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Konfliktprävention durch Standbilder im Sozialkundeunterricht

Title: Konfliktprävention durch Standbilder im Sozialkundeunterricht

Seminar Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nils Schmidt (Author)

Didactics - Social Studies/ Civics
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Konflikte sind ein unumgehbarer Teil des menschlichen Lebens. Sie können zwar in einer kanalisierten Austragungsform, beispielsweise in einer anregenden Diskussion, durchaus gewinnbringend sein, das geläufigere Verständnis des Begriffes Konflikt ist aber ein anderes: Konflikte sind oft mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden und hinterlassen häufig auch nach der Lösung ein ungutes Gefühl bei den Beteiligten. Grundsätzlich ist das Zusammenleben von Menschen jedoch ohne Konflikte nicht möglich, ebenso ist es auch kaum vorstellbar, dass ein Mensch nie in einen inneren Konflikt gerät. Deshalb scheint eine wesentliche personale Kompetenz darin zu bestehen, mit Konflikten in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sinnvoll und angemessen umzugehen. Diese Kompetenz muss jeder Schüler in der Schule erwerben können. Doch lassen sich bestimmte Konfliktsituationen gewissermaßen auch antizipieren und so offene Konflikte verhindern. Die Bedingungen für eine solche Antizipationsfähigkeit sind vielfältig, doch gerade der Sozialkundeunterricht bietet die Möglichkeit, mit den Schülern durch Symbolisierungsformen Präventionsstrategien zu entwickeln und zu üben, denn in keinem anderen Unterrichtsfach spielen insbesondere soziale Konflikte eine so explizite Rolle wie im Sozialkundeunterricht. Zu nennen sind hier beispielhaft familiäre, gesellschaftliche oder internationale Konflikte.
Diese Arbeit befasst sich mit dem unterrichtsspezifischen Ziel der Konfliktprävention und setzt dieses zu der Unterrichtsmethode des Standbildes in Bezug.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konflikte

2.1 Kriterien zur Konfliktbestimmung

2.2 Der Schüler-Schüler-Konflikt

2.3 Der Lehrer-Schüler-Konflikt

3 Das Standbild als Unterrichtsmethode

3.1 Ablauf und Ziele des Standbildbauens

3.2 Allgemeine Vor- und Nachteile der Methode

4 Konfliktprävention durch Standbilder

5 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial der Unterrichtsmethode „Standbild“ als Werkzeug zur Konfliktprävention im Sozialkundeunterricht. Dabei wird analysiert, wie diese spezifische Symbolisierungsform dazu beitragen kann, zwischenmenschliche Konflikte im schulischen Alltag zu antizipieren, zu bearbeiten und soziale Kompetenzen der Lernenden zu fördern.

  • Grundlagen des Konfliktbegriffs in der Schule
  • Differenzierung von Schüler-Schüler- und Lehrer-Schüler-Konflikten
  • Methodik und didaktische Anwendung des Standbildbauens
  • Chancen und Grenzen der Methode zur Konfliktbewältigung
  • Empathieförderung und Perspektivwechsel durch szenische Darstellung

Auszug aus dem Buch

3.1 Ablauf und Ziele des Standbildbauens

In einem Standbild können grundsätzlich Einzelbegriffe oder Situationen dargestellt werden. Dies impliziert, dass die Komplexität und die soziale Reichweite des Darzustellenden erheblich differieren: Die Angst vor einem Hund lässt sich ebenso gut in einem Standbild darstellen wie eine Gewerkschaftsdemonstration. Je komplexer das Thema ist, desto aufwendiger ist das Erbauen eines Standbilds. Die Methode an sich ist nach Hilbert Meyer durch folgende Phasen gekennzeichnet, die in ihrer konkreten Ausgestaltung jedoch variabel seien: Eingeleitet werden könne das Standbild durch ein gelenktes Gespräch oder eine thematische Vorgabe durch den Lehrer. Der Erbauer des Standbilds, der so genannte Regisseur, könne entweder der Lehrer oder ein Schüler sein. Dieser müsse sich zunächst ein Bild von der sozialen Situation machen, die er darstellen wolle, suche geeignete Akteure aus und forme die Haltung und die Mimik der Mitspieler, die sich völlig passiv verhalten müssten. Eines der charakteristischen Merkmale des Standbildbauens sei der Verzicht auf gesprochene Sprache während der Bauphase. Danach erstarrten die Spieler für 30-60 Sekunden und fühlten sich in die eingenommene Haltung ein, während die Beobachter das entstandene Bild auf sich wirken ließen. Es folge die Beschreibungs- und Interpretationsphase, in der besonders auf die szenisch dargestellten Beziehungen der Spieler zu achten sei. Das Ergebnis der Beobachtungen werde dann mit der Intention des Regisseurs verglichen. Es würden entweder Veränderungen durch den bisherigen Regisseur vorgenommen oder es werde ein neuer Regisseur bestimmt, der Korrekturen am Standbild vornehmen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas Konflikte im Sozialkundeunterricht ein und stellt das Ziel vor, die Methode des Standbildbauens auf ihre präventive Wirkung zu prüfen.

2 Konflikte: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen zur Konfliktbestimmung und beleuchtet spezifische Interaktionskonflikte zwischen Schülern sowie zwischen Lehrern und Schülern.

3 Das Standbild als Unterrichtsmethode: Es werden der praktische Ablauf des Standbildbauens sowie dessen didaktische Vor- und Nachteile innerhalb einer Unterrichtsumgebung erläutert.

4 Konfliktprävention durch Standbilder: Das letzte inhaltliche Kapitel führt die theoretischen Konfliktbetrachtungen und die Methode zusammen, um das Potenzial für die Konfliktvermeidung kritisch zu diskutieren.

Schlüsselwörter

Konfliktprävention, Sozialkundeunterricht, Standbild, Rollenübernahme, Empathie, soziale Kompetenz, Schüler-Schüler-Konflikt, Lehrer-Schüler-Konflikt, szenisches Darstellen, Konfliktdidaktik, Unterrichtsmethodik, Symbolisierungsform, Gruppenprozesse, Schulleben, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die theaterpädagogische Methode des „Standbilds“ als effektives Mittel zur Konfliktprävention im Sozialkundeunterricht eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Schulkonflikten, die methodische Einbettung von Standbildern und die kritische Auseinandersetzung mit deren Wirkungsmöglichkeiten im sozialen Lernprozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen der Methode für die Konfliktvermeidung zu bewerten und realistische Erwartungen an den Einsatz dieser Methode im Unterricht zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die didaktische Theorien und Methodenbeschreibungen zusammenführt, um eine fundierte Bewertung der Anwendbarkeit zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Konflikten, die methodische Erläuterung des Standbildbaens und eine abschließende Synthese beider Bereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Konfliktprävention, Sozialkundeunterricht, Standbild und Empathieförderung geprägt.

Warum ist das Standbild zur Konfliktprävention nur bedingt geeignet?

Der Autor argumentiert, dass Standbilder zwar Empathie und Reflexion fördern, aber tief sitzende gruppendynamische Konflikte oder akute Störungen nicht allein durch eine statische Darstellung gelöst werden können.

Welche Rolle spielt der Lehrer beim Standbildbauen?

Der Lehrer muss als Moderator und Beobachter agieren, Fingerspitzengefühl zeigen und die Schüler bei der intensiven Reflexion des Dargestellten anleiten, damit die Methode nicht zum bloßen Zeitvertreib verkommt.

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Details

Title
Konfliktprävention durch Standbilder im Sozialkundeunterricht
College
University of Würzburg
Grade
1,3
Author
Nils Schmidt (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V166571
ISBN (eBook)
9783640829194
ISBN (Book)
9783640829378
Language
German
Tags
Konfliktprävention Standbild Schule Konflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Schmidt (Author), 2010, Konfliktprävention durch Standbilder im Sozialkundeunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166571
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