Unterrichtsmaterial für das Stoffgebiet "Controlling"
Controlling (engl. „to control“ = dt. „kontrollieren“, im Sinne von steuern, führen)
unterstützt Führungskräfte beim Planen, Steuern und Kontrollieren des
Betriebes.
Typische Controllingfragen während der Planungsphase:
- Sind die Ziele klar definiert?
- Werden die Ziele von den Beteiligten akzeptiert?
- Sind die angenommenen Voraussetzungen (Szenarien) realistisch?
- Sind die vorgesehenen Maßnahmen (Produkte, Projekte) geeignet?
- Sind die Maßnahmen im erforderlichen Umfang und detailliert genug
durchgeplant?
- Werden alle wichtigen Störfaktoren berücksichtigt?
- Ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis akzeptabel?
Typische Controllingfragen während der Umsetzungsphase:
- Hat die Führung den Umsetzungsprozess „im Griff“?
- Werden die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt?
- Funktioniert das Frühwarnsystem (Berichtswesen) so, dass notfalls rechtzeitig
Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können?
- Wo liegen Schwerpunkte, wo gibt es Engpässe?
Typische Controllingfragen während der Kontrollphase:
- Wird ausreichend kontrolliert?
- Sind alle Kontrollen der Abläufe und alle Kontrolleinrichtungen wirtschaftlich?
- Werden Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, deren Erkenntnisse an die richtigen
Stellen weitergeleitet und dort richtig verarbeitet?
Die Bedeutung des Controllings
Jedes (Gastronomie-)Unternehmen möchte auch in Zukunft bestehen und
erfolgreich sein. Dazu ist neben der fachlichen Kompetenz vor allem die Qualität
der betriebswirtschaftlichen Entscheidungen bedeutsam.
Alle wichtigen Entscheidungen im Unternehmen müssen vorbereitet, geplant,
gesteuert und hinsichtlich ihres Erfolges kontrolliert und bewertet werden (Soll-
Ist-Vergleich).
Bei Notwendigkeit sollte nach dem Soll-Ist-Vergleich die Planung revidiert
werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Grundlagen des Controlling
1.1 Der Begriff und die Bedeutung des Controlling
1.2 Die Einordnung des Controlling im Unternehmen
1.2.1 Das Controlling als untergeordnete Linienstelle
1.2.2 Das Controlling als nebengeordnete Linienstelle
1.2.3 Das Controlling als Stabsstelle
1.3 Die Arten des Controlling
1.3.1 Das operative Controlling
1.3.2 Das strategische Controlling
2 Das Bewerten der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens
2.1 Die Kennziffern zum Bewerten der wirtschaftlichen Leistung
2.2 Die Produktivität
2.3 Die Wirtschaftlichkeit
2.4 Die Rentabilität
2.5 Die Liquidität
2.6 Die Kapazität
2.7 Der Beschäftigungsgrad
2.8 Die Eigen- und die Fremdkapitalquote
3 Die Lagerkennzahlen
3.1 Der Mindestbestand
3.2 Der Meldebestand
3.3 Der durchschnittliche Lagerbestand
3.4 Die durchschnittliche Lagerdauer
3.5 Die Umschlagshäufigkeit
4 Die ABC-Analyse
5 Der Break-Even-Point
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vermittelt fundiertes Wissen über die zentralen Instrumente und Kennzahlen des betrieblichen Controllings, um die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens messbar zu machen und fundierte Entscheidungen zu unterstützen.
- Grundlegende Definitionen und Einordnung des Controllings im Unternehmen
- Methodik zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistung anhand von Produktivität, Rentabilität und Liquidität
- Analyse und Optimierung von Lagerkennzahlen
- Einsatz der ABC-Analyse zur Priorisierung von Betriebsdaten
- Grafische Darstellung und Berechnung der Gewinnschwelle (Break-Even-Point)
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Begriff und die Bedeutung des Controlling
Controlling (engl. „to control“ = dt. „kontrollieren“, i. S. von steuern, führen) unterstützt Führungskräfte beim Planen, Steuern und Kontrollieren des Betriebes.
Typische Controllingfragen während der Planungsphase:
- Sind die Ziele klar definiert?
- Werden die Ziele von den Beteiligten akzeptiert?
- Sind die angenommenen Voraussetzungen (Szenarien) realistisch?
- Sind die vorgesehenen Maßnahmen (Produkte, Projekte) geeignet?
- Sind die Maßnahmen im erforderlichen Umfang und detailliert genug durch geplant?
- Werden alle wichtigen Störfaktoren berücksichtigt?
- Ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis akzeptabel?
Typische Controllingfragen während der Umsetzungsphase:
- Hat die Führung den Umsetzungsprozess „im Griff“?
- Werden die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt?
- Funktioniert das Frühwarnsystem (Berichtswesen) so, dass notfalls rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können?
- Wo liegen Schwerpunkte, wo gibt es Engpässe?
Typische Controllingfragen während der Kontrollphase:
- Wird ausreichend kontrolliert?
- Sind alle Kontrollen der Abläufe und alle Kontrolleinrichtungen wirtschaftlich?
- Werden Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, deren Erkenntnisse an die richtigen Stellen weitergeleitet und dort richtig verarbeitet?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Grundlagen des Controlling: Einführung in die Begrifflichkeit, die organisatorische Einordnung im Unternehmen sowie die Differenzierung zwischen operativem und strategischem Controlling.
2 Das Bewerten der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens: Detaillierte Darstellung betrieblicher Kennzahlen zur Messung von Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Liquidität und Kapitalstruktur.
3 Die Lagerkennzahlen: Vorstellung spezifischer Kennzahlen zur Lageroptimierung, inklusive Berechnung von Beständen, Lagerdauer und Umschlagshäufigkeit.
4 Die ABC-Analyse: Erläuterung des Analyseverfahrens zur Klassifizierung von Objekten nach ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung.
5 Der Break-Even-Point: Anleitung zur grafischen und rechnerischen Ermittlung der Gewinnschwelle zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen.
Schlüsselwörter
Controlling, Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Liquidität, Lagerkennzahlen, Mindestbestand, Meldebestand, Umschlagshäufigkeit, ABC-Analyse, Break-Even-Point, Fixkosten, Eigenkapitalquote, Fremdkapitalquote, Unternehmenssteuerung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel der Arbeit ist es, Controllern und Führungskräften praktische Instrumente zur Messung und Steuerung der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens an die Hand zu geben.
Welche Themenbereiche stehen im Fokus?
Der Fokus liegt auf den Bereichen Controlling-Grundlagen, Leistungskennzahlen, Lagerwirtschaft, Priorisierungsverfahren und Gewinnermittlung.
Welche Forschungsfragen werden adressiert?
Die zentrale Forschungsfrage ist, wie durch den Einsatz spezifischer betriebswirtschaftlicher Kennzahlen Schwachstellen im Unternehmen identifiziert und die betriebliche Wirtschaftlichkeit sowie Rentabilität gesteigert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es werden quantitative betriebswirtschaftliche Analysemethoden wie die Kennzahlenanalyse, die ABC-Analyse und die Break-Even-Analyse verwendet.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil behandelt systematisch die Kennzahlen zur Leistungsbewertung, Methoden zur Lageroptimierung sowie Verfahren zur Klassifizierung und Break-Even-Ermittlung.
Welche Schlüsselbegriffe prägen den Inhalt?
Wesentliche Begriffe sind Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Liquiditätsgrade, Lagerumschlagshäufigkeit und die ABC-Analyse.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Wirtschaftlichkeit und Rentabilität wichtig?
Während die Wirtschaftlichkeit das Verhältnis von Leistung zu Kosten betrachtet, gibt die Rentabilität Auskunft über die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, was für die langfristige Erfolgssicherung entscheidend ist.
Wie unterscheidet sich die ABC-Analyse von anderen Methoden?
Die ABC-Analyse ermöglicht eine schnelle Priorisierung von Datenmengen in drei Klassen, um sich auf die wirtschaftlich bedeutendsten Faktoren zu konzentrieren.
Welche Bedeutung haben Lagerkennzahlen für die Kapitalbindung?
Lagerkennzahlen sind essenziell, da eine zu hohe Lagerdauer Kapital unnötig bindet, das an anderer Stelle im Betrieb gewinnbringender eingesetzt werden könnte.
Wie hilft der Break-Even-Point bei der Planung?
Der Break-Even-Point zeigt den Punkt auf, ab dem alle fixen und variablen Kosten durch den Umsatz gedeckt sind und das Unternehmen beginnt, Gewinn zu erwirtschaften.
- Citation du texte
- Dr. Bommhardt (Auteur), 2011, Controlling. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166359