeit, Debitorenumschlag, Deckungsgrad, durchschnitt­liche Arbeitszeit, durchschnittliche Kosten je Bestellung, durchschnittliche Projekt­kosten, durchschnittlicher Bestellwert, durchschnittlicher Einkaufswert je Lieferant, durchschnittlicher Lagerbestand, durchschnittlicher Personalaufwand, durch­schnittlicher Rabatt, durchschnittlicher Stundenlohn, Verschuldungsgrad, Eigen­kapitalquote, Einsparungsquote, Eiserner Bestand, Entlassungskoeffizient, Ent­wicklungskostenanteil, Fehlzeitenquote, Forschungskostenanteil, Fremdkapital­quote, Gesamtkapitalrentabilität, Grad der Fehllieferungen, Herstellungskosten­anteil, Innovationsrate, Investitionsquote, Kapazität, Kapitalstruktur, Kosten je Mitarbeiter, Krankenquote, Kreditorenlaufzeit, Kreditorenumschlag, Kreditstruktur, Kundenstruktur, Lagerdauer, Lagerreichweite, Lagerumschlagsgeschwindigkeit, Lagerverluste, Lagerzinskosten, Leistung des Mitarbeiters, Liquidität, Lohnquote, Marktanteil, Marktwachstum, Materialintensität, Mechanisierungsgrad, Melde­bestand, Mindestbestellmenge, Nettoumlaufvermögen, optimale Anzahl der Be­stellungen, optimale Bestellmenge, optimaler Lagerbestand, Personalaufwands­quote, Personalintensität, Preisindex, Produktivität, prozentualer Personalzu- und -abgang, Rabattstruktur, relativer Marktanteil, Rentabilität, Return on Investment, Rückstellungsquote, Steuerquote, Struktur der Bestellung, Struktur des Einkaufs, Umsatz je Kunde, Umsatz je Mitarbeiter, Umsatzstruktur, Umschlaghäufigkeit, Unfallkoeffizient, verfügbarer Bestand, Vermögensstruktur, Verschuldungsgrad, Vertriebskostenanteil, Verwaltungskostenanteil, Vorratsintensität, Warenroh­gewinn, Wirksamkeit des Angebots, Wirtschaftlichkeit, Working Capital, …

Die betrieblichen Kennzahlen sollen Rationalisierungserfolge im Betrieb zahlenmäßig messbar machen.

Sie dienen der Betriebskontrolle, ermöglichen einen Vergleich zwischen einzelnen Betrieben und sind Argument bei Tarifverhandlungen (Löhne sollten nicht stärker steigen als die Produktivität).

Mit ihrer Hilfe können rechtzeitig Schwachstellen im eigenen Unternehmen entdeckt und beseitigt werden.

2.2 Die Produktivität

… beschreibt die Ergiebigkeit einer wirtschaftlichen Tätigkeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispiele: - Ernteertrag je Hektar

- Meter Tuch je Maschinenstunde
- Stück je Minute
- Kilogramm je Arbeitskraft
- Kilowattstunden je Windrad

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Titel
Controlling. Ein Überblick
Autor
Jahr
2011
Seiten
39
Katalognummer
V166359
ISBN (eBook)
9783640835423
ISBN (Buch)
9783640835454
Dateigröße
1041 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Umfangreiches Skript zum Thema Controlling mit vielen Fall- und Rechenbeispielen. Das Skript beinhaltet auf den ersten 16 Seiten zudem einen Überblick zum Thema Mehrwertsteuer.
Schlagworte
Controlling, Kosten- und Leistungsrechnen
Arbeit zitieren
Dr. Bommhardt (Autor), 2011, Controlling. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166359

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