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Darstellung zweier Therapieansätze für stotternde Kinder

Titre: Darstellung zweier Therapieansätze für stotternde Kinder

Dossier / Travail , 2008 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B.Sc. Simon Friede (Auteur)

Médecine - Neurologie, Psychiatrie, Toxicomanie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Folgenden werden zwei Therapiekonzepte für Kinder mit Sprechunflüssigkeiten bzw. Stottern vorgestellt.
Der direkte Therapieansatz KIDS nach Sandrieser und Schneider ist für die Behandlung von stotternden Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren (und auch für ältere Kinder) geeignet. Das Ziel dieses Ansatzes ist die Remission zu erhöhen. Sollte keine Remission erfolgen, sollen mindestens die Begleitsymptome vermindert bzw. vollständig abgebaut werden und ein lockeres, an-strengungsfreies Stottern möglich sein. Der Ansatz ist denen der Stottermodifikation zuzuordnen. Die kontinuierliche Einbeziehung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil (Sandrieser, 2003, S. 14).
Das Therapiekonzept nach Hansen und Iven basiert auf einem systemisch-konstruktiven Menschenbild. Die Integration verschiedener Methoden steht im Mittelpunkt des Konzeptes, welches aus verschiedenen Therapiebausteinen besteht. Diese sind entwicklungspsychologisch begründet und werden individuell für jedes Kind ausgewählt (Hansen/Iven, 2002, S. 1-2). Die Einbeziehung der Eltern ist hierbei ebenfalls entscheidend. Ziel dieses Ansatzes ist die „Entlastung des Kindes und seiner Kommunikationspartner durch die Reduktion unterbrechender Faktoren und das gezielte Angebot von Strukturen, in denen flüssiges Sprechen oder flüssigeres Stottern ermöglicht wird“ (Hansen/Iven, 2002, S. 68-69). Zudem sollen den Kindern im Spiel Erfahrungen mit flüssigerem Sprechen ermöglicht und dafür Sorge getragen werden, dass möglichst oft sprechflüssigkeitsfördernde Bedingungen herrschen (Hansen/Iven, 2002, S. 49).
Dieser Ansatz ist auf Grund des Konzeptes der Methodenintegration weder dem Prinzip des fluency-shaping noch dem non-avoidance (stutteringmanagement) Ansatz eindeutig zuzuordnen.
Auf andere Therapieansätze sowie die Behandlung des Stotterns bei Erwachsenen wird in dieser Arbeit nicht weiter eingegangen. Auch werden keine Diagnoseverfahren, Methoden oder weitere Hypothesen zur Ätiologie des Stotterns vorgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 KIDS – Kinder dürfen Stottern

2.1 Therapieansatz

2.2 Indikation

2.3 Ziele

2.4 Therapiebereiche

2.4.1 Stottersymptomatik

2.4.2 Psychische Reaktionen

2.4.3 Risikofaktoren

2.4.4 Bezugspersonen

2.5 Therapieende und Nachsorge

2.6 Methoden und Techniken

2.7 Allgemeine Therapieprinzipien

3 Sprach- und Kommunikationstherapie mit unflüssig sprechenden (Vor-) Schulkindern

3.1 Therapieansatz

3.2 Indikation

3.3 Ziele

3.4 Therapiebausteine

3.4.1 Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau

3.4.2 Begriffe begreifen können

3.4.3 Weiches, leichtes und langsameres Sprechen

3.4.4 Ausdehnung und Automatisierung der flüssigen Sprechanteile

3.4.5 Konkrete und offene Auseinandersetzung mit Unflüssigkeiten und Stottern

3.4.6 Stimme, Atmung und Entspannung

3.4.7 Selbstaktualisierung und Kreativität

3.4.8 Einstellungen und Selbstkonzept

3.4.9 Frustrationstoleranz

3.4.10 Reduzierung der kommunikativen Verantwortung

3.4.11 Aufgreifen weiterer (Sprach-) Entwicklungsrückstände

3.4.12 Transfer

3.4.13 Nachsorge und Ende der Therapie

4 Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, zwei verschiedene Therapiekonzepte für stotternde Kinder – „KIDS“ nach Sandrieser/Schneider sowie die „Sprach- und Kommunikationstherapie“ nach Hansen/Iven – vergleichend darzustellen und deren Ansätze, Methoden und therapeutische Schwerpunkte zu analysieren.

  • Grundlagen und Therapieansätze beider Stottertherapien für Kinder.
  • Struktur der Therapiebereiche und Phasenmodelle.
  • Bedeutung der Einbeziehung von Eltern und Bezugspersonen.
  • Vergleich von Modifikations- und kommunikationsorientierten Therapiebausteinen.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.1 Desensibilisierung

In dieser Phase soll das Kind gegen Kernsymptome des Stotterns desensibilisiert werden. Nicht nur zwischen Therapeut und Kind soll das Stottern enttabuisiert werden, sondern auch im sozialen Umfeld des Kindes (Familie, Freunde, Kindergarten, Schule, etc.). Es soll offen über das Stottern gesprochen werden können. Das Kind soll in dieser ersten Phase auch das Pseudostottern erlernen und gegen einen möglichen Kontrollverlust während eines Stotterereignisses, den möglichen Zeitverlust beim Sprechen und gegen negative Zuhörerreaktionen abgehärtet werden (ebd., S. 107-109).

Der Therapeut und auch die direkte Bezugsperson (zumeist die Mutter) dienen als Modell für kurze, unangestrengte Stotterereignisse (Modelllernen).

In dieser Phase sollten Spiele, „die der Spielentwicklung des Kindes entsprechen“ (ebd., S. 133) und ihm bekannt sind gespielt werden und darin das Pseudostottern möglichst häufig eingebaut werden. Auch die Methode des Correctiv Feedback kommt hier zum Einsatz.

Bei älteren Kindern können kindgerechte Begriffe zur Beschreibung der Stotterer-eignisse verwendet werden. In der Phase der Desensibilisierung wird das Kind auch immer wieder auf seine echten Stottersymptome angesprochen und aufmerksam gemacht. Die Autoren weisen hier auch noch einmal darauf hin „neben den kindgerechten Begriffen das Wort ‚Stottern‘ [zu verwenden,] um den Eindruck zu vermeiden, das Thema zu tabuisieren“ (ebd., S. 135).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der beiden Therapiekonzepte für stotternde Kinder und Abgrenzung des thematischen Rahmens der Arbeit.

2 KIDS – Kinder dürfen Stottern: Detaillierte Erläuterung des direkten Therapieansatzes KIDS, inklusive der Phasenmodellierung und der zentralen Rolle der Eltern.

3 Sprach- und Kommunikationstherapie mit unflüssig sprechenden (Vor-) Schulkindern: Analyse des Baukasten-Prinzips nach Hansen und Iven mit Fokus auf entwicklungs- und kommunikationsorientierte Therapiebausteine.

4 Abschließende Bemerkung: Zusammenfassender Vergleich der Ansätze hinsichtlich ihrer Struktur, Anwendbarkeit und theoretischen Einordnung.

Schlüsselwörter

Stottern, Kindliches Stottern, KIDS, Sandrieser, Schneider, Hansen, Iven, Sprachtherapie, Kommunikationstherapie, Frühtherapie, Stottermodifikation, Elternarbeit, Desensibilisierung, Fluency-Shaping, Pseudostottern

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und dem Vergleich zweier etablierter Therapieansätze für stotternde Kinder im Vorschul- und Schulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ansätzen KIDS (Kinder dürfen stottern) sowie dem kommunikationsorientierten Therapiekonzept nach Hansen/Iven, inklusive deren Methoden und therapeutischer Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein strukturierter Überblick über die Inhalte, Zielsetzungen und methodischen Vorgehensweisen beider Therapieansätze, um deren praktische Relevanz aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf den Fachpublikationen der jeweiligen Autoren basiert, um die Konzepte in einer Hausarbeit vergleichend gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Indikationen, Therapiebereiche, Ziele und Techniken beider Konzepte erläutert, insbesondere die Rolle der Eltern und die spezifischen Therapiebausteine.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die zentralen Schlagworte sind Stottertherapie, Kindliches Stottern, Methodenintegration, Elternarbeit und Therapiebausteine.

Wie unterscheiden sich KIDS und der Ansatz von Hansen/Iven in der Anwendung?

KIDS ist ein strukturierter, direkter Therapieansatz mit klaren Phasen, während der Ansatz von Hansen/Iven auf einem flexiblen Baukasten-Prinzip basiert, das individuelle Schwerpunktsetzungen erlaubt.

Warum ist die Arbeit mit den Eltern bei beiden Ansätzen so essenziell?

Die Eltern fungieren als wichtige Bezugspersonen, emotionale Stütze und Co-Therapeuten, die maßgeblichen Einfluss auf die Sprechfreude und den Erfolg der therapeutischen Interventionen im Alltag haben.

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Résumé des informations

Titre
Darstellung zweier Therapieansätze für stotternde Kinder
Université
RWTH Aachen University  (Neurologie/ Neurolinguistik)
Cours
Seminar Redeflusstörungen
Note
1,3
Auteur
B.Sc. Simon Friede (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
26
N° de catalogue
V166703
ISBN (ebook)
9783640833672
ISBN (Livre)
9783640833948
Langue
allemand
mots-clé
Therapie Stottern Kinder Logopädie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.Sc. Simon Friede (Auteur), 2008, Darstellung zweier Therapieansätze für stotternde Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166703
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Extrait de  26  pages
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