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Ehebruch und Ehescheidung

Title: Ehebruch und Ehescheidung

Essay , 2009 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcel Butkus (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

In einer Zeit, in der Ehescheidung zum großen Thema der Öffentlichkeit avanciert ist, da Paare sich bereits nach kurzer Ehezeit scheiden und prominente Persönlichkeiten in einigen Fällen schon mehrfach verheiratet waren, ist es wichtig einen Blick in die Vergangenheit zu richten. In unserer säkularisierten Welt gibt es kaum noch Hindernisse, die eine Ehescheidung vermeiden bzw. eine solche erschweren. Beide Partner sind in der Ehe gleichberechtigt und haben beide das Recht sich scheiden zu lassen. Es gilt keine Unterordnung unter den Ehepartner oder die Ehepartnerin. Ehen lassen sich zudem mit einem Ehevertrag besiegeln, der die Ansprüche der Ehepartner nach einer Scheidung festlegt.
In der Vergangenheit, zu Zeiten der Alten Kirche, waren die Verhältnisse innerhalb einer Ehe anders geregelt, als dies heute der Fall ist. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau war nicht bekannt und fand daher keine Umsetzung in der Gesellschaft. In Anlehnung an die Bibel galten andere Gesetzmäßigkeiten. „Du sollst nicht die Ehe brechen“ (Ex 20,14 und Dtn 5,18), war, in Anlehnung an den Dekalog, ein wichtiger Grundsatz dieser Zeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stellung der Frau

3. Verbot des Ehebruchs

4. Ehescheidung

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das moraltheologische Verständnis von Ehe, Ehebruch und Ehescheidung im Alten Testament im Vergleich zur modernen gesellschaftlichen Auffassung, wobei insbesondere die rechtliche Stellung der Frau als Eigentum des Mannes kritisch beleuchtet wird.

  • Historische Rolle der Frau im Alten Testament
  • Biblische Gesetzmäßigkeiten zum Verbot des Ehebruchs
  • Rechtliche Voraussetzungen und Praxis der Ehescheidung
  • Vergleich zwischen alttestamentarischer Ethik und moderner Gleichberechtigung
  • Gesellschaftlicher Wandel im Verständnis von Ehe und Treue

Auszug aus dem Buch

Verbot des Ehebruchs

Schon die die Definition der Frau über den Mann sagt einiges über das Verhältnis von Mann und Frau innerhalb einer Ehe aus. Es ist daher nicht verwunderlich, wie das Verbot des Ehebruchs auf die beiden Ehepartner angewendet wird. Der Mann hat mehr Rechte in Bezug auf den Ehebruch, die ihm Begünstigungen in der Bestrafung einräumen. So ist es dem Mann erlaubt ungestraft mit einer unverheirateten Frau zu schlafen, ohne seine eigene Ehe zu brechen. Schläft der Mann hingegen mit einer verheirateten Frau bricht er die Ehe der verheirateten Frau. Seine eigene Ehe bleibt von diesen Geschehnissen unberührt. Die verheiratete Frau aber bricht in diesem Fall die eigene Ehe. Dies ist ebenfalls so, wenn die Frau mit einem unverheirateten Mann schläft. Der Mann begeht also nur Ehebruch, wenn er in eine andere Ehe einbricht, die verheiratete Frau hingegen immer, wenn sie sieh mit einem anderen Mann einlässt. Es wird bei Mann und Frau mit zweierlei Maß gemessen, da der Mann nur in die fremde Ehe eingreift und diese bricht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor stellt die heutige Ehescheidungssituation der alttestamentarischen Gesetzgebung gegenüber, um den Fokus auf die historische Stellung der Frau zu legen.

Stellung der Frau: Dieses Kapitel erläutert, dass die Frau im Alten Testament als Eigentum und dem Mann unterstellt galt, was ihre rechtliche Handlungsfähigkeit einschränkte.

Verbot des Ehebruchs: Hier wird die asymmetrische Auslegung des Ehebruchs thematisiert, bei der es primär um die Rechte des Ehemannes und nicht um die gegenseitige Treue geht.

Ehescheidung: Die Untersuchung zeigt auf, dass das Recht zur Scheidung einseitig beim Mann lag und die Frau bei einer Entlassung aus der Ehe ihre wirtschaftliche Absicherung verlor.

Schluss: Der Abschnitt resümiert den Wandel von patriarchalen Strukturen hin zur modernen Gleichberechtigung und betont die heutige soziale Absicherung nach Scheidungen.

Schlüsselwörter

Ehe, Ehebruch, Ehescheidung, Altes Testament, Moraltheologie, Gleichberechtigung, Frau, Ehemann, Eigentumsdelikt, Treue, Scheidebrief, Patriarchat, Ethik, Bibel, Gesellschaftswandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den alttestamentarischen Regelungen zu Ehe und Ehebruch sowie der rechtlichen Stellung der Frau in dieser Epoche, unter Rückbezug auf die theologische Ethik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definition der Frau als Eigentum, das asymmetrische Ehebruchsverbot und die einseitige Scheidungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die historischen Rahmenbedingungen alttestamentarischer Ehemoral aufzuzeigen und diese mit heutigen Vorstellungen von Gleichberechtigung zu kontrastieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische Literaturanalyse, die biblische Texte und fachspezifische Sekundärliteratur zur moraltheologischen Einordnung heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, warum Ehebruch primär als Eigentumsdelikt am Mann gewertet wurde und wie die rechtlichen Hürden einer Scheidung den Mann bevorteilten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben theologischen Kernbegriffen wie Ehe und Ehebruch sind Begriffe wie Gleichberechtigung und Patriarchat zentral für die Analyse.

Warum galt Ehebruch im Alten Testament primär als Eigentumsdelikt?

Da die Frau rechtlich als Eigentum des Mannes betrachtet wurde, stellte ein Ehebruch eine Verletzung der Rechte des Ehemannes dar, wobei die Treue des Mannes selbst keine Rolle spielte.

Welche Rolle spielte der Scheidebrief für die Frau?

Der Scheidebrief war ein exklusives Instrument des Mannes; eine Frau konnte die Scheidung weder einreichen noch verhindern, was sie in eine prekäre wirtschaftliche Lage brachte.

Inwiefern unterscheidet sich die heutige Rechtssituation?

Heute gelten beide Partner als gleichberechtigt, die Ehe basiert nicht mehr auf Unterordnungsverhältnissen und nach einer Scheidung ist der Unterhalt rechtlich geregelt.

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Details

Title
Ehebruch und Ehescheidung
College
Ruhr-University of Bochum  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Course
Der sittliche Anspruch Jesu in unserer Zeit
Grade
1,0
Author
Marcel Butkus (Author)
Publication Year
2009
Pages
8
Catalog Number
V166523
ISBN (eBook)
9783640826896
ISBN (Book)
9783640826438
Language
German
Tags
Jesus Dekalog Ehebruch Ehescheidung sittlicher Anspruch 10 Gebote
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Butkus (Author), 2009, Ehebruch und Ehescheidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166523
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