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Ludwig Tiecks "William Lovell"

Die Entwicklung des Protagonisten unter Einbeziehung der Polyperspektive des Briefromans

Titre: Ludwig Tiecks "William Lovell"

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 26 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Julian Gotthardt (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ludwig Tiecks Briefroman „William Lovell“ erschien erstmals 1795/96 in Leipzig und Berlin und gehört zu der Gattung der polyperspektivischen Briefromane. Im Zentrum der Handlung steht William Lovell, ein junger Mann, der auf eine Reise geschickt wird, um etwas über sich selbst und die Welt zu lernen. Es existieren zwar neben diesem Haupt- noch mehrere Nebenmotive, aber der Bezugspunkt im Roman bleibt William, er ist der Protagonist der Handlung.
Der Briefroman im Allgemeinen hat weiterhin, laut WEIGAND, nicht die Aufgabe, die Wirklichkeit detailgetreu abzubilden, sondern es geht vielmehr darum, die „Vorstellungen, die sich eine bestimmte Person von [...] Ereignissen macht“ darzustellen. Da ein Großteil der Briefe von William geschrieben ist, oder thematisch Bezug auf ihn nimmt, steht er auch in diesem Zusammenhang klar im Fokus des Werks. Und letztlich ist der Charakter William Lovells auch der Anfangs- und der Endpunkt der Handlungen, so dass eine Entscheidung für eine Untersuchung dieses Charakters auf der Hand zu liegen scheint. Dies soll im ersten Teil dieser Ausarbeitung geschehen. Mit Hilfe prägnanter Ereignisse innerhalb der Romanhandlung soll dargestellt werden, wie sich Williams Gesinnungen während seiner Reise und danach entwickeln. Dazu werden Briefe und Textstellen von, oder mit Bezug auf William Lovell untersucht und gedeutet.
Im zweiten Teil wird sich der Frage gewidmet, inwieweit die Polyperspektive des Werks einen Einfluss auf die dargestellte Charakterstudie hat. Hierbei soll der Bezugspunkt auf den Leser des Werks gesetzt werden. Die Leitfrage lautet folgend: Welche neuen Informationen lassen sich aus den sich kreuzenden Korrespondenzen über William gewinnen, vor allem, wenn man diese in Vergleich zu seinen eigenen, thematisch gleichen Briefen setzt? Durch die Darstellung derselben Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen müssten sich, vor allem, wenn man dem Zitat WEIGANDS (s.o.) Beachtung schenkt, neue Einsichten über den Hauptcharakter gewinnen lassen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen im zweiten Teil der Ausarbeitung dargestellt werden.
Grundlage der Untersuchung ist die Erstausgabe des Werkes von Tieck.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung William Lovells

3. Polyperspektive im Roman

4. Schlussbetrachtung:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die psychologische Entwicklung der zentralen Romanfigur William Lovell in Ludwig Tiecks Briefroman „William Lovell“ und analysiert, wie die gewählte polyperspektivische Erzählweise die Charakterstudie des Protagonisten beeinflusst und dem Leser neue Einsichten ermöglicht.

  • Charakterentwicklung von William Lovell während seiner Bildungsreise
  • Einfluss von verschiedenen Lebensstationen und Reisebegleitern auf den Protagonisten
  • Die Rolle der emotionalen Instabilität und des Schwärmertums
  • Analyse der Polyperspektive als Mittel zur Charakterisierung
  • Vergleich zwischen der subjektiven Wahrnehmung der Figur und der Fremdwahrnehmung

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung William Lovells

Der erste Kontakt des Lesers mit dem Protagonisten des tieckschen Romans findet indirekt statt. Im ersten Brief des Romans schreibt Karl Wilmont an seinen Freund Mortimer in London indem er von William Lovell spricht, er habe einen „vortreffliche[n] junge[n] Mann“ kennengelernt, der allerdings „in keinem Boden“ gedeihe. Im Folgenden wird William genauer als „Schwärmer“ gekennzeichnet, der Vergleich mit Ikarus gleichsam mitleidig gezogen und für den Leser als Vorausschau erkennbar. Eine weitere Charaktereigenschaft die hier angesprochen wird ist die Ernsthaftigkeit, mit der William das Leben betrachtet.

Im nächsten Satz jedoch nennt er den Grund, warum sich der „unbefangene[...], leichtherzige[...] William“ zu einem so schwermütigen Träumer wandle: „er ist verliebt“. Somit relativiert Karl an dieser Stelle die Launenhaftigkeit und Melancholie, die von William ausgehen als ein von außen kommendes und verständliches Phänomen: „was hat die Liebe nicht schon in der Welt Böses getan?“. Dass die Melancholie aber eher eine im Charakter der Figur William Lovells angelegte Eigenschaft, und nicht das bloße Resultat einer –zu diesem Zeitpunkt- unglücklichen, da unbeantworteten Liebe ist, wird sich in der folgenden Darstellung noch zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Roman „William Lovell“ von Ludwig Tieck vor und definiert das Ziel der Arbeit, nämlich die Charakterentwicklung des Protagonisten und den Einfluss der polyperspektivischen Erzählstruktur darauf zu untersuchen.

2. Die Entwicklung William Lovells: Dieses Kapitel analysiert anhand prägnanter Briefe und Ereignisse, wie sich der Charakter William Lovells von einem schwärmerischen jungen Mann hin zu einer von Egoismus und Zynismus geprägten Persönlichkeit unter dem Einfluss verschiedener Reisebegleiter entwickelt.

3. Polyperspektive im Roman: Hier wird untersucht, wie die Erzählweise, die Ereignisse aus mehreren Sichtweisen darstellt, dem Leser einen Informationsüberschuss verschafft und so ein tieferes Verständnis für die Diskrepanz zwischen Williams Selbstwahrnehmung und seiner Wirkung auf andere Figuren ermöglicht.

4. Schlussbetrachtung:: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Polyperspektive die Charakterstudie erheblich schärft und bestätigt, dass der Protagonist trotz seiner Entwicklung unfähig zur wahren Affektkontrolle bleibt und am Ende als gescheiterte Figur erscheint.

Schlüsselwörter

William Lovell, Ludwig Tieck, Briefroman, Polyperspektive, Charakterstudie, Bildungsreise, Schwärmertum, Melancholie, Egoismus, Identitätssuche, Fremdwahrnehmung, Selbsttäuschung, Romananalyse, Literaturwissenschaft, 18. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Ludwig Tiecks Briefroman „William Lovell“, wobei der Fokus auf der Charakterentwicklung der Hauptfigur und der literarischen Funktion der polyperspektivischen Erzählweise liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die psychologische Instabilität der Figur, die Auswirkungen von Entfremdung und Reiseeinflüssen sowie die Frage nach der Veränderbarkeit menschlicher Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse unterschiedlicher Briefperspektiven aufzuzeigen, wie William Lovell sein eigenes Selbst sucht und an der Unmöglichkeit der Selbstbeherrschung scheitert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse von Primär- und Sekundärquellen, insbesondere die kontrastierende Untersuchung der Korrespondenzen verschiedener Romanfiguren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird chronologisch die Wandlung des Protagonisten durch die verschiedenen Phasen seines Lebens dargestellt und die polyperspektivische Darstellung zentraler Ereignisse analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Briefroman, Polyperspektive, Charakterstudie, Melancholie und Identitätssuche.

Warum spielt die Beziehung zu Amalie für die Charakterentwicklung eine Rolle?

Die Beziehung dient als Ausgangspunkt der Entwicklung; Williams Unfähigkeit, Gefühle adäquat zu kommunizieren und seine daraus resultierende Selbsttäuschung werden durch den Vergleich seiner Briefe deutlich.

Welche Rolle spielt Andrea Cosimo für William Lovell?

Andrea Cosimo fungiert als manipulative Leitfigur, die William von moralischen Werten entfremdet und ihn letztlich in einen Zustand des Zynismus und des Nihilismus führt.

Wie bewertet der Autor das Ende des Romans?

Das Ende wird als Reflexion der gescheiterten Persönlichkeit betrachtet, bei der die späte Erkenntnis Williams über seine Schuld zu spät kommt und seine Rückfindung zu sich selbst durch seinen Tod verhindert wird.

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Résumé des informations

Titre
Ludwig Tiecks "William Lovell"
Sous-titre
Die Entwicklung des Protagonisten unter Einbeziehung der Polyperspektive des Briefromans
Université
University of Marburg  (Institut für neuere deutsche Literatur)
Note
2,0
Auteur
Julian Gotthardt (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
26
N° de catalogue
V166761
ISBN (ebook)
9783640831180
ISBN (Livre)
9783640830732
Langue
allemand
mots-clé
ludwig tiecks william lovell entwicklung protagonisten einbeziehung polyperspektive briefromans
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julian Gotthardt (Auteur), 2009, Ludwig Tiecks "William Lovell", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166761
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Extrait de  26  pages
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