Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll untersucht werden wie Pressanlagen, die ansich als Transferpressen genutzt werden, im Einzelbetrieb für ein überaus neues Pressteil im Verbund genutzt werden können. Der Grund für die Fragestellung entstand bei den Bietergesprächen für den gesamten Hinterboden des neuen Projektes D 1. Um den Gesamtauftrag für dieses Projekt zu erhalten, musste ein Pressteil, welches die Einzelpressen hinsichtlich Presstischgröße und –kraft überfordert auf vorhandene Transferpressen artfremd umgewidmet werden. Diese artfremde Nutzung machte gesonderte Untersuchungen hinsichtlich Benutzungszeitraum der Pressen, Logistik im Presswerk und Handlingsysteme notwendig, welche in dieser Diplomarbeit aufgezeigt werden sollen.
In der blechverarbeitenden Industrie zählen Presswerke zu den kapitalintensivsten Fertigungsstätten. Das hohe Investitionsvolumen und die langfristige Bindung an ausgewählte Fertigungstechniken, erfordern eine sorgfältige Fertigungs- und Investitionsplanung. Presswerke bestehen in der Regel aus verschiedenen blechverarbeitenden Anlagen, von denen jede ein bestimmtes Pressteilespektrum herstellt. Ziel der Presswerkplanung ist eine möglichst wirtschaftliche Fertigung, mit der auf dem Weltmarkt und der global sourceing Möglichkeit nur bestanden werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Vorstellung des Praxissemesterplatzes
1.3 Vorstellung des Projektes D1 Boden hinten
1.4 Zielsetzung der Diplomarbeit
1.5 Problemstellung
2.0 Grundlagenbildung
2.1 Festlegen der Fertigungsart und der Arbeitsfolgen für die Boden hinten- Fertigung
2.1.1 Fertigungsverfahren in Preßwerken
2.1.2 Fertigungsverfahren bei der Boden hinten- Fertigung
2.2 Kostengegenüberstellung: Beschneiden der Kontur des Blechformteils durch Beschneidewerkzeug/ beschneiden durch Laser
3.0 Ergebnisbildung
3.1 Planen der Boden hinten- Fertigung
3.1.1 Beschicken der Maschine
3.1.2 Ermitteln der Ausbringung
3.1.3 Planen des Personalbedarfs für die Fertigung
3.1.4 Ermitteln der Rüstzeit
3.1.5 Festlegen der Losgröße
3.1.6 Ermitteln der Engpaßmaschine
3.2 Planen des Materialflusses in der Fertigung
3.2.1 Festlegen der Materialflußwege
3.2.2 Festlegen des Materialflußsystems
3.2.3 Festlegen des Materialflusses in der Fertigung
3.2.4 Festlegen des Materialflusses vor den Maschinen
3.2.5 Planen des Personalbedarfs für den Materialfluß
3.3 Planen der Behälter für das Projekt Boden hinten
3.3.1 Planen der Behälter für die Platine
3.3.2 Planen der Behälter für die Halbzeuge
3.3.3 Planen der Behälter für die Fertigteile
3.4 Planen der Lagerhaltung für die Boden hinten- Fertigung
3.4.1 Planung der Zwischenlagerung in der Fertigung
3.4.2 Planung der Lagerhaltung der Fertigteile und der Platinen
4.0 Ergebnis und Ausblick
4.1 Konzept der Boden hinten- Fertigung
4.2 Ausblick
5.0 Quellenverzeichnis
5.1 Schrifttum
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines effizienten Fertigungskonzepts für das Bauteil "Boden hinten" des Projekts D1. Dabei steht die Herausforderung im Fokus, die hohen Anforderungen an die Blechbearbeitung mit den begrenzten Kapazitäten und Gegebenheiten des Karosseriewerks in Dresden in Einklang zu bringen, wobei insbesondere wirtschaftliche Fertigungsabläufe, Materialflussoptimierung und logistische Behälterkonzepte untersucht werden.
- Prozessplanung für die Fertigung eines neuen Preßteils (Boden hinten)
- Wirtschaftlichkeitsvergleich: Einsatz von Beschneidewerkzeugen vs. Laser-Beschneideverfahren
- Detaillierte Analyse des Materialflusses und der logistischen Anbindungen
- Konzeption von Behälterlösungen für Platinen, Halbzeuge und Fertigteile
- Ermittlung von Kapazitätskennzahlen wie Rüstzeiten, Personalbedarf und Ausbringung
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
In der blechverarbeitenden Industrie zählen Preßwerke zu den kapitalintensivsten Fertigungsstätten. Das hohe Investitionsvolumen und die langfristige Bindung an ausgewählte Fertigungstechniken, erfordern eine sorgfältige Fertigungs- und Investitionsplanung. Preßwerke bestehen in der Regel aus verschiedenen blechverarbeitenden Anlagen, von denen jede ein bestimmtes Preßteilelektrum herstellt. Ziel der Preßwerkplanung ist eine möglichst wirtschaftliche Fertigung, mit der auf dem Weltmarkt eine global sourceing Möglichkeit nur bestanden werden kann.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll untersucht werden wie Pressenanlagen, die ansich als Transferpressen genutzt werden, im Einzelbetrieb für ein überaus Preßteil im Verbund genutzt werden können. Der Grund für die Fragestellung entstand bei den Bietergesprächen für diesen gesamten Hinterboden des neuen Projektes D 1. Um den Gesamtauftrag für dieses Projekt zu erhalten mußte ein Preßteil, welches die Einzelpressen hinsichtlich Pressentischgröße und -kraft überfordert auf vorhandene Transferpressen artfremd umgewidmet werden. Diese artfremde Nutzung machte gesonderte Untersuchungen hinsichtlich Benutzungszeitraum der Pressen, Logistik im Preßwerk und Handlingsysteme notwendig, welche in dieser Diplomarbeit aufgezeigt werden sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einführung: Die Einleitung erläutert die wirtschaftliche Bedeutung der Preßwerkplanung und beschreibt die spezifische Aufgabenstellung für das Bauteil "Boden hinten".
2.0 Grundlagenbildung: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Fertigungsverfahren in Preßwerken sowie eine detaillierte Kostengegenüberstellung von Werkzeug- und Laserbeschnitt.
3.0 Ergebnisbildung: Hier wird das konkrete Fertigungskonzept entwickelt, inklusive Arbeitsfolgen, Materialflussplanung, Behältermanagement und Lagerlogistik.
4.0 Ergebnis und Ausblick: Diese Sektion fasst das erarbeitete Fertigungskonzept zusammen und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Werkzeugplanung.
5.0 Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Anhang-Dokumente zur Unterstützung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Preßwerk, Boden hinten, Fertigungsplanung, Blechbearbeitung, Transferpressen, Materialfluss, Behälterplanung, Rüstzeit, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Laserbeschnitt, Fertigungskonzept, Logistik, Prozessoptimierung, Stückkosten, Investitionsrechnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Fertigungsplanung für das Bauteil "Boden hinten" im Kontext des Automobilprojekts D1, mit besonderem Fokus auf die wirtschaftliche Umsetzbarkeit in einem bestehenden Preßwerk.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswahl der Fertigungsverfahren, der Kostenanalyse, der Gestaltung des Materialflusses sowie der logistischen Behälterplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, mit dem der Boden hinten trotz technischer Herausforderungen und begrenzter Pressenressourcen wirtschaftlich im Karosseriewerk gefertigt werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es werden klassische Methoden der Fabrik- und Fertigungsplanung angewandt, ergänzt durch eine dynamische Investitionsrechnung und eine Break-Even-Analyse für den Kostenvergleich der Beschnittverfahren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Ableitung der Fertigungsschritte, die Dimensionierung des Materialflusses zwischen den Arbeitsfolgen und die Konstruktion spezifischer Behälter für die unterschiedlichen Produktionsstadien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Preßwerk, Boden hinten, Materialfluss, Transferpresse, Wirtschaftlichkeitsanalyse und Behälterlogistik.
Warum wird eine Break-Even-Analyse durchgeführt?
Die Analyse wird genutzt, um objektiv zu ermitteln, ab welcher Stückzahl das Beschneiden mit Werkzeugen gegenüber dem Laser-Beschneideverfahren wirtschaftlich vorteilhafter ist.
Welche Bedeutung hat der Materialfluss für das Projekt?
Aufgrund der großen Abmessungen des Bauteils ist ein optimierter Materialfluss entscheidend, um Engpässe zu vermeiden und die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung der Mitarbeiter zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die Behälterplanung?
Die Behälterplanung ist essenziell, um eine einheitliche logistische Einheit zu schaffen, die sowohl den Transport per Gabelstapler ermöglicht als auch die Bauteile vor Verformung schützt.
Warum ist das Projekt D1 eine besondere Herausforderung?
Das Bauteil "Boden hinten" ist zu groß für die vorhandenen Standardprozesse des Werks, was eine artfremde Umwidmung von Transferpressen und innovative Handlingslösungen erforderlich macht.
- Quote paper
- Matthias Tonn (Author), 2000, Konzepterarbeitung einer Bodenblechfertigung in der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166375